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Problem mit dem Weisheitszahn

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  • Problem mit dem Weisheitszahn

    Guten Tag!

    Ich habe seit knapp einer Woche ein recht großes Problem mit meinem Weisheitszahn.
    Freitag abends haben die Schmerzen angefangen - bis zum nächsten Morgen habe ich dann 6 Thomapyrin (die Höchstdosis) genommen und bin zum Zahnarzt gegangen.

    Ich wohne übrigens in Irland, das sollte ich vielleicht noch anmerken - andernfalls könnte der Rest des Textes kompliziert werden, da das Gesundheitssystem in Deutschland anders ist.

    Jedenfalls vermutete die Zahnärztin zunächst eine Wurzelentzündung an einem überkronten Zahn (auf dem Röntgenbild nicht genau erkennbar) und verschrieb mir Amoxicilin (500mg, 3x am Tag).
    Am Dienstag hatte ich dann wieder einen Termin, bis dahin war allerdings meine komplette linke Gesichtshälfte geschwollen (ich habe Probleme das linke Auge zu schließen, Taubheit in der linken Gesichtshälfte, immer mal wieder Schmerzen, ein zugeschwollenes Nasenloch und kann die linke Hälfte meines Mundes nicht bewegen wenn ich lache, rede, esse, etc.)

    Daraufhin wurde noch ein Röntgenbild gemacht und die Zahnärztin kam zu dem Schluss, dass es der Weisheitszahn ist und dass die Tabletten zu schwach sind: eine Antibiotikaspritze sollte her. Sie darf die laut irischem Recht nicht geben, da sie "nur" Zahnärtin ist - der Hausarzt auch nicht, da er "nur" Hausarzt ist - daraufhin wurde ich ins Zahnmedizinische Krankenhaus überwiesen.

    Nach einem erneuten Röntgenbild sagte man mir, eine Spritze sei nicht nötig. Das Ende vom Lied: Zu den bisherigen Tabletten kamen nochmals welche dazu - Flagyl 400mg nennen sie sich (Wirkstoff Metronidazol). Diese ebenfalls dreimal am Tag nehmen, heute morgen sollte ich nochmals vorbeischauen.

    Meinen Zahn habe ich noch immer im Mund, da die Schwellung, so der Arzt noch immer nicht abgeklungen sei - stattdessen habe ich nun zu den bisherigen Tabletten noch Steroide, Prednisolone 5mg nennen sich die Tabletten - davon soll ich nun erstmal 12 am Tag nehmen und nächste Woche wieder vorbeischauen.

    Ich weiß ja, man sollte dem Arzt soweit auch glauben, ich habe aber langsam wirklich Zweifel bekommen. Möglicherweise lag es auch an der Klinik selbst, die machte nicht gerade den vertrauenswürdigsten Eindruck.

    Jedenfalls habe ich nochmals eine dritte Zahnärztin draufschauen lassen. Auch diese ist der Meinung, dass da unbedingt eine Spritze her sollte bevor mir noch der Hals zuschwillt oder ähnliches - wie sie sagte muss der Zahn so schnell wie möglich raus.

    Auch hier wieder das Problem: sie darf die Spritze nicht geben. Nun sind zwei Ärzte der Meinung, dass es besser wäre, die einzigsten die es dürfen sagen aber das sei nicht nötig.

    Nun weiß ich, dass es schwer ist ohne Untersuchung etwas dazu zu sagen - aber wie denken Sie darüber? Ich vertraue Ärzten an und für sich ja, aber da ich schon eine Woche mit schmerzendem Zahn umherlaufe werde ich zugegebenermaßen langsam ungeduldig.
    Außerdem mache ich mir etwas Gedanken wegen der Unmengen an Medikamenten. Darf ich da überhaupt noch Schmerzmittel (Thomapyrin) nehmen?

    Und gibt es etwas, was ich tun kann um das Ganze erträglicher zu machen?

    Nun, das sind eine Menge Fragen - wenn es Ihnen nichts ausmacht wäre es noch schön, wenn Sie kurz erläutern können wie das in Deutschland ablaufen würde - liege ich richtig, dass es da einfacher wäre?

    Danke schonmal!

    Liebe Grüße,

    Fräulein Nuss

  • Re: Problem mit dem Weisheitszahn


    Hallo,

    ihrer Schilderung nach wäre hätten Sie in Deutschland ein Antibiotikum und Schmerztabletten verschrieben bekommen. Je nach Situation wäre eine Salbe als lokales Antibiotikum eingebracht worden und 1 Woche später der Zahn operativ entfernt worden. Keine Ahnung, was die Kollegen da rumdoktoren, sorry...

    Gruß Peter Schmitz-Hüser

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    • Re: Problem mit dem Weisheitszahn


      Hallo nochmals!

      Vielen Dank für die Antwort - ich bin selbst ebenfalls gespannt was das noch geben wird, nun steht ein CT an und wenn ich den Arzt richtig verstanden habe und er sich nicht umentscheidet kommt der Zahn wohl "irgendwann dann nächste Woche" raus, die Lähmungserscheinungen sollen wohl noch 2-3 Wochen andauern.

      Langsam verliere auch da auch ein wenig das Vertrauen, schauen wir mal was noch so rauskommt. Mir ist hier und da auch mal schwindelig von den Medikamenten und mein Geschmackssinn wird ziemlich in Mitleidenschaft gezogen, kann ich da irgendetwas tun? (Dachte zunächst an Krankenurlaub nehmen - das wollte ich dann aber auch nicht so lange und unbeaufsichtigt möchte ich auch nicht sein).
      Und: Wie es letztendlich gemacht wird ist so eine Sache, könnte man das auch mit einer lokalen Betäubung machen?

      Das Krankenhaus ist auch recht alt und macht - jedenfalls auf mich - nicht gerade den saubersten Eindruck (es ist aber mehr oder weniger die einzigste Möglichkeit). Gibt es da für mich etwas als Patient woran ich mich orientieren kann, ob da alles mit rechten Dingen zugeht?

      Danke fürs Lesen und die Geduld hinsichtlich meiner Fragen!

      Viele Grüße,

      Frau Nuss

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      • Re: Problem mit dem Weisheitszahn


        [quote FräuleinNuss]Hallo nochmals!

        Vielen Dank für die Antwort - ich bin selbst ebenfalls gespannt was das noch geben wird, nun steht ein CT an und wenn ich den Arzt richtig verstanden habe und er sich nicht umentscheidet kommt der Zahn wohl "irgendwann dann nächste Woche" raus, die Lähmungserscheinungen sollen wohl noch 2-3 Wochen andauern.

        Langsam verliere auch da auch ein wenig das Vertrauen, schauen wir mal was noch so rauskommt. Mir ist hier und da auch mal schwindelig von den Medikamenten und mein Geschmackssinn wird ziemlich in Mitleidenschaft gezogen, kann ich da irgendetwas tun? (Dachte zunächst an Krankenurlaub nehmen - das wollte ich dann aber auch nicht so lange und unbeaufsichtigt möchte ich auch nicht sein).
        Und: Wie es letztendlich gemacht wird ist so eine Sache, könnte man das auch mit einer lokalen Betäubung machen?
        - ja

        Das Krankenhaus ist auch recht alt und macht - jedenfalls auf mich - nicht gerade den saubersten Eindruck (es ist aber mehr oder weniger die einzigste Möglichkeit). Gibt es da für mich etwas als Patient woran ich mich orientieren kann, ob da alles mit rechten Dingen zugeht?
        - leider nicht. auch in einem alten Krankenhaus kann vernünftige Medizin betrieben werden. Aber CT für einen Weisheitszahn ist total übertrieben, es sei denn er liegt extrem kompliziert.

        Danke fürs Lesen und die Geduld hinsichtlich meiner Fragen!

        Gruß Peter Schmitz-Hüser

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