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Langstreckenflug und langsteckige Thrombose

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  • Langstreckenflug und langsteckige Thrombose

    Hallo allerseits,

    ich bin selbst Arzt (jedoch anderes Fachgebiet), 39 Jahre, mit Ausnahme einer Psoriasis gesund, gehöre aber nun auch zu den Thrombose-Patienten. Bei Thrombose habe ich festgestellt, dass es da grundsätzlich verschiedene Meinungen bzgl. der Therapie und Empfehlungen gibt und Erfahrungen da ggf. am besten helfen könnten.

    Bei mir wurde vor 2 Wochen eine tiefe Beinvenenthrobose diagnostiziert. Angefangen hats mit Rückenschmerzen (seit Wochen, jedoch auch nur ab und zu). Als mein Bein dann zunehmend schmerzte, dachte ich zunächst an einen Bandscheibenvorfall, bin 2 Tage später zum Neurologen, um mir KG verschreiben zu lassen. Bei der Untersuchung fiel dann das dicke Bein auf und am selben Tag wurde in der 1. Hilfe die Thrombose diagnostiziert. Es zeigte sich eine deutlich aufgeweitete (ballonierte ) V. cava inferior, oberhalb dieser konnte ise weder im Ultraschall, noch im CT/MRT mehr gesichtet werden, dafür aber ein Kolleteralkreislauf. Dies scheint zu bedeuten (und wird von den Kollegne auch so angenommen), dass ich entweder schon immer eine Cava-Anomalie (Hypoplasie, also kaum angelegt) habe, oder aber irgendwann mal eine Throbmose da hatte (scheint nicht frisch), die ich nie gemerkt habe. Der ballonierte Teil ist so groß, dass eben auch scheinbar kleine Nervenäste der spinalen Nerven berührt werden, daher auch Rückenschmerzen. Nun hat isch diese Thrombose mutmasslich nach unten ausgeweitet (bin seit ca. 2 Jahren deutlich mehr Rad gefahren, dazu low-carb-Ernährung und 8 kg Gewichtsverlust, auch hatte ich mal kleinen Fahrradunfall mit Sturz auf Rücken). Jedenfalls erstrdkt sich die Thrombose bis zur femoralis (Oberschenkel). Therapie: aktuell noch Heparin spritzen, Stützstrumpf und bald Umstellung auf Xarelto (ist auch mein Wunsch). Aktuelle Beschwerden: Schmerzen v.a. in Leiste bei Bewegung (Laufen, >Rad fahren), bei mehr Belasutng (längere Gehstrecke über 300 m) auch das Bein - mache dann Pause, dann geht es wieder.

    Nun meine Frage: Im Juli ist unsere Hochzeitsreise gepant, dafür haben wir einen 10-Stunden-Flug vor uns (USA). Meine Ärzte sagten mir, dass es mit Strumpf, Xarelto und Bewegung (plus viel trinken) kein großes Problem sei. In verschiedenen Foren list man aber, dass es unverantwortlich wäre. Da meine (obere) Thrombose der V.cava scheinbar alt ist und die untere noch frisch, bin ich auch sehr unsicher. Der Flug wäre in 2 Monaten, Geld werdne wir keines zurück bekommen (sehr teuer, da im Sommer). Ja, ich weiss, Gedl ist nicht alles. Aber ich frage mich halt, ob in 2 Monaten nicht auch die untere Throbose entweder fest ist oder aber (grosse Hoffnung) sogar noch rekanalisert. Ist das Risiko trotz Xarelto und Strumpf und viel trinken plus Bewegung nicht genauso, als wenn ich beispielsweise in 2 Jahren fliegen würde?

    So richtig hat bisher kein Arzt darüber AUskunft gegeben, Studien dazu fehlen. Was sind Ihre Erfahrungen? Freu mich über Antworten...

    BG
    Aquaneuro


  • Re: Langstreckenflug und langsteckige Thrombose

    Hallo, bei ihnen ist wahrscheinlich , dass eine angeborene Cava-hypoplasie (sehr selten) mit lumbalen Umgehungskreisläufen vorliegt. Unter Kompressionstherapie und Antikoagulation mit Xarelto dürfte das Risiko einer Re-Thrombose moderat einzustufen sein.

    Die Experten sind sich bezüglich der Langzeitprophylaxe bei Cava-Anaomalie (lebenslang ?) nicht einig, da es zu wenig Fälle diesbezüglich gibt. Ein sehr interessantes Thema!


    Wenn es Ihnen also in 2 Monaten gut geht und das Bein abgeschwollen ist, ist die Flugreise möglich. Mfg Dr. Siegers

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    • Re: Langstreckenflug und langsteckige Thrombose

      Vieln Dank, Herr Dr. Siegers. Tja, muss mich wohl damit abfinden, dass es keine einheitlichen Empfehlungen gibt. Ein ungutes Gefühl hat man aber schon über den Wolken, aber eine LAE ist unter xarelto ja nicht wahrscheinlich, richtig? Da ich auch noch Schmerzen habe, muss ich eh schauen, ob Reise Sinn macht. Hoffe sehr, dass es nicht mehr so lange dauert mit dem Schmerz. Belaste mäßig, Laufe immer so weit es geht... Aber ein Rezept scheint es da auch nicht zu geben... Außer Geduld....

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