Man sieht einen HIV-Test.
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HIV-Test

HIV-positiv oder nicht? Wer den Verdacht hat, sich mit HIV angesteckt zu haben, kann sich mit einem HIV-Antikörper-Test (kurz HIV-Test) Gewissheit verschaffen.

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern geprüft.

Allgemeines

Ein HIV-Test weist nicht das HI-Virus selbst im Blut nach, sondern Abwehrstoffe (sog. Antikörper), die der Körper im Falle einer Ansteckung mit dem HI-Virus bildet, um sich gegen den Eindringling zu schützen. Wenn der HIV-Test Antikörper gegen das HI-Virus im Blut nachweist, kann man davon ausgehen, dass auch HI-Viren im Körper sind – die getestete Person ist HIV-positiv.

Das Test-Ergebnis "HIV-positiv" ist für Betroffene ein großer Einschnitt mit erheblichen Konsequenzen – viele Menschen scheuen, einen HIV-Test zu machen, weil sie Angst vor dem Ergebnis haben. Je früher man jedoch über eine HIV-Infektion Bescheid weiß, desto besser sind auch die Möglichkeiten der Behandlung.

Eine HIV-Infektion ist zwar nicht heilbar – eine medikamentöse Therapie kann jedoch verhindern, dass sich das HI-Virus weiter vermehrt und das Immunsystem schädigt. Rechtzeitig therapierte Menschen mit HIV haben in Deutschland daher eine ähnlich hohe Lebenserwartung wie HIV-negative Menschen.

Wer von einer HIV-Infektion weiß, verringert darüber hinaus das Risiko, das HI-Virus an andere Personen weiterzugeben. Viele Paare, die in einer festen Partnerschaft leben, machen einen HIV-Test, um eine Ansteckung durch frühere Infektionsrisiken auszuschließen und auf Kondome verzichten zu können.

Auch bei einer geplanten oder bestehenden Schwangerschaft ist ein HIV-Test ratsam: Es gibt medizinische Maßnahmen, die in über 98 Prozent der Fälle verhindern, dass sich das Kind bei der Geburt oder beim Stillen bei der Mutter ansteckt. Ein HIV-Test kann im Rahmen der Schwangeren-Vorsorgeuntersuchung von jeder Frau wahrgenommen werden.

Fällt ein HIV-Test positiv aus, folgt auf den ersten Test (sog. Suchtest) immer ein zweiter Bestätigungstest, um das Ergebnis zu sichern und auszuschließen, dass der erste Test irrtümlich den Befund „HIV-positiv“ ergeben hat (falsch-positives Ergebnis). Erst, nachdem der Bestätigungstest durchgeführt wurde, wird dem Getesteten das Ergebnis mitgeteilt.

Manche Menschen benutzen fälschlicherweise den Ausdruck „AIDS-Test“, wenn eigentlich ein HIV-Test gemeint ist. Ein Test auf HIV-Antikörper kann keine Aussagen darüber machen kann, ob die Immunschwächekrankheit AIDS ausgebrochen ist, sondern lediglich, ob sich das HI-Virus im Körper befindet.

Wer sollte sich testen lassen?

Einen HIV-Test sollte man in Erwägung ziehen, wenn die Wahrscheinlichkeit besteht, dass man sich mit dem HI-Virus angesteckt haben könnte (Risikosituation). Als Risikosituationen gelten:

  • ungeschützter Sex (Anal- oder Vaginalverkehr ohne Kondom) mit einem Partner, der HIV-positiv sein könnte,
  • ungeschützter Oralverkehr, bei dem Sperma, Scheidensekret oder Menstruationsblut in den Mund des Partners gelangt sind,
  • der gemeinsame Gebrauch von Spritzbesteck bei Drogenkonsum mit Menschen, die HIV-positiv sein könnten.

Darüber hinaus ist ein HIV-Test sinnvoll, wenn …

  • … bei Paaren der Wunsch nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr besteht und ein früheres Risiko einer Ansteckung nicht sicher auszuschließen ist
  • … eine Schwangerschaft geplant ist, da eine HIV-positive Mutter das Virus auf ihr Kind übertragen kann
  • … Sie früher (vor 1985) Bluttransfusionen oder Blutprodukte bekommen haben, die nicht auf HIV getestet wurden; seit 1985 werden in Deutschland alle Blutprodukte auf HIV getestet

Krankheitssymptome wie anhaltendes Fieber, andauernde Durchfälle, lang anhaltender Nachtschweiß, Hautausschlag oder dauernde Schwellungen der Lymphknoten sollten Sie zunächst von einem Arzt abklären lassen – er kann gegebenenfalls einen HIV-Test vornehmen.

Wo kann man einen HIV-Test machen lassen?

Einen HIV-Test können Sie auf Wunsch vollkommen anonym machen lassen. Viele Gesundheitsämter und besondere AIDS-Beratungsstellen bieten einen kostenlosen HIV-Test an. Bei Bedarf erfolgt gleichzeitig eine anonyme Beratung und Untersuchung.

Den HIV-Test können Sie auch bei einem niedergelassenen Arzt durchgeführt lassen. Die Kosten für den Test übernehmen die Krankenkassen jedoch nur, wenn er zur Klärung von gesundheitlichen Beschwerden erfolgt. Führt der Arzt den Test auf Wunsch des Patienten durch, muss dieser die Kosten selbst übernehmen. Ein HIV-Test in einer Praxis bleibt in der Regel nicht anonym, sondern wird in der Patientenakte vermerkt. Grundsätzlich darf ein HIV-Test nur mit Einwilligung des Patienten vorgenommen werden.

Neben Gesundheitsämtern und niedergelassenen Ärzten bieten auch Tropeninstitute und einige freie und kirchliche Beratungsstellen einen HIV-Test an.

Ab wann kann man sich testen lassen?

Ein sicheres Ergebnis kann ein HIV-Test erst drei Monate nach einer Risikosituation liefern – so lange kann der Körper brauchen, um Antikörper gegen das HI-Virus zu bilden. In dieser Zeit dürfen Personen mit Verdacht auf eine Ansteckung kein Blut oder Plasma spenden!

Hat der HIV-Test Antikörper im Blut nachgewiesen, ist das Ergebnis "positiv", das heißt, der Untersuchte ist HIV-infiziert. Sind keine HIV-Antikörper im Blut auffindbar, ist das Testergebnis "negativ", das heißt, die untersuchte Person hat sich nicht mit HIV infiziert.

Ein Testergebnis ist nur aussagekräftig, wenn das letzte Infektionsrisiko mindestens drei Monate zurückliegt.

Liegt ein positives Testergebnis vor, folgt dem ersten Test (dem sog. Suchtest) ein weiterer Test, um das Ergebnis zu bestätigen und die irrtümliche Annahme einer Ansteckung auszuschließen. Dieser Bestätigungstest ist sehr genau und aufwendig. Erst wenn der Bestätigungstest das positive Ergebnis gesichert hat, wird dem Betroffenen das Ergebnis mitgeteilt.

Die Laboruntersuchung dauert in der Regel drei bis fünf Tage. Bei einem positiven Testergebnis werden weitere drei bis fünf Tage benötigt, um das Ergebnis des Bestätigungstests zu bekommen. Seit wenigen Jahren gibt es HIV-Schnelltests, die statt nach 3 bis 5 Tagen schon nach 5 bis 30 Minuten ein Ergebnis anzeigen. Fällt der Schnelltest jedoch positiv aus, ist auch hier zur Bestätigung ein weiterer Test notwendig, der ebenfalls drei bis fünf Tage dauert.

Der HIV-Schnelltest kann genauso wie der herkömmliche Test erst ein sicheres Ergebnis liefern, wenn die letzte Risikosituation mindestens drei Monate zurückliegt.

HIV-Selbsttest

Mit dem HIV-Selbsttest (auch HIV-Heimtest genannt), der in Deutschland seit Herbst 2018 frei verkäuflich ist, kann sich jeder ganz einfach selbst testen. Damit sinkt die Hemmschwelle für alle, die sich zuvor nicht getraut haben oder denen es zu aufwendig war, sich außer Haus testen zu lassen.

Den HIV-Test einfach kaufen und zu Hause selbst machen zu können, bringt also wahrscheinlich mehr Menschen als bisher dazu, sich frühzeitig oder häufiger auf HIV zu testen. Und je eher eine HIV-Infektion diagnostiziert wird, umso besser stehen die Chancen auf eine erfolgreiche Behandlung.

Wo kann man den HIV-Selbsttest kaufen?

Den HIV-Selbsttest bekommt man in der Apotheke, in Drogerien oder im Online-Handel. Daneben ist der Test auch in Gesundheitsämtern und bei AIDS-Hilfen erhältlich.

Welche Selbsttests taugen was?

Es gibt viele verschiedene HIV-Selbsttests von sehr unterschiedlicher Qualität. Um sicherzugehen, dass ein Test die in Europa festgelegten Anforderungen an Sicherheit und Leistungsfähigkeit grundsätzlich erfüllt, achten Sie beim Kauf auf folgende Merkmale:

  • Hat der HIV-Heimtest das CE-Prüfzeichen der Europäischen Union?
  • Ist der Test für die Anwendung durch Laien gedacht?
  • Ist er in Europa zugelassen?

Darüber hinaus sollte ein guter HIV-Selbsttest eine praktisch hundertprozentige Genauigkeit (Sensitivität) haben, also bei richtiger Anwendung jede HIV-Infektion erkennen.

HIV-Selbsttests mit CE-Kennzeichen sind:

  • Atomo HIV Self Test von atomo diagnostics
  • Autotest VIH von AAZ-LMB (Vertrieb: ratiopharm)
  • Biosure HIV Self Test von Biosure
  • Exacto HIV Selbsttest von Biosynex
  • INSTI HIV-Selbsttest von bioLytical

Augen auf beim Online-Kauf

Wer den HIV-Selbsttest online kaufen möchte, sollte auch hier auf die Bewertungskriterien achten. Denn manche der im Internet angebotenen HIV-Heimtests haben kein CE-Prüfzeichen und sind teils von schlechter Qualität.

Und selbst wenn ein Online-Anbieter einen HIV-Selbsttest im Internet mit CE-Zeichen und anderen Qualitätssiegeln bewirbt, ist Vorsicht geboten: Prüfen Sie genau, worauf sich diese Auszeichnungen beziehen. Denn manchmal ist nicht der Test an sich gemeint, sondern nur ein einzelner Bestandteil der Testpackung – wie die Lanzette zur Blutentnahme oder die Tupfer.

Wie funktioniert der HIV-Selbsttest?

Der HIV-Selbsttest ist eine Art Schnelltest. Wie andere Testverfahren weist er das HI-Virus nicht direkt nach, sondern die dagegen gebildeten Antikörper.

Für den HIV-Selbsttest ist nur ein Tropfen Blut nötig. Das Blut wird aus der Fingerkuppe abgenommen und in eine Testvorrichtung gegeben. Schon etwa 15 Minuten später ist das Ergebnis ablesbar.

Wichtig: Gebrauchsanleitung befolgen

Wer beim HIV-Selbsttest Anwendungsfehler macht, kann falsche Ergebnisse bekommen. Das heißt, das Testergebnis kann negativ sein, obwohl man HIV-positiv ist – und umgekehrt.

Was, wenn das Ergebnis positiv ist?

Ein positives Testergebnis bedeutet nicht zwangsläufig, dass man mit HIV infiziert ist. Denn die Selbsttests sind so fein eingestellt, dass sie manchmal überreagieren: Dann zeigen sie ein positives Ergebnis an, obwohl keine HIV-Infektion vorliegt.

Wenn das Testergebnis positiv ausfällt, ist darum immer ein zweiter Test zur Bestätigung erforderlich. Erst dann ist wirklich klar, ob man HIV-positiv ist oder ob der Selbsttest falsch reagiert hat. Am besten lässt man den Bestätigungstest direkt bei einem spezialisierten Arzt machen.

Was, wenn das Ergebnis negativ ist?

HIV-negativ bedeutet, dass es keinen Hinweis auf eine HIV-Infektion gibt. Allerdings ist ein negatives Ergebnis im HIV-Selbsttest erst zwölf Wochen nach einem HIV-Risikokontakt zuverlässig. Denn die HIV-Antikörper, nach denen im Test gesucht wird, bilden sich erst nach einiger Zeit.

Um eine HIV-Infektion mit dem Selbsttest sicher auszuschließen, muss der HIV-Risikokontakt also zwölf Wochen zurückliegen.

Kann eine HIV-Prophylaxe den Test beeinflussen?

Eine HIV-Prophylaxe (HIV-PrEP) ist eine Behandlung mit Medikamenten, die eine HIV-Infektion vor oder nach einer möglichen Ansteckung verhindern sollen. Das kann im HIV-Selbsttest zu einem negativen Ergebnis führen, obwohl in Wirklichkeit eine Infektion mit dem HI-Virus vorliegt.

Darum ist es im Fall einer HIV-Prophylaxe ratsam, sich durch einen Arzt, in einer Beratungsstelle oder bei einer örtlichen AIDS-Hilfe beraten und testen zu lassen.

Was kann ein HIV-Test nicht leisten?

Ein negatives HIV-Test-Ergebnis schützt natürlich nicht vor einer zukünftigen HIV-Infektion! Auch wenn das Ergebnis negativ ist, liegt es bei jedem selbst, sich weiterhin vor einer Ansteckung zu schützen. Hilfreiche Hinweise und Tipps, wie Sie sich vor einer HIV-Infektion schützen können, bietet die Beratung, die im Zusammenhang mit dem HIV-Test erfolgt.

Der Test kann außerdem kein sicheres Ergebnis liefern, wenn Sie sich in den letzten Wochen vor dem Test Risikosituationen ausgesetzt haben, also zum Beispiel ungeschützten Geschlechtsverkehr hatten. Sollte dies der Fall sein, lässt sich eine HIV-Infektion durch den HIV-Test erst drei Monate nach einer möglichen Ansteckung ausschließen.

Im Falle einer HIV-Infektion kann ein HIV-Test nicht vorhersagen, ob und wann Sie an AIDS erkranken. Die Bezeichnung AIDS-Test ist dementsprechend falsch – der HIV-Test sagt nur aus, ob sie Antikörper gegen das HI-Virus im Körper haben und nicht, ob Sie an AIDS erkrankt sind beziehungsweise erkranken werden.

PCR-Test

Im Gegensatz zu einem HIV-Antikörper-Test weist ein PCR-Test (pcr = polymerase chain reaction, zu Deutsch Polymerase-Kettenreaktion) nicht die HIV-Antikörper, sondern das HI-Virus selbst im Blut nach. In der Regel kann man HI-Viren bereits 15 Tage nach einer Infektion im Körper feststellen. Ein solcher Test kommt zum Beispiel zum Einsatz, um die Viruslast (die Menge an Viren) im Blut im Rahmen einer HIV-Behandlung festzustellen.

Auch bei Neugeborenen von HIV-positiven Müttern ist ein PCR-Test sinnvoll. Um eine sichere Diagnose zu erhalten, ist bei Neugeborenen ein herkömmlicher HIV-Antikörper-Test nicht geeignet, da sie über die Plazenta in jedem Fall HIV-Antikörper der Mutter aufnehmen. Auch wenn Säuglinge sich nicht infiziert haben, kann ein HIV-Antikörper-Test daher noch bis zu 15 Monate nach der Geburt positiv ausfallen. Der direkte HIV-Gennachweis mittels des PCR-Tests ist somit bei Säuglingen die Testmethode erster Wahl.

Der PCR-Test kommt jedoch nicht als schnellere Alternative zum HIV-Antikörper-Test infrage: Da HI-Viren bei jedem Menschen unterschiedlich lange brauchen, um sich zu vermehren, kann der Test eine HIV-Infektion nach 15 Tagen noch nicht sicher ausschließen. Darüber hinaus gibt es zwei Virustypen: Virustyp HIV 1 und den selteneren Virustyp HIV 2. Letzterer wird durch den PCR-Test nicht erfasst. Für ein sicheres Ergebnis ist deswegen ein HIV-Antikörpertest nach drei Monaten unumgänglich.

Kosten

Wie hoch sind die Kosten, wenn man einen HIV-Test machen lassen möchte? Manche Menschen befürchten, viel Geld für einen solchen Test ausgeben zu müssen und ziehen diesen deshalb gar nicht erst in Erwägung. Diese Sorge ist allerdings unbegründet: Die Kosten für einen HIV-Test sind sehr gering – und in vielen Fällen ist der Test sogar kostenlos.

Welche Kosten man zu tragen hat, hängt unter anderem davon ab, wo der HIV-Test durchgeführt wird: Beim Gesundheitsamt beispielsweise fallen keine Kosten oder nur eine geringe Gebühr an, auch in vielen AIDS-Hilfen sind die Kosten eines anonymen Tests gering und liegen meist zwischen 10 und 15 Euro – können aber auch etwas mehr betragen.

Den HIV-Test können Sie auch bei einem niedergelassenen Arzt durchführen lassen. Die Kosten für den Test beim Arzt übernehmen die Krankenkassen dann, wenn er der Klärung von gesundheitlichen Beschwerden dient. Führt der Arzt den Test auf Wunsch des Patienten durch, ohne dass akute Beschwerden vorliegen, muss dieser die Kosten selbst übernehmen.

Der aufwendigere PCR-Test, der das HI-Virus im Blut nachweist, wird zur Diagnose nur dann von der Krankenkasse bezahlt, wenn der Verdacht auf eine akute Infektion vorliegt. Andernfalls muss die betroffene Person die Kosten aus eigener Tasche zahlen. Die Kosten belaufen sich dann auf etwa 100 bis 180 Euro.

Haben Sie den Verdacht oder die Sorge, sich mit HIV infiziert zu haben, sollten Sie – unabhängig von möglichen Kosten – in jedem Fall einen HIV-Test in Erwägung ziehen!

Positives Testergebnis – was dann?

Ein positives Testergebnis ist zunächst eine schockierende Nachricht und hat grundlegende Konsequenzen für das weitere Leben des Betroffenen. Gerade deshalb ist es wichtig, im Zusammenhang mit einem HIV-Test eine Beratung wahrzunehmen, die einen HIV-Infizierten bei all seinen Fragen unterstützt!

Mittlerweile können Medikamente bei einer HIV-Infektion die Zeit bis zum Ausbruch von AIDS oftmals verlängern – unter der Voraussetzung, dass Betroffene gesundheitsbewusst leben, sich in eine regelmäßige medizinische Betreuung begeben und sich an die ärztlichen Empfehlungen halten.

Jedem HIV-Infizierten muss bewusst sein, dass er sein Leben lang andere Menschen mit dem HI-Virus anstecken kann. Durch die medikamentöse Therapie sind HI-Viren unter Umständen im Blut nicht mehr nachweisbar. Dennoch ist es möglich, dass ein HIV-Infizierter andere Personen über Samenflüssigkeit, Scheidensekret oder andere infektiöse Körperflüssigkeiten ansteckt.

Es ist unumgänglich, behandelnde Ärzte und Sexualpartner von der HIV-Infektion zu informieren. Darüber hinaus müssen HIV-Infizierte bei Sexualkontakten Kondome verwenden, um den Partner vor einer Ansteckung zu schützen!

Wer HIV-positiv ist, darf kein Blut oder Plasma spenden und sich nicht für eine Organ- oder Samenspende zur Verfügung stellen. Vorhandene Spenderausweise müssen vernichtet werden.

HIV-Infizierte können sich an erfahrene Berater wenden, die ihnen helfen, mit der Situation umzugehen und Probleme im Zusammenhang mit der Infektion zu bewältigen. Bei Beratungsstellen ist ihre Anonymität gewährleistet. Informationen zu Beratungsstellen, Online-Beratung oder Telefonberatung finden Sie beispielsweise auf den Seiten von "Gib AIDS keine Chance" – einer Kampagne der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung:

  • Beratung zu HIV und AIDS>

Neben den Beratungsangeboten können HIV-Infizierte auch in Selbsthilfegruppen Unterstützung finden.