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Behandlung im Krankenhaus

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  • Behandlung im Krankenhaus

    Seit einem schlimmen Erlebnis beim Zahnziehen vor ein paar Jahren geht es mir bei Zahnarztbesuchen leider sehr schlecht. Ich bin schon Tage vorher schlaflos und bei den Terminen kaum zurechnungsfähig. Obwohl ich selbst in einer verwandten Berufsgruppe arbeite und kein Problem mit medizinischen Geräten habe, brennen bei mir die Sicherungen beim Thema Zahnarzt komplett durch. Ich habe manchmal eine halbe Stunde Durchfall und kann deswegen nicht ins Sprechzimmer, mir wird übel oder schwindelig. Ich bin sonst eigentlich ein recht fröhlicher und lebenslustiger junger Mensch und zwinge mich seit Jahren weiter zum Zahnarzt (zum Glück ist ja meist nichts zu machen), aber langsam packe ich das nicht mehr. Nun ist eine Füllung erforderlich (ich hab auch Schmerzen) und (wieder mal) eine Zahnreinigung - aber da brauche ich gar keinen Termin machen... es würde sehr wahrscheinlich nichts gehen. Die Praxis wäre sauer, weil der Termin nicht richtig genutzt ist, im schlimmsten Fall müsste ich noch ein Ausfallshonorar zahlen und wäre enttäuscht, versagt zu haben.
    Ich habe schon alles versucht, war beim Psychologen, habe verschiedene Zahnärzte ausprobiert - ohne Erfolg! Weil ich selbst aus dem Fachgebiet komme und mich ein wenig auskenne, brauche ich für meinen "Seelenfrieden" immer das Gefühl, einen kompetenten Arzt mit zeitgemäßen Methoden zu haben, und diese Ärzte sind dann blöderweise meistens nicht gerade verständnisvoll gegenüber "Angsthasen". Ich habe auch schon mal einen sehr netten Zahnarzt aufgesucht, der kein Problem mit meiner Angst hatte, aber als er mir dann mit uralten Endodontiemethoden und Füllungsmaterialien ankam, hab ich mich einfach nicht überwinden können, mich da behandeln zu lassen.
    Nun bezahlt die Krankenkasse in meinem Fall leider keine Vollnarkose, weil ich sonst keine psychischen Erkrankungen habe und in den letzten Jahren ja zum Zahnarzt gehen konnte (wie es mir dabei geht, ist denen ja egal). Ich überlege nun, ob ich mir für die Füllung und Zahnreinigung selbst eine Vollnarkose bezahle. Wegen meiner Herzerkrankung kann ich allerdings nur im Krankenhaus mit vorhandener Intensivstation eine Narkose bekommen. Meine Frage wäre, wie man so etwas organisiert und was so etwas kostet. Ich habe viele Zahnärzte gefunden, die Angstpatienten ambulant in ihren Praxen in Vollnarkose behandeln. Wo finde ich einen Zahnarzt, der im Krankenhaus soetwas machen würde? Muss ich, wenn ich die Vollnarkose bezahlen muss, auch die Intensivstation (falls ich die brauche) danach bezahlen?


  • Re: Behandlung im Krankenhaus

    Schon mal an lachgassedierung gedacht?

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    • Re: Behandlung im Krankenhaus

      Ich hatte schon Lachgas und auch Sedierung mit Tabletten oder Tropf - alles musste wegen Komplikationen abgebrochen werden (sehr starker Blutdruckabfall).

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      • Re: Behandlung im Krankenhaus

        Hallo, was stört Euch denn eigentlich am meisten bei den Zahnbehandlungen?

        Ich habe das grösste Problem mit dem Bohrlärm, versuche halt wegzudenken,

        möglichst vorher ein wenig Beruhigungsmittel nehmen ( Benzodiazepin 5-10 mg)


        die Augen mache ich einfach zu, damit ich nichts mitbekomme, was genau
        gemacht wird und denke mir ," bald ist es vorbei"

        Ich muss halt vorher mit den Behandlern alles absprechen, manche sagen
        jeden Behandlungsschritt, da ich ja nicht gut höre und den Tinnitus habe
        ist das alles zusätzlich nur Stress.

        Am besten ist gar nichts wissen, ( in meinem Fall) was gemacht wird und
        am Ende - einfach - fertig und vorbei.


        Viele sagen ja " Gleich ist es vorbei " , das erleichtert auch noch .


        Ich wollte mich wegen des Gehörs auch mit Narkose behandeln lassen
        wurde mir abgeraten. Zu belastend für den Kreislauf, Lachgas
        wurde mir auch abgeraten, mehr Belastung als Gewinn sozusagen.

        also weiterhin so , mit Wegdenken und etwas Beruhigungsmittel
        bis jetzt gingen viele Behandlungen unproblematisch vonstatten.


        Es hat mein Selbstvertrauen etwas ehöht, daß ich trotz meinem handicap
        schon vieles durchgehalten habe.


        alles gute und viele Grüsse

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        • Re: Behandlung im Krankenhaus

          Hallo Maria,

          Eigentlich stört mich beim Zahnarzt gar nichts. Bis vor ein paar Jahren habe ich mir darüber noch nicht mal Gedanken gemacht - es war wie einkaufen gehen für mich. Die Geräusche, Geräte und Spritzen machen mir an sich nichts aus.

          Dann ist es vor ein paar Jahren bei einem Eingriff am Knochen weit hinten im Mund zu extrem starken Schmerzen gekommen. Mir wurde so schwindelig vor Schmerz, dass ich dachte sie sind aus Versehen bis zu Gehirn durchgekommen oder haben eine Arterie verletzt und ich sterbe jetzt da auf diesem Stuhl. Seither denke ich jedes Mal beim Zahnarzt ganz automatisch ernsthaft ich sterbe. Ich zwinge mich ja trotzdem hin, aber meine körperlichen Reaktionen sind oft so stark, dass ich kaum oder gar nicht behandelt werden kann.
          Vor ein paar Jahren war ich (im Urlaub) mal bei einem Zahnarzt, der hat mich so positiv motiviert, mich behandeln zu lassen (nach dem Motto: das schaffen Sie schon) und dann hat die Helferin die ganze Zeit mit mir geredet, mir erzählt was sie machen, dass das alles nichts schlimmes ist, dass ich ganz ruhig bleiben soll usw. Damit ging es super, weil ich total abgelenkt war und mich im Kopf mit den medizinischen Details beschäftig habe. Aber ich habe hier in Deutschland leider keinen einzigen (fachkompetenten) Zahnarzt gefunden, der da in irgendeiner Weise bereit wäre.

          Da ich selbst in einer ähnlichen Berufsgruppe arbeite, weiß ich das quasi JEDER Zahnarzt von Angstpatienten maximal genervt ist. In Abwesenheit der Patienten wird da auch schon mal über sie gelästert. Das sind einfach Handwerker und keine Psychologen. Die sind oft super engagiert und nehmen sich Zeit, wenn es um komplizierte fachliche Dinge geht, die sie interessierten. Aber auf so "Psychokram" hat keiner wirklich Lust. Die Zahnärzte denken eher so: "Jeder ist seines eigenen Glcükes Schmied, und wer sich nicht behandeln lassen will, soll halt wieder gehen". Deswegen gehe ich auch nicht mit der Erwartung zum Zahnarzt, dass der sich für meine Angst interessiert. Ich habe für mich eigentlich als einzigen noch denkbaren Weg die Narkose überlegt. Das macht mir auch keinen Spass und ist riskant, aber sonst geht halt einfach nichts....

          LG Sophie

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          • Re: Behandlung im Krankenhaus

            Hallo Sophie, ach so ist das, dann kann ich Dich schon verstehen.....


            Ob die Zahnärzte wirklich von Angstpatienten maximal genervt sind, kann ich nicht
            beurteilen.
            Umgekehrt ist ja für einen die Behandlung selber auch nervig.



            Ich bin halt schon viele Jahre älter als Du, da ist man einfach reifer
            und selbstsicherer,
            Ich mache mir da wenig Gedanken dazu, wie die jetzt schauen , oder über mich lästern
            ist mir auch egal.,

            ich habe die Beobachtung gemacht, am meisten freuen sich die Helferinnen
            über Trinkgeld, da sind die gleich freundlicher, :-)

            entgegenkommender..

            LG Maria

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            • Re: Behandlung im Krankenhaus

              maria20 wieso ist lachgassedierung für dich noch belastender? Ich dachte das zeug entspannt?

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              • Re: Behandlung im Krankenhaus

                Hallo Murli,

                die Zahnärzte meinten, eine Lachgasbehandlung belastet den Kreislauf zusätzlich,
                es kann auch zu Komplikationen kommen.
                wurde mir abgeraten. Aber bei manchen Personen wird das schon gemacht.

                viele Praxen bieten ja diese verschiedenen Sedierungen an.


                Ich persönlich meine am einfachsten und unkompliziertesten ist doch
                eine Beruhigungstablette zu nehmen , und am besten eine Art Autogenes Training
                zu lernen, bestimmte Meditationen zb. beim Zahnarzt anwenden

                Wegdenken wird immer empfohlen

                viele Grüsse Maria

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                • Re: Behandlung im Krankenhaus

                  Hallo,

                  Zahnärzte haben in der Regel keine Belegbetten in Krankenhäusern, dass sind meist Chirurgen. ImZweifelsfall mal an eine Uniklinik mit Zanmedizin wenden.


                  Gruß Peter Schmitz-Hüser

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