Ein Vater wäscht mit seiner kleinen Tochter ab.
© iStock

Küchenhygiene: Mit diesen 10 Tipps bleiben Keime (fast) chancenlos

In der Spülmaschine, im Kühlschrank, im Schwamm: Überall in der Küche verstecken sich diverse Keime. Wer die Hygiene dort vernachlässigt, kann die Küche innerhalb kurzer Zeit zu einer wahren Keimschleuder machen.

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern geprüft.

Küchenhygiene: Mit diesen 10 Tipps bleiben Keime (fast) chancenlos

Keime befinden sich überall und sie gehören zum Leben dazu. Problematisch wird es dann, wenn der Körper mit (zu vielen) krankheitserregenden Keimen konfrontiert wird. In der Küche können Viren, Bakterien & Co. relativ leicht auf Lebensmittel gelangen und sich vermehren – was man dem Essen nicht unbedingt ansieht. Je nachdem, um welchen Keim es sich handelt, können verschiedene Erkrankungen die Folge sein – vom "einfachen" Durchfall bis hin zu schweren, auch lebensbedrohlichen Infektionen. Doch die meisten dieser Beschwerden lassen sich vermeiden!

Tipp Nr. 1: Händewaschen nicht vergessen

Nicht nur in der Küche wichtig: Waschen Sie sich regelmäßig für 20 bis 30 Sekundendie Hände! Achten Sie darauf, die Hände gründlich einzuseifen, auch zwischen den Fingern, und trocknen Sie sie anschließend sorgfältig ab.

Tipp Nr. 2: Regelmäßiger Kühlschrank-Check!

Der Kühlschrank wird in Sachen Hygiene oft vernachlässigt – und das, obwohl hier Keime direkt mit Nahrungsmitteln in Kontakt kommen können. Waschen Sie Ihren Kühlschrank einmal im Monat gründlich aus, am besten mit Essigwasser oder Zitronensäure, und reinigen Sie auch die Gummidichtungen. Bei der Gelegenheit sollten abgelaufene Lebensmittel direkt entsorgt werden. Tauen Sie auch das Gefrierfach öfter ab!

Tipp Nr. 3: Richtig abwaschen

Wenn Sie Küchenutensilien, Geschirr und Besteck per Hand waschen, sollten Sie das mit Spülmittel und warmem Wasser tun – und möglichst bald nach dem Gebrauch.

Oder Sie überlassen das Reinigen der Spülmaschine. Mit einer Temperatur von mindestens 60 Grad sind Sie auf der sicheren Seite.

Tipp Nr. 4: Spülmaschine sauber halten

Dreckiges Geschirr in der Spülmaschine bietet Keimen eine hervorragende Angriffsfläche. Spülen sie sehr schmutziges Geschirr vorher ab und befreien Sie es von groben Schmutzresten.

Die Spülmaschine ist zwar zum Reinigen da, aber hin und wieder muss sieauch selbst gesäubertwerden:

  • Entfernen Sie nach jedem Spülgang Essensreste aus den Sieben.
  • Reinigen Sie die Sprüharme öfter unter fließendem Wasser.
  • Säubern Sie die Dichtungen der Tür regelmäßig mit einem feuchten Tuch und Spülmittel.
  • Gegen Kalkablagerungen im Innenraum helfen spezielle Pflegemittel.

Tipp Nr. 5: Mülleimer leeren und reinigen

Lassen Sie den Müll nicht zu lange im Eimer, sondern leeren Sie ihn regelmäßig – den Biomüll am besten einmal am Tag.

Waschen Sie die Mülleimer mindestens einmal pro Woche gut aus.

Tipp Nr. 6: Spüllappen, -bürsten und Schwämme säuber

Feuchte Spüllappen und Küchenschwämme sind eine ideale "Behausung" für Keime wie Salmonellen oder Kolibakterien. Waschen Sie benutzte Lappen gut mit heißem Wasser aus, wringen Sie sie aus und hängen Sie sie anschließend zum Trocknen auf. Darüber hinaus sollten Sie Spüllappen nach einigen Tagen Gebrauch bei 60 Grad in der Waschmaschine waschen. Das Gleiche gilt für Hand- und Geschirrtücher!

Wenn Sie Spülbürsten aus Kunststoff benutzen: Waschen Sie sie regelmäßig bei 60 Grad in der Spülmaschine und tauschen Sie abgenutzte Bürsten aus.

Schwämme bieten Keimen einen besseren Nährboden als Spülbürsten, daher sollten Sie der Spülbürste den Vorzug geben. Wenn Sie auf Schwämme nicht verzichten wollen: Wechseln Sie Schwämme häufig aus.

Tipp Nr. 7: Reinigung von Arbeitsfläche, Spülbecken & Co.

Befreien Sie die Arbeitsfläche nach jedem Schritt der Essenszubereitung von Resten und Krümeln, damit keine Erreger in das Essen gelangen. Zum Reinigen eignen sich am besten heißes Wasser, etwas Reinigungsmittel und ein sauberes Tuch – bei tierischen Lebensmitteln, etwa nach der Zubereitung von Fisch, sollte es ein Einwegtuch sein.

Auch Küchengeräte, Spüle und die Griffe von Schränken und Türen sollten mit warmen Wasser und Reinigungsmittel abgewaschen und getrocknet werden.

Tipp Nr. 8: Putzutensilien trennen

Geschirr, Boden und Arbeitsflächen sollten Sie nicht mit demselben Tuch reinigen. Gewöhnen Sie sich an, für jeden Bereich mit einem eigenen Tuch zu arbeiten!

Tipp Nr. 9: Trinkwasser-Hygiene

Normalerweise können Sie in Deutschland bedenkenlos das Wasser aus der Leitung verwenden. Lediglich, wenn Sie den Hahn längere Zeit nicht benutzt haben – etwa, weil Sie im Urlaub waren – empfiehlt es sich, das Wasser erst kurz laufen zu lassen, für den Fall, dass sich Keime im Hahn angesammelt haben.

Tipp Nr. 10: Vorsicht bei Schneidbrettern

In Schneidbrettern mit vielen Kratzern können sich Keime gut vermehren – tauschen Sie sie daher aus.

Bretter aus Kunststoff werden am Besten in der Geschirrspülmaschine sauber. Holzbretter sollten Sie mit reichlich heißem Wasser reinigen und anschließend senkrecht aufstellen, damit sie trocknen können.

Bestimmen Sie für die Zubereitung von Geflügel am besten ein eigenes, spülmaschinengeeignetes Brett mit möglichst glatter Oberfläche, damit sich Keime dort nicht festsetzen können.