Ein Mann umgeben von zwei Frauen.
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Promiskuität

Unter Promiskuität (lat. promiscuus = gemischt) versteht man ein Sexualverhalten, welches durch häufige Partnerwechsel gekennzeichnet ist. Sowohl Männer als auch Frauen können promiskuitiv sein.

Allgemeines

Der Begriff Promiskuität wird oft verwendet, wenn man über "flüchtige Bekanntschaften" ohne das Interesse an einer festen Partnerschaft spricht oder wenn mehrere sexuelle Beziehungen einer Person nebeneinander verlaufen.

Es gibt kein einheitliches Verständnis dafür, ab welcher Partneranzahl innerhalb eines bestimmten Zeitraums von Promiskuität gesprochen werden kann. Was unter einem promiskuitiven Verhalten zu verstehen ist, hängt nicht zuletzt von der umgebenden Gesellschaft beziehungsweise Kultur ab. In manchen Kulturen gilt eine Frau schon als promiskuitiv, wenn sie neben ihrem Ehemann einen Geliebten hat, während dasselbe Verhalten seitens des Ehemanns oft gesellschaftlich akzeptiert wird.

Bei Tieren ist die Promiskuität durchaus keine seltene Sexualform. Im Tierreich spricht man von Promiskuität, wenn sich Weibchen und Männchen in einer Saison mit mehreren Geschlechtspartnern paaren. Von Blaumeisen weiß man beispielsweise, dass die Weibchen durch ihr promiskuitives Verhalten die genetische Vielfalt ihrer Nachkommen erhöhen. Dagegen ist die Monogamie bei Tieren die seltenere Sexualform

Promiskuitive Personen werden oft auch als so genannte HWG-Personen (= Personen mit häufig wechselnden Geschlechtspartnern) bezeichnet, im Amtsdeutsch sind damit häufig Prostituierte gemeint.

Medizinisches

Die Promiskuität ist eine Sexualvariante, die in der Regel keinen pathologischen Stellenwert einnimmt. Aus psychiatrischer Sicht kann Promiskuität jedoch auch ein Hinweis für eine psychische Erkrankung sein. So können häufig wechselnde Geschlechtspartner ein Anzeichen dafür sein, dass die Person nicht in der Lage ist, sich dauerhaft zu binden.

Promiskuität kann auch Symptom von sexsüchtigem Verhalten sein. Dabei bleibt die sexuelle Befriedigung aus und die Suche nach sexueller Erfüllung wird beständig fortgeführt. Nach und nach wird Sexualität zum alles bestimmenden Lebensbereich.

Bei Personen mit häufig wechselnden Geschlechtspartnern kann das Risiko für sexuell übertragbare Erkrankungen wie HIV oder Syphilis erhöht sein, insbesondere dann, wenn sie ungeschützten Geschlechtsverkehr haben.