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Wurzelbehandelter Zahn wieder entzündet - eine Woche warten?

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  • Wurzelbehandelter Zahn wieder entzündet - eine Woche warten?

    Hallo!

    Einer meiner Backenzähne (2-6) wurde vor einigen (c.a. 4, bin nicht mehr ganz sicher) Jahren wurzelbehandelt. Vor etwa 2 Jahren hatte ich noch einmal Beschwerden an dem Zahn, worauf ich ein Antibiotikum bekommen habe und die Beschwerden verschwunden sind. Auf dem Röntgenbild sieht man auch, dass die Wurzeln recht stark gebogen sind und der Nerv vielleicht nicht vollständig entfernt wurde. Allerdings hatte ich als der Zahn das letzte mal schmerzte auch eine sehr starke Zahnfleischentzündung und die Ursache der Schmerzen konnte nicht 100% geklärt werden weshalb wir den Zahn erst einmal in Ruhe gelassen haben.

    Jetzt habe ich erneut Beschwerden an dem Zahn. Auf der Innenseite des Gaumens ist eine Schwellung zu spüren, die bei Druck schmerzt und auch das Kauen auf der Seite ist unangenehm, weshalb ich es vermeide. Bei meinem Zahnarzt habe ich erst einen (Notfall-)Termin für nächste Woche erhalten (einen regulären hätte ich erst Ende Oktober bekommen). Da der Zahn so lange ich ihn in Ruhe lasse nicht stark schmerzt, habe ich mich darüber erstmal nicht allzu sehr beschwert.

    Meine Fragen sind jetzt die folgenden:
    1. So lang ich die Schmerzen recht gut vertrage, gibt es andere Gründe warum ich den Zahn trotzdem schnell behandeln sollte? Ich mache mir etwas Sorgen, dass die Entzündung in einer Woche schlimmer werden könnte. Andererseits bleibt da natürlich die Hoffnung, dass das Problem bis dahin von allein verschwindet.
    2. Mein Zahnarzt gibt einer erneuten Wurzelbehandlung keine großen Chancen, obwohl er die originale Behandlung nicht durchgeführt hat (das hatten wir beim letzten mal als der Zahn Probleme machte besprochen). Er hat gesagt, wenn der Zahn erneut Probleme bereite, würde er eineWurzespitzenresektion empfehlen. Nun habe ich natürlich keine große Lust auf einen chirurgischen Eingriff und frage mich, ob, wenn der Zahn nur alle 2 Jahre Probleme macht, es nicht einfacher ist ihn mit Antibiotika in Schach zu halten bis er endgültig kaputt geht. Wie ist hier die Abwägung der Risiken? Ist das eine sehr schlechte Idee?

    Danke für's Lesen und möglicherweise für Antworten!

    Maria

  • Re: Wurzelbehandelter Zahn wieder entzündet - eine Woche warten?

    Hallo,

    ich antworte im Text

    Meine Fragen sind jetzt die folgenden:
    1. So lang ich die Schmerzen recht gut vertrage, gibt es andere Gründe warum ich den Zahn trotzdem schnell behandeln sollte? Ich mache mir etwas Sorgen, dass die Entzündung in einer Woche schlimmer werden könnte. Andererseits bleibt da natürlich die Hoffnung, dass das Problem bis dahin von allein verschwindet.

    >> Sie können damit warten so lange Sie es aushalten. Das Problem sitzt im Zahninneren und ist für das Immunsystem nicht erreichbar. Sie werden es nicht aussitzen können, auch wenn es zwischenzeitlich wieder weniger werden sollte.


    2. Mein zahnarzt gibt einer erneuten Wurzelbehandlung keine großen Chancen, obwohl er die originale Behandlung nicht durchgeführt hat (das hatten wir beim letzten mal als der Zahn Probleme machte besprochen). Er hat gesagt, wenn der Zahn erneut Probleme bereite, würde er eine Wurzespitzenresektion empfehlen. Nun habe ich natürlich keine große Lust auf einen chirurgischen Eingriff und frage mich, ob, wenn der Zahn nur alle 2 Jahre Probleme macht, es nicht einfacher ist ihn mit Antibiotika in Schach zu halten bis er endgültig kaputt geht. Wie ist hier die Abwägung der Risiken? Ist das eine sehr schlechte Idee?

    >>Die Einschätzung Ihres Zahnarztes hängt stark davon ab wie gut er sich bei Wurzelbehandlungen auskennt (arbeitet er mit Mikroskop, hat er einen Schwerpunkt in Wurzelbehandlungen?). Wenn nicht würde ich die Einschätzung pauschal kritisch sehen und mir eine zweite Meinung von einem Spezialisten einholen. Zähne mit fehlgeschlagener ersten Wurzelbehandlung sind oft durch entsprechende Wiederholung der Behandlung und anschließende Stabilisierung/ Abdichtung (sehr wichtig!) erhaltbar. Wie bei 1.), nicht zu tun heißt den Kopf in den Sand stecken. Und das Ziel sollte der Zahnerhalt sein

    http://www.zahnarzt-am-maarweg.de/be...zelbehandlung/

    Gruß Peter Schmitz-Hüser

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