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Ärztepfusch?

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  • Ärztepfusch?

    Vor ca. 8 Jahren brach bei meiner Tochter (Heute 29 Jahre jung) ein Augenzahn ab. Sie ging zum Zahnarzt. Der sagt ihr, dass der Zahn überkront werden müsse. (So weit Sso gut).
    Dann sagte er aber, dass er im gesamten Oberkiefer die Zähne abschleifen müsse und alle müssten überkront werden. Sie hat sich darauf eingelassen. Er hat dann ALLE Zähne im Oberkiefer abgeschliffen und in den abgebrochenen Zahn einen Metallstift eingesetzt.
    Dort wurde dann alles nit einer kompletten Krone überkront.
    Gestern viel ihr diese Krone raus. Sie ist sofort zu einem anderen Zahnarzt. Dieser sagte, so etwas habe er noch nie gesehen. Die Krone war nur mit Zement aufgeklebt und ALLE Zähne wären unreparabel kaputt. Er sagte, dass nun alle Zähne im Oberkiefer unter Narkose gezogen werden müssen (anders wäre es nicht mehr mögich) und sie bekäme (mit 29 Jahren) eine Vollprothese für den Oberkiefer.
    Sie war am Boden zerstört und hat den ganzen Tag geweint.

    Was soll sie machen? Der neue Zahnarzt sagte, dass so etwas nicht gemacht wird und das es eine stümperhaft Arbeit war. Wie soll sie sich verhalten? Soll sie sich eine zweite Meinung einholen? Wenn es wirklich Pfusch war, an wen soll sie sich wenden? Wer kommt dann für die Kosten auf? Sollte sich bewarheiten das es sich um Pfusch handelt, kann man den früheren Zahnarzt verklagen?
    Ich hoffe auf konstruktive Antworten und Ratschläge.

    Gruß
    Frank

  • Re: Ärztepfusch?

    Hallo,

    das klingt sehr bedauerlich.

    Zur Vergangenheit: Nach 8 Jahren wird es sehr schwer sein dem Zahnarzt noch eine Fehlbehandlung nachzuweisen und ihn dafür haftbar zu machen. Jegliche Gewährleistung ist vorbei und ein eindeutiger Behandlungsfehler vermutlich schwer nachweisbar. Da sollten Sie sich juristisch beraten lassen.

    War Ihre Tochter in den Jahren dazwischen denn zu zahnärztlichen Kontrollen?

    Zum weiteren Vorgehen: Schlimmer als alle Zähne zu ziehen, kann es nun wirklich nicht kommen. Die Frage ist, ob wirklich alle Zähne so tief zerstört sind, dass man da gar nichts mehr machen kann? Allein deshalb würde ich eine zweite Meinung einholen. Und selbst wenn dem so wäre, eine Vollprothese für eine 29-jahrige Frau ist bitter. Wurde nicht über alternative Formen des Zahnersatzes gesprochen (Implantate z.B.).

    Stellen Sie doch gerne mal Röntgenbilder ein.

    Gruß Peter Schmitz-Hüser

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    • Re: Ärztepfusch?

      Hallo Herr Schmitz-Hülser!

      Sie war regelmäßig zu Kontrollen. Aber dort wurde nur geschaut, ob alles noch fest sitzt und ob in Unterkiefer Schäden sind. Es wurde nie ein Röntgenbild gemacht.
      Das mit der Gewährleistungsfrist ist eh schon der wahre Hohn. Ich bin Maler & Lackierer. Wenn ich eine Fassade mit Wärmedämmung mache, muss ich bis zu 10 Jahren Gewährleistung geben. Aber ein Arzt muss lediglich 2 Jahre geben.
      Wir überlegen, ob wir ihr Implantate einsetzen lassen sollen, aber das ist natürlich auch eine Kostenfrage.
      Ich werde meiner Tochter mal sagen, sie soll sich das Röntgenbild mal geben lassen, dann stelle ich es rein.

      Gruß
      ​F. Stinn

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