Ein Mann fasst sich ans Ohr und verzieht das Gesicht.
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Wasser im Ohr: So lässt es sich entfernen

Wasser im Ohr hatte vermutlich jeder schon mal. Meist ist das nur ein kurzzeitiges Problem. Was aber, wenn das Wasser einfach nicht rauskommen will? Diese Tipps helfen!

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern geprüft.

Wasser im Ohr: Ursachen & Anzeichen

Wasser gelangt schnell einmal ins Ohr, etwa beim Schwimmen oder Duschen. Auch durch Ohrhörer, Ohrstöpsel oder Hörgeräte kann es unter Umständen zu "Wasser" im Ohr kommen, wenn man im Ohr stark schwitzt.

Bleibt das Wasser längere Zeit im Ohr, fühlt sich das nicht nur unangenehm an, sondern kann auch zu einer Gehörgangsentzündung (Otitis externa) und Ohrenschmerzen beitragen. Das feuchtwarme Klima im Ohr bietet manchen Keimen ideale Bedingungen, um sich zu vermehren. Nach etwa zwei Tagen können sich die ersten Symptome zeigen. Deshalb sollte man versuchen, das Ohr rasch wieder trocken zu bekommen.

Durch Gegenstände, die man im Ohr trägt (wie Ohrstöpsel, Hörgeräte oder Ohrhörer), kann es zudem zu kleinen Hautverletzungen kommen, die das Eindringen von Erregern und dadurch Infekte im Ohr zusätzlich begünstigen.

So macht sich Wasser im Ohr bemerkbar

Wer Wasser im Ohr hat, bemerkt das oft an Anzeichen wie diesen:

  • gedämpftes Hören
  • verstopftes Gefühl im Ohr
  • feuchtwarmes Gefühl im Ohr

Wie lässt sich Wasser im Ohr entfernen?

Um Wasser wieder aus dem Ohr zu bekommen, können folgende Tipps helfen:

  • Pressen Sie eine Hand flach auf das betroffene Ohr und lassen Sie wieder los. Der dabei erzeugte Unterdruck soll das Wasser aus dem Ohr "saugen" bzw. ins Fließen bringen.
  • Neigen Sie das betroffen Ohr leicht in Richtung Schulter und hüpfen Sie etwas.
  • Stellen Sie den Fön auf die niedrigste Stufe und richten Sie den Fön auf das Ohr, um es zu trocknen. Halten Sie dabei mindestens 30 Zentimeter Abstand.

Was man besser nicht tun sollte

Um Wasser aus dem Ohr zu entfernen, sollten Sie niemals Gegenstände ins Ohr einführen. Wattestäbchen, Handtuchzipfel, zusammengedrehte Kosmetiktücher oder Ähnliches sind keine geeigneten Hilfsmittel, um Wasser im Ohr loszuwerden. Das Verletzungsrisiko ist hierbei zu groß.

Ebenfalls nicht ratsam ist es, den Kopf heftig zu schütteln, um Wasser aus dem Ohr zu bekommen – egal, ob mit Seitwärtsbewegungen oder Abwärtsbewegungen. Die dabei entstehenden Kräfte sind laut Modellberechnungen so stark, dass sie bei Kindern sogar zu Verletzungen führen könnten.

Das Wasser ist raus, das Hören aber dennoch gedämpft?

Das kann passieren, wenn durch das Wasser Ohrenschmalz im Ohr aufgequollen ist. In diesem Fall hilft ein Besuch beim Hals-Nasen-Ohren-Arzt. Er kann das Ohrenschmalz ohne Verletzungsgefahr entfernen.