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Krampfader-OP

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  • Krampfader-OP

    Hallo,

    ich habe von meinem Arzt geraten bekommen, meine Krampfadern im rechten Bein operieren zu lassen - nach dem üblichen Stripping Verfahren.

    Nun habe ich gelesen, dass bei dieser Methode sehr schnell und häufig wieder neue Besenreiter und Krampfadern auftreten, weil jetzt die kleineren Adern stärker belastet werden und das Blut ja irgendwo hinfließen muss. Ausserdem soll das "brutale" Herausreissen der Vene oft eher schlecht verheilen.

    Als Alternative gibt es häufiger die sogenannte CHIVA-Methode, bei der die "kaputte" Vene nur abgebunden wird - dadurch kann kein Blut zurückfließen und es entsteht eine Einbahnstrasse. Oder man kann die Krampfadern auch per Laser behandeln und durch die Hitze wieder "klein schrumpfen".

    Meine Fragen: Wer hat gute bzw. schlechte Erfahrungen nach der Stripping-OP gemacht? Wie groß ist die Gefahr, dass man nach kurzer Zeit wieder Probleme hat?

    Und welche Erfahrungen gibt es mit den beiden neueren Methoden (Laser, CHIVA)? Sind diese empfehlenswert?

    Vielen Dank im Voraus
    Jutta

  • RE: Krampfader-OP


    Hallo Jutta, leider ist das Stripping so ziemlich das einzige Verfahren zur Behebung von Krampfadern, welches von den Krankenkassen übernommen wird. Bei mir wurde im September 2003 am rechten Beim gestrippt und ich brauchte vier Wochen, um wieder auf die Beine zu kommen, ich hatte nach ca. 1 Woche unsägliche Schmerzen im Bein, doch meinen Arzt hat das nicht beein-
    druckt. Ob ein Stripping sinnvoll oder nicht ist, hängt sicher vom einzelnen Befund ab, vom Alter und von der Kassenzu-gehörigkeit. Wenn Du gern ein anderes Verfahren durch-
    führen lassen möchtest, wäre der Chirurg gewiss dazu bereit, wenn Du es denn auch selbst bezahlen kannst. Korrekt ist, das der Effekt nach dem Stripping nicht allzulange anhält und man behält immer häßliche kleine Narben zurück. Wenn man die Strümpfe nicht trägt, ist der positive Effekt noch geringer. Für mich persönlich war es die einzige Möglichkeit, doch ein weiteres Mal würde ich es so schnell nicht mehr machen lassen. Ich bin zwar kein Arzt, doch fast alles Frauen, die ich mit diesem Problem kenne, waren bereits mehrfach unter dem Messer. Es gibt mit Sicherheit bessere, wirkungsvollere und auch aktuellere Metoden, die uns Kassenpatienten wohl aus den allseits bekannten Gründenverschlossen bleiben.
    Viele Grüße - Skorpion -

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    • RE: Krampfader-OP


      Die Strippingmethode gilt nach wie als Goldstandard.

      Chiva klingt vom Prinzip her sehr attraktiv, hat sich aber nicht durchgesetzt. In anderen Ländern wird die Chiva-Methode heute nicht mehr bezahlt (anfangs schon) wegen der zu großen Anzahl von Nachoperationen, die aber eigentlich zum System gehören. Für weitere Informationen bitte unter Chiva im Netz suchen.

      Für den Laser gibt es jetzt erste Langzeitergebnisse und so wie es aussieht, werden sie nicht schlechter als nach Striping sein. Ob sie besser sein werden, dafür ist die Beobachtungszeit noch zu kurz. Ob die Kosten von den Kassen übernommen werden, kann ich nicht sagen. Beim Lasern verbleibt die Vene im Körper. Das Blut in der Venen wird so stark erhitzt, dass es gerinnt. Der Thrombus (Gerinnsel) -gefüllte Venenstrang ist unter Umständen längere Zeit (schmerzhaft) tastbar.

      In unserer Praxis führen wir daher ein anderes Verfahren durch, names VNUS Closure. Dabei wird mit hochfrequenten Wellen die Venenwand geschrumpft und die Innenauskleidung der Vene aufgeraut, so dass die Venenwände sich aneinander anlegen und dann verkleben. Die Patienten sind mit dieser Methode sehr viel rascher beschwerdefrei, ein Verband kann für ein bis zwei Tage angelegt werden, aber auch ein Strumpf direkt ab OP ist möglich. Für VNUS Closure gilt ebenso wie für den Laser, dass die Langzeitergebnisse mindestens so gut sind wie nach dem Stripping, man hofft, dass sie besser sein werden. Die ersten Langzeitergebnisse weisen in diese Richtung. Die Methode wird allerdings (noch) nicht von den gesetzlichen Kassen übernommen.

      Ich muss mich aber doch noch mal für das Stripping stark machen. Wenn die OP erforderlich ist, ist sie auch empfehlenswert. Nur ein Drittel unserer Patienten, die praktisch alle ambulant operiert werden, nehmen eine einzige Schmerztablette am OP-Tag, zum Teil weil sie Schmerzen befürchten, zum Teil weil die Frau es ihnen ans Herz legt, damit sie gut schlafen können. Durchschnittlich gehen die Patienten nach 8-10 Tagen wieder in die Arbeit, es ist also alles nicht so schlimm, wie es oft hingestellt wird.
      Ich würde mir allerdings einen Operateur suchen, der den Eingriff wirklich oft durchführt...

      Dr. Ive Schaaf

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      • RE: Krampfader-OP


        Hallo,
        ich habe voll und ganz die gleiche Erfahrung gemacht wie "Skorpion".
        Wenn es gemacht werden muß, dann muß es gemacht werden. Ich bin im Sept. 2003 ambulant operiert worden, hatte 3 Wochen voll zu tun. Die Schmerzen in der Leiste waren enorm. Eine Schmerztablette bekam ich erst nach Verlangen. Mein Bein sah dermaßen mit Blutergüssen aus, was ich zwar vorher wußte und was auch dann mit Salbe wegging. Heute sieht mein Bein mit blauen Adern schlimmer aus, als vorher. Die Kompressionsstrümpfe passen überhaupt nicht. Die bekam ich von der Arztpraxis nicht aus der Apotheke. Eigentlich wollte ich das andere Bein auch operieren lassen aber ich lasse es erstmal. Ambulant sowieso nicht mehr. Nun könnte man sagen: na, dann war es wohl nicht so schlimm, dass ich mich hätte operieren lassen müßen. Ich mußte es tun, da ich schon ein offenes Bein hatte und quasi immer schon, auch in jungen Jahren, Beschwerden hatte. Meine Ader wurde vorher geröntgt und die war völlig porös. Vielleicht hat das auch mit den operierenden Arzt zu tun. Vielleicht behandelt er Privatpatienten besser auch die Nachbehandlung. Aber woher soll man das vorher wissen? Das sind meine Erfahrungen. Die Folge ist, dass ich mich zu keinem anderen Arzt mehr traue, denn mein behandelnder Hausarzt ist für derartige Operationen überhaupt nicht.
        tschüß

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        • RE: Krampfader-OP


          Hallo Jutta!
          Jetzt möchte ich mich auch mal dazu äußern!
          Meine Mutter hat letztes Jahr 3 ambulante Operationen wegen ihren Krampfadern durchführen lassen, was die Phlebologin auch für wichtig hielt, weil meine Mama schon jahre lang Probleme mit ihren Beinen hatte (abends dicke, geschwollene Beine, Gefahr der Thrombose, Schmerzen...). Sie hat alles gut überstanden und ist nun froh, dass Stripping gemacht zu haben. Zwischenzeitlich, besonders kurz nach den OPs, hatte sie immer mal wieder ein Stimmungstief, weil ihr die Leiste wegen des Einschnitts oder das Bein weh tat, aber das ist nun alles vergessen.
          Ich war mit ihr letztes Jahr in dem Krankenhaus zur Vorbereitungsuntersuchung und es war dort alles so super organisiert. Die genauen Venen, die zu "strippen" waren, wurden nochmals gründlich abgetastet, es wurde ihr der gesamte OP-Ablauf genaustens erklärt und die Kompressionsstrümpfe wurden extra für sie abgemessen und angefertigt.
          Sie selber sagt, dass das einzig Schlimme an der ganzen OP nur die Rückenmarkspritze war, der Rest war kaum zu spüren (obwohl sie schon irgendwie gespürt hat, mit was für einer Kraft die Ärzte die Venen da rausgezogen haben).
          Die Kompressionsstrümpfe musste sie 6 Wochen lang tragen und sie sollte sehr viel laufen, besonders "frisch" nach der OP. Bloß nicht den ganzen Tag auf der Couch liegen! Ansonsten immer Beine hochlegen! Man darf während der Zeit kein Vollbad nehmen, nicht in die Sauna etc., aber ich denke, dass sind Dinge, auf die man verzichten kann, zumindest für 6 Wochen. Fahrrad fahren soll im Übrigen auch sehr gut sein nach der OP (obwohl meine Mama bei der letzten Krampfader-OP nicht gut fahren konnte, weil sie den Einschnitt da in der Kniekehle hatte!!). Die blauen Flecke, die logischerweise entstehen merke man auch kaum und sie verschwinden ja mit der Zeit. Nach einer Woche wurden ihr übrigens die Fäden in dem Krankenhaus wieder gezogen.
          Jetzt ist meine Mutter mit ihren Beinen sehr zufrieden. Sie hat so gut wie keine schweren, müden Beine mehr und die Narben sind wirklich sehr gut verheilt. Wir hoffen nur, dass die Krampfadern nicht (so schnell) wiederkommen!!

          Ich wünsche dir alles Gute und entschuldige, dass ich so wild durcheinander geschrieben habe, aber es ist schon irgendwie spät für mich!!

          Gruß,
          Eva

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          • RE: Krampfader-OP


            Hallo,

            mir steht auch eine Krampfader-OP bevor. Ich bin immer noch am überlegen, ob ich die OP jetzt durchführen lasse oder nicht. Hab einfach Angst, nach der OP und der "Erholungsphase" nicht wieder "topfit" zu sein. Studiere Sport und kann da nicht einfach mal im Semester aussetzen und nicht mitmachen. Deshalb bin ich am zweifeln, ob jetzt der richtige Zeitpunkt für die OP ist oder nicht...?
            Nach der Chiva-Methode (an beiden Beinen) hat sich bei mir keine Besserung ergeben, leider. Nun bleibt also nur das Stripping.

            Grüße, Bärbel

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            • Re: Krampfader-OP


              Ich habe mich auch schon seit längerem über Krampfadern OPs schlau geht und gelesen, dass CHIVA doch einige Nachteile mit sich bringt.
              Wie z.B. dass bis zu 70% der Patienten innerhalb von nur 5 Jahren erneut operiert werden müssen und außerdem erhebliche Narben hinterlassen kann.
              Hier ein Link zum Nachlesen:
              http://www.venenfrei.com/wissenswert...a-methode.html

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              • Re: Krampfader-OP

                Hallo, mittlerweile ist die OP-Methode der Stripping -Operation so weiterentwickelt worden, dass die Beschwerden nach der Operation sehr gering sind. Besenreißer können sich nach jeder Operationsmethode bilden. Mfg Dr. Siegers

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                • Re: Krampfader-OP

                  Ich habe auch eine Stripping-OP und es ist alles
                  in Ortnung bis heute meine OP war cirga 2000
                  muß aber weiterhin Gumistrümpfe tragen.
                  ich wünsche dir für deine OP alles Gute.

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                  • Re: Krampfader-OP

                    Das ist auch die Norm, dass es den Pat. nach der OP gut geht

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                    • Re: Krampfader-OP

                      Hallo, ich habe jetzt auch so eine OP nach der Stripping Methode seit einer Woche hinter mir hinter mir ( links ab Knie abwärts).
                      Die Wunden sind wunderbar verheilt, Schmerzen sind beim Laufen mit Strumpf erträglich, nachts ohne Strumpf mal zur Toilette, da ist es schon schwieriger in die Gänge zu kommen.
                      Da ich Optimist bin und hier überall auch so von bis zu vier Wochen Erholungszeit lese, gehe ich mal davon aus, alles wird gut.
                      Allerdings konnte mir bisher keiner (auch das Merkblatt nicht ) sagen, ob ich diese vermaledeiten Strümpfe auch weiterhin bis in alle Ewigkeit tragen muss. Das ist ja dann doch schon eine enorme Einschränkung.

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                      • Re: Krampfader-OP

                        Der Verlauf wird zeigen, ob es notwendig wird , die Strümpfe weiter zu tragen. Das sollte Ihr Phlebologe mit Ihnen nach ca 3 Monaten nach OP besprechen...

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                        • Re: Krampfader-OP

                          Varеsil gegen Krampfadеrn - http://shуtobuу.dе

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                          • Re: Krampfader-OP

                            Hallo,hatte vor einer Woche eine krampfader op gehabt und wenn ich erregt bin ist auch meine Eichel praller so als wenn mehr Blut hinein geht und ist das normal?
                            Lg

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                            • Re: Krampfader-OP

                              Dieses Phänomen ist mir neu. Sie sollten es beobachten! Mfg Dr. Siegers

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