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Carotis Stenose

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  • Carotis Stenose

    Hallo,

    heute geht es um meine 87 jährige Mutter. Ihre Halsschlagader ist zu 95% zu und sie soll in 2 Wochen operiert werden. Angefangen hat alles vor 2 Wochen mit einem Zusammenbruch auf der Haustreppe.Nachdem unser HA sie zu einem Venenspezialist überwiesen und dieser stellte eine Stenose von 80% fest. Daraufhin wurde sie ins Theresien Krankenhaus in Mannheim eingewiesen. Dort stellte man nach MR und Sono
    fest, das sie mehrere kleine Schlaganfälle im rechten Hinterkopf hatte. Geplant war für den 12.07(3 Wochen muß gewartet werden wegen den frischen Schlaganfällen) eine OP bei der die Carotis(Halsschlagader) ausgeschält werden soll!

    Jetzt hatte sie gestern wieder Probleme mit ihrem linken Arm und Bein sowie starken Schwindel. Kurzum, der HA hat sie jetzt -wegen der kurzen Entfernung- nach Darmstadt-Eberstadt eingewiesen und die Herren dort würden die OP auch ausführen, jedoch favorisieren sie einen Stent.

    Ihr allgemein Zustand ist so gut, das beide Krankenhäuser eine OP ausführen wollen.
    Sie ist auch geistig fit.

    Nun meine Frage an die Gemeinschaft: Was ist besser...

    A. Mannheim ausschälen
    B. Darmstadt Stent.

    Bite nicht falsch vertstehen, ich will hier kein Quiz veranstalten, aber wir(meine Schwester und ich) sind Laien und wissen einfach nicht was für sie das Beste ist.

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  • RE: Carotis Stenose


    Ausschälen ist eine Operation, bei der die Ader aufgeschnitten, saubergemacht (=ausschälen) und dann wieder verschlossen wird, meist mit einem kleinen Flicken (Patch) drauf, damit es an der Nahtstelle nicht zu eng wird.

    Stent ist ein Verfahren, bei dem über einen Einstich am Arm oder in der Leiste ein Katheter in die Halsschlagader vorgeschoben wird. Ein dünner Führungsdraht wird durch die Engstelle hindurchgeschoben bzw. darin platziert. Unter Röntgenkontrolle wird dann mit einem auf dem Katheter befindlichen Ballon die Engstelle erst einmal aufgedehnt. Damit die Ader auch wirklich offen bleibt, wird in einem ganz ähnlichen, anschließenden Schritt ein Stent (aufdehnbares, beschichtetes Metallgitternetz) eingelegt.

    Beide Verfahren haben Vor- und Nachteile. Letztlich empfiehlt der Operateur auch immer das Verfahren, das er besser beherrscht und mit dem er die besseren Ergebnisse hat. Da die Carotisstenosen nicht "mein täglich Brot" sind, kenne ich leider nicht die aktuellen Studien zu Ergebnissen und vor allem zur Langzeitprognose. Ihr Hausarzt wird Sie möglicherweise besser beraten können, was seine Erfahrungen mit der Kompetenz der Kliniken betrifft. Sicher gestellt sein sollte meinem Empfinden nach, dass im Notfall unmittelbar operiert werden kann - also falls das stenten nicht klappt oder es bei diesem Eingriff zu Problemen kommt. Das sollte meines Wissens aber in Deutschland ohnehin Standard sein.

    Dr. Ive Schaaf

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    • RE: Carotis Stenose


      Mit dem zweiten Versuch klappte dann auch am vergangenen Freitag mit dem Stent.
      Der ausführende Prof. war sichtlich fertig. Seiner Aussage nach war es einer der schwersten Eingriffe seiner langen Laufbahn. Das Sieb, was vor dem Ballon in die Artherie geschoben wird, war voll Sedimente.

      Alles ging gut. Aufatmen.... Jetzt scheint aber all die Bemühungen umsonst gewesen zu sein. Sie -meine Mutter- wird von Tag zu Tag schwächer und kann nur sehr schwer atmen. Im KH wurde die Lunge geröngt, der Kardiologe hat ihr Herz gecheckt, aber sie finden nichts. Weder essen noch trinken nimmt sie zu sich. Wir die Angehörigen sind schier am verzeifeln. Was können wir noch tun?

      Kann man ihr auch gegen ihren Willen eine Magensonde legen lassen?

      Die Ärzte meinten, dass wenn sie genügend ißt und trinkt, sie noch ein paar schöne Jahre leben könnte. So wie sich die Sache aber zur Zeit entwickelt, lebt sich vielleicht noch ein paar Wochen...


      Wir sind um jeden Rat dankbar.

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