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Thrombose,hormoneller Einfluss

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  • Thrombose,hormoneller Einfluss

    Hallo,
    erstens finde ich dieses Forum hier super!
    Ok und nun hoffe ich, dass mir Eine/r bitte helfen kann.
    ich schreibe eine Facharbeit über das Thema: Die hormonelle Einflusnahme auf das Thrombosrisiko! Ich würde gerne wissen, welche Hormonpräperate (pille, etc) darauf Wirken, dass man Thrombose bekommen kann und vor allen wie genau, auf medizinischen sowie biologischen Sinne, wenn Eine/r kann auch ruhig fachlich.
    ich bedanke und freue mich schon mal im Vorraus auf Beiträge,
    MfG, Nadine


  • RE: Thrombose,hormoneller Einfluss


    Man geht davon aus, dass vor allem Oestrogene das Thromboserisiko steigern, allerdings tun Gestagene dies auch, wenn auch nicht so ausgepraegt wie Gestagene.

    Die Hormone allein machen noch keine Thrombose, sie steigern nur das (immer) bereits vorhandene Risiko. Ob es dann wirklich zu einer Thrombose kommt, haengt von weiteren Faktoren ab.

    Nicht dass ich faul bin, aber es gibt schon sehr viel Informationen im Netz zu dieser Thematik. Daher hier erst mal ein paar Links und ich stehe dann fuer weitere Fragen zur Verfuegung. ok?

    Dr. Ive Schaaf

    http://leitlinien.net/

    Leitlinie zur Thromboembolie-Prophylaxe

    In der Schwangerschaft ist das Risiko einer Thrombose wesentlich höher als bei nicht-schwangeren Frauen in derselben Altersgruppe und steigt postpartal noch weiter an. Ein Kaiserschnitt ist bezüglich des thromboembolischen Risikos vergleichbar mit anderen gynäkologischen Operationen (11).

    Unter der Einnahme von oralen Kontrazeptiva mit einem Östrogenanteil über 50 Mikrogramm besteht ein erhöhtes Thromboserisiko. Das erhöhte prokoagulatorische Potential nimmt mit sinkender Östrogendosis ab. Östrogensubstitution in der Menopause beinhaltet auf Grund neuester Daten ein zwei- bis vierfach erhöhtes Thromboembolierisiko (12-15).

    Leitlinie zur Diagnostik und Therapie der tiefen Bein- und Beckenvenenthrombose

    Eine Beratung bezüglich Lebensführung ist durchzuführen (Vermeidung von langem Stehen, Sitzen und nicht günstigen Sportarten, Durchführung von häufigem Gehen, Schwimmen, kaltem Duschen, Gewichts- und Stuhlregulation). Ovulationshemmer und Östrogene in therapeutischer Dosierung können unter der Antikoagulation belassen werden. Werden Ovulationshemmer abgesetzt, so ist wegen der Teratogenität der oralen Antikoagulation eine andere wirksame Schwangerschaftsprophylaxe zu verordnen. Ovulationshemmer und niedrigdosierte Östrogene zur Substitution in der Menopause können, besonders bei Vorliegen einer Thrombophilie, ein TVT Risiko darstellen, welches mit höherer Östrogendosis ansteigt. Deshalb muss ihre weitere Anwendung vor Absetzen der Antikoagulation überprüft werden (58). Transdermale Östrogene sollen das VTE-Risiko nicht erhöhen (Dosisfrage?) (59).

    Leitlinie Empfängnisverhütung

    Spezielle Risiken hormonaler Kontrazeptiva


    1. Orale hormonale Kontrazeptiva und vaskuläres RisikoThromboembolierisiko

    Unter OC ist das absolute Risiko für venöse Thrombosen und Lungenembolien bei niedriger Östrogendosis nur gering erhöht. Während Daten für ältere Präparate mit >50 µg Östrogene ein höheres Risiko angeben, ist es unter den heute verwendeten OCs mit =50µg 2,1- bis 4,4-fach erhöht, entsprechend 2-4 Thromboembolien pro 10.000 Frauenjahre (1,5-10). Zum Vergleich liegt das Risiko ohne OC bei etwa 1/10.000 Frauenjahre, beträgt aber altersabhängig zwischen 0,9/10.000 Frauenjahre bei 20-24-jährigen bis 1,8 bei 40-44-jährigen Frauen und in der Schwangerschaft etwa 6/10.000 Frauenjahre. Die in manchen Studien gezeigte Verdopplung des Thromboembolierisikos unter Desogestrel und Gestoden gegenüber Lovonorgestrel hat sich in anderen Studien nicht bestätigt (1,3,11-15).

    Ein wesentlicher Risikofaktor sind Gerinnungsstörungen wie Mangel an Antithrombin III, Protein C oder S oder Mutationen von Faktor V. Sie betreffen etwa ein Fünftel aller Patienten mit Thromboembolien. Beispielsweise ist das Risiko bei einer Faktor-V-Leiden Mutation um das 8-fache erhöht und steigt unter OC um das 33-fache. Homozygote Merkmalsträger haben eine noch stärkere Risikoerhöhung.

    Über das geringe Thromboserisiko und insbesondere mögliche Frühsymptome sollte aufgeklärt werden. OCs sollten weniger als 50µg Östrogen enthalten, wenn keine besondere Indikation für diese Dosierung gegeben ist. Eine weitere Senkung des Risikos durch Östrogendosen unter 35 µg ist aber nicht erwiesen. Bei Thromboembolien in der Eigen- oder Familienanamnese oder Nachweis einer Gerinnungsstörung sowie mit zunehmendem Alter empfehlen sich alternative Kontrazeptionsmethoden.

    Bitte hier auch die weiteren abschnitte beachten, denn das Kardiovaskuläre un das Cerebrovaskuläre Risiko hängen auch mit der erhöhten Gerinnungsbereitschaft durch Hormone zusammen.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Thrombose

    Kommentar


    • RE: Thrombose,hormoneller Einfluss


      hallo,
      ich bedanke mich schon mal.
      ich werde bestimmt schon noch ein paar Fragen haben..
      Bis dann..

      Kommentar