Eine Frau lässt eine Botoxbehandlung durchführen.
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Schönheits­operationen

Plastische Chirurgen können den Traum vom perfekten Körper (fast) wahr machen. Hierzulande legen sich immer mehr Menschen unters Messer. Lesen Sie hier, welche Schönheitsoperationen zu den häufigsten zählen und mit welchen Risiken die Eingriffe verbunden sein können.

Allgemeines

Die Zahl der Schönheitsoperationen nimmt stetig zu. Deutschland zählt zu den Ländern mit den meisten ästhetisch-plastischen Eingriffen weltweit. Bislang lassen sich Frauen noch deutlich häufiger operieren als Männer. Zu den häufigsten Eingriffen zählen Lidstraffung, Brustvergrößerung, Fettabsaugung und Lippenkorrektur.

Immer mehr Männer lassen sich operieren

Doch auch Männer lassen sich immer öfter operieren. Laut der Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgie (VDÄPC) gehen vor allem Männer über 50 häuiger zum Chirurgen. Die beliebtesten Eingriffe bei Männern sind beispielsweise die Nasenkorrektur, Oberlidstraffung, Gesichtslifting sowie Bauch- und Oberschenkelstraffung.

Doch zu welchem Preis und mit welchen Risiken? Wir haben für Sie Daten und Fakten zu den wichtigsten Eingriffen zusammengestellt. Erfahren Sie, was eine gelungene Operation bewirkt, für wen sie infrage kommt, was bei der Operation passiert und wie lange sie dauert. Außerdem klären wir Sie über die Haltbarkeit des Ergebnisses, die Wiederholungsmöglichkeiten sowie wichtige mögliche Risiken und Spätfolgen auf.

Kleine Eingriffe mit großer Wirkung

Was das Gesicht angeht, müssen es nicht immer gleich ein Facelift oder Lidstraffungen sein. Denn auch kleine Eingriffe können große Effekte bewirken. Das gilt etwa für sogenannte Soft-Liftings wie beispielsweise Botulinumtoxin-Behandlungen.

Neben den sehr spezifischen Risiken der unterschiedlichen Schönheitsoperationen gibt es auch allgemeine Operationsrisiken. Dabei hängen das Ergebnis jeder Schönheitsoperation und die Größe des Risikos entscheidend vom jeweiligen Chirurgen ab. Ein großes Problem: Der Begriff "Schönheitschirurg" oder "Kosmetischer Chirurg" ist nicht geschützt. Theoretisch dürfen also Ärzte aus allen möglichen Fachbereichen ästhetisch-plastische Operationen durchführen. Daher gilt, sich im Vorfeld gründlich über die Qualifikation des Chirurgen oder der Chirurgin zu informieren.

Auch bei auffallend kostengünstigen Angeboten im Ausland ist Vorsicht geboten: Mitunter werden die Hygiene- und Qualität-Standards nicht ausreichend erfüllt. Wenn die Operation in einem anderen Land stattfindet, kann es zudem Schwierigkeiten bei der Nachsorge geben. Dazu kommt, dass die Preise vor Ort häufig teurer werden als ursprünglich vereinbart.

Wie Sie für sich den richtigen Arzt finden, erfahren Sie hier.

Ob Sie nach einer OP wirklich glücklicher sind, hängt aber nicht nur von dem Operationsergebnis, sondern auch von Ihren Motiven für die Operation ab. Überprüfen Sie deshalb Ihre Motive vor einer Entscheidung. Machen Sie hier einen Selbstcheck bevor Sie sich für einen Eingriff entscheiden.

Schönheitsoperationen im Überblick

Die folgenden Schönheitsoperationen zählen zu den gängisten ästhetisch-plastischen Eingriffen:

Was kostet eine Schönheitsoperation?

Grundsätzlich sind die Kosten für eine Schönheitsoperation von den Patientinnen und Patienten selbst zu tragen. Eine Ausnahme besteht dann, wenn eine Schönheitsoperation primär aus medizinischen Gründen stattfindet. In solchen Fällen prüft die Krankenkasse den Fall und zahlt, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind.

Voraussetzung für eine Kostenübernahme ist ein Nachweis durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung, der vor der Operation erfolgen muss. In folgenden Fällen werden die Kosten beispielsweise häufig erstattet:

  • Brustverkleinerung oder Brustanpassung, wenn durch Deformation oder Gewicht Beschwerden auftreten
  • Lidkorrektur, wenn das Sichtfeld beeinträchtigt ist
  • Nasenkorrektur bei Atemproblemen, etwa nach einer Nasenbeinfraktur
  • Fettabsaugung oder Bauchdeckenstraffung, etwa bei Fettverteilungsstörungen wie Lipödem oder chronischen Entzündungen

Folge-OPs werden nicht übernommen

Ist eine Schönheitsoperation missglückt, wird häufig ein Folgeeingriff nötig. Dieser muss von den Patienten in der Regel selbst gezahlt werden. Wenn der Patient oder die Patientin mit dem Ergebnis unzufrieden ist, besteht zudem kein Anspruch auf Schadensersatz: Die Ärzte haften nur dann, wenn der Eingriff nicht vorschriftsmmäßig ablief. In diesem Fall ist es die Augabe der Betroffenen, Beweise für den vermeintlichen Behandlungsfehler zu liefern.