ZU sehen sind zwei Frauenfüße auf einer Handtuchrolle, daneben ein Pediküre-Set, Zehentrenner und Nagellack.
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Fußpflege: Schöne Füße durch gute Pflege

Füße – sie tragen uns umher und machen so einiges mit. Ein Grund mehr, ihnen auch mal etwas Gutes zu tun und sie bei der Körperpflege nicht zu vergessen! Füße werden jedoch von vielen eher stiefkindlich behandelt – oft ist Fußnägel schneiden sogar die einzige Form der Fußpflege, die ihnen zugutekommt.

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Mediziner*innen geprüft.

Allgemeines

Ein Fuß besteht allein aus 26 Knochen und 33 Gelenken – das sind gut ein Viertel aller Skelettknochen des menschlichen Körpers. Zahlreiche Muskeln finden sich zusammen in beiden Füßen und die wollen bewegt werden. In schicken High Heels verkümmern viele Fußmuskeln jedoch. Wer häufig hohe Absätze oder enge Schuhe im Allgemeinen trägt, für den sollte Fußgymnastik unbedingt zur Fußpflege dazu gehören. Und auch Flachläufer können von Fußgymnastik profitieren.

Vor allem Frauenfüße müssen schuhtechnisch oft so einiges erleiden – insbesondere in den Sommermonaten. Riemchensandalen oder raffinierte Pumps sehen zwar schick aus, sind aber nur selten bequem und muten den Füßen einiges zu.

Unbequeme und zu enge Schuhe führen schnell zu Druckstellen, unschönen Blasen oder sogar zu Hühneraugen. Das kann richtig schmerzhaft werden und dazu führen, dass man die stylishen Treter erst mal eine Weile im Schuhschrank lassen muss.

Fußpflege sollte am besten Teil der täglichen Körperpflege sein – umso mehr, wenn die Füße eine Partynacht auf hohen Hacken hinter sich haben. Wenigstens einmal pro Woche sollten Sie Ihren Füßen eine kleine Wellness-Behandlung gönnen.

Fußnägel richtig schneiden

Sie können Nagelschere, -zange oder -knipser verwenden, um Ihre Fußnägel zu schneiden, oder auch eine Nagelfeile nehmen: Hauptsache, Sie kommen mit Ihrem Werkzeug gut klar und beachten bei der Nagelpflege die folgenden Tipps.

Fußnägel nicht abrunden

Achten Sie darauf, dass Sie die Fußnägel gerade abschneiden. Abgerundete Nagelecken oder eine spitz zulaufende Nagelform erhöhen das Risiko für eingewachsene Zehennägel. Wenn die Nagelecken zu spitz sind, sodass sie Kratzspuren hinterlassen oder an den Socken hängen bleiben, können Sie sie leicht anfeilen.

Nägel nicht zu kurz schneiden

Lassen Sie die Fußnägel beim Schneiden so lang, dass sie etwa bis zur Zehenkuppe reichen. Die Nagelecken sollten dabei frei auf dem seitlichen Hautrand aufliegen und nach vorne über das Hautniveau wachsen.

Wenn Sie Hilfe brauchen

Manchen Menschen fällt es schwer, die Fußnägel selber zu schneiden. Etwa, weil sie ihre Füße kaum mit den Händen erreichen oder die Nagelschere nicht sicher handhaben können. Dann ist es ratsam, sich helfen zu lassen.

Wenn Sie nur die Fußnägel schneiden und die Füße pflegen lassen möchten, können Sie sich für eine kosmetische Fußpflege (Pediküre) entscheiden. Die Kosten dafür müssen Sie allerdings selber tragen.

Haben Sie krankhafte Veränderungen an den Füßen (wie eingewachsene Nägel oder Fußpilz) oder andere gesundheitliche Probleme (wie Diabetes oder Rheuma), kommt für Sie womöglich eine medizinische Fußpflege (Podologie) auf Rezept infrage. Sprechen Sie am besten mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt darüber.

Achtung: Nicht alle Fußpflegerinnen und Fußpfleger erfüllen professionelle und hygienische Standards. Denn kosmetische Fußpflege kann grundsätzlich jede Person ohne Ausbildung frei ausüben – und sie sogar als medizinische Fußpflege anbieten. Ausgebildete Fachkräfte erkennen Sie an der Bezeichnung medizinische Fußpflegerin beziehungsweise medizinischer Fußpfleger (Podologin/Podologe).

Wellness für die Füße

Für die regelmäßige Fußpflege benötigen Sie keinen Spezialisten, das lässt sich problemlos zuhause selber machen. Beginnen Sie die Fußpflege mit einem wohltuenden, nicht zu heißen Fußbad, am besten mit einer Wasserhöhe bis zum Knie und mit einer Wassertemperatur von 36 bis 40 Grad Celsius. Geben Sie Badezusätze ins Fußbad und starten Sie Ihr kleines Wellnessprogramm.

Für müde Füße empfehlen sich zum Beispiel Rosmarin, Kamille oder Fichtennadelöl, das erfrischt, pflegt und regeneriert. Wer Probleme mit Schweißbildung hat, kann schweißhemmende Eichenrinde oder Zaubernuss (Hamamelis) ins Fußbad geben.

Nach etwa 15 Minuten Fußbad wird es Zeit für den nächsten Punkt bei der Fußpflege: die Hornhaut. Trocknen Sie Ihre Füße sanft ab, bevor es losgeht. Die Zehenzwischenräume nicht vergessen! Auf Hornhauthobel sollten Sie bei der Hornhautentfernung verzichten. Verwenden Sie lieber Bimsstein – damit erhalten Sie auf schonende Weise zarte Füße.

Ebenfalls wichtiger Teil der Fußpflege: das Kürzen der Fußnägel. Im Unterschied zu Fingernägeln müssen Sie Fußnägel gerade schneiden. Spitze Ecken können Sie glatt feilen. So minimieren Sie das Risiko, dass die Fußnägel einwachsen und zu schmerzhaften Problemen führen. Kleiner Tipp: Die Fußnägel haben die richtige Länge, wenn sie mit der Zehenkuppe abschließen.

Verwöhnen Sie anschließend Ihre Füße inklusive der Fußsohlen mit feuchtigkeitsspendender Fußcreme – bei dieser Gelegenheit können Sie gleich eine kleine Fußmassage mit in Ihr Fußpflege-Programm aufnehmen. Je nach Belieben gibt es hier auch Fußcremes, die zum Beispiel belebend oder schweißhemmend wirken.

Zwischendurch können Sie Ihren Füßen auch mal eine besondere Pflege gönnen, zum Beispiel mit einer feuchtigkeitsspendenden Avocado-Fußmaske. Die können Sie ganz einfach selber machen, Sie brauchen dafür nur eine reife Avocado. Zerdrücken Sie die reife Avocado, am besten mit einer Gabel, und reiben Sie Ihre Füße mit dem Fruchtfleisch ein. Nach etwa 15 Minuten können Sie die Avocado-Reste einfach mit Wasser abspülen.

Bei Problemen mit Schweißfüßen können außerdem spezielle Fußpuder oder -lotionen die Schweißproduktion und auch mögliche Gerüche verringern. Die Käsemauken-Gefahr lässt sich so etwas reduzieren.

Wenn Füße ständig jucken, ist möglicherweise nicht nur trockene Haut die Ursache – hier kann ein Fußpilz dahinterstecken. Lassen Sie in solchen Fällen sicherheitshalber den Hautarzt einen Blick auf die Füße werfen, anstatt lange selbst herumzuprobieren.

Wenn Sie Ihre Fußnägel mit ein wenig Nagellack verschönern wollen, warten Sie damit am besten bis etwa eine Stunde nach dem Fußbad.

Hoch hinaus

Fußpflege beginnt genaugenommen schon mit der richtigen Wahl der Schuhe, die nicht zu hoch sein sollten. Achten Sie darauf, dass die Zehen genug Platz haben.

Sexy High Heels oder extravagante hochhackige Stilettos sind zwar aus orthopädischer Sicht nicht als tägliches Schuhwerk zu empfehlen – wer diese nur hin und wieder trägt und nicht von morgens bis abends darauf balanciert, muss jedoch keine Folgen wie Hallux valgus oder Rückenschmerzen befürchten. Wichtig ist jedoch, für die Füße nach dem Tragen von hohen Schuhen, einen Ausgleich mithilfe von Fußgymnastik zu schaffen. Dazu mit den Zehen „Greifbewegungen“ machen und ein paar Mal in den Zehenstand hochdrücken.

Zum Glück bieten die meisten Drogeriemärkte inzwischen auch eine ganze Armada an kleinen Helfern, mit denen schmerzhafte Druckstellen oder Blasen seltener oder sogar gar nicht auftreten. Ob druckentlastende Ballen- oder Fersenpolster, Blasen-Schutzgel oder -Schutzstift – hier gibt es viele Möglichkeiten.