Omikron-Varianten animiert
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Omikron BA.1 bis BA.5: Diese Varianten  gibt es!

Die Omikron-Variante (BA.1.529) hat die im letzten Herbst und Winter dominierende Delta-Mutation verdrängt. Virusvarianten unterscheiden sich in ihrer genetischen Struktur. In der Regel ist unter anderem das Spike-Protein von Sars-CoV-2 verändert. Die Omikron-Variante ist mittlerweile in Europa vorherrschend, seit einigen Wochen und Monaten sorgen zudem verschiedene Subvarianten und Rekombinationen für Aufsehen. Diese Omikron-Typen gibt es und so gefährlich sind sie.

Omikron BA.1 bis BA.5 – wie gefährlich sind die Virusvarianten?

Die Omikron-Variante sorgt in der Regel bei geimpften Personen für einen milden bis moderaten Krankheitsverlauf. Im Gegensatz zu bisherigen Virusvarianten ist Omikron allerdings deutlich ansteckender und kann der Immunantwort entgehen. Dies bedeutet, dass Antikörper, welche durch eine Impfung oder vorangegangene Infektion gebildet wurden, die Omikron-Variante nicht oder zu spät erkennen. Das Virus kann somit in die menschlichen Zellen eindringen und diese infizieren.

Bisher wurden insgesamt fünf Typen der Omikron-Variante entdeckt:

  • BA.1
  • BA.2
  • BA.3
  • BA.4
  • BA.5

Eine Studie, welche im Fachmagazin "The Lancet" veröffentlicht wurde, untersucht die Struktur der Virusvarianten BA.1, BA.2 und BA.3 bezüglich ihrer Infektiosität sowie deren Immunflucht. Die Ergebnisse zeigen, dass alle untersuchten Subvarianten den neutralisierenden Antikörpern auf einem ähnlichen Niveau entgehen und somit für hohe Ansteckungen sorgen können. Warum die Variante BA.2, welche bereits in einigen Ländern vorherrschend ist, die bisherige BA.1-Variante ablösen konnte, können die Forschenden allerdings nicht begründen.

Omikron BA.4 und BA.5 als besorgniserregend

Die Virusvarianten BA.4 und BA.5 wurden bisher in Südafrika und einigen europäischen Ländern sequenziert. Die beiden Subtypen unterscheiden sich laut Informationen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in ihrer genetischen Struktur von den bisherigen Omikron-Varianten. Fachleute untersuchen bereits, ob sich die beiden Varianten schneller ausbreiten und welche Krankheitsverläufe sie verursachen können.

Eine genaue Einschätzung kann aufgrund der wenigen Fälle allerdings noch nicht gegeben werden.

Die WHO setzt die beiden Varianten BA.4 und BA.5 auf die Liste der zu besorgniserregenden Varianten. Aufgrund der bisherigen Erfahrungen soll das Screening neuer Varianten ernst genommen werden, um weitere Entwicklungen zu erkennen und das Virus weiterhin intensiv im Auge behalten zu können. Besonders die Veränderung des Spike-Proteins (L452R), welche es dem Virus ermöglicht, den Antikörpern zu entgehen, bereitet den Forschenden weiterhin Sorgen.

Experte Eric Feigl-Ding betont aufgrund der neuen Varianten auf Twitter, dass das Ende der Pandemie noch lange nicht erreicht sei.

Erste Studien zu den Virusvarianten zeigen zudem, dass eine überstandene Omikron-Infektion mit weiteren Subtypen nicht vor einer erneuten Ansteckung mit den BA.4 und BA.5 schützen kann. Besonders ungeimpfte Genesene haben weiterhin ein großes Risiko sich mit BA.4 oder BA.5 zu infizieren. Gesundheitsminister Karl Lauterbach warnt aufgrund der aktuellen Studienergebnisse bereits vor einer möglichen Corona-Welle im Herbst. Besonders ungeimpfte Personen und Risikogruppen sind besonders gefährdet.

Omikron BA.2.12.1 in den USA auf dem Vormarsch

Die Omikron Subvariante BA.2.12.1 breitet sich laut der amerikanischen Gesundheitsbehörde CDC in den USA rasant aus. Die Virusmutation macht dort bereits knapp ein Fünftel aller Neuinfektionen aus. Forschende gehen aufgrund der hohen Replikationsrate davon aus, dass der Subtyp um 25 Prozent ansteckender ist als die ursprüngliche BA.2-Variante.

Omikron und Delta: Rekombinationen entwickeln sich

Neben verschiedenen Typen der Omikron-Varianten können auch Misch-Varianten aus Omikron und Delta entstehen. Diese entwickeln sich, wenn eine Person mit beiden Varianten zeitgleich infiziert ist. Die genetischen Strukturen der Viren vermischen sich, während der Vermehrung im Körper.

Bisher sind neben der Deltakron-Variante zudem die Rekombinationen Omikron XE, Omikron XD und Omikron XF bekannt. Bisher sind diese Fälle allerdings sehr selten und es gibt keine Auffälligkeiten.