Frau erhält Corona-Impfung
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Corona-Impfung: Impfreaktionen weisen auf höheren Antikörperspiegel hin

Während einige Personen stark auf die Corona-Impfung reagieren, zeigen andere keinerlei Nebenwirkungen. Häufige Impfreaktionen sind beispielsweise starke Kopfschmerzen, Schmerzen an der Injektionsstelle sowie grippeähnliche Symptome. Ob das Immunsystem bei Geimpften mit Beschwerden stärker reagiert und somit mehr Antikörper produziert, wurde von Forschenden des Universitätsklinikums Ulm intensiver analysiert.

Studie: Möglicher Zusammenhang zwischen Impfreaktion und Antikörperspiegel

Forschende des Universitätsklinikums Ulm haben im Zeitraum von Mai 2021 bis März 2022 den Antikörperspiegel von 1.842 geimpften Personen nach der Zweitimpfung und 573 Personen nach der Boosterimpfung erhoben. Die Ergebnisse zeigen einen Anstieg der Antikörper gegen Sars-CoV-2, welche verhindern, dass das Virus in die menschlichen Zellen eindringt:

  • der höchste Antikörperspiegel wurde circa 14 Wochen nach der Impfung mit BioNTech/Pfizer erreicht
  • eine heterologe Impfung, also eine Kombination aus AstraZeneca und BioNTech/Pfizer, erzielte einen höheren Antikörperspiegel als eine zweifache Impfung mit AstraZeneca
  • der Antikörperspiegel bei unter 30-Jährigen war im Vergleich zu älteren Proband*innen deutlich höher
  • 24 Wochen nach der vollständigen Impfung nahm der Antikörperspiegel ab
  • die Boosterimpfung führte erneut zu einer hohen Zahl an Antikörpern

Sowohl nach den ersten beiden Impfungen (89 Prozent) als auch nach der Drittimpfung (83 Prozent) litt ein Großteil an Impfreaktionen, welche überwiegend als mild bis moderat bezeichnet wurden. Häufige Nebenwirkungen waren

  • lokale Nebenwirkungen, wie Schmerzen an der Einstichstelle,
  • Müdigkeit und Erschöpfung,
  • Kopfschmerzen,
  • sowie Muskel- und Gliederschmerzen.

Die Forschenden konnten einen möglichen Zusammenhang zwischen dem Auftreten einer Impfreaktion und einem hohen Anstieg der Antikörper vermerken. Wobei auch Personen, welche keine Reaktionen zeigten, ausreichend Antikörper gegen Sars-CoV-2 entwickelt hatten.