Einen Frau benutzt vorm Spiegel einen Deoroller.
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10 Fakten über Schweiß und Deos

Je heißer die Temperaturen, umso mehr rinnt der Schweiß. Aber nicht nur hohe Außentemperaturen bringen den Körper ins Schwitzen. 10 Fakten über Schweiß, Körpergeruch und wie man ihn bekämpfen kann.

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern geprüft.

1. Woraus besteht Schweiß?

Schweiß besteht zu 99 Prozent aus Wasser und ist an sich geruchlos. Erst wenn Bakterien ihn an der Hautoberfläche zersetzen, entsteht Körpergeruch.

2. Schwitzen Männer mehr als Frauen?

Männer haben mehr Schweißdrüsen als Frauen. Deshalb schwitzen Männer mehr als Frauen. Da Männer mehr Testosteron produzieren als Frauen, riecht der durch Bakterien zersetzte Schweiß zudem intensiver.

3. Warum schwitzen wir?

Durch Schwitzen gleicht der Körper die Temperatur in seinem Inneren aus. Durch Stoffwechselvorgänge und andere Körperfunktionen entsteht im Körper überschüssige Wärme. Um Körpertemperatur und Wasserhaushalt zu regulieren, geben die Schweißdrüsen fortwährend Flüssigkeit an die Hautoberfläche ab. Dabei entsteht Verdunstungskälte, durch die der Körper seine Temperatur konstant bei etwa 37 Grad Celsius hält.

4. Wie viel Schweiß gibt der Körper ab?

Die Schweißdrüsen geben täglich etwa einen halben Liter Flüssigkeit an die Hautoberfläche ab – bei Hitze und Anstrengung noch mehr.

5. Was fördert die Schweißbildung?

Nicht nur körperliche Anstrengung und hohe Temperaturen beeinflussen die Schweißbildung, auch stark gewürzte Speisen, Alkohol, Kaffee und Stress fördern die Wärmeproduktion im Körper und somit die Schweißabsonderung.

6. Warum riechen kleine Kinder nicht nach Schweiß?

Ein Teil der menschlichen Schweißdrüsen (die apokrinen Schweißdrüsen) entstehen erst mit der Sexualreife. Diese Schweißdrüsen werden durch Hormone gesteuert und bestimmen den typischen Eigengeruch. Körpergeruch macht sich deshalb erst ab der Pubertät bemerkbar.

7. Worin unterscheiden sich Deodorants und Antitranpirante?

Deodorants hemmen die Bakterienbildung und verhindern, dass unangenehme Gerüche entstehen, wenn sich Schweiß zersetzt. Antitranspirante setzen zusätzlich die Schweißabsonderung herab, indem sie die Schweißdrüsen vorübergehend verengen. Das gelingt mithilfe von Aluminiumsalzen. Antitranspirante sind gleichzeitig auch Deodorants, da sie ebenfalls gegen die Bakterienbildung wirken.

8. Was ist im Deo enthalten?

Grundbestandteile eines jeden Deos sind Wasser, pflegende Öle und Emulgatoren.

9. Sind Aluminiumsalze in Deos gesundheitsschädlich?

Aluminiumsalze stehen unter Verdacht, der Gesundheit zu schaden, da über sie Aluminium in den Körper gelangt. Aktuell fehlen jedoch ausreichende wissenschaftliche Daten, die belegen oder widerlegen könnten, dass die enthaltene Menge schädlich ist. Vorsichtshalber sollten aluminiumhaltige Produkte jedoch nicht auf frisch rasierter oder verletzter Haut angewendet werden.

Video: Aluminium im Körper – wie lässt sich die Belastung gering halten?

10. Schützen Deos ohne Aluminiumsalze vor Schweißgeruch?

Laut Stiftung Warentest gibt es auch Deos ohne Aluminiumsalze, die vor Schweißgeruch schützen. Welches Deo für wen geeignet ist und die gewünschte Wirkung zeigt, sollte am besten jeder für sich testen.