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wechseljahre, eisenmangel...

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  • wechseljahre, eisenmangel...

    Hallo liebe Frau Doktor!

    Bin fast 47 und seit einem Jahr habe ich verkürzte Zyklen, PMS ohne Ende, starke Stimmungsschwankungen, ab und zu Angstzustände ( bin deswegen sogar zur Therapie gegangen), Schlafprobleme, totaler Libidoverlust, bin nicht mehr stressresistent und belastbar, bin immer müde und erschöpft und kann kein Sport mehr machen. Dazu kriege ich nachts Wadenkrämpfe und mein Herz macht oft "Sprünge". Ich habe auch eine leichte SD-Unterfunktion und nehme L-Thyroxin 25. Seit einem halben Jahr ist die Periode unregelmässig, kommt nur jede 2 oder 3 Monate, dann aber extrem stark, so dass ich während und danach total erschöpft bin. Meine Frauenärztin hat mir vor zwei Monaten Mönchspfeffer gegeben, bis jetzt habe ich aber keine Besserung festgestellt. Ich mache Yoga, gehe rechtzeitig ins Bett, versuche mich gesund zu ernähren, trinke kein Alkohol, kein Koffein und versuche regelmässig zu entspannen.
    Letzte Woche hatte ich Blutentnahme und warte noch auf die ganze Ergebnisse, was ich aber schon heute erfahren habe ist Ferritinwert 21 ( alte Norm 20-150, laut meiner Endokrinologin ist aber alles unter 50 schon Eisenmangel und idealerweise sollte Ferritin mindestens 70 sein...). Hämoglobin ist 12.0 ( 12-16).
    Ich hatte schon solche Werte vor einigen Jahren nach der Stillperiode und auch damals war ich extrem erschöpft, müde und hatte Muskelschmerzen nach kleinster Anstrengung.
    Als mein Ferritin durch Eisentabletten dann auf 55 stieg, ging es mir sofort viel besser. Das letzte mal wurde Ferritin vor einem halben Jahr gemessen, und der war 51. Könnte es sein, dass die beide starke Regelblutungen in den letzten Monaten den Eisenmangel verursacht haben? ich weiß auch nicht, welche Symptome ich auf die Wechseljahre schieben soll und welche könnten vom niedrigen Ferritin kommen.
    Was würden Sie sagen? Meine Lebensqualität ist seit einem Jahr sehr gesunken und meine Ehe leidet unter meinem Libidoverlust und ständigen Stimmungsschwankungen oder Müdigkeit. Mein Mann sagt, er erkennt mich gar nicht mehr...
    Ich überlege sogar die bioidentische Hormone zu nehmen, obwohl ich nichtmal die Pille genommen habe ( ausser drei Monate als ganz junge Frau). Homöopathie habe ich auch schon versucht, aber mit sehr mässigen Erfolgen.

    Danke und herzliche Grüße!

  • Re: wechseljahre, eisenmangel...


    hallo und leider ist das was Sie beschreiben gar nicht so selten. Ab 40 ist es wichtig besonders achtsam mit sich und seinen Resourcen umzugehen. Oft bluten Frauen ab 40 zu häufig oder zu stark. Der Hb fällt noch nicht erkennbar, die Eisenspeicher sind aber "leer": allgemeine Erschöpfung ohne erkennbaren Grund stellt sich ein: "eigentlich müsste ich voller Dankbarkeit sein, aber es stellt sich nicht ein." Daher frage ich immer jede Frau ab 40 zu ihrem Blutungsverhalten und erläutere, dass wir evolutionstechnisch meiner Meinung überhaupt nicht dafür ausgestattet sind zu bluten: Ganz früher waren Frauen entweder schwanger oder haben gestillt, geblutet haben Frauen nur bei Geburten.
    Jetzt aber zu dem was hilft: auch ein Ferritinwert von 50 ist meiner Erfahrung nach noch viel zu niedrig, sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt, es gibt seit Neuestem ein gut verträglich Eisenpräparat was i.v. gegeben wird. Dann haben Sie natürlich nicht nur Eisen sondern auch anderes Wertvolles vlerloren: ich würde auch B-Komplexe, Folsäure, Zink und ev. auch Selen einnehmen. Die Schilddrüse braucht Selen genauso wie Jod, es ist aber noch nicht so bekannt. Nur ein beispiel: wir haben einen TSH-Wert von über 10 nur mit Selengabe normalisiert.

    Des weiteren würde ich zügig daraufhinarbeiten, nicht mehr zu bluten:
    zu Beginn würde dies mit einer sehr niedrigen Pille oder einer Hormonspirale versucht werden. Bei bioidentischen Hormonen kenne ich das Preis-leistungsverhältnis nicht.Es gibt jetzt eine neue Pille, die das Interesse an bioidentischen Hormonen zum Teil berücksichtigt.

    Dann liegt es jetzt an Ihnen, sich an Ihre jetztige Situation zu adaptieren: was eben nicht geht, geht halt nicht. Entdecken Sie die Langsamkeit in Allem was Sie tun! Hierin liegt oft mehr Kraft als wir denken!

    Gute Besserung wünscht
    Frau Athanassiou

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    • Re: wechseljahre, eisenmangel...

      Hallo und wie geht es Ihnen jetzt?

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