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US-Thrombose

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  • US-Thrombose

    Hallo,

    ich habe einige Fragen... (wird sicher ein langer text).

    Also erst mal zu mir: ich bin 33 und es wurde vor 5 Wochen eine Thrombose festgestellt (Befund: re. US posteriore Gruppe beide Schenkel thrombosiert (0,22 cm und 0,36 cm) , hervorgewachsen aus einer Soleusvene). Mein D-Dimer war übrigens negativ. Was ich mir auch niemand recht erklären konnte.

    Eine Woche bevor ich zum Arzt bin hatte ich einen ziemlich heftigen Wadenkrampf wo die Schmerzen den ganzen Tag anhielten. Eine Woche später hatte ich morgens wieder so einen Krampf u zwei Tage Schmerzen. (Außer der Schmerzen hatte ich keine klinischen Anzeichen wie Schwellung o. ä.) Darauf hin zum Arzt – mit eben dieser Diagnose. Nach zwei Tagen Spritzen (Arixtra) waren die Schmerzen weg. Also so wirklich viel von der Thrombose merk ich nicht (mehr), nur ab und zu ein ziehen in der Wade.

    Da in der Familie schon Thrombosen und Embolien auftraten habe ich mich schon vor paar Jahren testen lassen – aber bis auf zwei Mutation in dem Gen MTHFR war alles normal.

    Also nun mal meine Fragen:
    Ich hatte keinen Auslöser für die Thrombose – also es wurde keine direkten gefunden (außer Pille und rauchen, was ich aber schon seit Jahren mache). Das einzige was anders war, 2,5 Wochen vor dem ersten starken Wadenkrampf das ich einen Abend lang (ca. 7 Stunden) Plateau Stiefel mit ca. 10 cm Absatz anhatte. Was ich als jemand der nur flache Schuhe anhat nicht gewohnt bin. Mir taten die Füße auch paar Tage weh und die Zehen am linken Fuß fühlten sich eine Weile taub an (pelzig).
    Können die Schuhe der Grund für die Thrombose sein?

    Was kann ich alles tun damit sich die Thrombose komplett auflöst? Im Moment spritze ich noch (Arixtra) und werde aber seit einer Woche auf Falithrom einestellt. Kompressionskniestrumpf hab ich im Moment noch Tag und Nacht an (fühle mich einfach sicherer).

    Falls die Thrombose sich komplett auflöst, wie hoch ist das Risiko das wieder eine entsteht?

    Zählt die Thrombose die ich hatte eher zu den „Kleinen“?

    Ich habe immer wieder stechen in der Brust – allerdings immer nur für Sekunden/Minuten – dann ist wieder alles gut. Können das Anzeichen für eine Embolie sein. Kann nach der Zeit überhaupt noch eine Embolie stattfinden? Wie lange ist die Thrombose wirklich gefährlich?

    Ich habe schon eine Schwangerschaft problemlos überstanden. Wenn ich nun noch mal schwanger werden will, wurde mir gesagt das ich wohl von Beginn der Schwangerschaft bis Ende Wochenbett spritzen müsste. Ist das gefährlich? Wie hoch ist das Restrisiko trotz der Spritzen eine Thrombose/Embolie in der Schwangerschaft/Geburt/Wochenbett zu bekommen?

    Nun noch eine Frage zu Marcumar bzw. Falithrom, zwecks des Blutungsrisiko. Ich habe ein gewisses Talent mir den Kopf zu stoßen etc.... Außerdem passiert es auch beim rumalbern mit meinem Kind das unsere Köpfe auch mal derbe zusammenprallen. Kann da jetzt sofort eine Hirnblutung entstehen? Auf welche Anzeichen muss ich achten?

    Vielen Dank im Voraus und ein riesiges Kompliment für Ihre Homepage und das zeitnahe Beantworten von den Fragen.
    Viele Grüße

  • Re: US-Thrombose


    Hallo, die Antworten sind unten drin...

    Also nun mal meine Fragen:
    ++++ Ich hatte keinen Auslöser für die Thrombose – also es wurde keine direkten gefunden (außer Pille und rauchen, was ich aber schon seit Jahren mache). Das einzige was anders war, 2,5 Wochen vor dem ersten starken Wadenkrampf das ich einen Abend lang (ca. 7 Stunden) Plateau Stiefel mit ca. 10 cm Absatz anhatte. Was ich als jemand der nur flache Schuhe anhat nicht gewohnt bin. Mir taten die Füße auch paar Tage weh und die Zehen am linken Fuß fühlten sich eine Weile taub an (pelzig).
    Können die Schuhe der Grund für die Thrombose sein?

    "Keine Aulsöser" kann ich nicht nachvollziehen. Es ist doch Einiges zusammengekommen:
    - Rauchen
    - Pille
    - MTHFR-Mutation
    und ungewohnte Belastung.
    Ob nun die Stiefel das Fass zum Überlaufen gebracht haben, lässt sich nicht sagen. Jedenfalls hatten Sie vor der TVT schon drei Risikofaktoren und jetzt sind es vier - mit der abgelaufenen TVT. Da sich Risikofaktoren potenzieren, ist Ihr Gesamtrisiko als hoch einzuschätzen. Es würde sich bessern, wenn Sie auf Rauchen und die Pille verzichten würden, was man Ihnen dringend empfehlen muss.


    ++++ Was kann ich alles tun damit sich die Thrombose komplett auflöst? Im Moment spritze ich noch (Arixtra) und werde aber seit einer Woche auf Falithrom einestellt. Kompressionskniestrumpf hab ich im Moment noch Tag und Nacht an (fühle mich einfach sicherer).

    Kompression plus Antikoagulation sind gut, fehlt noch die Bewegung. Empfohlen werden mindestens einmal, besser zwei mal täglich 20 Minuten flottes Gehen, solange Ihr Bein sich nicht mit Schmerzen oder "Pumpen" meldet.

    ++++ Falls die Thrombose sich komplett auflöst, wie hoch ist das Risiko das wieder eine entsteht?

    Hoch, siehe oben, unabhängig davon, wie gut die TVT sich auflöst-

    ++++ Zählt die Thrombose die ich hatte eher zu den „Kleinen“?
    Ja.

    ++++ Ich habe immer wieder stechen in der Brust – allerdings immer nur für Sekunden/Minuten – dann ist wieder alles gut. Können das Anzeichen für eine Embolie sein. Kann nach der Zeit überhaupt noch eine Embolie stattfinden? Wie lange ist die Thrombose wirklich gefährlich?

    Kann schon, wobei Thrombosenim Unterschenkel bei adäquter Behandlung, so wie Sie sie gerade durchführen, eher unwahrscheinlich sind. Ausgeschlossen sind sie nicht. Man geht davon aus, dass die Gefahr einer Lungenembolie nach TVT nach 3 Monaten gegen Null tendiert.

    ++++ Ich habe schon eine Schwangerschaft problemlos überstanden. Wenn ich nun noch mal schwanger werden will, wurde mir gesagt das ich wohl von Beginn der Schwangerschaft bis Ende Wochenbett spritzen müsste. Ist das gefährlich?

    Nein, das ist erprobt und nicht gefährlich.

    ++++ Wie hoch ist das Restrisiko trotz der Spritzen eine Thrombose/Embolie in der Schwangerschaft/Geburt/Wochenbett zu bekommen?
    Die genaue Risikoabschätzung ebenso wie die Heparindosierung sollten Sie in einer Geriinnungsambulanz erfragen, vor allem weil man dort das Risiko durch Ihre Mutation richtig einschätzen kann.

    ++++ Nun noch eine Frage zu Marcumar bzw. Falithrom, zwecks des Blutungsrisiko. Ich habe ein gewisses Talent mir den Kopf zu stoßen etc.... Außerdem passiert es auch beim rumalbern mit meinem Kind das unsere Köpfe auch mal derbe zusammenprallen. Kann da jetzt sofort eine Hirnblutung entstehen?

    Nein, eigentlich nicht, eher würden Sie einen sichtbaren Bluterguss an der Stirn bekommen.

    ++++ Auf welche Anzeichen muss ich achten?

    Eine Hirnblutung würde sich vermutlich am ehesten durch Benommenheit bis zum Bewusstseinsverlust bemerkbar machen. Es kann aber auch zu anderen neurologischen Ausfallserscheinungen kommen.

    Dr. Schaaf

    Kommentar


    • Re: US-Thrombose


      Vielen Dank für die schnelle Antwort...

      Habe aber noch paar Fragen:
      Also erst mal die zwei Mutation sind heterozygot - hieß damals das kein erhöhtes Thromboserisiko besteht. Mit Rauchen hab ich seit der Diagnose aufgehört und die Pille soll ich die nächsten 6 Monate (während der Falithrom-Therapie) noch weiter nehmen - danach wird die abgesetzt (macht das Sinn - oder sollte man sie gleich absetzen).

      Kann ich sie so interpretieren das ohne Pille und Rauchen (und ohne hohe Schuhe)mein Risiko wieder eine Thrombose zu bekommen nicht so hoch ist?

      Zum Thema Spaziergang - reicht im notfalls auch ein eher langsamer Spaziergang - weil mit kleinem Kind kann man nicht ganz so schnell spazieren.

      Da ich eine sitzende Tätigkeit ausübe - die Gymnastik von der ich gelesen hab - muss ich mir das so vorstellen: Im Sitzen - Bein ausstrecken - Ferse am Boden und die Zehen nach oben?

      Wie sieht im Normalfall die Behandlung bzw. Betreuung nach der Falithromeinnahme aus - also nach dem sich die Thrombose aufgelöst hat oder fest an der Gefäßwand ist?
      Wird das Blut dann öfters kontrolliert oder die Venen angeschaut? Gibt es da dann Vorsorgeuntersuchungen o. ä.?

      Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Phlebologen und einen Angiologen? Weil ich bin in einer Angiologischen Praxis. Müsste ich eher zu einem Phlebologen?

      Sorry das es noch mal soviele Fragen geworden sind - bin durch die familiäre Vorgeschichte sehr ängstlich und besorgt.

      Vielen Dank im Voraus und die viele Grüße.

      Kommentar


      • Re: US-Thrombose


        Die Antworten stehen bei den Fragen...

        ++Also erst mal die zwei Mutation sind heterozygot - hieß damals das kein erhöhtes Thromboserisiko besteht.
        Nicht so hoch wie bei homozygot, aber dennoch nicht zu verachten, siehe www.laborlexikon.de

        ++ Mit Rauchen hab ich seit der Diagnose aufgehört und die Pille soll ich die nächsten 6 Monate (während der Falithrom-Therapie) noch weiter nehmen - danach wird die abgesetzt (macht das Sinn - oder sollte man sie gleich absetzen).
        Während Falithrom sind Sie vor den Komplikation der Pille geschützt und z.B. eine Spirale soll man besser nicht unter Falithrom anwenden. Je nachdem, was sie anschließend vorhaben, können Sie auch jederzeit früher die Verhütung umstellen.

        ++ Kann ich sie so interpretieren das ohne Pille und Rauchen (und ohne hohe Schuhe)mein Risiko wieder eine Thrombose zu bekommen nicht so hoch ist?
        Ja.

        ++ Zum Thema Spaziergang - reicht im notfalls auch ein eher langsamer Spaziergang - weil mit kleinem Kind kann man nicht ganz so schnell spazieren.
        Nein. Leider nicht. Da sollte Ihr Mann oder eine Freundin Ihnen helfen. Sie gehen flott, der andere passt auf die Kids auf oder Sie besorgen sich einen Babyjogger und schieben das Kind durch die Gegend.

        ++ Da ich eine sitzende Tätigkeit ausübe - die Gymnastik von der ich gelesen hab - muss ich mir das so vorstellen: Im Sitzen - Bein ausstrecken - Ferse am Boden und die Zehen nach oben?
        Korrekt, aber nicht ganz durchstrecken, leicht abwinkeln ist besser.

        + + Wie sieht im Normalfall die Behandlung bzw. Betreuung nach der Falithromeinnahme aus - also nach dem sich die Thrombose aufgelöst hat oder fest an der Gefäßwand ist?
        Beratung anhand von Kontrollen, im abstand von 3,6, 12 Moanten nacht der TVT, nach jährlich bis (später) 2-3 jährlich.

        ++ Wird das Blut dann öfters kontrolliert oder die Venen angeschaut? Gibt es da dann Vorsorgeuntersuchungen o. ä.?
        Blut nein, Kontrollen mit Ulatraschall.

        ++ Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Phlebologen und einen Angiologen? Weil ich bin in einer Angiologischen Praxis. Müsste ich eher zu einem Phlebologen?
        Angiologe ist "mehr", hoffentlich auch besser. Der Angiologe sollte sich mit Venen und Arterien auskennen, der Phlebologe muss nur die Venen kennen. Angiologe kann man nur werden, wenn man schon Internist ist, sonst kann man nur Phlebologe werden. Was so jeder gelernt hat, steht natürlich auf einem anderen Blatt.

        ++ Sorry das es noch mal soviele Fragen geworden sind - bin durch die familiäre Vorgeschichte sehr ängstlich und besorgt.
        Schöne Fragen! Profitieren sicher alle davon.

        Dr. Schaaf

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        • Re: US-Thrombose


          noch mal Hallo und wieder vielen Dank für die schnelle Antwort!!!

          Wegen der zwei Gen-Mutationen - die haben wohl Auswirkungen auf den Homocystin Wert - oder hab ich das falsch gelesen?
          Kann ich da selber was tun in dem ich da vorbeugend Vitamin B6, B12 und Folsäure Präparate zu mir nehme?? Oder ist zuviel da vielleicht dann auch falsch?

          Und wenn das so ist - ist dann mein Rezidiv-Risiko wieder relativ gering - da jegliche Risikofaktoren ausgeschaltet wurden?

          Beingymnastik klingt gut und ist im Büro tatsächlich sehr einfach zu machen... man muss sich selbst nur in regelmäßigen Abständen erinnern diese zu machen.

          Was hat eigentlich Alkohol für einen Einfluss auf die Venen und die Gerinnung? Ich frage auch weil ich an dem Abend mit den hohen Stiefeln auch einiges getrunken hatte und natürlich auch sehr viel geraucht. Kann die Thrombose durch diese Kombination entstanden sein?

          Wie ist es eigentlich unter Falithrom - darf ich ab und zu ein oder zwei Gläser Wein Trinken? Oder sollte man gänzlich drauf verzichten?

          Da ich mich kenne und befürchte das ich in einem halben Jahr nach der Falithrom-Therapie bei jedem zwicken im Bein Angst haben werde wieder eine Thrombose zu bekommen. Mit Bewegung, ausreichend Trinken und dauerhaft Kompressionstrümpfe ist doch so ziemlich erschöpft was ich tun kann? Oder?
          Ist es wirklich so oft das man eine Thrombose gar nicht bemerkt? Also ohne Schmerzen oder Schwellung? (Ich selbst hatte ja auch nur "leichte" Schmerzen)

          Durch die Familiengeschichte ist meine größte Angst eine Thrombose zu übersehen und eine Lungenembolie zu bekommen.

          Und wieder ist es ziemlich viel geworden...
          Viele Grüße

          Kommentar


          • Re: US-Thrombose


            Die Antworten sind unten drin...

            ++Wegen der zwei Gen-Mutationen - die haben wohl Auswirkungen auf den Homocystin Wert - oder hab ich das falsch gelesen?
            Kann ich da selber was tun in dem ich da vorbeugend Vitamin B6, B12 und Folsäure Präparate zu mir nehme?? Oder ist zuviel da vielleicht dann auch falsch?
            --Das weiß man noch nicht so genau. Man hat veruscht, durch Ersatz von Vitamin B6 und B12 (Medivitan) den Mangel auszugleichen, das ist zwar gelungen, aber das Risiko hat sich dadurch nicht nromalisiert. Warum, ist unklar. Die Forschung läuft....
            Meine persönliche Meinung: Ich würde trotzdem die Vitamine ausgleichen.

            ++Und wenn das so ist - ist dann mein Rezidiv-Risiko wieder relativ gering - da jegliche Risikofaktoren ausgeschaltet wurden?
            -- siehe oben.

            ++Beingymnastik klingt gut und ist im Büro tatsächlich sehr einfach zu machen... man muss sich selbst nur in regelmäßigen Abständen erinnern diese zu machen.
            -- Exakt, am besten mit irgendwas kombinieren, was regelmäßig vorkommet. Telefonieren, Brief drucken, etc.

            ++Was hat eigentlich Alkohol für einen Einfluss auf die Venen und die Gerinnung? Ich frage auch weil ich an dem Abend mit den hohen Stiefeln auch einiges getrunken hatte und natürlich auch sehr viel geraucht. Kann die Thrombose durch diese Kombination entstanden sein?
            -- Nein, Alkohol verdünnt das Blut eher.

            ++ Wie ist es eigentlich unter Falithrom - darf ich ab und zu ein oder zwei Gläser Wein Trinken? Oder sollte man gänzlich drauf verzichten?
            -- Nein, ein, zwei Gläser ist ok.

            ++ Da ich mich kenne und befürchte das ich in einem halben Jahr nach der Falithrom-Therapie bei jedem zwicken im Bein Angst haben werde wieder eine Thrombose zu bekommen.
            -- Ist normal, sollten Sie sich nicht übel nehmen.
            ++ Mit Bewegung, ausreichend Trinken und dauerhaft Kompressionstrümpfe ist doch so ziemlich erschöpft was ich tun kann? Oder?
            -- Alles gemacht und auf der sicheren Seite.

            ++ Ist es wirklich so oft das man eine Thrombose gar nicht bemerkt? Also ohne Schmerzen oder Schwellung? (Ich selbst hatte ja auch nur "leichte" Schmerzen)
            -- Ja, kommt oft fast unbemerkt. aber je größer, um so schmerzhafter und je kleiner um so eher kann der Körper sie wegstecken. Also vertrauen Sie Ihrem Körper! Lernen Sie ihn kenne, lernen sie auf ihn zu hören, aber lernen sie auch, dass er manchmal lauter schreit als er müsste und beruhigen sie ihn dann.

            Dr. Schaaf

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            • Re: US-Thrombose


              Vielen Dank für die Antworten und ich hoffe es nervt nicht das ich doch noch ein paar habe... Die Verunsicherung und Angst ist doch recht groß... die Thrombosen in der Familie wurden nicht (alle) bemerkt oder erkannt... so dass es zu Embolien kam die leider tödlich verliefen.
              Ich hoffe sie verstehen meine Angst...

              Ist es erblich wie eine Embolie verläuft bzw. wie sich eine Thrombose bemerkbar macht oder nicht?

              Alkohol verdünnt das Blut? Ich dachte Alkohol entwässert den Körper? Also können die Schuhe nicht der Auslöser sein - da mein Blut durch den Alkohol zu dünn war? Oder ist das auch Quatsch?

              Kann ich trotz allem zusammenfassend sagen, das mein Rezidiv-Risioko (bei Verzicht auf Nikotin, Pille und hohe Schuhe - und beim Einhalten von viel Trinken und Bewegung - und bei sitzender u stehender Tätigkeit Kompressionstrumpf (Strumpf für immer?)) gering ist?

              Sollte man dann nach dem halben Jahr vorbeugend eigentlich dann eher Oberschenkelstrümpfe oder Strumpfhosen an beiden Beinen tragen?

              Haben sie einen Tipp für eine Feuchtigkeitspflege für die Beine - das Schienbein was den ganzen Tag den Strumpf dran hat ist völlig ausgetrocknet. Oder kann man da jede nehmen?

              Ist es eigentlich normal das man den Strumpf mittlerweile kaum noch spürt? Oder hab ich vielleicht die falsche Größe?

              Wegen der Vitamine und Folsäure – es gibt da die Brausetabletten aus der Drogerie – meist so Kombi-Produkte mit Magnesium, B6, B12 und Folsäure – reichen die aus (die sind recht hoch dosiert oder)?? Kann ich das auch während Falithrom Therapie nehmen bzw. solange die Thrombose behandelt wird?

              Ich hatte ja schon erwähnt das eigentlich ein zweites Kind geplant war – das ist für das nächste halbe – dreiviertel Jahr (3 Monate nach Falithrom Einnahme habe ich gelesen?) Da müsste ich ja dann höchstwahrscheinlich Heparin spritzen – ich habe da auch einiges gelesen bezüglich HIT I und HIT 2 oder so ähnlich? Da ich jetzt seit mittlerweile 6 Wochen Arixtra Spritze – hatte ich mit Heparin noch keine Erfahrung. Kann man sich vor einer Schwangerschaft testen lassen ob man auf Heparin so ein HIT entwickelt?

              Und wirken therapeutisch gesehen die Spritzen genauso wie Falithrom auf die Thrombose? Weil ich ja doch recht spät mit der FalithromEinnahme angefangen.

              Und nun ist es heut passiert – ich habe mir mächtig den Hinterkopf (eher oben) an einer Kante gestossen und habe nun panische Angst vor einer inneren Blutung? Mein INR ist mittlerweile wahrscheinlich auf oder über 2,0 – also das Blut recht dünn (was mir auch zeigt das ich beim spritzen mittlerweile blaue Flecke bekomme). Kopf tat mächtig weh und ich merk es jetzt noch – war aber nicht bewusstlos oder so? Aber ich hab die totale Panik? Berechtigt? Auf was sollte man achten - hab was von späten Sickerblutungen gelesen??

              Noch eine letzte Frage: Ich habe gelesen das wenn nach der Falithrom Therapie der D-Dimer Wert niedrig ist auch das erneute Risiko niedrig ist. Stimmt das? Und ist das in meinem Fall auch anwendbar – wo doch mein D-Dimer bei der Diagnose auch negativ war?

              Nun ist es doch noch mal soviel geworden... Oh je ich bin ein schwieriger "Patient"...

              Kommentar



              • Re: US-Thrombose


                Die Antworten sind unten drin...


                ++ Ist es erblich wie eine Embolie verläuft bzw. wie sich eine Thrombose bemerkbar macht oder nicht?
                -- Nein.

                ++ Alkohol verdünnt das Blut? Ich dachte Alkohol entwässert den Körper? Also können die Schuhe nicht der Auslöser sein - da mein Blut durch den Alkohol zu dünn war? Oder ist das auch Quatsch?
                -- Die Überlegung ist richtig, aber so genau nimmt der Körper es nicht, es kommen immer mehrere Dinge zusammen.

                ++ Kann ich trotz allem zusammenfassend sagen, das mein Rezidiv-Risioko (bei Verzicht auf Nikotin, Pille und hohe Schuhe - und beim Einhalten von viel Trinken und Bewegung - und bei sitzender u stehender Tätigkeit Kompressionstrumpf (Strumpf für immer?)) gering ist?
                -- Gering ist so nen Sache, aber auf jeden Fall das Geringste, das Sie erreichen können und das ist eine Menge.

                ++ Sollte man dann nach dem halben Jahr vorbeugend eigentlich dann eher Oberschenkelstrümpfe oder Strumpfhosen an beiden Beinen tragen?
                -- Der stumpf muss wirklich gut sitzen und sollte konsequent beim stehen und stizen getragen werden. Ein Kniestrumpf hat 70 bis 80% der Wirkung eines langen Strumpfes und eine Strumpfhose bringt ohnehin nicht sehr viel mehr als lange strümpfe. so dass ich immer zum kurzen Strumpf tendiere, wenn das vertretbar ist. Lieber kurz und gut als lang und schlecht.

                ++ Haben sie einen Tipp für eine Feuchtigkeitspflege für die Beine - das Schienbein was den ganzen Tag den Strumpf dran hat ist völlig ausgetrocknet. Oder kann man da jede nehmen?
                -- Ne, keine Creme, nur Öl, Vaseline oder Melkfett. Alle Cremes und vor allem die beliebten Lotionen haben einen hohen Wasseranteil, der die Haut noch mehr austrocknet.
                Wenn der Tag vorbei ist: Strümpfe aus, kurz duschen oder Beine abbrausen, damit sie durchatmen und frisch werden, dann einölen, dann Sofa und hochlegen, Fernsehen schauen...

                ++ Ist es eigentlich normal das man den Strumpf mittlerweile kaum noch spürt? Oder hab ich vielleicht die falsche Größe?
                -- Nicht spüren ist ok, keine Kraft mehr brauchen beim anziehen, ist ein schlechtes Zeichen. Das Bein kann ja in der Zwischenzeit dünner geworden sein. Im Zweifelsfall im Sanitätshaus nachmessen lassen.

                ++ Wegen der Vitamine und Folsäure – es gibt da die Brausetabletten aus der Drogerie – meist so Kombi-Produkte mit Magnesium, B6, B12 und Folsäure – reichen die aus (die sind recht hoch dosiert oder)?? Kann ich das auch während Falithrom Therapie nehmen bzw. solange die Thrombose behandelt wird?
                -- Können Sie alles machen/probieren.

                ++ Ich hatte ja schon erwähnt das eigentlich ein zweites Kind geplant war – das ist für das nächste halbe – dreiviertel Jahr (3 Monate nach Falithrom Einnahme habe ich gelesen?)
                -- richtig
                Da müsste ich ja dann höchstwahrscheinlich Heparin spritzen – ich habe da auch einiges gelesen bezüglich HIT I und HIT 2 oder so ähnlich? Da ich jetzt seit mittlerweile 6 Wochen Arixtra Spritze – hatte ich mit Heparin noch keine Erfahrung. Kann man sich vor einer Schwangerschaft testen lassen ob man auf Heparin so ein HIT entwickelt?
                -- Weiß ich nicht. HIT ist selten. Um es rechtzeitig zu erwischen, wird Blut kontrolliert Arixtra ist meines Wissens in der Schwangerschaft (noch) nicht zugelassen. Aber da kann ich mich täuschen, müsste man abklären.

                ++ Und wirken therapeutisch gesehen die Spritzen genauso wie Falithrom auf die Thrombose? Weil ich ja doch recht spät mit der FalithromEinnahme angefangen.
                -- Keine Sorge, nichts verpasst.

                ++ Und nun ist es heut passiert – ich habe mir mächtig den Hinterkopf (eher oben) an einer Kante gestossen und habe nun panische Angst vor einer inneren Blutung?
                -- Unwahrscheinlich!

                Mein INR ist mittlerweile wahrscheinlich auf oder über 2,0 – also das Blut recht dünn (was mir auch zeigt das ich beim spritzen mittlerweile blaue Flecke bekomme). Kopf tat mächtig weh und ich merk es jetzt noch – war aber nicht bewusstlos oder so? Aber ich hab die totale Panik? Berechtigt?
                - Keine Panik!!

                ++ Auf was sollte man achten - hab was von späten Sickerblutungen gelesen??
                -- Bewusstseinseintrübung /Bewusstlosigkeit - passiert aber nicht!

                ++ Noch eine letzte Frage: Ich habe gelesen das wenn nach der Falithrom Therapie der D-Dimer Wert niedrig ist auch das erneute Risiko niedrig ist. Stimmt das?
                -- Hab ich noch nie gehört. Kann ich nichts zu sagen.

                ++ Und ist das in meinem Fall auch anwendbar – wo doch mein D-Dimer bei der Diagnose auch negativ war?
                -- ?? Weiß ich nicht.

                Dr. Schaaf

                Kommentar


                • Re: US-Thrombose


                  Vielen lieben Dank für die immer wieder so schnellen Antworten...

                  Melkfett habe ich mir direkt geholt und werde es dann nach dem Duschen gleich ausprobieren und die erste Nacht seit über sechs Wochen ohne Strumpf schlafen...

                  Wegen Strumpfhose hab ich gefragt - da es die ja mittlerweile auch in "modischen" Farben gibt - kann man die ohne das man es gleich sieht doch recht gut auch mal zu Kleid oder Rock kombinieren. Was mit Kniestrümpfen eher nicht so gut geht... Am besten ist es wohl man hat alles da und kann dann wählen. Aber dann doch sicher die Kniestrümfpe an beiden Beinen zur Vorbeugung einer neuen Thrombose?

                  Das Risiko einer neuen Thrombose während Falithrom /Arixtra ist sehr niedrig oder? Hab nämlich seit drei Tagen Schmerzen im Oberarm (Richtung Schulter (ähnlich wie Muskelkater))aber nicht immer, nur beim hochheben des Armes o. ä.
                  Kann das auch eine Thrombose sein?

                  Haben sie noch einen Tipp gegen blaue Flecke (die ja doch fast dunkelblau bis schwarz sind) vom Spritzen - hab da auch so ne Schwellung unter der Haut aber nur bei einem Einstich. Woher kommt das und geht das wieder weg? Und was kann man zum besseren "Abheilen" tun?
                  Gibt es einen Trick wie man die Spritzen ohne blaue Flecke setzen kann - gerade in Bezug auf eine Schwangerschaft habe ich da meine Bedenken (9 Monate + 8 Wochen Wochenbett) da gibt es doch irgendwann keine Stelle mehr zum Spritzen?? Vor allem wenn dann der Bauch fest ist - sollte man dann andere Körperteile "finden" die man blau verfärben kann??

                  So - nicht "ganz" so viele Fragen - nur ne Menge Text...
                  Viele Grüße...

                  Kommentar


                  • Re: US-Thrombose


                    Die Anworten wie immer unten drin...


                    ++ Wegen Strumpfhose hab ich gefragt - da es die ja mittlerweile auch in "modischen" Farben gibt - kann man die ohne das man es gleich sieht doch recht gut auch mal zu Kleid oder Rock kombinieren. Was mit Kniestrümpfen eher nicht so gut geht... Am besten ist es wohl man hat alles da und kann dann wählen.
                    -- Genau.
                    ++ Aber dann doch sicher die Kniestrümfpe an beiden Beinen zur Vorbeugung einer neuen Thrombose?
                    -- Genau.

                    ++ Das Risiko einer neuen Thrombose während Falithrom /Arixtra ist sehr niedrig oder?
                    -- Stimmt.
                    Hab nämlich seit drei Tagen Schmerzen im Oberarm (Richtung Schulter (ähnlich wie Muskelkater))aber nicht immer, nur beim hochheben des Armes o. ä.
                    Kann das auch eine Thrombose sein?
                    -- Kaum. Ignorieren!

                    ++ Haben sie noch einen Tipp gegen blaue Flecke (die ja doch fast dunkelblau bis schwarz sind) vom Spritzen -
                    -- Nicht wirklich

                    + hab da auch so ne Schwellung unter der Haut aber nur bei einem Einstich. Woher kommt das und geht das wieder weg?
                    -- Bluterguss. Geht wieder weg.

                    ++ Und was kann man zum besseren "Abheilen" tun?
                    -- Heparinsalbe, Kompression.

                    ++ Gibt es einen Trick wie man die Spritzen ohne blaue Flecke setzen kann - gerade in Bezug auf eine Schwangerschaft habe ich da meine Bedenken (9 Monate + 8 Wochen Wochenbett) da gibt es doch irgendwann keine Stelle mehr zum Spritzen?? Vor allem wenn dann der Bauch fest ist - sollte man dann andere Körperteile "finden" die man blau verfärben kann??
                    -- Keine Panik, kommt mit der Zeit /Übung.

                    Alles Gute!

                    Dr. Schaaf

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                    • Re: US-Thrombose


                      Vielen Dank für die Antworten in den letzten Tagen!! Sie haben mir wirklich sehr geholfen und auch ein Stück weit beruhigt.

                      Mein INR war heut erstmalig im Bereich wo er hin soll (2,0) - so dass ich ab heute auf die Spritzen verzichten darf/muss... Und muss nun auch erst in zwei Wochen wieder hin... In der Zeit bin ich bestimmt ein Nervenbündel - die Spritzen gaben mir doch ein ganzes Stück mehr Sicherheit...
                      Kann was passieren wenn der Wert wieder unter 2,0 geht??

                      Zum Rest - meinem Arm macht im Moment keine Probleme mehr... :-)
                      Und sonst - zur Schwangerschaft bin ich noch ziemlich unsicher...

                      Auf jeden Fall will ich noch mal ein riesen Kompliment für Ihre Seite loswerden und ein riesen Dankeschön für die wirklich zeitnahen Antworten!!!

                      Viele Grüße!!!

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                      • Re: US-Thrombose


                        Passieren kann immer was...
                        Sehen Sie´s doch mal so: Millionen von Menschen nehmen heute Abend ihr Marcumar und da sind ganz alte, ganz einfache und ganz chaotische dabei. Da wird es doch bei Ihnen bitte auch gutgehen, oder? So klein wie diese Tablette ist, sie ist sehr wirksam und ziemlich sicher, sonst könnte sie nicht schon so lange und bei so vielen Menschen eingesetzt werden. Sie bescheinigen sich jetzt mal, dass sie im Grunde auch zur Mehrheit der Menschheit gehören und bei der Mehrheit geht es nun mal gut.

                        Und wenn Sie doch sehr unsicher sein sollten (was ich ja verstehen würde): In vielen Apotheken gibt es mittlerweiele die Möglichkeit, den Quick /INR messen zu lassen. Vorher anrufen, geht nicht überall.

                        Danke für das Lob. Frei nach Mark Twain würde ich sagen:
                        "Von einem guten Kompliment kann ich 2 Monate leben."

                        Dr. Schaaf

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