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Schlimme Aufbissschmerzen nach Eingliederung einer Zirkonbrücke

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  • Schlimme Aufbissschmerzen nach Eingliederung einer Zirkonbrücke

    Hallo, ich benötige dringend Hilfe, weiß langsam nicht mehr was ich machen soll.
    Hintergrund: 1995 wurde ein Backenzahn im Unterkiefer gezogen, ich entschied mich für eine dreigliedrige Brückenversorgung. Ich hatte nie Probleme damit. 2018 wurde Karies am Kronenrand des hinteren Pfeilerzahnes festgestellt. Der ZA, der mir die Brücke austauschen wollte, war nicht in der Lage eine passende, neue Brücke zu modellieren. Die Odyssee begann im Oktober 2018: Die Brücke war zu niedrig, zu hoch, immer noch zu hoch, ich reagierte allergisch auf das Material (war nicht mit mir abgestimmt/ Econolly PD). Ich wollte ursprünglich eine Vollkeramikbrücke, der ZA lehnte dies ab mit dem Argument, solche Brücken wurden erfahrungsgemäß brechen. Nach mehrfachen Versuchen des Nachbesserns (nach 14 Terminen habe ich nicht mehr mitgezählt) hat der ZA Ende Januar 2019 die Behandlung abgebrochen, eine Rückabwicklung über die Kassenärztliche Vereinigung entschieden und ich habe mir in Abstimmung mit meiner Krankenkasse einen neuen ZA gesucht. Durch die Vorbehandlung (zu hohe Brücke) wurde ein Backenzahn im Gegenkiefer (Oberkiefer) in Mitleidenschaft gezogen, der seitdem beim Kauen schmerzte. Der neue ZA entfernte aus diesem Zahn eine Amalgamfüllung und füllte mit Keramik. Die Schmerzen blieben. Da ich nun schon seit einem halben Jahr mit einem nicht passenden Provisorium (zu niedrig) herumlief bestand ich darauf, zunächst die Brückenversorgung in Angriff zu nehmen. Der neue ZA startete im März, schliff die Zähne hierfür nochmals ab (insgesamt wurden die Zähne nun schon 3x beschliffen), für ihn war es auch kein Problem eine Zirkonbrücke zu modellieren. Ich hatte grds. das Gefühl, dass dieser ZA exakter arbeitet und hatte lediglich beim Tragen des alten Provisoriums Probleme und Schmerzen (weil zu tief und offen). Die neue Brücke trug ich provisorisch ca. 1,5 Wochen, ohne Probleme, sie passte prima. Ich konnte z.B. ein Butterbrot kauen, Karotten und Nüsse natürlich nicht, rein vorsorgehalber nicht, damit die Brücke nicht kaputt geht. Da die Brücke in der Farbe nochmal angepasst werden musste, trug ich nochmals zwei Tage das (schlechte) Provisorium. Am Tag vor endgültiger Eingliederung war das Provisorium derart locker, dass es gar nicht mehr hielt und ich folgte dem Tipp des ZAs, es mit Zahnpasta festzukleben. Dieser Vorgang war so schmerzhaft, dass ich fast zusammengebrochen bin. Ich habe sofort alles abgespült und versucht das Provisorium mit Mundbalsam von Wala festzukleben. Auch dies verursachte enorme Schmerzen. Alles wieder abgespült und das Provisorium einfach so eingesetzt. Ich musste ja nur noch die Nacht überstehen. Am nächsten Tag Termin zum endgültigen Einkleben: Die ZA-Helferin wollte mir die Zähne desinfizieren. Ich ging erneut "an die Decke". Mein ZA hat nun einen neuen Kollegen in seiner Praxis, der die Brücke einkleben sollte. Ich sagte noch, warum er das nicht selbst mache, Antwort: Er habe keinen Termin frei, sein neuer Kollege könne das genauso gut. Es ist ein sehr junger ZA, ich vermute, ohne sonderliche Praxiserfahrung. Er betupfte die Zahnstümpfe vorsichtiger als seine Helferin, was dann auch erträglich war bzw. kaum Schmerzen verursachte. Dann wurde die Brücke eingeklebt und der "Kleber" mit Licht gehärtet. Schon am nächsten Tag merkte ich, dass die Brücke sehr viel höher war als zu dem Zeitpunkt, als ich sie provisorisch getragen hatte. Es hat nicht lange gedauert und es stellten sich Schmerzen ein. Wegen Ostern musste ich einige Tage durchhalten. Bin sofort nach Ostern zum ZA, der meinte, die Schmerzen seien darauf zurückzuführen, dass die Brücke zu hoch sei. Er schliff etwas herunter, was auch Linderung verschaffte. Allerdings nicht in der Weise, wie es nötig war. 5 Tage später (30.4.) wieder dorthin, der ZA schliff erneut etwas herunter. Ich verspürte erneut eine Erleichterung, hatte anfänglich das Gefühl sie passt jetzt. Nach einigen Tagen jedoch merke ich, dass nach wie vor der hintere Zahn vielleicht doch noch zu hoch ist, weil vor allem schmerzhaft. Seit Ostern ist es mir nicht mehr möglich auf der linken Seite zu kauen, die Schmerzen hatten bis 30.4. stark zugenommen, danach hat sich vielleicht minimal der vordere Pfeilerzahn beruhigt, nicht jedoch der hintere. Neben den Aufbisschmerzen, die ich vermeide, in dem ich auf der rechten Seite kaue, plagen mich auch nachts Schmerzen, die mir den Schlaf rauben, aber auch wieder vorübergehen. Der ZA meinte am 30.04., das läge an der langen Zeit, in der ich nur mit einem schlechten Provisorium rumgelaufen sei. Er rät mir zu einer Schiene. Ich beobachte, dass ich tatsächlich die Zähne zusammenpresse nachts und letzte Nacht glaube ich sogar, habe ich geknirscht. Ich habe das Gefühl, dass der hintere Pfeilerzahn noch zu hoch ist, das Brückenmittelglied und der vordere Pfeilerzahn vielleicht etwas zu niedrig sind. Kann es sein, dass ich unterbewusst versuche mit Brückenzwischenglied und vorderem Pfeilerzahn versuche Kontakt zum Oberkiefer herzustellen und dadurch derart presse, dass der hintere Pfeilerzahn überbelastet wird?
    Würde Ihrer Meinung nach eine Schiene helfen? Welche Art von Schiene würde benötigt und zahlt so etwas die Krankenkasse?
    Und kann es sein, dass der Kollege des ZA etwas beim Einkleben falsch gemacht hat? Vielleicht zuviel Kleber, falsche Konsistenz, schief eingeklebt o.ä.? Tatäschlich hat mein ZA noch nicht geprüft ob die Brücke schief sitzt oder locker ist (oder kann er das ohne große Untersuchung sehen?). Ich hatte beim Einkleben den Eindruck, dass die ZA-Helferin, die die Brücke festdrücken sollte, stark am hinteren Pfeilerzahn gedrückt hat, nicht aber am vorderen. Der vordere Pfeilerzahn reagiert z.B. auch bei "Mikrobewegungen" (z.B. Schlucken) empfindlich, ein ähnlicher Schmerz den ich hatte, als ich das undichte Provisorium getragen habe.
    Was raten Sie mir zu tun? Wie verhalte ich mich ggü. dem ZA? Welche Fragen muss ich stellen? Kann es sein, dass der falsche Kleber verwendet wurde?
    Über Antworten wäre ich sehr dankbar. LG

  • Re: Schlimme Aufbissschmerzen nach Eingliederung einer Zirkonbrücke

    Hilfe, ich habe das Gefühl, die Schmerzen werden von Tag zu Tag schlimmer. Ich kann nicht mal mehr eine Banane auf der linken Seite kauen. In Ruhe habe ich einen brennenden Schmerz. Letzte Nacht 2 Stunden wach gelegen und nun auch tagsüber in Ruhe diese Schmerzen. Kann man diese vor kurzem eingeklebte Brücke wieder entfernen ohne die Zähne bzw. das was davon übrig blieb zu zerstören? Kann es möglich sein, dass ich den Kleber nicht vertrage und es eine Abwehrreaktion des Körpers ist? Oder eine Entzündung? Wie gefährlich ist so etwas und wann sollte wie gehandelt werden? Es ist z.B. nichts geschwollen, aber die Schmerzen machen mich langsam fertig. Der ZA hat bisher noch kein einziges Röntgenbild gemacht. Sollte ich darauf bestehen? Kann man unter einer Zirkonkrone im Röntgenbild eine Entzündung erkennen? Bitte um Hilfe. :-(

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    • Re: Schlimme Aufbissschmerzen nach Eingliederung einer Zirkonbrücke

      Hallo Herr Dr. Schmitz-Hüser,
      warum bin ich die Einzige, die hier keine Antwort bekommen hat???? Ich bin vorsichtig ausgedrückt "etwas" stinkig.
      Ich habe wirklich dringend auf eine Antwort gewartet. Morgen früh habe ich erneut einen Zahnarzttermin. Dann will der ZA zum vierten Mal die Brücke herunterschleifen und einen Abdruck für eine Schiene machen.
      Ich befürchte, er macht mich damit zum CMD-Patienten, das kann doch nicht wahr sein. Er nimmt meine Zahnschmerzen glaube ich, nicht ernst. Ich habe natürlich im I-Net gesucht. Alles weist auf eine Pulpitis hin. Mittlerweile habe ich Dauerzahnschmerzen, mit wenigen Unterbrechungen. Nehme seit Ostern Ibuprofen. Ich kann langsam nicht mehr. Ist es möglich, dass der Kollege der die Brücke eingeklebt hat, Fehler gemacht hat? z.B. zuviel Kleber genommen, so dass die Brücke zu hoch wurde? Wie lange halten Pfeilerzähne so eine Dauerbelastung aus? Und wann verabschieden sie sich? Wie lange braucht ein Zahn um sich zu erholen? Kann er sich überhaupt noch erholen? Ich habe gelesen, dass eine Pulpitis im Röntgen nicht erkennbar ist, erst wenn die Wurzel entzündet ist. Das kann ja noch ein Weilchen dauern, die Schmerzen halte ich jedoch langsam nicht mehr aus Wenn ich eine Zweitmeinung einhole - was könnte denn ein weiterer ZA feststellen?
      Bitte geben Sie mir wenn möglich heute noch eine Rückmeldung. Morgen früh habe ich einen ZA-Termin.
      Schöne Grüße...

      Kommentar


      • Re: Schlimme Aufbissschmerzen nach Eingliederung einer Zirkonbrücke




        QUOTE=Sarja51;n2948950]Hallo Herr Dr. Schmitz-Hüser,
        warum bin ich die Einzige, die hier keine Antwort bekommen hat???? Ich bin vorsichtig ausgedrückt "etwas" stinkig.
        - Ich betreue dieses Forum neben meiner Praxistätigkeit. Ich muss daher um Verständnis bitten, dass ich mich nicht eine halbe Stunde mit einem Posting beschäftigen kann. Ihr Beitrag mit seinen Dutzenden von Fragen ist leider so ein Fall.

        Außerdem, je detaillierter eine Schilderung ist bzw. es die Nachfragen sind - wie soll ich das aus der Ferne beurteilen??

        Last but not least - ich bin Ihnen nicht verpflichtet. Es gibt keinen Grund "stinkig" zu sein.

        Ich habe wirklich dringend auf eine Antwort gewartet. Morgen früh habe ich erneut einen Zahnarzttermin. Dann will der ZA zum vierten Mal die Brücke herunterschleifen und einen Abdruck für eine Schiene machen.
        Ich befürchte, er macht mich damit zum CMD-Patienten, das kann doch nicht wahr sein. Er nimmt meine Zahnschmerzen glaube ich, nicht ernst. Ich habe natürlich im I-Net gesucht. Alles weist auf eine Pulpitis hin
        - möglich, aus der Ferne nicht zu beurteilen

        . Mittlerweile habe ich Dauerzahnschmerzen, mit wenigen Unterbrechungen. Nehme seit Ostern Ibuprofen. Ich kann langsam nicht mehr. Ist es möglich, dass der Kollege der die Brücke eingeklebt hat, Fehler gemacht hat?
        - aus der Ferne nicht zu beurteilen

        z.B. zuviel Kleber genommen, so dass die Brücke zu hoch wurde?
        - möglich. - aus der Ferne nicht zu beurteilen

        Wie lange halten Pfeilerzähne so eine Dauerbelastung aus?
        - hängt von der Restsubstanz ab. Aus der Ferne nicht zu beurteilen

        Und wann verabschieden sie sich?
        - aus der Ferne nicht zu beurteilen

        Wie lange braucht ein Zahn um sich zu erholen?
        - Wenn es rein okklusal ist, dann recht schnell

        Kann er sich überhaupt noch erholen?
        - hängt von der Ursache ab

        Ich habe gelesen, dass eine Pulpitis im Röntgen nicht erkennbar ist
        - korrekt. Die klinische Untersuchung ist wichtig.

        , erst wenn die Wurzel entzündet ist. Das kann ja noch ein Weilchen dauern, die Schmerzen halte ich jedoch langsam nicht mehr aus Wenn ich eine Zweitmeinung einhole - was könnte denn ein weiterer ZA feststellen?
        - evt was die Ursache Ihrer Beschwerden ist

        Bitte geben Sie mir wenn möglich heute noch eine Rückmeldung. Morgen früh habe ich einen ZA-Termin.
        Schöne Grüße...[/QUOTE]


        Gruß Peter Schmitz-Hüser

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