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Östrogendominianz-Progestreronmangel?

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  • Östrogendominianz-Progestreronmangel?

    Sehr geehrte Frau Dr. Athanassiou,

    ich hätte ein Frage an Sie.

    Ich bin gerade 42 Jahre alt geworden.
    Im November letzten Jahres war ich bei meiner Gynäkologin zur Jahresuntersuchung. Alles in Ordnung.

    Normalerweise kommt meine Periode immer sehr pünktlich zwischen 26 und 28 Tagen.

    Im Dezember war es folgendermaßen.
    Nach dem Termin des Eisprungs an Zyklustag 14 (dieser wurde nicht durch Messung der Temperatur oder durch einen Urintest nachgewiesen), hatte ich die ganze Zeit in der zweiten Zyklushälfte viel spinnbaren glasklaren Zervixschleim (dieser war geruchlos und reizlos, also keine Infektion).
    Diesen Schleim kenne ich sonst nur von der Eisprungzeit.
    Am ca. 32. Zyklustag hörte dieser Schleim auf.
    Es kam aber keine Periode. Diese kam erst am Zyklustag 44.
    Die Dauer der Periode war normal, nur die Intensität war sehr heftig, normalerweise blute ich weniger stark.

    Nun befinde ich mich wieder am Zyklustag 15 und schon wieder hört der spinnbare Zervixschleim nicht auf.

    Was kann ich tun?
    Es besteht bei mir noch Kinderwunsch.
    Bis jetzt habe ich noch kein Kind.

    Würden Sie einen Progesteronmangel vermuten?

    Vielen Dank im Voraus für Ihre Antwort.

    Catwoman1975


  • Re: Östrogendominianz-Progestreronmangel?

    Bitte entschuldigen Sie die Fehler in der Betreffzeile, mein Handy hat etwas gesponnen.

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    • Re: Östrogendominianz-Progestreronmangel?

      Hallo und ihr Bericht spricht für eine Follikelpersistenz, das heißt, der Eisprung findet nicht mehr statt, der Zyklus verbleibt wie sie schon bemerkt haben in der ersten Zyklushälfte. Die Blutungen setzten dann verspätet und zu heftig ein. Das ist eine natürliche Übrgangsphase in die Wechseljahre. Falls Sie eine Schwangerschaft anstreben „eilt die Zeit“ und Sie können den Eisprung medikamentös auslösen. Eventuell ist sogar ein Kinderwunschzentrum nötig.

      Kommentar


      • Re: Östrogendominianz-Progestreronmangel?

        Sehr geehrte Frau Dr. Athanassiou,

        vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.

        Mein Mann und ich wollten es auf natürlichem Wege probieren, ein KIWU Zentrum wollen wir nicht besuchen.
        Ein wenig haben wir uns schon darauf eingestellt, das "es nicht klappt".

        Wenn also der Kinderwunsch nicht mehr bestehen würde, müsste dann die Follikelpersistenz behandelt werden?
        Könnte die Follikelpersiszenz Folgeerkrankungen nach sich ziehen?
        Oder könnte man es "so laufen lassen"?

        Ganz lieben Dank im Voraus.

        Viele Grüße,

        Catwoman1975

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        • Re: Östrogendominianz-Progestreronmangel?

          Hallo, da eine Follikelpersistenz ja keine Krankheit ist sondern bei fast jeder Frau vorkommt, ist sie nicht zwingend zu behandeln. Bei einigen Frauen können sich aber Beschwerden einstellen, die einer ÖstrogenÜberdosierung ähnlich sind: Brustspannen, Wassereinlagerungen, Stimmungsschwankungen und Kopfschmerzen.

          Kommentar


          • Re: Östrogendominianz-Progestreronmangel?

            Ungesund für jede Frau sind bei der Follikelpersistenz die verstärkten Blutungen. Diese führen sehr schnell zu einem Burnout, leider wird dies kaum erkannt. Diese müssen rasch behandelt werden!
            Leider wird eine Follikelpersistenz oft mit einer Zyste verwechselt, hier wird zu oft in Angst beraten und vorschnell operiert, was garnicht nötig ist.

            ich würde auf den eigenen Körper vertrauen, und weiter nur das Zyklusgeschehen beobachten ( mit Ausnahme von verstärkten Blutungen!)

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            • Re: Östrogendominianz-Progestreronmangel?

              Sehr geehrte Frau Dr. Athanassiou,

              vielen Dank für Ihre Antworten.

              Ich werde das Geschehen noch etwas beobachten.
              Der Blutverlust bei der letzten Periode war noch ertragbar, ich möchte aber nicht, das es jedes Mal jetzt so wird.

              Ganz lieben Dank für Ihre wertvollen Informationen in diesem Forum.

              Viele Grüße,

              Catwoman1975

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              • Re: Östrogendominianz-Progestreronmangel?

                Hallo und dürfen wir erfahren, wie es Ihnen in der Zwischenzeit ergangen ist?
                beste Grüße
                Dr. Athanassiou

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                • Re: Östrogendominianz-Progestreronmangel?

                  Hallo Frau Dr. Athanassiou,

                  die nächsten Zyklen danach waren und sind wieder normal.

                  Die Regelblutung in gewohnter Stärke setzt am 28. Tag ein.

                  Nochmals danke für Ihre wertvollen Infos.

                  Viele Grüße

                  Catwoman

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                  • Re: Östrogendominianz-Progestreronmangel?

                    Hallo Dr. Athanassiou,

                    da bin ich doch noch einmal mit meinem Problem.

                    Bis zu diesem Zyklus ging es mir gut.
                    Die Periode kam pünktlich. Die Blutung war kurz (3-4 Tage) und nicht sehr stark.

                    Nun bin ich wieder am Zyklustag 42. Einen Eisprung hatte ich nicht (mit Teststäbchen überprüft).
                    Nur seit dem 13 Zyklusstag wieder ganz viel klaren Zervixschleim (bis heute).

                    Ende nächster Woche trete ich eine Fernreise an.
                    Ich mache mir jetzt Sorgen, das die Blutung sehr stark wird und ich auf der Reise ggf. gesundheitliche Probleme bekomme.
                    Ich habe mir vorsorglich einen Termin bei meiner Gynäkologin gemacht (nächste Woche Dienstag).

                    Was raten Sie mir?
                    Der Natur ihren Lauf lassen? Oder nächste Woche Hormone nehmen?
                    Wie würden diese wirken, würden diese ggf. eine Blutarmut verhinden können?

                    Ich bedanke mich im Voraus ganz herzlich für Ihre Zeit und Ihren Rat.

                    Liebe Grüße,

                    Catwoman

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                    • Re: Östrogendominianz-Progestreronmangel?

                      Hallo und gut, dass sie demnächst einen Untersuchungstermim haben. Sie haben wahrscheinlich eine Follikelpersistenz, damit ist das Reisen nicht immer eine gute Idee. Falls sich ein großer Follikel zeigt und die Schleimhaut hoch aufgebaut ist, sind Gestagene bis zur Rückkehr sinnvoll.

                      falls sich kein solcher Befund zeigt, brauchen sie auch nichts einzunehmen


                      eine schöne Reise

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                      • Re: Östrogendominianz-Progestreronmangel?

                        Liebe Frau Dr. Athanassiou,

                        vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.

                        Ich hoffe es wird alles gut gehen.

                        Viele Grüße,

                        Catwoman

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                        • Re: Östrogendominianz-Progestreronmangel?

                          Sehr geehrte Frau Dr. Athanassiou,

                          hier bin ich noch einmal.

                          In der Untersuchung zeigte sich eine eindeutige Follikelpersistenz.
                          Meine Ärztin hatte mir dann vor der Fernreise (im off-label-use) für 14 Tage Ladivella verschrieben.
                          So hatte ich keine Blutung auf der Reise.
                          Das war sehr gut.

                          Nun kam am Donnerstag (Zyklustag 66), zwei Tage nach Einnahme der letzten Tablette meine Periode.

                          Nun zu meiner Frage.
                          Die Blutung ist mittelstark mit vielen Gewebsfetzen. Nur habe ich diesmal im Gegensatz zu sonst extreme Regelschmerzen.
                          Ich war einmal kurz davor den Krankenwagen zu rufen.
                          Nach vielen Tabletten ging es wieder.

                          Die Schmerzen und das Krampfgefühl sind dauerhaft da.

                          Ist das normal?

                          Viele Dank und viele Grüße,

                          Catwoman

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                          • Re: Östrogendominianz-Progestreronmangel?

                            hallo und es wäre gut, wenn Sie sich im ärztlichen Bereitschaftsdienst vorstellen. 116117 ist die Telefonnummer, unter der sie erfahren, wohin sie gehen können. dort bekommen sie eine Überweisung für den nächsten diensthabenden Gynäkologen. Eine Follikelpersistenz kann dazu führen, dass sich der Eierstock verdreht und sich quasie die Versorgung bzw den Abfluß des Blutes einstellt. Dann muss gehandelt werden. Auch sollten sie keine starke Blutung tollerieren. In beiden Fällen wird/muss ein operativer Eingriff durchgeführt werden.
                            beste Grüße

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                            • Re: Östrogendominianz-Progestreronmangel?

                              Hallo und danke für Ihre Antwort.
                              Die Schmerzen sind jetzt viel besser. Die Blutung nicht sehr stark.
                              Es ziept nur noch ein wenig.
                              Einen Termin zur Kontrolle habe ich wieder am 09.10.18.
                              Würde eine Verdrehung des Eierstocks dauerhaft Schmerzen verursachen oder würden diese auch aufhören?
                              LG
                              Catwoman

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                              • Re: Östrogendominianz-Progestreronmangel?

                                Hallo und schön, dass es Ihnen wieder gut geht. Der Schmerz bei einer Stieldrehung ist extrem stark und dauerhaft.

                                beste Grüße

                                Kommentar