Coronavirus: So schützen Sie sich trotz Lockerungen

Trotz hoher Infektionszahlen sind die bisherigen Corona-Maßnahmen weitgehend aufgehoben. Maskenpflicht und 3G-Regelung bleiben meist nur in medizinischen Einrichtungen und dem öffentlichen Nahverkehr bestehen. Viele Menschen treten den Regelungen skeptisch gegenüber, die Angst vor einer möglichen Ansteckung bleibt. Wer sich trotz lockender Maßnahmen vor einer Corona-Infektion schützen will, sollte einige Regeln beachten.

FFP2-Masken weiterhin sinnvoll

Wer sich vor einer Infektion mit Sars-CoV-2 schützen will, sollte weiterhin zur FFP2-Maske in Innenräumen greifen. Studien des Max-Planck-Instituts zeigen, dass eine FFP2-Maske das Risiko einer Ansteckung deutlich reduzieren kann. Tragen beide Personen den Mund-Nasen-Schutz, liegt die Wahrscheinlichkeit bei unter einem Prozent.

FFP2-Masken müssen laut Norm mindestens 94 Prozent der Aerosole, über welches das Virus übertragen wird, filtern. Selbst wenn weitere Personen beim Einkaufen oder im Beruf „oben ohne“ unterwegs sind, schützt der Mund-Nasen-Schutz den*die Träger*in mit einer hohen Wahrscheinlichkeit vor einer Ansteckung.

Die Maske kann zudem verhindern, sich unbewusst in das Gesicht zu fassen und sich möglicherweise auf diesen Weg zu infizieren.

Regelmäßiges Lüften in Innenräumen

Besonders in Innenräumen, in welchen es nicht möglich ist, geringen Abstand zu halten, aber dennoch viel Zeit verbracht wird, empfiehlt es sich regelmäßig zu lüften oder Luftfilter zu verwenden. Ein CO-2-Messgerät schlägt Alarm, wenn die Luft zu sehr belastet ist.

Eine Studie der Universität Stuttgart zum Infektionsrisiko in Klassenzimmern beweist allerdings: Luftfilter und Lüften allein reichen nicht aus, um das Infektionsrisiko zu reduzieren. Die Forschenden empfehlen deshalb auch im Klassenzimmer oder dem Büro zusätzlich FFP2-Masken zu tragen. In den Pausen und im Freien sollte die Maske allerdings kurz abgelegt werden.

Impfen schützt vor schweren Verläufen

Eine Impfung schützt zwar nicht vollständig vor einer Infektion mit Sars-CoV-2, vor schweren Krankheitsverläufen schützt diese allerdings mit hoher Wahrscheinlichkeit. Forschende gehen davon aus, dass ein dreimaliger Kontakt mit dem Spike-Protein von Sars-CoV-2 das Immunsystem auf das Virus vorbereitet und die Immunität somit am größten ist. Wer noch nicht geimpft oder geboostert ist, sollte daher die Möglichkeit der Corona-Impfung noch wahrnehmen.

Eigenverantwortung: Sich selbst und andere schützen

Abstandsregeln und regelmäßiges Testen sind auch weiterhin wichtige Instrumente im Kampf gegen Sars-CoV-2. Im Freien ist das Infektionsrisiko geringer, bei schönem Wetter empfiehlt es sich daher, einen Platz an der frischen Luft zu wählen.

Zudem sollte weiterhin die Corona-Warn-App aktiviert sein, um sich und andere auf mögliche Kontakte mit Infizierten aufmerksam zu machen.

Das Infektionsrisiko kann in der Regel nicht zu einhundert Prozent reduziert werden. Die aufgeführten Maßnahmen können allerdings helfen, sich selbst und andere zu schützen und mögliche Infektionsketten zu unterbinden.