Mann muss pausieren aufgrund von Atembeschwerden
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Atemnot bei Long-Covid – so sollten Sie reagieren

Oft vergeht die Corona-Infektion, doch Beschwerden wie Kopfschmerzen, anhaltende Müdigkeit und Atemnot bleiben. Besonders die Atemnot macht vielen Betroffenen zu schaffen, da die akute Luftnot ein unangenehmes Gefühl ist und Panik auslösen kann. Wie Atemnot als Long-Covid-Symptom diagnostiziert wird und was Erkrankten bei Beschwerden helfen kann. 

Long-Covid – wenn die Luft nach überstandener Corona-Infektion fehlt

Bereits eine milde Corona-Infektion kann bei Betroffenen langfristig zu Beschwerden führen. Da Sars-CoV-2 auch die oberen und unteren Atemwege sowie die Lunge befällt, ist Atemnot ein häufiges Symptom von Long-Covid.

Grund dafür sind unter anderem Entzündungen des Atmungssystems und entzündliche Veränderungen des Lungengewebes (Infiltration der Lunge). Betroffene leiden oft unter Kurzatmigkeit bei körperlicher Belastung, auch eine akute Atemnot ist möglich. Erkrankten bleibt die Luft im wahrsten Sinne des Wortes weg, möglich sind ebenfalls einsetzender Husten oder ein Pfeifen beim Atmen. Um Beschwerden zu diagnostizieren, sollte ärztlicher Rat hinzugezogen werden.

Mittels verschiedener Diagnoseverfahren wie Lungenfunktions- und Belastungstests, Sauerstoffmessungen, Computertomografien und einem Ultraschall von Lunge und Herz können die Symptome genauer untersucht und eingestuft werden.

Auch bei Asthmatiker*innen kann sich Sars-CoV-2 erst eine gewisse Zeit nach der Infektion bemerkbar machen. Die bisherige Medikation sollte beibehalten oder gegebenenfalls erhöht werden. Eine dauerhafte Verschlechterung wird allerdings nicht erwartet. 

Atemnot – das hilft bei Atembeschwerden und akuter Luftnot

Bei Atembeschwerden ist es hilfreich, die Atmung bewusst wahrzunehmen, hierbei kann eine leichte Atemübung helfen.

Der Atemrhythmus setzt sich aus drei Teilen zusammen: Einatmen – Ausatmen – Atempause. Dieser Rhythmus wiederholt sich regelmäßig. Um die Atmung zu spüren, sollten sich Betroffene auf einen Stuhl setzen, die Hände auf den Bauch legen und der Atmung folgen. Die Arme können zudem auf den Oberkörper gelegt werden, der Oberkörper richtet sich währenddessen auf. Bei dreimaligem schnellen Einatmen mit der Nase (Schnüffeln) merken Betroffene meist, wie sich die Bauchdecke hebt. Das Zwerchfell wird so direkt zum Atmen animiert.

Bei akuter Atemnot empfiehlt sich eine entlastende Körperhaltung. Betroffene können den Kutschersitz durchführen: 

  1. Die Füße werden hierbei hüftbreit auf den Boden gestellt,
  2. die Zehenspitzen zeigen leicht nach außen,
  3. der Oberkörper ist bei einer geraden Wirbelsäule leicht nach vorne gebeugt,
  4. der Kopf dient als Verlängerung der Wirbelsäule und 
  5. die Arme liegen locker auf den Oberschenkeln auf. 

Die Position entlastet die Atemmuskulatur und erleichtert die Atmung.

Einigen Betroffenen kann körperliche Aktivität helfen, die Beschwerden zu lindern. Bei anderen Erkrankten hingegen kann dies die Probleme erschweren. Daher sollten Sport und Bewegung mit einem*einer Arzt*Ärztin besprochen und gesteuert werden.

Welche Anzeichen und Symptome bei Long-Covid neben Atemnot noch auftreten können, lesen Sie hier.