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Verödung sinnvoll???

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  • Verödung sinnvoll???

    Hallo zusammen!

    Nachdem ich bei einer neuen Ärztin war - letztes Jahr im November weiß ich zumindest, dass meine Venen soweit ok sind. Ich habe zwar immer noch Probleme mit zu langem Stehen und Sitzen, aber mit mehr Bewegung gehts.

    Allerdings hat die Dame mir gesagt, dass ich nun mal ein schwaches Bindegewebe habe und da ich schon eine Krampfader auf dem Oberschenkel habe, überlege ich mir nun, ob eine Verödung wirklich was bringt.

    Zumindest hoffe ich, die Zunahme der weiteren Adern zu stoppen. Nun wollte ich mal nachfragen, ob dies sinnvoll wäre und wie lange das ungefähr "halten" kann? Vor allem aber, ob die Nebenwirkungen den Effekt nicht übersteigen...

    Viele Grüße von
    Isis2


  • RE: Verödung sinnvoll???


    Krampfadern muss man unter therapeutischen Aspekten in drei Kategorien einteilen:

    1. Kann man nur veröden
    Das gilt für ganz oberflächliche Adern wie Besenreiser und die netzförmigen Krampfadern (retikuläre Varizen), die in der Zwischenschicht zwischen Oberhaut und Unterhaut liegen. Man kann sie nicht operieren, weil sie fest mit der Umgebung verbunden sind und daher nicht "gezogen" werden können.

    2. Kann man veröden oder operieren
    Das gilt für Seitenastvarizen und bedingt auch Hauptstammvarizen. Dehnt man den Begriff der Verödung auf die Schaumverödung aus, können sogar fast alle oberflächlichen Varizen verödet werden.

    3. Kann man nur oeprieren
    Gibt es so absolut nicht, siehe Punkt 2. Es gibt aber verschiedene Konstellationen, wo eine Operation (normalerweise) am meisten zu empfehlen ist. Beispiele: Die Hauptvene ist betroffen; es gibt sehr viele Varizen; die bisherigen Verödungen waren nicht erfolgreich.

    Gerade bei der Beurteilung der Frage OP oder Veröden hängt die Empfehlung meist sehr stark davon ab, was der Behandler selber anbietet und womit er die besten Erfahrungen hat.

    Wie lange hält so was?
    Dazu gibt es wirklich keine verlässlichen Angaben. Mal sind die Patienten anschließend jahrelang ohne Varizen, mal kommen sie schon nach einem Jahr zur nächsten Behandlung. Manchmal kann man voraussagen, ob das Risiko für neue Varizen eher klein oder eher groß ist, aber nur annäherungsweise.

    Soll ich oder nicht?
    Meine Erfahrung zeigt: Wer zum Arzt geht, will auch, dass etwas getan wird. Nur ganz selten will man wirklich nur eine Meinung hören, meist hat man sich innerlich schon entschieden, auch etwas machen zu lassen.

    Die Idee, dass sich mit einer rechtzeitgen Behandlung die Bildung neuer Varizen verhindern lässt, ist übrigens richtig. Dennoch ist nur selten Eile geboten, man muss also nichts überstürzen...

    Dr. Ive Schaaf

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