Frau mit Maske und Hautunreinheiten
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Maskendermatitis: Das hilft gegen den Hautausschlag durch FFP2-Masken

FFP2-Masken schützen zuverlässig gegen das Coronavirus und sind ein wichtiges Mittel im Kampf gegen Sars-CoV-2. Tägliches und langes Maskentragen hat aber auch Nachteile: Besonders die Haut leidet unter dem Maskenschutz. Hautirritationen und Hautprobleme werden von Dermatolog*innen als Maskendermatitis bezeichnet. Wie diese entsteht und was gegen die Irritationen helfen kann, lesen Sie hier. 

Maskendermatitis: Gründe für die Hautunreinheiten

Die FFP2-Maske gehört in vielen Berufen und Lebensbereichen zum Alltag. Besonders Pflegekräfte, medizinisches Personal sowie Lehrkräfte und Schüler*innen tragen den Mund-Nasenschutz meist über sechs Stunden pro Tag. Die Maßnahmen schützen effektiv vor Sars-CoV-2, doch die Haut leidet unter dem Schutz.

Die Maske begünstigt einen hohen Feuchtigkeitsgehalt der Hornschicht sowie den Verlust von Wasser. Die natürliche Hautbarriere wird in Mitleidenschaft gezogen, die Temperatur der Haut sowie die Talgproduktion nehmen zu. Der pH-Wert steigt, da das Milieu der Haut durch die lange Zeit unter der Maske und die mangelnde Abgabe von Schweiß und Wärme gestört ist. Auch die Reibung der Maske begünstigt das schlechte Hautbild und verhindert die Heilung von Hauterkrankungen wie Akne oder Rosazea.

Besonders im Gesundheitswesen macht sich die Maskendermatitis bemerkbar. Eine schriftliche Befragung von 192 Beschäftigten im Gesundheitsbereich weist auf die Verschlechterung des natürlichen Hautbildes hin.

Wenn die Haut unter der Maske leidet: 7 Tipps gegen Hautprobleme

Um Hautirritationen trotz FFP2-Maske zu verhindern oder die Irritationen zu reduzieren, können folgende Tipps der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DGG) helfen:

  1. Richtiger Sitz der Maske, um Hautreibungen zu verhindern
  2. Tägliches Reinigen der Haut mit mildem Reinigungsschaum oder reinigende Cremes ohne Alkoholanteil
  3. Bei Schweißbildung das Gesicht regelmäßig mit lauwarmem Wasser abwaschen
  4. Tragepausen einlegen: Nach circa 75 Minuten empfiehlt sich eine 30-minütige Pause
  5. Verwenden von Pflegeprodukten, welche die Bindung von Wasser in der Oberhaut steigern (Emollientien) und so die Barrierefunktion erhöhen und den Juckreiz reduzieren
  6. Pausen an der frischen Luft einlegen
  7. Entzündungshemmende Lokaltherapie bei Mazeration (Aufweichung der Haut), allergischem Ausschlag, Akne oder Rosacea

Reinigungsmittel und Lokaltherapien sollten gemeinsam mit einem*einer Hautarzt*Hautärztin besprochen und die entsprechende Therapieform erarbeitet werden.

Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen, der Pflege und anderen Bereichen, in denen Maskenpflicht herrscht, wird empfohlen, einen Bericht des*der Dermatologen*Dermatologin an die zuständige Krankenkasse oder Versicherung zu übermitteln. So können Arztkosten gedeckt oder weitere Spektren der Therapie erarbeitet werden. Auch eine medizinische Befreiung von der Maskenpflicht ist möglich, wird aber aufgrund des Infektionsschutzes nur in Ausnahmefällen gewährt.