Eine Hautärztin betrachtet ein Muttermal am Hals einer Frau mit der Lupe.
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Alterswarzen: Lästig, aber harmlos

Alterswarzen sind eine häufige und harmlose Hautveränderung im Alter. Viele Betroffene stört der Anblick der dunklen Flecken jedoch. Oft bilden sich Alterswarzen auch an Stellen, die im Alltag einfach ungünstig sind, etwa wenn die Kleidung ständig darauf reibt. Dann kann man sie entfernen lassen.

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern geprüft.

Alterswarzen erkennen

Wenn sich im Alter hellbraune oder schwarze Flecken auf der Haut bilden, muss das nicht unbedingt ein Grund zur Sorge sein: Häufig handelt es sich nicht um Hautkrebs, sondern um eine gutartige Hautveränderung – die sogenannten Alterswarzen.

Alterswarzen können unterschiedlich aussehen: rund oder oval geformt, flach oder leicht erhaben, wenige Millimeter bis mehrere Zentimeter groß. Gemeinsam haben sie, dass sie scharf begrenzt sind und sich wächsern-fettig anfühlen. Zu Beginn wirkt ihre Oberfläche meist matt, später häufig eher schuppig und zerklüftet.

Typische Stellen für Alterswarzen sind:

  • das Gesicht,
  • der Brustbereich,
  • der Bauch,
  • die Schultern oder
  • der Rücken.

Bei manchen Betroffenen bildet sich vielleicht nur ein Exemplar, bei anderen zeigen sich Alterswarzen dagegen in großer Zahl. Hin und wieder gehen sie mit leichtem Juckreiz einher.

Alterswarzen: Ursachen

Warum Alterswarzen entstehen, ist nicht vollständig geklärt. Sicher ist nur, dass die harmlosen Hautveränderungen weit verbreitet sind und sich in der Regel mit zunehmenden Alter zeigen. In manchen Familien treten Alterswarzen gehäuft auf, weshalb zu vermuten ist, dass auch erbliche Faktoren eine Rolle spielen können.

Alterswarzen haben jedoch nichts mit Hautkrebs zu tun und entwickeln sich auch nicht zu Hautkrebs. Im Unterschied zu Hautkrebs trägt UV-Strahlung nicht zur Entstehung von Alterswarzen bei.

Andere Bezeichnungen für Alterswarzen sind:

  • seborrhoische Keratose
  • Verrucae seborrhoicae
  • Verrucae seniles

Alterswarzen entfernen

Alterswarzen sind harmlos, eine Behandlung ist deshalb im Grunde nicht notwendig. Dennoch möchten manche Betroffene sie gerne entfernen lassen, etwa weil sie sie als unschön empfinden oder die Kleidung ständig daran reibt, sodass die Alterswarze schuppt, zu bluten beginnt oder wehtut. Gerade bei erhabenen Alterswarzen besteht das Risiko, dass man damit irgendwo "hängen bleibt" – in diesem Fall kann es sinnvoll sein, die Warze frühzeitig zu entfernen.

Um Alterswarzen zu entfernen, gibt es verschiedene Methoden, so zum Beispiel:

  • das Abtragen mithilfe eines scharfen Löffels (Kürettage),
  • das Abtragen mithilfe einer elektrischen Schlinge (Elektrokauterisation) oder
  • die Laserbehandlung.

Machen Sie in jedem Fall einen Arzttermin, wenn:

  • sich innerhalb kurzer Zeit sehr viele Alterswarzen entwickeln.
  • die Alterswarzen zu bluten beginnen, wenn Kleidung an ihnen reibt.
  • Sie das Gefühl haben, dass sich die Alterswarze ungewöhnlich verändert.
  • Sie sich nicht sicher sind, ob es sich um eine Alterswarze oder vielleicht doch um schwarzen Hautkrebs handelt.

Um Pigmentflecken richtig einzuschätzen, kann die sogenannte ABCDE-Regel helfen. Ein Hautmal ist verdächtig, wenn mindestens zwei der fünf Merkmale zutreffen:

A für asymmetrisch: Das Mal ist nicht gleichmäßig geformt.
B für begrenzt: Das Mal wirkt unscharf, verwaschen oder gezackt.
C für Coloration: Das Mal ist im Vergleich zu anderen sehr dunkel (Farbe: braun-schwarz oder schwarz).
D für Durchmesser: Der Durchmesser ist größer als fünf Millimeter.
E für erhaben oder Evolution: Das Mal wölbt sich vor oder hat sich in den letzten drei Monaten verändert.