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Verschleppte Wurzelentzündung/Extraktion

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  • Verschleppte Wurzelentzündung/Extraktion

    Guten Tag,


    Ich habe eine verschleppte Wurzelentzündung, nun soll der Zahn gezogen werden und ich habe dazu ein paar Fragen.

    Vorgeschichte:
    Karies am ersten dicken Backenzahn im Unterkiefer (dann kommt noch ein Backenzahn und dann der nicht mehr vorhandene Weisheitszahn), im Juni 2018 provisorische Füllung und Plan, später Krone drauf, da Karies schon zu tief ging. Seit der Füllung Aufbissschmerzen. Im August stärkere Schmerzen, Röntgenbild zeigte nichts, daher sollte ich erstmal schauen, ob es sich wieder beruhigt. Im September im Urlaub höllische Schmerzen, die aber irgendwann aufhörten. Leider erst im Nachhinein weiß ich nun, dass der Zahn damals abgestorben ist. Weiterhin aber Aufbissschmerzen.
    Im Dezember vor Weihnachten deswegen wieder beim ZA, der hat an der Füllung oben etwas weggefeilt. Zu Weihnachten dann eine Fistel, aber da keine Schmerzen oder Schwellungen dachte ich, Zahnfleischreizung oder so. Mitte Januar zum ZA, dort dann Wurzelbehandlung. Bis Mitte März mehrere Kanalsäuberungen mit Medikamentfüllung, aber es entstand immer wieder eine Fistel. Ein Vertretungsarzt hat auch mal für 10 Tage Clindasol 600 2 mal täglich verschrieben, danach kam aber wieder eine Fistel (klein und nach 1-2 Tagen wohl geplatzt, da wieder verschwunden). Dann zum Endodentologen geschickt, Kostenvoranschlag gesehen und Panik bei der Aussicht auf 3 mal 90 Min nonstop Mund offenhalten müssen plus Kofferdam (habe starken Würgereiz), daher nun der Entschluss zur Extraktion, auch weil mir diese lange Entzündung nun Angst macht.

    Meine Fragen:

    1) Da die Entzündung sich an einer Wurzelspitze bzw feinen Wurzelverästelung befindet, kann ich sicher sein, dass bei der Extraktion das auch mit raus kommt? Könnte man etwaige dringebliebene feine Wurzelspitzen im Röntgenbild erkennen (jetzt sieht man diese Spitzen oder feinere Kanäle ja auch nicht)? Oder müsste man ein paar Wochen warten und dann am Röntgenbild schauen, ob sich weiterhin/unverändert ein Entzündungsfleck zeigt?

    2) Mir macht die Verschleppung etwas Sorgen, da ich in den Monaten der Entzündung seit August öfters meinen Körper stark belastet habe (und ich generell nicht stark belastbar bin). Ich würde nach der Extraktion gerne Sicherheit haben, dass die Entzündung wirklich weg ist und nicht schon was im Körper gestreut hat. Geht das per Entzündungsmarker/Bluttest? Welche Marker sollten getestet werden, und wieviel Zeit sollte vor einem Bluttest nach der Extraktion vergangen sein?

    Vielen Dank im Voraus und freundliche Grüße!

  • Re: Verschleppte Wurzelentzündung/Extraktion

    Mit der Extraktion sollte auch die Heilung erfolgen.

    Betreff:
    feine Verästelungen.
    Das ist das Problem bei einer Wurzelbehandlung.
    Die feinen Kanäle bzw. Verästelungen befinden sich in der Wurzelspitze selbst u. sind mit einer Wurzelbehandlung, selbst wenn diese sehr intensiv ist, mitunter sehr schwer zu erreichen. Ein Restrisiko bleibt.
    Theoretisch wäre eine Wurzelspitzenresektion nach einer Wurzelbehandlung die
    nächst sichere Variante.
    Ihr ZA wird nach der Extraktion den gezogenen Zahn u. die Wunde kontrollieren.

    Ein Bluttest ist etwas fragwürdig.
    Kann einen Hinweis auf Entzündung bringen, muß nicht.
    Wäre auch zu allgemein. Thema Blutsenkung, weiße Blutkörperchen.
    Bei Zahnerkrankungen kann sich dieser Spiegel noch im Normbereich befinden.
    Fragen Sie Ihren Hausarzt.
    Bluttest wenn vor der Extraktion. Eventuell nach Extraktion einige Wochen später.

    Ich denke Sie haben sich richtig entschieden den Zahn ziehen zu lassen.

    Machen Sie sich nicht allzuviele Sorgen.
    Ist die Ursache entfernt, kommt der Organismus sehr gut mit derHeilung klar.
    Allerding dauert es Monate bis die Lücke im Knochen sich komplett schließt.
    Hier kann man nachträglich noch über einen Zahnfilm eine Kontrolluntersuchung über den Verlauf der Heilung machen.
    Sprechen Sie mit Ihrem ZA darüber.
    MfG








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    • Re: Verschleppte Wurzelentzündung/Extraktion

      Hallo,

      Meine Fragen:

      1) Da die Entzündung sich an einer Wurzelspitze bzw feinen Wurzelverästelung befindet, kann ich sicher sein, dass bei der Extraktion das auch mit raus kommt? Könnte man etwaige dringebliebene feine Wurzelspitzen im Röntgenbild erkennen (jetzt sieht man diese Spitzen oder feinere Kanäle ja auch nicht)? Oder müsste man ein paar Wochen warten und dann am Röntgenbild schauen, ob sich weiterhin/unverändert ein Entzündungsfleck zeigt?
      - Ihr Zahnarzt sollte in der Lage sein den Zahn vollständig zu entfernen

      2) Mir macht die Verschleppung etwas Sorgen, da ich in den Monaten der Entzündung seit August öfters meinen Körper stark belastet habe (und ich generell nicht stark belastbar bin). Ich würde nach der Extraktion gerne Sicherheit haben, dass die Entzündung wirklich weg ist und nicht schon was im Körper gestreut hat. Geht das per Entzündungsmarker/Bluttest? Welche Marker sollten getestet werden, und wieviel Zeit sollte vor einem Bluttest nach der Extraktion vergangen sein?
      - Nein, das ist so nicht wirklich feststellbar. Da die Ursache aber das Zahninnnere ist, ist es äußerst wahrscheinlich, dass mit der Entfernung Ihr Körper mit der Wundheilung prima zurecht kommen wird.

      Gruß Peter Schmitz-Hüser

      Vielen Dank im Voraus und freundliche Grüße![/QUOTE]

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      • Re: Verschleppte Wurzelentzündung/Extraktion

        Herzlichen Dank an Bagh11 und Herrn Schmitz-Hüser für Ihre Antworten und noch einen schönen Abend!

        Kommentar