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Nachbehandlung ?

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  • Nachbehandlung ?

    hallo,
    hatte letztes Jahr nach einer op eine tiefe beinvenenthrombose, wurde vom Hausarzt ein halbes Jahr mit marcumar behandelt, wurde vor 2 Wochen abgesetzt, er machte eine gerinnungsdiagnostik und sagte es wäre alles in ordnung, aber mein Fuß wir immer noch dick und habe manchmal schmerzen wie bei einem Muskelkater im Fuß, was kann ich tun ?

  • Re: Nachbehandlung ?


    Laufen, laufen, laufen!

    Sie sollten zwei mal täglich 20 Minuten mit einem gut sitzenden Kompressionsstrumpf flott spazieren gehen. Allerdings müssen Sie eine Pause machen, wenn das Bein anschwillt oder anfängt "zu pumpen".
    Hintergrund: Ihr Bein hat noch zu wenig Transportvolumen, vor allem in der Tiefe. Sie müssen es trainieren, am besten mit flottem Gehen.

    Dr. Schaaf

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    • Re: Nachbehandlung ?


      hallo, erst mal vielen dank für die schnelle Antwort, werde es versuchen umzusetzen, habe noch eine frage und zwar ist es möglich den Oberschenkelstrumpf durch einen Kniestrumpf zu ersetzen, bin im Geschäft auch immer auf den Beinen teilweise stehend teilweise laufend, fällt das auch unter Ihre Empfehlung ?

      vielen dank

      Hörmann

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      • Re: Nachbehandlung ?


        mindestens 1 Jahr nach Thrombose reicht meist ein Unterschenkel-Kompressionsstrumpf, es kommt darauf an , ob die Beine schwellen , und langfristig : wieviel tiefe Venen sind wieder offen( rekanalisiert) ,wie ist die Klappenfunktion?
        zur " Rückfluss-Beschleunigung" -und darauf kommt es an , reicht ein Kniestrumpf.
        Haben sie keine Schmerzen am Oberschenkel , geht der Kniestrumpf-am Besten ausprobieren . Es gibt einige wenige Studien ,aber die Datenlage ist eher spärlich .Ist auch verständlich , da es viele Jahre dauert , man entsprechend viele Pat.lange intensiv nachbeobachten muss.

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        • Re: Nachbehandlung ?


          danke für die Antwort, gibt es eigentlich unterstützend beim Heilungsprozess natürliche/homöopathische Salben, Tabletten etc. welche man noch zusätzlich zu den Strümpfen einsetzen kann ?

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          • Re: Nachbehandlung ?


            Ich bin Fan von Kniestrümpfen, aber in Ihrem Fall würde ich das doch gern ein wenig relativieren.

            Sie schreiben, Sie haben 6 Monate Marcumar bekommen, also dürfte es eine Oberschenkel-TVT gewesen sein.
            Sie schreiben, das Bein schwillt an, also ist nicht genügend Transportvolumen vorhanden - anzunehmenderweise auch im Oberschenkel.

            Sie dürften daher, wenn´s nach mir geht, nur für die Zeiten auf Kniestrumpf umzusteigen, wenn es NICHT zur Schwellung kommt.
            Für das von mir angesprochene Lauftraining sind lange Strümpfe definitiv besser, evtl sogar zwei Strümpfe übereinander, wenn es zur Schwellung kommen sollte.

            Was Herr Katz meinte, ist dass mindestens 1 Jahr lang nach der TVT ein langer Strumpf empfohlen wird. Danach richtet sich die Empfehlung nach dem Untersuchungsergebnis und Ihren Beschwerden. Das Untersuchungsergebnis haben Sie uns noch nicht verraten, falls es eine aktuelle Untersuchung gibt und was die Beschwerden angeht, haben Sie über Schwellung berichtet. Also ist es zumindest zeitweise noch zu früh für den Kniestrumpf.

            Dr. Schaaf

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            • Re: Nachbehandlung ?


              Nein , gibt es nicht ! Ich halte auch gar nichts von so genannten Venensalben und Venenpillen. Sind entbehrlich und ersetzen in keinem Fall den Kompressionsstrumpf.
              Frühestens 1 Jahr nach Thrombose - meist länger ,kann man die Venen untersuchen und evtl.operativ so genannte Verbindungsvenen ( Perforansvenen ) ,besonders im Innenknöchelbereich unterbinden ,wenn die Venenklappen nach Thrombose kaputt gegangen sind ,aber das muss ein Phlebologe genau klären.

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              • Re: Nachbehandlung ?


                vielen dank für die Antwort, hatte eine Oberschenkel tvt, habe es bis jetzt von meinem Hausarzt behandeln lassen welcher auch internist ist, der hat wie gesagt diesen Blutgerinnungstest gemacht und gesagt alles wäre wieder ok, bin daher auch davon ausgegangen das ich die Strümpfe nicht mehr tragen muß, was ich natürlich auf ihr anraten hin sofort wieder geändert habe, fühle mich ehrlich gesagt mit der Situation etwas alleingelassen, habe daher einen Termin bei einem phlebologen gemacht (leider erst einen Termin am 15.12 bekommen), hoffe das dann die ganze Situation etwas klarer ist, die Schwellung ist nach dem tragen der Strümpfe sofort wieder zurückgegangen, aber ohne Strümpfe gehts halt nicht

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                • Re: Nachbehandlung ?


                  Hallo , gut gemacht -sie sehen es hatte Erfolg .
                  Der Spätverlauf einer Thrombose -wir sprechen von " Postthrombotischem Syndrom " hängt von vielen Faktoren ab :
                  1.wieviel Venen sind offen und welche ,
                  2.wieviel sind fest verschlossen - besonders die Kniekehlenvene ist da von besonderer Bedeutung : da MUSS alles durch.
                  3.welche Klappen sind kaputt? d.h. wieweit versackt das Blut ins Bein zurück ( = Reflux)
                  4.Beruf-stehend , warm,
                  5.Gewicht!
                  6.Schwellung ,wie diszipliniert trägt der Patient sein Ko.strümpfe
                  7.Beschaffenheit der oberflächlichen ," sekundären" Krampfadern- könnte man operieren, 1 Jahr nach Thrombose
                  und einiges mehr - da ist jeder Fall etwas anders,
                  Oberschenkelthrombosen sind langfristig eher " geneigt" Schwellungen etc.pp. zu machen , also besser Langzeit -Kompression.
                  Kommen sie mit Strümpfen allein nicht klar , benutzen sie Geräte zusätzlich ruckwellentherapiegeräte, z.B.Lymphamat , oder Lymphapress ,da gibt es einige.Vorteil , können sie zuhaus 2-3xtäglich anwenden und auch mit in Urlaub nehmen.
                  Es ist absolut kein Drama -wenn sie einen engagierten Phlebologen haben der sie betreut und berät- und selbst recht " diszipliniert sind...
                  Bitte keine Angst -damit können sie uralt werden.
                  Meine Thrombosepatienten haben alle meine Handynr, und : benutzen sie kaum , da es ihnen gut geht...Ängste kann man gut am Telefon ausräumen und Fragen auch beantworten.
                  Es ist auf keinen Fall hoffnungslos und gut zu beherrschen.

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