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Augenverletzungen

Letzte Änderung:
Nächste Aktualisierung von Till von Bracht • Medizinredakteur

Ein Schlag aufs Auge, der Kontakt mit einer ätzenden Flüssigkeit oder ein kleines Insekt, das beim Fahrradfahren ins Auge fliegt – für Augenverletzungen kommen viele verschiedene Ursachen infrage.

Überblick

Auch das Ausmaß der Augenverletzung fällt sehr unterschiedlich aus: Grundsätzlich können Augenverletzungen leicht oder schwerwiegend sein, weshalb Mediziner sie in

unterteilen.

Perforierende Augenverletzungen entstehen meist durch eindringende Fremdkörper, wie zum Beispiel Glassplitter oder Äste. Sie sind in der Regel so schwerwiegend, dass ein Chirurg sie operieren muss.

Darüber hinaus können Augenverletzungen an verschiedenen Stellen des Auges auftreten. Das menschliche Auge setzt sich aus dem Augapfel (Bulbus oculi) und seinen Anhangsorganen zusammen, welche sich wiederum in viele verschiedene Schichten und Strukturen gliedern lassen.

Augenverletzungen können einen oder mehrere dieser Bereiche schädigen:

Ein Großteil der Augenverletzungen ist durch Verletzungen von außen bedingt – Mediziner sprechen auch von sogenannten Traumen.

Dabei kann ein stumpfer Gegenstand der Auslöser sein, wie zum Beispiel ein Squashball, der beim Spielen auf das Auge prallt, oder das Lenkrad eines Autos bei einem Verkehrsunfall. Vorkommnisse wie ein Hundebiss oder Verletzungen durch scharfe Gegenstände verursachen meist eine Schnitt- oder Risswunde am Auge.

Augenverletzungen können allerdings auch entstehen, wenn man zu lange direkt in die Sonne blickt oder ätzende Chemikalien in die Augen gelangen. Zudem ist es möglich, dass ein oder mehrere Fremdkörper unter ein Augenlid geraten (z.B. Sand oder ein Insekt) und so eine Augenverletzung hervorrufen.

Augenverletzungen sind meist sehr unangenehm für die Betroffenen. Häufig ist es schwierig, selbst einzuschätzen, ob es sich um eine schwere oder leichte Verletzung handelt. Daher sollten Sie in jedem Fall bei einer Verletzung des Auges einen Arzt aufsuchen.

Doktern Sie bei einer Augenverletzung nicht selbst an Ihrem Auge herum! Beim Versuch, größere Fremdkörper wie Splitter selbst aus dem Auge zu entfernen, können Sie das Auge noch mehr verletzen.

Ein Augenarzt kann mit einigen speziellen Instrumenten unterschiedliche Bereiche des Auges einsehen und untersuchen und so das Ausmaß von Augenverletzungen erkennen.

Die Prognose einer Augenverletzung hängt von ihrem Schweregrad ab. In den meisten Fällen handelt es sich um leichte Verletzungen, die ein Augenarzt ambulant behandeln kann oder welche sogar selbstständig abheilen. In etwa 15 von 100 Fällen liegen jedoch schwere Verätzungen oder Verletzungen des Augapfels vor, die Komplikationen bis hin zur Erblindung nach sich ziehen können.

Definition

Augenverletzungen können im Prinzip alle Strukturen des Auges betreffen, zum Beispiel:

Augenverletzungen lassen sich – je nach ihrer Art – in oberflächliche und perforierende (intraokulare) beziehungsweise penetrierende Verletzungen unterteilen.

Oberflächliche Verletzungen entstehen durch Prellungen oder Fremdkörper, die lediglich in die Bindehaut oder unter den Lidrand gedrungen sind. Ein Arzt kann sie relativ einfach entfernen. Aber auch Schäden an den Augenlidern wie Blutergüsse (Hämatome) oder Hautrisse zählen zu den oberflächlichen Augenverletzungen.

Wurden Netzhaut, Hornhaut oder sogar der Glaskörper beschädigt, spricht man – je nachdem, wie tief die Verletzung geht – von penetrierenden oder perforierenden (intraokularen) Augenverletzungen. Diese Augenverletzungen sind schwerwiegend und müssen meist von einem Chirurg operiert werden.

Häufig ist es sehr schwierig, selbst einzuschätzen, wie schwer die Verletzung ist. Daher sollten Sie bei jeder Augenverletzung einen Arzt aufsuchen, um sicherzugehen.

Ursachen

Für Augenverletzungen gibt es sehr verschiedene Ursachen. Hierzu gehören unter anderem:

Je nach Verletzungsursache lassen sich Augenverletzungen wie folgt einteilen:


Fremdkörper

Die häufigsten Augenverletzungen werden durch Fremdkörper verursacht, die bei Freizeitaktivitäten oder durch Verkehrs- und Arbeitsunfälle (meist Metallpartikel bei Flex-, Schleif- und Schweißarbeiten) ins Auge eindringen. Diese Fremdkörper bleiben oft in der Hornhaut oder in der Lederhaut (Sklera) stecken.

Kleinere, durch Wind in das Auge getragene Sandkörner, Insekten sowie Pflanzenteile können sich unter dem Lid verfangen und dann bei jedem Lidschlag über die Hornhaut kratzen und ein Fremdkörpergefühl verursachen. Mit dem Fremdkörper können außerdem Keime in das Auge gelangen und dort Entzündungen hervorrufen.

Prellungen

Prellungen oder Blutergüsse im Augenbereich sind bei Augenverletzungen ebenfalls häufige Ursachen. Sie entstehen durch einen stumpfen Aufprall, etwa durch

Ein Bluterguss am Auge kann sich außerdem bei einer gebrochenen Nase oder einem gebrochenem Schädelknochen bilden.

Verätzungen, Verbrennungen, Verblitzungen

Bei Augenverletzungen kommen als weitere Ursachen Verätzungen mit Säuren und Basen infrage. Die basischen Verätzungen sind oft folgenschwerer und führen am häufigsten zu Erblindungen, da die Base schneller durch die Schichten des Augapfels dringt als eine Säure. Im Allgemeinen spielt hierbei auch die Konzentration der jeweiligen Substanz eine Rolle.

Einflüsse, die zu einer oberflächlichen manchmal tiefen Verbrennung der Augen führen können, sind:

Durch den Lidreflex bleiben Verbrennungen durch Flammen oder heiße Dämpfe meist auf die Lider beschränkt. Bei Explosionen von Feuerwerkskörpern können zusätzlich Rußpartikel in das Auge geraten.

Auch eine Verblitzung (Keratitis photoelectrica) kann die Augen schädigen. Schon ein kurzer Zeitraum, in dem das Auge intensivem ultraviolettem Licht ausgesetzt ist, kann zu einem Schaden der Hornhautoberfläche führen. Ein ungeschützter Blick in die Schweißflamme, die Höhensonne oder auf sonnenbestrahlten Schnee in großen Höhen kann ausreichen.

Abschürfungen, Stiche, Schnitte

Hornhautabschürfungen können durch Fingernägel, falsch eingesetzte Kontaktlinsen oder einen Zweig entstehen, der beim Spaziergang oder der Gartenarbeit das Auge verletzt.

Die häufigsten Ursachen für perforierende (intraokulare) Augenverletzungen sind Stiche und Schnitte, etwa durch Glasverletzungen wie ein zerbrochenes Brillenglas beim Sturz, explodierende Getränkeflaschen oder durch zerbrechende Windschutzscheiben, sowie Hammer- und Meißelverletzungen. Besonders bei der letzteren Verletzungsart kann zusätzlich ein Fremdkörper im Auge stecken bleiben.

Andere Ursachen

Auch Operationen am Auge, zum Beispiel die Korrektur des grauen Stars (Katarakt), stellen einen Risikofaktor für Augenverletzungen dar.

Augenverletzungen können auch während der Geburt entstehen. So kommt es bei etwa einem Viertel der Neugeborenen zu Einblutungen in die Netzhaut, die jedoch innerhalb von sieben bis zehn Tagen selbstständig verschwinden.

Symptome

Die Symptome bei Augenverletzungen können ganz unterschiedlich sein – je nach Ursache und Schwere der Verletzung. Die Reizung führt jedoch meist dazu,

Festsitzende Fremdkörper bereiten vermehrt Schmerzen, das Auge rötet sich stark, die Lider schließen sich krampfartig und können anschwellen. Das unverletzte Auge reagiert meist mit. Sehr kleine Fremdkörper – etwa winzige Metallsplitter – können hingegen manchmal fast völlig unbemerkt in den Augapfel eindringen.

Hornhautabschürfungen führen zu starken Schmerzen, da durch die oberflächliche Verletzung Nervenenden der gut innervierten Hornhaut freiliegen, über die das Lid beim Lidschlag streift.

Wurde durch stumpfe Gewalteinwirkung der Inhalt der Augenhöhle (Orbita) so stark gestaucht, dass die knöcherne Augenhöhlenwand bricht (Blow-Out-Fraktur), kann dies zu Schmerzen und Doppelbildern führen, besonders wenn zudem der untere Augenmuskel eingeklemmt wurde.

Blutergüsse in der Augenhöhle bereiten starke Schmerzen und können einen Sehverlust und das Sehen von Doppelbildern mit sich bringen.

Wenn zu viel UV-Licht die Augen verletzt (z.B. bei Schweißerarbeiten ohne Schutzbrille), spricht man von einer Verblitzung. Bei Augenverletzungen durch eine Verblitzung bemerken Betroffene die ersten Symptome erst nach drei bis zwölf Stunden – je nach Stärke der Einstrahlung. Sie haben häufig ein Fremdkörpergefühl, das in sehr starke Schmerzen übergehen kann, die zu einem Lidkrampf führen. Parallel tritt oft eine schwere Bindehautentzündung (Konjunktivitis) mit geröteten und tränenden Augen auf.

Netzhautablösungen machen sich anfänglich durch das Sehen von Blitzen und schwarzen Punkten bemerkbar, bei stärkeren Ablösungen kann eine "schwarze Wand" oder ein "schwarzer Vorhang" vor dem Auge erscheinen.

Diagnose

Bei Augenverletzungen kann der Arzt die Diagnose häufig schon anhand der sichtbaren Verletzungen stellen. Wenn Fremdkörper jedoch tief ins Auge eindringen oder besonders klein sind, lassen sie sich mit dem bloßen Auge teilweise nicht erkennen. Prellungen können Blutergüsse am Augenhintergrund hervorrufen, die ebenfalls nicht direkt sichtbar sind.

Daher betrachtet der Arzt die Augen (das verletzte Auge sowie das unverletzte Auge) zunächst oberflächlich und befragt den Patienten zum Unfallhergang. Im nächsten Schritt untersucht er die Verletzung mithilfe verschiedener Verfahren. Um das Auge öffnen und untersuchen zu können, werden zunächst schmerzstillende Augentropfen verabreicht. Anschließend werden verschiedene Funktionen des Auges überprüft, zum Beispiel:

Bei Prellungen untersucht der Arzt insbesondere den sogenannten Kammerwinkel sowie – bei geweiteter Pupille – das Augeninnere. Der Kammerwinkel befindet sich zwischen Hornhaut und Iris. Er dient dazu, dass das Kammerwasser, welches kontinuierlich durch das Auge fließt, abfließen kann. Ist der Fluss gestört, etwa durch eine Schwellung des Gewebes, kann der Augeninnendruck ansteigen – ein Glaukom kann die Folge sein.

Bei der Untersuchung der Hornhaut achtet der Arzt auf eventuell sichtbare Verletzungen und den Blinzelreflex, auch Hornhautreflex genannt. Dabei reizt er die Horn- und Bindehaut des Auges – zum Beispiel indem er die Wimpern berührt oder den Patienten blendet – und achtet auf seine physiologische Reaktion.

Kleine Eintrittswunden und Fremdkörper kann der Arzt sichtbar machen, indem er die Hornhaut mit speziellen Tropfen (Fluoreszein) einfärbt und mit einem Spaltlampenmikroskop untersucht.

Ob von der Augenverletzung auch der Sehnerv betroffen ist, erkennt der Arzt meist an einer fehlerhaften Pupillenreaktion. Auch eine Computertomographie (CT) der Augenhöhle und des Kopfs kann Aufschluss über Verletzungen des Sehnervs sowie über tief sitzende oder kleine Fremdkörper geben.

Blutergüsse (Hämatome) lassen das Auge hervortreten, die Beweglichkeit ist eingeschränkt und der Augeninnendruck häufig erhöht. Blutungen sowie tief eingedrungene oder besonders kleine Fremdkörper kann ein Augenarzt mit einer Ultraschalluntersuchung entdecken.

Wichtig für die anschließende Therapie ist die Einteilung, ob es sich

Therapie

Bei Augenverletzungen richtet sich die Therapie nach Art und Schwere der Verletzung. Oberflächliche Wunden können meist ambulant versorgt werden oder heilen selbstständig ab. Penetrierende oder perforierende Augenverletzungen muss meist ein Augenarzt behandeln oder operieren.

Leichte Augenverletzungen

Fremdkörper an der Hornhautoberfläche lassen sich durch Umklappen des Lids meist leicht entfernen, wenn sie nicht bereits durch den Schutzmechanismus des Auges (Lidschlag, Tränenfilm) ausgeschwemmt wurden. Oberflächlich sitzende Fremdkörper kann ein Arzt außerdem mit einer Lanzette abheben. Feine Splitter, die nicht tiefer als bis in die Bindehaut eingedrungen sind, entfernt er mit einem feinen Bohrer.

Versuchen Sie nicht selbst, größere Fremdkörper wie Splitter aus dem Auge zu entfernen, da dies das Auge noch mehr verletzen kann.

Oberflächliche Prellungen ("blaues Auge", Einblutungen in die Bindehaut, aber nicht weiter ins Auge hinein) heilen selbstständig ab. Kalte Kompressen können die Schwellung im Anfangsstadium eindämmen.

Oberflächliche Schnitte oder Risse verheilen selbstständig oder können mit feinen Stichen genäht werden. Bei Verletzungen am Lid ist häufig auch der angrenzende Tränenkanal verletzt. Diesen kann der Augenarzt mit einem kleinen Silikonschlauch schienen und die Lidwunde darüber nähen. Der Schlauch verbleibt drei bis sechs Monate und wird anschließend entfernt.

Auch Risse in der Bindehaut kann der Arzt – soweit keine darunter liegenden Strukturen betroffen sind – nähen.

Hornhautabschürfungen verheilen meist selbstständig. Antibiotische und desinfizierende Augensalben sowie ein Augenverband können die Heilung unterstützen.

Schwere Augenverletzungen

Bei Verätzungen – zum Beispiel durch löschkalkhaltigen Mörtel oder Putz – müssen noch am Unfallort Sofortmaßnahmen erfolgen. Spülen Sie das Auge sofort aus! Dazu eignen sich isotonische Kochsalzlösungen oder auch reines Leitungswasser. Beim Ausspülen sollten Sie starkes Reiben am Auge unbedingt vermeiden.

Suchen Sie außerdem bei einer Verätzung des Auges in jedem Fall einen Augenarzt oder im besten Fall gleich eine Klinik mit augenärztlicher Ambulanz auf.

Perforierende (intraokulare) Verletzungen sollten sie schnellstmöglich operativ versorgen lassen. Dies erfolgt meist unter Vollnarkose. Da eindringende Keime schwere Entzündungen im Auge hervorrufen können, verschreibt der Arzt anschließend meist Antibiotika.

Knochenbrüche im Augenbereich muss ein Chirurg operieren und richten. Sollte es nötig sein, kann ein Mund-Kiefer-Gesichtschirurg die Verletzungen behandeln und das Gesicht rekonstruieren.

Bei Blutergüssen (Hämatomen) in der Augenhöhle steigt häufig der Augeninnendruck bedenklich an. Intravenös verabreichte Medikamenten senken den Druck – in seltenen Fällen muss der Arzt durch einen Schnitt am Lidrand Platz für das sich ausbreitende Blut schaffen.

Bei Verletzungen des Sehnervs verordnet der Arzt zunächst oft hoch dosierte Kortisonpräparate, damit der Sehnerv abschwillt. Nehmen die Beschwerden weiter zu, muss der Neurochirurg operieren und so den Sehnerv entlasten.

Prellungen, Schnitte oder eingedrungene Fremdkörper können die Linse verletzen oder verschieben. Bei schweren Verletzungen entfernt ein Chirurg Linse und Linsenreste und setzt eine Kunstlinse ein. Ebenso kann bei größeren Hornhautschäden eine Hornhautverpflanzung nötig sein. Bei Netzhautschäden ist oft eine Laserbehandlung möglich.

Sind Fremdkörper bis in den Glaskörper des Auges vorgedrungen, sollte ein Spezialist diesen entfernen (Vitrektomie).

Verlauf

Häufig ist es schwierig, selbst einzuschätzen, ob es sich um schwere oder leichte Augenverletzungen handelt. Damit es im weiteren Verlauf nicht zu bleibenden Schäden des Auges kommt, sollten Sie im Zweifel immer einen Arzt aufsuchen.

Unbehandelte Augenverletzungen können Narben und Hornhauttrübungen zur Folge haben sowie dauerhafte Sehstörungen nach sich ziehen. Wird eine Augenverletzung schnell versorgt, bleibt das Sehvermögen jedoch in den meisten Fällen erhalten.

Prellungen können alle Strukturen des Auges betreffen und auch erst Jahre später noch zu Komplikationen führen – wie etwa

Die gute Nachricht: In den meisten Fällen handelt es sich bei Prellungen jedoch um oberflächliche Augenverletzungen, die selbstständig abheilen.

Bei sehr starker Gewalteinwirkung kann außerdem die Augapfelwand einreißen. Augen mit vorangegangenen Operationen, wie beispielsweise eine Operation des Grauen Stars (Katarakt), sowie anderweitig vorgeschädigte Augen sind besonders gefährdet.

Bei intraokularen Augenverletzungen kann es im weiteren Verlauf zu erheblichen Komplikationen bis hin zur Erblindung kommen. Ist der Augapfel betroffen, kann der Innendruck sinken, es kann zu Hornhautverkrümmungen und Linsentrübungen kommen. Verschleppte Keime können schwere Entzündungen hervorrufen sowie eitrige Abkapselungen (Abszesse) und dabei den Sehnerv schädigen.

Seltene, aber teils schwerwiegende Folgen von Augenverletzungen können im weiteren Verlauf sein:

Vorbeugen

Einigen Augenverletzungen können Sie durch einfache Maßnahmen vorbeugen. So können Sie zum Beispiel Verblitzungen vermeiden, indem Sie:

Bei bestimmten Tätigkeit im Beruf oder Sportarten ist es ratsam, immer geeignete Schutzkleidung zu tragen. Hierzu gehört auch ein Schutz der Augen, zum Beispiel durch eine Schneebrille beim Wintersport oder eine Schutzbrille im Labor. So können Sie in vielen Fällen Augenverletzungen durch Fremdkörper vorbeugen.

Um Komplikationen und schwerwiegenden Folgen einer Augenverletzung vorzubeugen, sollten Sie eine Verletzung am Auge immer ärztlich versorgen lassen. Versuchen Sie nicht selbst, die Augenverletzung zu behandeln!

Bei allen Augenverletzungen mit offenen Wunden erwägt der Arzt eine Auffrischung des Tetanus-Schutzes; bei Tierbissen schließt er außerdem eine Infektion mit Tollwut aus.

Weitere Informationen

ICD-10-Diagnoseschlüssel:

Hier finden Sie den passenden ICD-10-Code zu "Augenverletzungen":


Quellen:

Lang, G.K.: Augenheilkunde. Thieme, Stuttgart 2014

Löschkalk. Sicherheitsdatenblatt gemäß Verordnung 1907/2006/EG, Artikel 31 (Stand: 2012)

Grehn, F.: Augenheilkunde. Springer, Heidelberg 2011

Burk, A. et al.: Checkliste Augenheilkunde. Thieme, Stuttgart 2010

Letzte inhaltliche Prüfung: 08.07.2015
Letzte Änderung: 21.09.2020