Heuschnupfen (Pollenallergie, Pollinosis): Was ist das?

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (06. Februar 2017)

Heuschnupfen (Pollenallergie, Pollinosis) ist eine Überempfindlichkeitsreaktion beziehungsweise Allergie gegen Blütenstaub (Pollen): Wenn Pollen mit den Schleimhäuten der Nase, Augen oder Atemwege in Berührung kommen, lösen sie eine allergische Reaktion vom sogenannten Soforttyp (Typ-I-Allergie) aus. Das bedeutet, dass der Körper unmittelbar nach dem Kontakt mit Pollen allergisch reagiert und entsprechende allergische Symptome entwickelt – vor allem:

  • allergischen Schnupfen (Rhinitis),
  • Augenbeschwerden und / oder
  • Atembeschwerden.
Warum heißt der Heuschnupfen Heuschnupfen?
Die Bezeichnung stammt aus dem 19. Jahrhundert. Sie kommt daher, dass die allergische Reaktion zunächst bei Kontakt zu Gras und Heu beobachtet wurde.

In der Regel macht sich die Pollenallergie nur während der Pollensaison bemerkbar, wenn der Pollenflug stattfindet. Andere Begriffe für Heuschnupfen sind daher:

  • saisonale allergische Rhinitis bzw.
  • saisonale Rhinitis allergica.

Kommt es beim Heuschnupfen zu einer Bindehautentzündung (Konjunktivitis), so spricht man auch von saisonaler allergischer Rhinokonjunktivitis.

Video: Allergischer Schnupfen – wie entsteht er?

Häufigkeit

Heuschnupfen gehört sowohl bei Kindern und Jugendlichen als auch bei Er­wach­senen zu den häufigsten aller­gischen Er­krank­ungen. Für Deutschland gilt:

  • Im Kindes- und Jugendalter entwickeln fast 13 Prozent eine Pollenallergie.
  • Im Erwachsenenalter sind etwa 15 bis 25 Prozent Pollenallergiker.
  • Jungen reagieren deutlich öfter allergisch auf Pollen als Mädchen.
  • Im Erwachsenenalter sind hingegen Frauen häufiger betroffen als Männer.

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