Ein Vater hat seinen Sohn auf den Schultern, beide tragen eine Maske.
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Coronavirus: Weniger Schutz durch Masken im Herbst?

Der Herbst ist da, und mit ihm viele Regentage. Das stellt uns angesichts der Corona-Pandemie vor eine Herausforderung. Denn wenn die Masken feucht werden, lässt ihre Wirkung nach. Keime wie Bakterien und Viren können durch den nassen Stoff nach außen dringen. Eine gründliche Hygiene ist daher vor allem zu dieser Jahreszeit wichtig.

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Mediziner*innen geprüft.

Feuchte Masken verringern die Schutzwirkung

Nach wie vor gilt in Deutschland bundesweit Maskenpflicht in Handel und Nahverkehr. Aufgrund steigender Fallzahlen wurden die Maßnahmen kürzlich sogar noch verschärft. So muss in Nordrhein-Westfalen nun auch teilweise im öffentlichen Raum ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden, nämlich dort, wo sehr viele Menschen zusammenkommen oder ein Mindestabstand nicht eingehalten werden kann. Das betrifft zum Beispiel Fußgängerzonen und Einkaufsstraßen.

Video: Maskenhygiene im Herbst: Jetzt ganz besonders wichtig

Gerade im Herbst, wenn es draußen nass ist und wir immer wieder von Schauern überrascht werden, kann die Alltagsmaske schnell ihren Schutz verlieren. Denn Feuchtigkeit schränkt den Luftstrom ein und macht den Stoff durchlässig. Davor warnen britische Wissenschaftler der Reading University.

Tipps zur Maskenhygiene im Herbst

Um den Schutz der Mund-Nasen-Maske trotz Regenschauern und Nässe zu erhalten, können folgende Tipps helfen:

1. Maske regelmäßig wechseln

Sobald sich die Maske feucht anfühlt oder sichtbar verschmutzt ist, sollte sie unverzüglich durch einen sauberen und trockenen Mund-Nasen-Schutz ausgetauscht werden. Deshalb ist es sinnvoll, immer mindestens eine Ersatzmaske dabei zu haben. Dies wird auch von der World Health Organization (WHO) empfohlen.

2. Maske an einem trockenen Ort lagern

Wenn Sie die Maske zwischendurch abnehmen, stecken Sie diese nicht einfach in die Jackentasche. Auch die Armbeuge ist kein geeigneter Aufbewahrungsort. Verstauen Sie die Maske lieber in einem sauberen, wiederverschließbaren Beutel oder einer Box.

3. Nicht mit dem Föhn trocknen

Ist die Maske einmal nass geworden, trocknen Sie diese nicht mit dem Föhn. Dann ist sie nicht mehr steril. Besser ist es, sie zum Trocknen aufzuhängen oder gleich bei 60 Grad zu waschen.

4. Geschlossene Räume meiden

Trotz Alltagsmaske gilt nach wie vor: Drinnen ist die Ansteckungsgefahr um einiges höher als draußen. Versuchen Sie deshalb, Menschenmengen in geschlossenen Räumen trotz der kalten Jahreszeit so gut es geht zu meiden. Auch regelmäßiges Lüften ist wichtig, um die Ansteckungsgefahr geringer zu halten.