Animierte Viren
© Getty Images/peterschreiber.media

Deltakron: Wie gefährlich ist die Hybridvariante?

Es liegt in der Natur von Viren, sich zu verändern und zu mutieren. In der Regel sind diese Virusmutationen ungefährlich. Anders ist es allerdings bei Sars-CoV-2: Manche Varianten sind aufgrund ihrer Struktur infektiöser und können der Immunantwort entgehen. Besonders die beiden Varianten Delta und Omikron dominieren aktuell aufgrund ihrer Attribute. Mischformen der beiden Varianten sollen bereits in einigen Ländern entdeckt worden sein, doch was ist dran am Variantenmix Deltakron?  

Deltakron ­in Deutschland angekommen

Eine Meldung aus Zypern sorgte bereits im Januar dieses Jahres für Aufsehen. Die gefährliche und neue Omikron-Variante hätte sich laut den Forschenden mit Delta gekreuzt. Dies wurde allerdings schnell wieder dementiert, es handelte sich um einen Laborfehler. 

Während es sich in Zypern noch um einen Fehlalarm handelte, wurden in Großbritannien, Frankreich und Dänemark bereits Fälle einer kombinierten Variante aus Omikron und Delta nachgewiesen – auch in Deutschland wurde bereits ein Fall gemeldet. 

Hybrid aus Omikron und Delta

Bei Deltakron (BA.1 x AY.4) handelt es sich um eine Rekombination der Virusvarianten Omikron und Delta. Infiziert sich eine Person zeitgleich mit beiden Mutationen, ist eine rekombinante Version des Virus möglich. Das Erbgut beider Varianten vermischt sich, während diese sich in den Wirtszellen weiter vermehren. 

Viel ist über die Kreuzung der beiden Mutationen nicht bekannt. Eine erste vorveröffentlichte Studie aus Marseille weist allerdings darauf hin, dass Deltakron sich aus dem Spike-Gen der Omikron-Variante mit Bestandteilen der Delta-Variante zusammensetzt. 

Ob diese Kombination die Bindungsfähigkeit der Viren und eine mögliche Immunflucht begünstigt, ist noch nicht ausreichend erforscht. 

Deltakron bisher nur "unter Beobachtung"

Die Deltakron-Variante wird bereits von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) beobachtet. Da sich die Ausbreitung der Variante bisher in Grenzen hält, besteht laut Forschenden vorerst kein Grund zur Sorge.