Das Bild zeigt pinke Pillen.
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Ecstasy und Amphetamine

Ecstasy und Amphetamine gelten als illegale Drogen. Sie haben eine aufputschende und/oder halluzinogene Wirkung. Amphetamine sind synthetisch hergestellte Substanzen mit einer bestimmten chemischen Grundstruktur. Ecstasy ist ein Gemisch unterschiedlicher chemischer Abkömmlinge der Amphetamine (sog. Amphetaminderivate).

Überblick

Ecstasy und Amphetamine werden in illegalen Drogenlabors hergestellt und sind meist als bunte Pillen, Tabletten oder Kapseln im Umlauf. In der Drogenszene sind Amphetamine auch als Speed, Crystal oder Glass bekannt. Ecstasy wird auch XTC, E oder MDMA genannt.

Bei der Einnahme von Amphetamin oder Ecstasy setzt der Körper vermehrt die Botenstoffe Noradrenalin, Dopamin und Serotonin frei. Die Folge ist eine extrem gesteigerte körperliche Leistungsfähigkeit und eine veränderte Wahrnehmung. Der Konsument ist kommunikativer, offener und gut gelaunt. Der Konsum von Amphetaminen oder Ecstasy führt zu einem Rauschzustand, welcher je nach Person, Substanz und Höhe der Dosis mit unterschiedlichen körperlichen und psychischen Symptomen verbunden ist.

Amphetamine wirken konzentrations- und leistungssteigernd, während Hunger-, Müdigkeits- und Erschöpfungsgefühle unterdrückt werden. Das Schmerzempfinden sinkt. Unter dem Einfluss von Amphetaminen erweitern sich die Bronchien, und Blutdruck, Pulsfrequenz und die Körpertemperatur steigen an. Bei höheren Dosen entsteht eine starke Erregung und es kommt zu Unruhezuständen und Schlafstörungen.

Ecstasy wirkt sinnestäuschend, bewusstseinsverändernd und aufputschend. Der Konsument wird nach der Einnahme kommunikations- und kontaktfreudiger.

Die Zusammensetzung von Ecstasy kann sehr unterschiedlich sein. Neben den Amphetaminderivaten MDMA (Methylen-dioxy-methamphetamin) und MDE (Methylendioxy-N-ethylamphetamin) sind oft auch andere zum Teil giftige (toxische) Substanzen enthalten. Seit 1986 ist Ecstasy im Betäubungsmittelgesetz als verbotene Droge aufgenommen. Der Umgang mit Ecstasy ist strafbar, auch der Erwerb und Besitz für den eigenen Konsum.

Amphetamine werden überwiegend in Form von Pulvern oder Tabletten eingenommen. Ecstasy ist hauptsächlich in Form von bunten Tabletten oder Kapseln, vereinzelt aber auch als Zäpfchen im Umlauf.

Sowohl der Konsum von Amphetaminen als auch von Ecstasy birgt Gefahren. Die Konsumenten wissen meist nicht, wie rein die Substanz ist oder ob diese mit anderen Drogen vermischt wurde. Somit können die Dauer und Intensität des Rauschs – und damit auch die Nebenwirkungen – stark variieren. Beide Drogen können den Kreislauf stark belasten und Vergiftungserscheinungen, Angstzustände, Depressionen sowie allergische Reaktionen hervorrufen. Der Konsum von Amphetaminen ruft eine schnell einsetzende psychische Abhängigkeit hervor und auch beim Konsum von Ecstasy kann sich eine psychische Abhängigkeit entwickeln.

Häufig werden Amphetamine und Ecstasy zusammen mit anderen Drogen wie Alkohol oder Cannabis konsumiert. Dieser Mischkonsum belastet Nieren und Leber und fördert die Austrocknung des Körpers (Dehydration).

Amphetamine

Amphetamine sind synthetisch hergestellte Substanzen, die überwiegend das Zentralnervensystem stimulieren. Sie sind teilweise als Bestandteil legaler Medikamente auf dem Markt, zum Beispiel in Form von Erkältungsmitteln, Wachmachern oder Appetitzüglern. In der Regel sind Amphetamine verschreibungspflichtig und damit auch apothekenpflichtig.

Amphetamine haben ein großes Suchtpotenzial und sind deshalb verboten. Wegen ihrer aufputschenden und teilweise auch halluzinogenen Wirkung werden sie dennoch als Partydroge vor allem in der Techno- und Houseszene konsumiert. Dort sind Amphetamine unter den Namen Speed, Crystal oder Glass im Umlauf.

Amphetamin wurde 1887 erstmals hergestellt. In den 30er Jahren wurde es als Schnupfenmittel eingesetzt. Weitere synthetisierte Amphetamine kamen bei Leistungsschwäche und Lungenerkrankungen zum Einsatz.

Je nach Wirkungsweise werden Amphetamine und ihre chemischen Abkömmlinge (Derivate) in verschiedene Gruppen eingeteilt:

  • Psychostimulanzien, wie zum Beispiel Amphetamin und Methamphetamin. Sie regen Gefühls-, Stimmungs- und Erlebniswelten an.
  • Entaktogene, wie zum Beispiel MDA (Methylen-dioxy-amphetamin), MDMA (Methylen-dioxy-methamphetamin) und MDE (Methylendioxy-N-ethylamphetamin). Sie wirken antriebssteigernd und beeinflussen die Psyche im Bereich der Emotionen.
  • Halluzinogene, wie zum Beispiel DOM (Dimeth-oxy-methylamphetamin) simulieren akustische und optische Wahrnehmungen.

Amphetamine werden meistens in Form von bunten Pillen und Tabletten oder Pulver konsumiert, sie können aber auch inhaliert oder intravenös aufgenommen werden. Amphetamine können gut über alle Schleimhäute in den Körper eintreten und werden deshalb auch auf die Mundschleimhäute gerieben oder geschnupft, um eine schnellere Wirkung zu erzielen. Amphetamine sind gut fettlöslich und können die Blut-Hirn-Schranke leicht überwinden, das heißt, sie gelangen leicht aus dem Blut in das Gehirn und können dort wirken

Ecstasy

Ecstasy zählt zu den sogenannten Entaktogenen und ist ein Gemisch unterschiedlicher chemischer Abkömmlinge der Amphetamine (sog. Amphetaminderivate). Streng genommen bildet Ecstasy eine eigene Stoffklasse und gehört nicht zu den Amphetaminen, aber der Einfachheit halber wird es oft zu den Amphetaminen gezählt.

Bevorzugt für die Herstellung von Ecstasy wird die Substanz MDMA verwendet. MDMA ist ein Amphetamin-Abkömmling, der bereits 1924 hergestellt wurde. In den 60er Jahren kam die Substanz als Appetitzügler in den Umlauf. Wegen zahlreicher Nebenwirkungen wurde es jedoch schnell wieder vom Markt genommen. In der Psychotherapie wurde seine kommunikations- und kontaktfördernde Wirkung genutzt.

Aufgrund der beträchtlichen Nebenwirkungen sind Amphetamine und deren Abkömmlinge heute nur noch als Bestandteile in einigen Medikamenten enthalten wie zum Beispiel in Appetitzüglern, Grippe- und Asthmamitteln. Auch einige Arzneimittel zur Behandlung von Aufmerksamkeitsschwäche enthalten Amphetamine. In Deutschland verbreiteten sich die bunten Pillen unter dem Namen Ecstasy seit Anfang der 90er Jahre als vermeintlich harmlose Partydroge vor allem in der Techno- und Raver-Szene.

Neben MDMA werden auch weitere Substanzen wie MDA und MDE unter dem Namen Ecstasy angeboten. Die Amphetaminderivate fallen unter die harten Drogen. Jeder Hersteller dieser Tabletten bedruckt seine Ware mit eigenen Motiven. Es sind eine Vielzahl von Varianten auf dem Markt, die sich in ihrer Zusammensetzung mehr oder weniger stark unterscheiden. Neben den Grundsubstanzen enthalten Ecstasy-Tabletten noch weitere verschiedene Wirkstoffe. Dazu gehören:

Zahlen und Fakten

Ecstasy und Amphetamine spielen auf dem Drogenmarkt nach wie vor eine wichtige Rolle. In zahlreichen Diskotheken und auf vielen Partys werden derartige Drogen vor allem von Jugendlichen und jungen Erwachsenen in großer Anzahl gehandelt und konsumiert.

Das Hauptherstellerland für den westeuropäischen Markt sind die Niederlande.

Während der Konsum von Ecstasy in Deutschland leicht gesunken ist, wird zunehmend mehr Amphetamin konsumiert. 2008 wurden in 2.698 Fällen insgesamt 751.431 Ecstasy-Tabletten beschlagnahmt. Damit ist die Zahl der Sicherstellungen gegenüber 2006 gestiegen, die Zahl der beschlagnahmten Tabletten ist hingegen gesunken. Die meiste Ware stammte dabei aus den Niederlanden.

In 8.425 Fällen wurden 1.283,2 kg Amphetamin beziehungsweise Methamphetamin sichergestellt. In Bezug auf Amphetamin beziehungsweise Methamphetamin sind sowohl die Sicherstellungen als auch die Menge an sichergestellter Ware gestiegen.

Rechtliches

Die Ecstasy-Wirkstoffe MDMA, MDEA, MDA sind im Anhang 1 des Betäubungsmittelgesetzes (BtMG) als nicht verschreibungsfähige und nicht verkehrsfähige Betäubungsmittel aufgeführt, das heißt die illegale Herstellung, der Verkauf, Erwerb und Besitz von Pillen, die diese Stoffe enthalten, muss strafrechtlich verfolgt werden (§29 BtMG). In Ausnahmefällen kann von einer Strafverfolgung abgesehen werden (Eigenbedarf, Mindermengen).

Anwendungsformen

Konsumenten von Amphetaminen nehmen die Drogen vor allem in Form von Pulvern oder Tabletten zu sich. Eine schnellere und stärkere Wirkung erzielen sie, indem sie die Substanz schnupfen oder in die Mundschleimhäute einreiben. Amphetamine werden von allen Schleimhäuten gut aufgenommen. Teilweise werden Amphetamine auch intravenös zugeführt.

Ecstasy ist hauptsächlich in Form von Tabletten oder Kapseln, vereinzelt aber auch als bitteres Pulver oder Zäpfchen im Umlauf. Oft sind andere Stoffe wie zum Beispiel Amphetamine oder Koffein zugesetzt.

Wirkung von Amphetaminen

Die Wirkung von Amphetaminen oder Ecstasy ist individuell verschieden. Je nach Person, Substanz und Höhe der Dosis geht der Rauschzustand mit unterschiedlichen körperlichen und psychischen Wirkungen einher.

Amphetamin

Das zu den Psychostimulanzien zählende Amphetamin führt nach der Einnahme geringerer Dosen zu Euphorie, einem gesteigerten Selbstvertrauen und einem vermehrten Rededrang. Die Einnahme steigert die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit, während sie Müdigkeits- und Hungergefühle unterdrückt.

Als körperliche Reaktionen auf die Droge erweitern sich die Bronchien, der Blutdruck steigt und der Puls wird schneller. Außerdem ist bei den Konsumenten eine erhöhte Körpertemperatur zu beobachten. Werden höhere Dosen eingenommen, kommt es als Wirkung von Amphetaminen zu starker Erregung, Unruhezuständen und Schlafstörungen.

Ecstasy

Ecstasy zählt zur Gruppe der Entaktogene (Tactus = Takt, griechisch en = innerlich, gen = produzieren). Die Bereitschaft, Probleme zu erkennen, sie differenziert zu betrachten und sich mit ihnen auseinanderzusetzen, wird durch Ecstasy gefördert. Außerdem steigert die Einnahme die Kommunikations- und Kontaktfreudigkeit. Die Wirkung von Ecstasy kann nach 20 Minuten, manchmal aber auch erst nach einer Stunde einsetzen und hält bis zu vier Stunden an.

Folgende psychische Wirkungen können nach Ecstasy-Konsum auftreten:

  • Entspannung
  • milde Euphorie und Ekstase
  • Gefühl von Glück und Wärme
  • Gefühl von Friede, Mitgefühl, Fürsorge
  • gesteigertes Selbstwertgefühl
  • unerschöpfliche Energie und Antriebssteigerung
  • Abbau von Hemmungen
  • seelische Ausgeglichenheit

Aber auch negative körperliche Reaktionen können während des Rausches auftreten. Pulsfrequenz, Blutdruck und Körpertemperatur steigen an. Es kann zu Beschwerden wie Schwitzen, Muskelzittern, Kieferkrämpfen, Schwindel, Übelkeit, Mundtrockenheit und Brechreiz kommen. Unter der Wirkung von Ecstasy nimmt der Konsument Schmerz, Hunger, Durst und Erschöpfung nicht wahr. Wenn die Wirkung der Droge nachlässt, fühlen sich viele Konsumenten erschöpft und leiden unter Kopfschmerzen, depressiven Verstimmungen, Schlaflosigkeit und Gedächtnisstörungen. Häufig sind sie sehr reizbar.

Wirkungsweise

Amphetamine wirken auf das zentrale Nervensystem. Sie aktivieren in den Nervenzellen die Ausschüttung der Botenstoffe Dopamin und in geringeren Mengen Noradrenalin. Zudem setzen sie das Glückshormon Serotonin in großen Mengen frei. Die Einnahme von Ecstasy führt außerdem dazu, dass die Bindung von Serotonin gehemmt wird und so stärker und länger im Körper wirkt. Die Folge ist eine Steigerung der Stimmungslage und ein Rauschzustand. Der Botenstoff Serotonin spielt im Körper als Glückshormon eine wichtige Rolle. Wenn er in ausreichender Konzentration vorhanden ist, ist man gut gelaunt; fehlt er, ist der Betroffene depressiv.

Außerdem aktiviert Ecstasy das Dopamin- und Noradrenalin-System. Die Folgen sind eine Beschleunigung der Herzfrequenz und eine Steigerung des Blutdrucks. Der Anwender ist wach, hat kein Schlafbedürfnis und seine Leistung ist gesteigert.

Durch die schlafunterdrückende und euphorisierende Wirkung ist Ecstasy besonders bei Partygängern im Umlauf.

Amphetamine machen innerhalb kurzer Zeit stark psychisch abhängig. Bei häufigem Konsum von Ecstasy kann sich eine psychische Abhängigkeit entwickeln – viele Konsumenten können sich eine Party ohne Ecstasy nicht mehr vorstellen.

Gefahren

Beide Drogen können den Kreislauf stark belasten und Vergiftungserscheinungen sowie allergische Reaktionen hervorrufen. Sowohl Amphetamin als auch Ecstasy unterdrücken das Hunger- und Durstgefühl und heben gleichzeitig Stimmung und Leistungsfähigkeit. Dies führt oft bei Konsumenten nach stundenlangem Tanzen zur Austrocknung und Erschöpfungssyndromen. Nach dem Rausch kann eine Depression auftreten. Sowohl der Konsum von Amphetamin als auch von Ecstasy birgt Gefahren. Die Konsumenten wissen meist nicht, wie rein die Substanz ist oder ob diese mit anderen Drogen vermischt wurde. Somit können die Dauer und Intensität des Rauschs – und demnach auch die Nebenwirkungen – stark variieren.

Nebenwirkungen von Amphetaminen

Der Konsum von Amphetaminen kann mit erheblichen Nebenwirkungen verbunden sein. Sogenannte Amphetaminpsychosen treten meist nach sehr hohen Dosen von Amphetaminen auf, können sich vereinzelt aber auch nach geringen Mengen zeigen. Dabei leiden die Betroffenen unter Wutausbrüchen und Aggressionen bis hin zum Verfolgungswahn.

Zudem kann es zu Vergiftungserscheinungen kommen, welche mit Symptomen wie Übelkeit, Erbrechen, Verwirrtheit, Krampfanfällen, Herzjagen sowie erhöhtem oder erniedrigtem Blutdruck einhergehen.

Die dauerhafte Einnahme von Amphetamin kann zum körperlichen Verfall, sozialer Isolation und zu einer raschen psychischen Abhängigkeit führen. Die Nervenzellen im Gehirn können dauerhaft geschädigt werden.

Wer Amphetamin über einen längeren Zeitraum oder in zu hohen Dosen einnimmt, entwickelt eine immer höhere Toleranz gegen die Substanz, sodass immer größere Mengen benötigt werden, um die berauschende Wirkung zu erzielen. Aus diesem Grund wechseln viele Konsumenten die Anwendungsform und beginnen, Amphetamin zu injizieren oder zu rauchen. Bei einem Entzug treten Symptome wie Unruhe, Depressionen, Ängste und Stimmungsschwankungen auf. Zudem leiden Betroffene häufig unter Schlafstörungen und Mundtrockenheit.

Nebenwirkungen von Ecstasy

Die Nebenwirkungen von Ecstasy können gefährliche Folgen haben. Nach dem Konsum von Ecstasy neigen viele Personen zu hoher körperlicher Aktivität, sodass sie rasch viel Flüssigkeit verlieren können. Da die Einnahme von Ecstasy das Hunger- und Durstgefühl unterdrückt, bemerkt der Konsument den starken Flüssigkeitsverlust nicht – wenn er diesen nicht ausgleicht, kann es zur Austrocknung (Dehydration) kommen. Störungen des Mineralhaushalts, Schockzustände und Herz- und Kreislaufversagen können die Folge sein, welche lebensbedrohlich sein können.

Unter der Einnahme von Ecstasy steigt die Körpertemperatur massiv an. Diese Reaktion wird durch eine Störung der Temperaturregulation infolge einer Überflutung des Gehirns mit Serotonin ausgelöst. Die körperliche Bewegung durch langes intensives Tanzen in der überhitzten Disko trägt dazu bei, ist jedoch nicht der Auslöser. Die Temperatur kann bis zu 43 °C ansteigen. Überhitzung und Austrocknung können die Folge sein.

Sobald die berauschende Wirkung von Ecstasy nachlässt, fühlt sich der Konsument erschöpft. Viele leiden unter Angstzuständen, Depressionen sowie Störungen von Schlaf und Konzentration. Das Kurzzeitgedächtnis wird so stark gestört, dass das alltägliche Leben beeinträchtigt wird. Besonders nach längerem Konsum finden sich gehäuft Entwicklungs- und Identitätsstörungen, die mit einem Mangel an Selbstwahrnehmung, Mangel an Freundschaften und an sozialer Unterstützung einhergehen.

Die Gefahr der Abhängigkeit bei Ecstasy-Konsum gilt als geringer gegenüber der bei Amphetaminen. Jedoch kann Ecstasy eine Einstiegsdroge für Psychostimulanzien mit stärkerer Wirkung sein. Das Ausmaß von psychischen Störungen bei Ecstasy-Konsumenten ist extrem hoch.

Man geht davon aus, dass die dauerhafte Einnahme von Ecstasy zu einer Abnahme bestimmter Nervenzellen führen kann, welche für den Stoffwechsel des Neurotransmitterstoffs Serotonin eine Rolle spielen. Die Folge können lebenslange Depressionen sein. Bestehende Erkrankungen wie zum Beispiel Diabetes mellitus, grüner Star, Schilddrüsenerkrankungen oder Krampfleiden können durch die Einnahme von Ecstasy verstärkt werden. Als weitere Nebenwirkungen von Ecstasy können folgende Beschwerden auftreten:

Übersicht: Beschwerden nach Ecstasy-Konsum

Organ Erkrankung
Herz Herzrhythmusstörungen, schneller Puls
Kreislauf Extreme Temperatursteigerung, Blutdrucksteigerung, seltener Blutdrucksenkung
Nervensystem Verschlechterung von Hör- und Sehvermögen, Zunahme der Berührungsempfindlichkeit, Abnahme des Schmerzempfindens, Schwindel, Unkontrollierte Pupillenbewegungen, weite, träge Pupillen
Atmung Hechelatmung (Hyperventilation)
Magen-Darm Übelkeit, Erbrechen
Muskulatur erhöhte Muskelspannung (Muskeltonus)

Erste Hilfe bei Vergiftung

Es ist nicht möglich, Empfehlungen für eine Standardtherapie auszusprechen, da das Vergiftungsbild bei Amphetaminen und Ecstasy, wie bei allen Designerdrogen, sehr variabel ausfällt. Neben der Reinheit der Substanz führen häufig Streckmittel oder andere konsumierte Drogen zu einer schwer kalkulierbaren Mischvergiftung.

  • Versuchen Sie, den Betroffenen abzuschirmen. Bringen Sie ihn in der Disko an einen kühlen, stilleren Ort (Toilette). Rufen Sie den Notarzt (112).
  • Wenn der Betroffene angespannt oder panisch ist, öffnen Sie enge Kleidung und sprechen Sie beruhigend auf ihn ein.
  • Wenn der Betroffene schnell atmet (Hyperventilation), leiten Sie ihn an, ruhiger und weniger tief zu atmen.
  • Falls der Betroffene überhitzt oder dehydriert ist, geben Sie ihm etwas zu trinken (Wasser oder ein anderes nicht-alkoholisches Getränk ohne Koffein)
  • Bei Kreislaufproblemen (blasse Haut, Schwitzen, schneller Puls) bringen Sie die Person in Schocklage: Legen Sie den Betroffenen auf den Rücken und halten Sie die Beine hoch, sodass das Blut zurück ins Gehirn laufen kann.
  • Ist der Betroffene nicht ansprechbar, sollten Sie ihn in die stabile Seitenlage legen. So verhindern Sie, dass seine eigene Zunge die Atemwege verlegt.
  • Bei heißer Haut können Sie mit befeuchteten Tüchern kühlen.
  • Wenn der Konsument krampft, sollten Sie keine Gegenstände in den Mund schieben und den Betroffenen nicht festhalten. Er soll nur vor weiteren Verletzungen, beispielsweise mithilfe einer Decke, geschützt werden.
  • Bei Atemstillstand sollte beatmet werden.
  • Beim Herz-Kreislauf-Stillstand beginnen Sie mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung, soweit Sie diese Technik beherrschen.