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Faktor V Leiden

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  • Faktor V Leiden

    Faktor V Leiden

    ich habe den Faktor V Leiden, d.h. eine geerbte Thrombose. Weitere Informationen gibt es bei Google "Faktor V Leiden". Es wird dort davon gesprochen, daß 5% aller Deutschen den Faktor V Leiden haben. Darum kann ich nur jedem empfehlen, der eine Thrombose hat, sich von einem Spezialarzt auf diese Vererbungsmöglichkeit untersuchen zu lassen. Eine Absetzung des Marcumar nach 6 Monaten ohne Untersuchung, wie dies auch bei mir versucht wurde, kann ich nur abraten. Mein Arzt und auch der damalige Krankenhausarzt haben nach den Ursachen gefragt. Es waren keine Ursachen feststellbar. Dies sollte ein Grund für diese Untersuchung sein. Wenn ein Grund feststellbar ist, wie z.B. lange Flüge in beengten Sitzen, dann sieht das anders aus. Dann könnte man ggf. noch auf diese Untersuchung verzichten. Aber ich würde es auch da machen lassen, weil ich 1974 nach Bankkok und nach Rio geflogen bin, ohne eine Thrombose zu bekommen trotz Vererbungsgen.

    Der Arzt sagte mir, daß dieses Vererbungsgen erst vor 5 Jahren in Leiden entdeckt wurde und es eine Weile dauert, bis es sich bei den Ärzten herumspricht. Im Internet sind aber Literaturangaben dazu mit Jahresangabe von 1994 zu finden. Wie ist dieser Widerspruch zu erklären?

    Ich empfehle auch, plötzliche Veränderungen wie bei mir als Thrombose zu deuten. Unerklärlicher Blutdruckanstieg, unterschiedl. Blutdruck auf beiden Armen, stark schwankender Blutdruck innerhalb eines Tages, Taubheit eines Arms, Taubheit eines Ohres (=Hörsturz), Atmungsstörung, niedriger Blutdruck, der bis zur Ohnmacht gehen kann.
    Das alles können Zeichen einer Thrombose sein, die die Ärzte oft nicht erkennen. Vermutlich wegen der Einmaligkeit bzw. weil es beim Arzt wieder vorbei ist.

    Besteht eine Möglichkeit, den Faktor V aus dem Blut zu entfernen, z.B. durch Blutaustausch. Wahrscheinlich wird das wegen der Kosten nicht gemacht.

    mit freundl. Gruß
    Quehl


  • RE: Faktor V Leiden


    Faktor V Leyden (mit y) wäre der richtige Suchbegriff...

    Lieber Quehl,

    ich finde es sehr gut, wenn Betroffene sich aktiv dafür einsetzen, dass Anderen nicht das selbe Schicksal widerfährt, das sie selber erfahren haben, aber es gibt Richtlinien, an die die Ärzte sich aus gutem Grund halten sollten.

    So gibt es zB Richtlinien dafür, welche Blutwerte bei wem untersucht werden sollten, wenn eine Thrombose aufgetreten ist.

    Auch die Beschwerden, die Sie nennen, von Blutdruckschwankungen bis Taubheit im Arm treten so selten in Verbindung mit einer Thrombose auf, dass es nicht gerechtfertigt erscheint, wegen dieser Beschwerden bei jedem Betroffenen gleich nach einer Thrombose oder gar einer Faktor V Leyden-Mutation zu suchen.

    Außerdem: Wie Sie schon sagten, sind etwa 5 % der Bevölkerung betroffen. Sollen wir die jetzt alle verrückt machen, obwohl die meisten nie ein Problem haben werden?

    Ich bin sehr dafür, dass möglichst viele Menschen sich möglichst vernünftig verhalten und möglichst jeder die so genannten Allgemeinmaßnahmen kennt und wenn irgend möglich beachtet. Ich denke, Sie sind mit mir einer Meinung - Ihre Vorschläge sind auch wirklich gut gemeint, schießen aber meiner Meinung nach etwas über das Ziel hinaus...

    Dr. Ive Schaaf

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