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Hormonspirale Kyleena

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  • Hormonspirale Kyleena

    Liebe Frau Dr. Athanassiou,

    ich bin 48 Jahre alt und habe seit ca. 1 Jahr eine verkürzte 2. Zyklusphase, so dass ich von einem 28-Tage-Zyklus nun bei 21 Tagen liege. Die Blutungen sind mittelstark (waren beim 4-Wochen-Zyklus stärker), beginnen mit Schmierblutungen und dauern 4-6 Tage an. Da ich mich weitgehend vegetarisch ernähre (ich habe häufig einen Widerwillen gegen Fleischverzehr, auch Biofleisch), liegt mein Ferritinwert immer im niedrigen Bereich. Je nach Ferritinlevel leide ich dann unter Erschöpfung, Atemnot und Haarausfall. Dagegen kann ich zwar Eisentabletten supplementieren, diese vertrage ich jedoch nicht sehr gut, da ich auch unter Reizdarmsyndrom leide.
    Ich vermute, dass meine immer stärker nachlassende Libido und meine Stimmungsschwankungen von sehr ängstlich bis panisch über nervös bis aggressiv mit den Hormonänderungen, die den verkürzten Zyklus verursachen, zu tun hat. Das ist weder für mich noch für meine Mitmenschen (besonders meinen armen Ehemann) leicht auszuhalten und ich würde das gerne ändern.
    Außerdem habe ich in dem 1 Jahr ohne Änderung meiner Sport- und Ernährungsgewohnheiten 4 kg zugenommen, und dabei scheint es sich nicht nur um Wassereinlagerungen, sondern um Fett zu handeln. Es ist vor allem am Bauch zu sehen, wie ein Speckring über meiner Hüfte. Das mag für manche klingen wie jammern auf hohem Niveau (ich bin 172 cm groß und wog bisher ca. 61 kg; mache 6 Sporteinheiten/Woche à 45 - 90 Minuten), aber ich mag mich damit nicht abfinden, denn der Speck lässt sich nicht mal mit 16:8-Fasten loswerden.
    Auch noch sehr lästig sind Konzentrationsstörungen ("Watte im Kopf", Wortfindungsschwierigkeiten etc.) und schlechter Schlaf, worunter ich nun jeden Monat ab etwa Zyklustag 10 leide.

    Izm Hormonstörungen habe ich außerdem noch seit 2006 Morbus Basedow, der mit Propycil behandelt wird, in sehr stressigen Lebensphasen neige ich aber dennoch zu Schilddrüsenüberfunktion, die sich dann bei nachlassendem Stress wieder einpegelt. Leider kommt es auch in ÜF-Phasen zu affektiven Beeinträchtigungen und ggfs. Haarausfall.

    In meiner Jugend habe ich jahrelang mit "der Pille" verhütet und litt immer unter starken Nebenwirkungen wie starke Migräne, Gewichtszunahme, Libidoverlust, so dass ich vor ca. 11 Jahren zur Verhütung per Kupferspirale wechselte. Diese vertrage ich ganz gut, abgesehen davon, dass sie natürlich nicht gegen die jetzt neuen hormonellen Schwankungen wirken kann.

    Weil mein bisheriger Gynäkologe meinte, er wolle mir gegen die o.g. Beschwerden nichts verordnen und ich solle einfach weiter Agnus castus nehmen (hilft aber nicht), Libidoverlust sei in meinem Alter normal. Damit möchte ich mich aber nicht abfinden, deshalb bin ich gerade mitten im Arztwechsel. Meine potentielle neue Gynäkologin hat mir sofort nach meiner Symptomschilderung die Kyleena-Hormonspirale empfohlen, aber keine BU gemacht, um die Hormonlage zu bestimmen (vielleicht ist das ja auch nicht nötig?). Sie gab mir eine Broschüre und meinte, ich solle mir überlegen, ob ich die K. möchte und dann einen Termin zum Einsetzen der Spirale machen, wenn die nächste Mens kommt.

    Inzwischen habe ich mir den Beipackzettel des Produkts angeschaut und bin nun verunsichert - bei 1 von 10 Anwenderinnen ist die Spirale abgegangen! Das ist doch eine sehr hohe Misserfolgsquote, v.a. da das Produkt recht hochpreisig ist. Außerdem werden recht schwere NW geschildert, die natürlich bei mir nicht unbedingt auftreten müssten, die ich aber von "der Pille" aus meiner Jugend kenne - z.B. Akne, Stimmungsschwankungen etc. Ansonsten findet man im I-Netz nicht viel dazu, das Produkt scheint noch recht neu auf dem Markt zu sein.

    Haben Sie vielleicht Erfahrungen mit der Kyleena-Spirale und können mir dazu nähre Info geben? Grundsätzlich wäre ich bereit für einen Versuch damit, aber ein wenig Angst habe ich vor einem unbemerkten Abgang (könnte ich in meinem Alter dann noch schwanger werden?) und natürlich davor, dass meine Leistungsfähigkeit (und meine Optik ;o)) durch die NW beeinträchtigt werden könnten und ich dann 6 Monate brauche, um mich davon zu erholen - nur um dann wieder beim 21-Tage-Zyklus zu landen.

    Sorry für den langen Text, ich wollte nur möglichst alle wichtigen Infos direkt übermitteln. Für eine Antwort im voraus herzlichen Dank!

    Viele Grüße
    crash



  • Re: Hormonspirale Kyleena

    Hallo und ich vermute sie haben recht, dass bei Ihnen der zu niedrige Ferritinspiegel die Ursache vieler Beschwerden ist.
    Dies sollten Sie zügig mit einer Eiseninfusion (zb Ferrinjekt oä) behandeln lassen. In Fällen wie bei Ihnen übernehmen Krankenkassen die Kosten, ihr Hausarzt kann aber auch Ärztmuster erhalten, falls nicht

    danach wird es Ihnen schnell deutlich besser gehen

    Kommentar


    • Re: Hormonspirale Kyleena

      Zur Verhütung:
      sie muss dem Zweck, den sie erfüllen soll angepasst sein.
      Eine Spirale ist etwas für eine hochfertile junge Frau mit häufigem GV.
      sie sind jetzt zunejmend nicht mehr fruchtbar ( zu kurze Zyklen) und haben Libidoverlust. Da reicht in der Regel ein Pessar (Caya muss nicht angepasst werden und bekommen sie über die Apotheken​​​​​​)

      Kommentar


      • Re: Hormonspirale Kyleena

        Ihre Krankengeschichte liest sich wie die von hochsensitiven Frauen, kennen Sie sich damit aus? 10 % der Menschen besitzen diese Eigenschaften.

        wieviel schauen Sie mal ob das zu Ihnen passt?

        Kommentar



        • Re: Hormonspirale Kyleena

          Liebe Frau Dr. Athanassiou,
          danke für Ihre schnelle Rückmeldung! Sind Sie also der Meinung, ich benötige keine Hormone, sondern nur Eisen? Ich habe mich nicht ganz korrekt ausgedrückt, mein Ferritinspiegel ist niedrig, aber noch im Normbereich, d.h. Ferritininjektion o.ä. wäre hier von Seiten des Arztes nicht indiziert. Allerdings ist der Level zu niedrig für mich, um gut zu funktionieren, so dass ich Ferrosanol duodenal nehme, was aber eben leider zu Darmbeschwerden führt.

          Eine hormonfreie Verhütung würde mir meine Libido, die ich vermisse, nicht zurückbringen, denke ich. Vom Ferritinmangel stammt der Libidoverlust doch sicherlich nicht her? Ich dachte, das käme von zuwenig Progesteron in meinem Fall? Mich macht der Libidoverlust traurig, deshalb möchte ich etwas dagegen unternehmen. Aber ohne Hormone geht das nicht, oder?

          Und ja, ich zähle zu den Hochsensiblen, aber trotzdem bin ich auch "Mitglied" unserer hochindustrialisierten Leistungsgesellschaft und muss meinen Anteil schaffen... ich habe vor 2 Jahren meinen Vollzeitjob als Managementassisentin und Sachbearbeiterin in einem DAX 30-Konzern aufgegeben und mit der Abfindung, die ich damals erhalten habe, finanziere ich jetzt ein Vollzeitstudium, das sehr sehr nahe an meinem eigentlichen Traum (Kunststudium) dran ist. Den anderen Job habe ich über 20 Jahre lang gemacht und davon beinahe jeden Tag gehaßt - der Job war nötig, um ein "selbständiges" Leben zu beginnen, dafür mußte ich das Studium meiner Jugendzeit aufgeben, worunter ich all die Jahre gelitten habe. Jetzt studiere ich Medien- und Kulturwissenschaften und arbeite nebenbei in einem Minijob im Institutssekretariat der Uni. Damit bin ich wieder bei einer 50(+)-Stundenwoche, mehr Arbeitszeit als in dem Großkonzern. Ich habe noch 3 Jahre bis zum Masterabschluss und möchte gerne meinen aktuellen 1er-Durchschnitt halten. Es wird schwer genug werden, mit 50+ eine attraktive Anstellung zu finden, da müssen die Noten schon super sein.
          Mein Alter sieht man mir übrigens (noch) nicht an, die meisten an der Uni vermuten, ich sei so Mitte 30, und ich lasse sie gern in dem Glauben. "Nebel im Hirn" kann ich in diesem "neuen Leben" aber genauso wenig gebrauchen wie in meinem alten Job. Glauben Sie, die Konzentrationsstörungen sind auch dem Ferritinmangel geschuldet? Sind die nicht eher typisch für Hormonmangel?

          Ich würde mich freuen, wenn Sie sich zu diesen weiteren Fragen noch äußern würden.

          Herzliche Grüße
          crash






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          • Re: Hormonspirale Kyleena

            Hallo und es ist schwer in einem Forum einen Zusammenhang herzustellen, also ob der Ferritinspiegel oder der Gestagenmangel ursächlich für den Libidoverlust sind. Sie haben dafür sicherlich Verständnis.


            Kommentar


            • Re: Hormonspirale Kyleena

              Was aber sehr klar zu erkennen ist, dass ihre Lebensumstände an ihren Beschwerden mitursächlich sein können.
              Im Ayuverda wird der Tag wie folgt aufgeteilt

              8 h schlafen
              8 h arbeiten und für andere da sein

              8 h für sich sein, ohne Ziel, zur Pflege und Freude am eigenen Leben


              hochsensitive Menschen brauchen mehr Zeit alleine, zur Regeneration, ihr Motor läuft ja immer auf
              Hochtouren....

              Kommentar



              • Re: Hormonspirale Kyleena

                Andersherum gesagt: Sie brauchen mehr Ruhe, Abstand und weniger Ziele im Leben, wenn Sie entsprechend ihrem Wesen gesund bleiben wollen.
                Tabletten können da nichts bewirken, eine lange Auszeit schon eher.

                beste Grüße

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