Man sieht eine Zahnbürste, einen Dentalsspiegel und andere Zahnarzt-Geräte auf einem Kalenderblatt.
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Zahnarzttermin: Besser morgens oder nachmittags?

Wer einen Zahnarzttermin hat, verspürt oft nur wenig Vorfreude – insbesondere, wenn mit Schmerzen zu rechnen ist. Doch wer den Termin geschickt legt, muss weniger Angst vor Schmerzen haben. Worauf sollte man achten?

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern geprüft.

Schmerzempfinden im Tagesverlauf

Hinsichtlich möglicher Schmerzen ist der beste Zeitpunkt für einen Zahnarzttermin der frühe Nachmittag. Denn dann gibt es zwei Vorteile: Zum einen empfindet man während dieses Tagesabschnitts weniger Schmerzen – am wenigsten etwa gegen 15 Uhr. Zum anderen wirken Betäubungsmittel nachmittags gut dreimal länger als frühmorgens.

Schmerzempfinden im Tagesverlauf:

  • Zahnschmerzen sind morgens um 8 Uhr am stärksten.
  • Das allgemeine Schmerzempfinden ist
    • vormittags um 10 Uhr am stärksten,
    • nachmittags dann nur noch ein Drittel so stark.

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Der Körper im Takt der inneren Uhr

Dass das Schmerzempfinden am frühen Nachmittag am niedrigsten ist und Betäubungsmittel länger wirken, liegt an der inneren Uhr des Menschen beziehungsweise am Tag-Nacht-Rhythmus (zirkadianer Rhythmus), dem der Körper unterliegt. Zu diesem Zeitpunkt befinden sich mehr schmerzhemmende Botenstoffe im Blut.

Die innere Uhr regelt nicht nur, wann wir uns reif fürs Bett fühlen, sondern auch zahlreiche andere Abläufe. Aus diesem Grund werden beispielsweise Medikamente nicht zu jeder Tageszeit gleich gut vom Körper aufgenommen, sodass der richtige Einnahmezeitpunkt für die optimale Wirkung eine Rolle spielen kann. Für diese tageszeitlichen Wirkungsschwankungen gibt es sogar einen eigenen Forschungsbereich – die Chronopharmakologie.