Virusvarianten animiert
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Omikron und Delta: So unterscheiden sich die Virusvarianten

Das Coronavirus mutiert stetig weiter. Mit neuen Virusvarianten verändert sich auch das Krankheitsbild von Sars-CoV-2. Während die ursprüngliche Variante aufgrund des Krankheitsverlaufs leicht von einer Erkältung zu unterscheiden war, weichen Omikron und Delta nur noch wenig von einem gewöhnlichen grippalen Infekt ab. So unterscheiden sich die Virusvarianten voneinander und diese wichtige Rolle spielt die Corona-Impfung.

Das britische Gesundheitsministerium überwacht die Corona-Daten mithilfe der „Zoe Covid Symptom Studie“. Erkrankte haben die Möglichkeit, Symptome und Krankheitszeichen zu dokumentieren. Insgesamt haben bereits mehr als vier Millionen Infizierte die Datenerfassung wahrgenommen.

Britische Forschende nutzen die Daten, um typische Symptome, Dauer und weitere Merkmale festzuhalten und auszuwerten. Ziel der neuesten Studie ist es, Unterschiede zwischen den bisher dominierenden Virusvarianten Delta und Omikron zu ermitteln.

Infektionsdauer Omikron hält kürzer an als Delta

Insgesamt wurden die Daten von 63.000 Infizierten ausgewertet. Die Proband*innen haben vor ihrer Infektion mindestens zwei Corona-Impfungen oder auch eine Boosterimpfung erhalten.

Die Forschenden analysierten anhand einer Untergruppe, welche sich innerhalb der ersten 21 Tage erholte, die Dauer der Symptome im Durchschnitt. Das Ergebnis: Besonders Omikron-Infizierte profitieren von der dritten Impfung:

Impfstatus

Dauer der Omikron-Infektion

Dauer der Delta-Infektion

Doppel geimpft 8,3 Tage 9,6 Tage
Dreifach geimpft 4,4 Tage  7,7 Tage

 

Doch nicht nur die Dauer der Corona-Infektion unterscheidet die Omikron-Variante von der Delta-Mutation, auch die Symptome und die Häufigkeit der Symptome weichen voneinander ab.

Omikron und Delta: Symptome im Vergleich

Die beiden Virusvarianten sind nicht nur ansteckender als der Urtyp des Coronavirus. Sie unterscheiden sich auch in den Symptomen deutlich vom ursprünglichen Sars-CoV-2. Das sind laut britischen Forschenden häufige Symptome von Omikron und Delta:

Omikron-Variante Delta-Variante
  • Laufende Nase (76,5 Prozent)
  • Kopfschmerzen (74,7 Prozent)
  • Halsschmerzen (70,5 Prozent)
  • Niesen (63 Prozent)
  • Anhaltender Husten (49,8 Prozent)
  • Heisere Stimme (42,6 Prozent)
  • Laufende Nase (81,6 Prozent)
  • Kopfschmerzen (77,9 Prozent)
  • Niesen  (70,7 Prozent)
  • Halsschmerzen (80,8 Prozent)
  • Geruchsverlust (52,7 Prozent)

Bei der Omikron-Variante könnten zudem gehäuft Magen-Darm-Beschwerden auftreten, welche bei Delta bisher eher selten vorkamen.

Während die beiden Omikron-Varianten circa 98,3 Prozent der Neuinfektionen ausmachen, ging die Zahl der Delta-Infektionen (< 0,1 Prozent) stark zurück. Fachleute erwarten aufgrund der Lockerungen und dem geringen Schutz nach einer Omikron-Infektion mit einer erneuten Zunahme der Delta-Variante.

Omikron: Impfung bietet guten Schutz vor schweren Verläufen

Laut den Forschenden verliefen Omikron-Infektionen in der Regel kürzer und milder. Das Virus scheint zwar leichter übertragbar zu sein, allerdings besonders bei Geimpften eine kürzere Erkrankungsdauer zu verursachen.

Bisherige Laborstudien zeigten zudem, dass sich Omikron weniger in bestimmten Abschnitten der Lunge verbreitet und sich vielmehr in den oberen Atemwegen sowie den Bronchien fortpflanzt.