#}
  • Sie können sich hier registrieren, um Beiträge zu schreiben. Registrierte Nutzer können sich oben rechts anmelden.

Besuche beim Arzt immer mit Tränen

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Besuche beim Arzt immer mit Tränen

    Hallo zusammen,

    ich habe schon seit ich denken kann ein Problem und nirgends finde ich ein ähnliches Thema, weshalb ich mich nun extra hier angemeldet habe.

    Ich bin eigtl. ein recht selbewusster Mensch, aber jedes Mal, wenn ich krank bin oder sonstige Beschwerden habe und deshalb zum Arzt gehe passiert folgendes:

    Der Arzt (egal was für ein Arzt) fragt mich, was mir fehlt und mir kommen jedes Mal die Tränen!! Meine Nervosität darüber fängt schon im Wartezimmer an zu wachsen, je mehr Patienten vor mir aufgerufen werden und ich bald an die Reihe komme. Ich habe keine Ahnung woran das liegt. Generelle Angst vor Ärzten würde ich verneinen, denn Vorsorgetermine machen mir gar nichts aus, nicht mal der Zahnarzt. Wirklich nur jedes Mal wenn ich tatsächlich Beschwerden habe. Mein Freund war heute dabei und hat es life mit erlebt und findet das Ganze lustig. Ich jedoch nicht, weil ich dadurch dem Arzt weniger Details über meine Beschwerden mitteilen kann als ich eigtl. wollte, weil ich sonst richtig anfangen würde zu heulen.

    Habt ihr eine Idee was da los ist und was ich da tun kann? Kennt das sogar vllt. jemand?
    Ich bin übrigens (schon) 30, und wie man sieht verwächst sich das nicht einfach so je älter man wird-.-.

    Lieben Dank schon einmal für Antworten!!!


  • Re: Besuche beim Arzt immer mit Tränen

    ....
    und findet das Ganze lustig. Ich jedoch nicht, weil ich dadurch dem Arzt weniger Details über meine Beschwerden mitteilen kann als ich eigtl. wollte, weil ich sonst richtig anfangen würde zu heulen.
    ....
    Hallo,
    erst nur mal ein praktischer Hinweis: auch die Anwesenheit deines Freundes ändert ja nchts.

    Aber wie wäre es, wenn du alles, was du dem Arzt mitteilen willst, vorher aufschreibst und ihm den Zettel gibst, damit du nichts vergisst?

    Kommentar


    • Re: Besuche beim Arzt immer mit Tränen

      Hi,
      das du deine Beschwerden aufschreibst war auch mein erster Gedanke, so fällt schon mal weg das du etwas vergisst.

      Ich denke das hätte sich verwachsen, wenn du nicht solche Angst davor hättest, dem ganzen so viel negativen Raum gibst.
      Dein Freund hat schon die richtige Richtung angedacht, finde es lustig.
      Das ist natürlich schwierig wenn man selber drin steckt, aber versuche der ganzen Furcht vor Tränen nicht so viel Raum zu geben.
      Je weniger du dich davor fürchtest desto weniger fühlst du dich im Wartezimmer als ob du auf deinen Henker wartest und desto weniger Druck der sich in Tränen löst, fällt im Sprechzimmer von dir ab.
      Nimm es einfach hin, ohne dir weiter Gedanken darüber zu machen.

      Warum das so ist kann man nur spekulieren.
      Vielleicht bist du eine sehr taffe Frau, die sich verletzlich fühlt wenn sie krank ist, schutzlos.
      Die Fachärzte fragen selten tiefer gehend nach wie es einem geht, da ist klar was anliegt und das wird gemacht, fertig.
      Wenn dein HA näher nachfragt, vielleicht besonders verständnisvoll, dann mag das etwas bei dir auslösen was zu tränen rührt.
      Möglicherweise eine Überforderung mit der Situation des krank Seins, oder einen Mechanismus der das kontrolliert sein löst.

      Du solltest das selber nicht als schlimm empfinden und einfach akzeptieren, dem Arzt deinen Beschwerdenzettel mit etwas Humor zu überreichen:
      Wenn ich zu Ihnen komme bin ich immer zu Tränen gerührt" und es einfach als nichts zu empfinden was negativ ist, das würde dem ganzen vielleicht die Spitze nehmen und damit den Weg zum Arztbesuch ohne Tränen frei machen.

      Kommentar


      • Re: Besuche beim Arzt immer mit Tränen


        Warum das so ist kann man nur spekulieren.
        Vielleicht bist du eine sehr taffe Frau, die sich verletzlich fühlt wenn sie krank ist, schutzlos.
        Ja da mag echt was dran sein. Habe mir gestern Nacht noch einmal detaillierter Gedanken darum gemacht. Ich bin zusätzlich leider sehr perfektionistisch veranlagt was meine Person angeht. Daher finde ich das mit dem Aufschreiben zwar eine nette Idee, aber vom Gefühl her würde ich mir noch dümmer und schwächer vorkommen, weshalb ich mich wiederum mehr über mich ärgern würde und deshalb wahrscheinlich den Tränen noch näher stünde :-/.
        Mir sind auch 2 Situationen eingefallen, bei denen ich nicht nur ggü. einem Arzt Tränen in den Augen hatte, sondern auch ggü. Freundinnen. Ich habe momentan nämlich ein paar gesundheitliche Probleme und sonst bin ich eigtl. kerngesund und bin die jenige, die sich sonst Beschwerden von Freundinnen anhört. Soll heißen ich bin gar nicht gewohnt mich in der Form "zu öffnen".
        Auch ist mir eingefallen, dass wenn ich mal krank bin und dem Arbeitgeber Bescheid gebe, ich auch hier IMMER Tränen in den Augen habe (zum Glück nur am Telefon, so dass er das gar nicht bemerkt). Wahrscheinlich habe ich ein Problem Schwäche zuzugeben? Von meinen Pflegeeltern habe ich mir hier und da anhören müssen, dass man sich nicht so anstellen solle. Das war aber, soweit ich mich erinnern kann, nicht sooo oft. Reicht das schon, dass ich nun deshalb heute das Problem habe?

        Kommentar



        • Re: Besuche beim Arzt immer mit Tränen

          Das war aber, soweit ich mich erinnern kann, nicht sooo oft. Reicht das schon, dass ich nun deshalb heute das Problem habe?
          Es kommt nicht darauf an wie oft so etwas gesagt wird, sondern wie tief es trifft.

          Wenn du Schwäche zeigst machst du dich angreifbar, für was wäre die Frage, vielleicht für Kritik?
          Die Situationen in denen du den Tränen nahe bist, sprechen dafür das du dich selbst abwertest, vielleicht sogar weißt was Chef oder Arzt denken wenn du mit ihnen sprichst?

          Das dürfte dann ein Problem mit dem Selbstwert sein, du hast zwar viel geschafft, das zählt aber alles nicht wenn du schwächelst und besonders nicht wenn jemand das als Kritikpunkt ausmacht.
          Es macht aber niemand als Kritikpunkt aus, außer du selber.

          Vielleicht hilft es dir dich gedanklich damit auseinanderzusetzen, um zu erkennen das du nicht verletzlicher wirst wenn du Gefühle zeigst, das ist vollkommen normal und nichts das peinlich sein müsste.
          Sich selber immer so unter Kontrolle haben zu wollen, das niemand meckern kann bedeutet irgendwann die Kontrolle zu verlieren.

          Kommentar


          • Re: Besuche beim Arzt immer mit Tränen

            ...
            Wahrscheinlich habe ich ein Problem Schwäche zuzugeben?
            ...
            ja ,das könnte sein. Einerseits schreibst du, dass du sehr selbstbewusst bist, andererseits kannst du keine Schwäche zugeben. Zu einem guten Selbstbewusstsein gehört aber gerade auch dazu Schwäche zeigen zu können, weil das einfach normal ist. Es ist auch einfach eine Tatsache, dass kein Mensch immer stark ist.
            Was fühlst du eigentlich, wenn du in diese dir unangenehme Situation kommst? Ist das Angst davor "Schwäche" zu zeigen? Oder Ungeduld mit dir selbst? Du weisst schon, dass im Wort "Patient" das lateinische "patiens" = geduldig, aushaltend, ertragend steckt?

            Kommentar


            • Re: Besuche beim Arzt immer mit Tränen

              Das ist alles sehr richtig was ihr schreibt und hilft mir mich selbst zu reflektieren. Ok, ich wirke wahrscheinlich oft stark aber auf mich trifft wahrscheinlich die Beschreibung "harte Schale, weicher Kern" sehr gut. Wobei der Kern hier sehr weich ist. Mhh..was fühle ich in diesen Situationen..das ist das was ich noch nicht so ganz weiß und ich keine Lösung dafür finde, warum ich immer dann weinen muss. Vllt. fühle ich mich entblößt? Und dann wahrscheinlich wirklich Angst vor der Meinungsbildung dieser Menschen über mich?! Wobei mir normalerweise echt egal ist, was fremde Menschen, wie ein Arzt es ja eigtl. für mich ist, über mich denken. Aber vllt strahlt er diese Autorität aus wovor ich evtl. Angst haben könnte? Ideen habe ich viele, aber ich bin noch etwas ratlos.

              "Vielleicht hilft es dir dich gedanklich damit auseinanderzusetzen, um zu erkennen das du nicht verletzlicher wirst wenn du Gefühle zeigst, das ist vollkommen normal und nichts das peinlich sein müsste."

              Bei dem Satz kommen mir z.B. wieder die Tränen. Scheint viel Wahres drinzustecken. Aber wie schaffe ich genau das??

              Kommentar



              • Re: Besuche beim Arzt immer mit Tränen

                warum ich immer dann weinen muss. Vllt. fühle ich mich entblößt?
                Vielleicht fühlst du dich auch überfordert, was dann wieder eine Schwäche wäre?
                Du musst dem Arzt über deine Schwächen berichten, wenn man eine Erkrankung und die dazugehörigen Empfindungen mal so nennen möchte.
                Du musst dort genau das offenbaren was du sonst zu verbergen suchst, möglicherweise weißt du gar nicht wie man damit umgeht?

                Wie ist das denn mit deinem Freund?
                Verbirgst du da deine Schwächen, oder fühlst du dich so sicher das du so sein kannst wie du bist, ohne drüber nachdenken zu müssen, ohne Kontrolle über dich auszuüben?
                Dein Freund wäre vielleicht auch ein gutes Übungsobjekt?
                Kannst du ihm denn erzählen wie es dir geht, ohne das du den Tränen nahe kommst?

                Kommentar


                • Re: Besuche beim Arzt immer mit Tränen

                  ...

                  Bei dem Satz kommen mir z.B. wieder die Tränen. Scheint viel Wahres drinzustecken. Aber wie schaffe ich genau das??
                  Gefühle zeigen zu lernen, wenn man das (noch) nicht kann, ist natürlich eine etwas längere Geschichte.

                  Erstmal musst du deine Gefühle überhaupt wahrnehmen, also raus aus dem Denken (Kopf) und rein in den Körper (Bauch, Herz, Muskeln). Dein Körper hat seine eigene "Sprache", die deinen Gefühlen näher steht.
                  Gerade die scheinbaren "Schwachstellen" wie jetzt bei dir das Weinen, das du ja vom Verstand her nicht mehr kontrollieren kannst, zeigt dir, dass du deine Gefühle, vielleicht schon lange, nicht beachtet hast.
                  Bei anderen sind es z.B. Bauchschmerzen, die auf unterdrückte Gefühle hinweisen usw.

                  Bestimmt schreibt auch unser Experte Dr. Riecke noch etwas dazu.

                  Kommentar


                  • Re: Besuche beim Arzt immer mit Tränen

                    Genau darüber musste ich auch grad nachdenken. Ich hab mich selbst gefragt, ob ich ihm über dieses Forum erzählen würde, dass ich diesen Beitrag verfasst habe. Und ich glaube eher nicht, weil ich einerseits nicht weiß, ob er es verstehen würde und andererseits ist es mir auch irgendwo unangenehm. Und dann habe ich das Gleiche gedacht, dass ich es ihm vllt. wirklich als Übung erzähle. Also ja: ich bin auch ihm ggü. den Tränen nahe, wenn ich ihm so etwas mitteilen möchte.

                    Ich habe im Übrigen auch ein großes Problem Sachen für mich einzufordern. Z.B. im Job, wenn ich mich unfair behandelt fühle oder auch der Gedanke daran, z.B. nach mehr Gehalt zu fragen, verursachen das Gleiche Gefühl in mir wie die Arzt-Situationen. Das fällt mir momentan alles so nach und nach dazu ein. Wie bewertet ihr das insgesamt?
                    In meinem Job an sich bin ich sehr gut, da habe ich kein Problem damit, für das Unternehmen, sei es von Kunden oder Mitarbeitern, Dinge einzufordern. Arbeite im Bereich Controlling. Vllt. hilft diese Info ja weiter..

                    Kommentar



                    • Re: Besuche beim Arzt immer mit Tränen

                      ....
                      Arbeite im Bereich Controlling. Vllt. hilft diese Info ja weiter..
                      und ob: das erklärt, dass du den Tränen nahe bist, wenn dir sozusagen "die Kontrolle" entgleitet

                      Kommentar


                      • Re: Besuche beim Arzt immer mit Tränen

                        ach najaa..es ist nicht so dass mir das Controlling jetzt angeboren wurde

                        Kommentar


                        • Re: Besuche beim Arzt immer mit Tränen

                          ....
                          Und dann habe ich das Gleiche gedacht, dass ich es ihm vllt. wirklich als Übung erzähle. Also ja: ich bin auch ihm ggü. den Tränen nahe, wenn ich ihm so etwas mitteilen möchte.

                          ..
                          klar das wäre eine gute Übung im Umgang mit "unsicheren" Situationen.
                          Allerdings solltest du darauf achten, ob dein Körper nicht sowieso allgemein schon unter Anspannung (z.B. Muskeln) steht.
                          Dann wäre es möglicherweise besser, parallel dazu eine Entspannungsmethode zu lernen und dich auch körperlich zu bewegen z.B. zu joggen. Das reduziert die allgemeine Anspannung.

                          Kommentar


                          • Re: Besuche beim Arzt immer mit Tränen

                            ach najaa..es ist nicht so dass mir das Controlling jetzt angeboren wurde
                            das habe ich auch nicht behauptet, du bist aber schon auf einem guten Weg

                            Kommentar


                            • Re: Besuche beim Arzt immer mit Tränen

                              ach mist..iwie wurde bei meinem letzten Post nur der erste Satz gepostet..dabei hab ich noch viel mehr geschrieben:-/...werde später nochmal versuchen das runterzuschreiben.

                              Danke schon einmal für die vielen Antworten mit Anregungen und Tipps!!!

                              Kommentar


                              • Re: Besuche beim Arzt immer mit Tränen

                                ach najaa..es ist nicht so dass mir das Controlling jetzt angeboren wurde
                                das ist auch ein guter Text für unsichere Situationen: "ich bin hier nicht beim Controlling"

                                Kommentar


                                • Re: Besuche beim Arzt immer mit Tränen

                                  "das ist auch ein guter Text für unsichere Situationen: "ich bin hier nicht beim Controlling" "

                                  :-D haha definitiv!!

                                  Also..

                                  Heißt lernen Gefühle zu zeigen denn kein Problem mehr damit zu haben, dass mir Tränen kommen? Denn indem ich weine zeige ich ja ein Gefühl (von dem ich mir aber noch nicht sicher bin, welches genau das eigtl. ist).
                                  Wenn ich aus Trauer weinen muss oder vor Freude lache (und das tue ich wirklich gerne) oder auch wenn ich sauer bin habe ich damit absolut kein Problem. Und das sind ja auch Gefühle.

                                  Eine Expertenmeinung wäre natürlich auch noch toll. Wie ihr euch vllt. vorstellen könnt, löst bei mir die Vorstellung deswegen einen Therapeuten aufzusuchen, schon großes Unbehagen in mir aus..

                                  Ich habe allerdings eben meinem Freund von diesem Beitrag im Forum erzählt und das ging eigtl. ganz gut. Er hat sich das sogar durchgelesen und findet es auch gut

                                  Iwie habe ich im aus Versehen gelöschten Post viel mehr geschrieben. Jetzt fällt es mir leider gar nicht mehr ein :-/

                                  Kommentar


                                  • Re: Besuche beim Arzt immer mit Tränen

                                    ...

                                    Heißt lernen Gefühle zu zeigen denn kein Problem mehr damit zu haben, dass mir Tränen kommen? Denn indem ich weine zeige ich ja ein Gefühl (von dem ich mir aber noch nicht sicher bin, welches genau das eigtl. ist).

                                    .../
                                    genau: das ist der erste Schritt
                                    damit nimmst du den Tränen die übergroße Bedeutung, die sie haben, wenn du sie um jeden Preis zu unterdrücken versuchst

                                    Kommentar


                                    • Re: Besuche beim Arzt immer mit Tränen

                                      Ich habe das Gefühl das du bei Routinesituationen sehr sicher bist, sobald es etwas ist was weniger häufig vor kommt und du auch gefordert bist, wirst du unsicher.

                                      Es gibt etwas das heißt Achtsamkeit, ich kenne mich da nicht so tiefgreifend mit aus, denke aber das es da auch Übungen gibt mit denen du durch Achtsamkeit dir selber und deinen Gefühlen gegenüber einiges bewirken könntest.

                                      Das was du erzählst ist auch nicht so sehr ungewöhnlich, ich denke früher wurde das zusammenfassend unter Schüchternheit abgelegt, es steckt aber mehr dahinter.
                                      Ich hatte vor schwierigen Situationen, wie Gehaltsverhandlungen, immer vorher im Kopf Rollenspiele gespielt.
                                      Sämtliche Eventualitäten bin ich durchgegangen, habe mit einem imaginären Gegenüber verhandelt und bin dann einigermaßen vorbereitet ins Gespräch gegangen.
                                      Natürlich kam es immer ganz anders, aber da war es auch kein Problem mehr mich spontan darauf einzustellen, eben weil ich wegen der vermeintlichen Vorbereitung nicht wie das Kaninchen vor der Schlange saß.
                                      Ich habe mir dann auch immer das Positive hervorgeholt, Bewertungen, Meinungen von Kollegen, die meine Forderungen als Schritt der logischen Schlussfolgerung notwendig machte.
                                      Na gut, dann war ich manchmal dermaßen überzeugt das ich auch oft hoch gepokert habe, was aber meist auch kein Nachteil war.

                                      Eigentlich habe ich mich immer in unsichere Situationen hinein gesteigert, so das sie gar nicht mehr schlimmer werden konnten als in meiner Vorstellung.
                                      Das hat natürlich in vielem auch nicht funktioniert und es schlimmer gemacht (sicher ähnlich wie deine Gedankengänge im Wartezimmer), noch heute habe ich mit manchem ziemliche Probleme.
                                      Da heißt es wieder, gewusst wie, nur positive Gedankengänge können solche Situationen verbessern, die negativen sicher nicht.
                                      Es ist aber eigentlich auch eine Einstellungssache, es ist ein Unterschied ob du dich in eine Situation begibst und Befürchtungen hast das die Deckung bröckelt, oder ob du dir sagen kannst:
                                      Was soll schon passieren, Kopf bleibt dran und an den Rest erinnert sich morgen kein Mensch mehr.

                                      Einer meiner Favoritensprüche in solchen Situationen: Nichts wird so heiß gegessen wie es gekocht wird".
                                      Das ist so wahr, in dem Fall kochst du sehr heiß und hältst die Flamme hoch, indem du schon vorweg nimmst was im Sprechzimmer passieren wird.
                                      Dann muss es ja auch so kommen.

                                      Kommentar


                                      • Re: Besuche beim Arzt immer mit Tränen

                                        "Eine Expertenmeinung wäre natürlich auch noch toll."

                                        Dann werde ich wohl müssen...

                                        In der Medizin ist man oft schon froh, wenn man weiß, was es nicht ist:

                                        Ein Selbstwertproblem.
                                        Zu großer Respekt vor Autoritäten (denn die wären es ja bei Vorsorgeuntersuchungen auch).
                                        Eine Besonderheit in der Persönlichkeitsstruktur.

                                        Nein, das Phänomen gehört in die große Kategorie der neurotischen (also erworbenen) Störungen und ist in seinem Charakter prinzipiell "harmlos".
                                        Verzeihen Sie also Ihrem Freund, wenn er es lustig fand.

                                        Der Rat, einen Zettel mit der Beschwerdeschilderung dem Arzt vorzulegen, ist sinnvoll.

                                        Sie brauchen keinerlei Bedenken zu haben, dass irgendein Arzt das missversteht.

                                        Im Gegenteil. Ich persönlich war immer froh, wenn Patienten Ihre Vorgeschichte, Beschwerdeschilderung u.ä. schriftlich fixiert hatten. Das geht den meisten Kollegen genauso.
                                        Es wird nichts vergessen, man kann das Schriftstück einscannen und der Akte beifügen.
                                        Also sogar noch eine Arbeitserleichterung.

                                        Wenn Sie es tun, fließen sicher auch keine Tränen.


                                        Kommentar


                                        • Re: Besuche beim Arzt immer mit Tränen

                                          Guten Abend Herr Dr. Riecke,

                                          nein, "müssen" tun sie selbstverständlich gar nichts. Vielmehr hätte Ihre Antwort ohne diese Aussage viel motivierter geklungen. Evtl. haben Sie ja nur einen Zwinkersmiley vergessen und ich bedanke mich somit für Ihre Antwort .

                                          Dann bin ich ja froh, dass ich nicht den Eindruck mache als hätte ich ein Selbstwertproblem. Allerdings ist die Zettellösung immer noch nicht der passende Ansatz für mich, da ich inzwischen relativ sicher bin, dass es etwas damit zu tun hat einsehen zu müssen, in diesen Situationen Schwächen eingestehen und Hilfe einfordern zu müssen. Zettellösung = Schwäche dies persönlich mitzuteilen = Verstärkung meines Problems.
                                          Hinzu kommt, dass ich mir nach Arztbesuchen, die keine Ergebnisse liefern, noch dümmer vorkomme. Wahrscheinlich habe ich hier zusätzlich irgendwelche Ängste entwickelt, dass man mir nicht glauben könnte. (Als Bsp. gestern mein Besuch beim HNO auf Grund von Ohrgeräuschen, der konnte aber nichts offensichtlich Physisches feststellen, so dass ich mir nicht nur dumm vorkam, sondern auch sauer darüber war meine Zeit verschwendet zu haben.)

                                          Ich kann mich nicht daran erinnern, dass mir irgendwann einmal Glaubenssätze in dieser Richtung vermittelt wurden. Es kam jedoch in meiner Kindheit ein paar Mal vor, dass mir nicht geglaubt wurde, wenn mir etwas fehlte (meine Schwester bekam die Masern, kurze Zeit später ging es mir auch nicht gut und ich hörte meine Pflegemutter im Nebenraum sagen ich würde simulieren. Zum Glück kam dann aber der Ausschlag, der bewies, dass ich tatsächlich krank war.).

                                          Eigtl. möchte ich nur noch wissen, wie ich lerne, Schwächen souverän mitzuteilen und gerne Hilfe anzunehmen!?

                                          Kommentar


                                          • Re: Besuche beim Arzt immer mit Tränen

                                            .....
                                            Als Bsp. gestern mein Besuch beim HNO auf Grund von Ohrgeräuschen, der konnte aber nichts offensichtlich Physisches feststellen, so dass ich mir nicht nur dumm vorkam, sondern auch sauer darüber war meine Zeit verschwendet zu haben.)
                                            .....

                                            Eigtl. möchte ich nur noch wissen, wie ich lerne, Schwächen souverän mitzuteilen und gerne Hilfe anzunehmen!?
                                            oh oh da kommt doch die perfektionistische Controllerin wieder zum Vorschein

                                            was nicht physisch ist, kann (darf?) es nicht geben! Doch kann es. Alle möglichen physischen Symptome können auch eine psychische Ursache haben: Stichwort Psychosomatik.
                                            Mal abgesehen davon, dass sich Ohrgeräusche (Tinnitus) sowieso schlecht diagnostizieren lassen.

                                            "Schwächen souverän mitteilen" ist ein Widerspruch in sich. Wenn man schwach ist, darf man auch gerne schwach rüberkommen

                                            Kommentar


                                            • Re: Besuche beim Arzt immer mit Tränen

                                              Also sollte ich eher lernen mich so zu akzeptieren -.-

                                              Ich hoffe nicht, dass es was Psychosomatisches ist!!
                                              Bin gerade eine Stillmutti und Dauerverspannt und laufe rum wie ein übermüdeter Zombie. Hoffe, dass das weggeht, sobald ich abstille

                                              Kommentar


                                              • Re: Besuche beim Arzt immer mit Tränen

                                                Komme im Übrigen zur Zeit, da ich ja zu Hause bin, viel zum Nachdenken, wobei mir viele Dinge einfallen, die ich anscheindend die ganzen Jahre über durch Arbeit etc. erfolgreich verdrängt habe.
                                                Ist vllt. gar nicht schlecht diese so mal aufzuarbeiten und auch an mir zu arbeiten...

                                                Kommentar


                                                • Re: Besuche beim Arzt immer mit Tränen

                                                  Also sollte ich eher lernen mich so zu akzeptieren -.-

                                                  Ich hoffe nicht, dass es was Psychosomatisches ist!!
                                                  Bin gerade eine Stillmutti und Dauerverspannt und laufe rum wie ein übermüdeter Zombie. Hoffe, dass das weggeht, sobald ich abstille
                                                  oh oh schon wieder so ein Vorurteil - etwas Psychosomatisches ist nichts Schlimmes

                                                  ich glaube du musst noch eine ganze Menge lernen - ist aber auch nicht schlimm

                                                  ja Tinnitus kann auch einfach ein Stresssymptom sein
                                                  und Stillen ist etwas sehr Schönes

                                                  ja lerne dich so akzeptieren wie du bist, das wäre super
                                                  auch wenn du mal schwach bist oder dich schlecht fühlst oder verspannt bist ... wenn du dich darüber nämlich ärgerst, machst du es schlimmer

                                                  Kommentar

                                                  Lädt...
                                                  X