Animierte Virusmutation
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Omikron XE: Variante breitet sich in Großbritannien aus

Die scheinbar unendliche Geschichte der Virusvarianten von Sars-CoV-2 hat ein weiteres Kapitel: Die Omikron-Variante XE wurde von der britischen Gesundheitsbehörde entdeckt. Hierbei handelt es sich um einen Mix aus BA.1 und BA.2. Wie sich die genetischen Veränderungen auswirken, ist noch nicht ausreichend geklärt.

Omikron XE: Eine Rekombination

Neue Virusvarianten entstehen immer wieder, denn Viren verdoppeln ihr genetisches Material. Bei diesem Vorgang kann es zu Fehlern kommen, welche zu Veränderungen des Erbguts führen. Diese Mutationen können aufgrund der Abwandlung, beispielsweise im Spike-Protein des Virus, ansteckender sein als ihre Vorgänger.

Neben Virusvarianten können sich auch Rekombinationen entwickeln. Ist eine Person zeitgleich mit zwei Varianten von Sars-CoV-2 infiziert, besteht die Möglichkeit, dass sich das Erbgut beider Varianten im Körper vermischt. Forschende entdeckten dieses Phänomen bereits bei der Deltakron-Variante, einem Mix aus Omikron und Delta.

Omikron XE scheint laut ersten Angaben der britischen Gesundheitsbehörde ein Mix aus den Omikron Varianten BA.1 und BA.2 zu sein.

Wie gefährlich ist Omikron XE?

Seit Omikron XE am 19. Januar 2022 zum ersten Mal sequenziert wurde, verbreitet sich das Virus mit einer hohen Wachstumsrate. Diese liegt nach jetzigem Stand (08.04.2022) circa 9,8 Prozent über BA.2.

Insgesamt seien laut der britischen Gesundheitsbehörde allerdings zu wenig Fälle registriert, um Aussagen über Infektiosität, Krankheitsverläufe und Wirksamkeit der bisherigen Impfstoffe zu sagen.

Weitere Omikron-Rekombinationen entdeckt

Neben Deltakron und Omikron XE wurden bereits weitere Varianten sequenziert. Diese konnten sich bisher allerdings nicht durchsetzen. Hierbei handelt es sich um weitere Mischvarianten von Delta und Omikron. Die Varianten werden als Omikron XD und Omikron XF bezeichnet. Während XF in Großbritannien entdeckt wurde, wird die Mehrzahl der XD-Fälle bisher in Frankreich gezählt. Einen genetischen Vorteil scheinen diese Varianten aufgrund der geringen Fallzahl allerdings nicht zu haben.