Prokrastination: Leiden Sie an Aufschieberitis?

Hin und wieder hat es vermutlich fast jeder schon mal getan: Dinge aufgeschoben, weil sie unangenehm waren. Passiert das jedoch ständig, steckt möglicherweise mehr dahinter. Dann kann das ständige Aufschieben zu einem hohen Leidensdruck führen und das psychische Wohlbefinden beinträchtigen. Etwa, wenn es dadurch zu Folgen für Alltag und Beruf kommt.

Mit Faulheit hat die sogenannte Aufschieberitis jedoch nichts zu tun. Bei Prokrastination handelt es sich vielmehr um krankhaftes Aufschieben, das professionelle psychologische Hilfe erfordert. Ratschläge wie "einfach mal zusammenreißen" sind deshalb nicht nur unangebracht, sondern auch wenig hilfreich.

Hinweis: Unser Test kann die Diagnose durch Expert*innen nicht ersetzen, sondern Ihnen lediglich eine Tendenz aufzeigen. Falls Sie Beschwerden unklarer Ursache haben, lassen Sie diese ärztlich abklären.

Tipps, die bei Prokrastination helfen können

  • Setzen Sie sich ein Ziel, dass Sie am Ende des Tages erreichen möchten. Das hilft, Struktur in den Tag zu bringen.
  • Bei großen Projekten: Unterteilen Sie das Projekt in kleinere Teilaufgaben, die notwendig sind, um es zu vollenden.
  • Halten Sie Ihre Erfolge am besten regelmäßig fest, zum Beispiel in einer Art Tagebuch.
  • Setzen Sie sich Zeitvorgaben, die tatsächlich erreichbar sind.
  • Übertreiben Sie es nicht mit Ihrer Planung und behalten Sie im Hinterkopf, dass zu einem Arbeitstag auch Pausen, Termine und Unterbrechungen unterschiedlicher Art gehören.
  • Um eine Aufgabe nicht aufzuschieben, kann die 10-Minuten-Regel helfen: Sie nehmen sich vor, höchstens 10 Minuten an der Aufgabe zu arbeiten (am besten mit Stoppuhr) – danach dürfen Sie andere Dinge tun. Im besten Fall sind Sie 10 Minuten später bereits so in der Arbeit drin, dass Sie damit fortfahren.
  • Warten Sie nicht auf die Deadline, sondern beginnen Sie Aufgaben so bald wie möglich. Wer länger als 72 Stunden damit wartet, arbeitet mit hoher Wahrscheinlichkeit gar nicht mehr daran weiter.
  • Belohnen Sie sich, wenn Sie etwas geschafft haben.
  • In Ihnen sträubt sich alles gegen eine Aufgabe? Dann können Sie sich gegebenenfalls auch erlauben, sie nicht zu erledigen. Überlegen Sie jedoch, welcher Grund genau dahintersteckt, dass sich alles in Ihnen dagegen wehrt.