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Angst vor Therapie - berufliche Folgen

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  • Angst vor Therapie - berufliche Folgen

    Hallo - erstmal nachträglich ein schönes Weihnachtsfest an alle und schonmal einen guten Rutsch.
    Ich heiße Christian und bin 21.
    Also ich durchleide gerade Probleme die der Grund sind warum ich von meinem Hausarzt und einer Fachärztin die Empfehlung bekommen habe mich einer Psychotherapie zu unterziehen.

    Ich leide ( wahrscheinlich - meine Hausärztin wollte sich nicht festsetzten da es nicht ihr Gebiet ist) unter einer Depression, die von Essstörungen begleitet wird ... ich habe einen Test bei der Fachärztin gemacht und da kam raus das es wahrscheinlich das binge eating ist, die Symptome passen auch perfekt. Dann sind noch einige andere Dinge und Symptome, doch ehrlich gesagt darum gehts gar nicht. Sondern ich habe Angst vor einer Behandlung, ich möchte nämlich in ca. 4,5, Jahren ( vorher muss ich erst noch das Abitur nach meinr Ausbildung nachmachen) ein Duales Studium beginnen, und da wird ja bei fast allen ein Gesundheitstest beim Betriebsarzt gemacht. Und ich habe Angst das man mich da ablehnt wenn meine Behandlung rauskommt, denn es ist nicht so das mich die Arbeit überfordert ... die ist manchmal das einzige worauf ich mich Freue und weshalb ich aufstehe, nein es sind/ waren familiäre Probleme mit meinen Eltern-die ich hier jetzt aber nicht weiter schreiben möchte.
    Meine Hausärztin meinte auf die Ängste zwar das es reicht wenn ich dann vom Psychologen ein Gutachten bringe und sie hat mir dringend zu einer Therapie geraten ( ich habe in den letzten 2 Jahren durch meien FRessattacken ca. 30 kilo zugenommen ... sie meinte dann lehnen sie mich halt wegen meines Gewichts ab wenn es so weiter geht ... irgendwo was dran^^), aber trotzdem viele Arbeitgeber haben ja noch VOrurteile gegenüber solchen Dingen.
    Ich brauche wirklich Rat
    Vielen Dank schonmal


  • Re: Angst vor Therapie - berufliche Folgen


    Binge Eating Disorder sollte unbedingt behandelt werden. Da müssen Bedenken, was für Nachteile in 4 oder 5 Jahren wegen einer Behandlung auftreten könnten, auf jeden Fall zurück gestellt werden.

    Glücklicherweise verhalten sich Wissen um psychische Störungen und Vorurteile dagegen entgegengesetzt proportional.
    Also: nehmen Sie unbedingt die Gelegenheit zu einer Psychotherapie wahr!

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    • Re: Angst vor Therapie - berufliche Folgen


      Hallo Hans,

      ich kenne das nur zu gut, wenn die Arbeit der einzige Grund ist das man sich freut aufzustehen.
      Durch die Arbeit vergisst man soviel anderes ....
      Damit lenken wir quasi die Verarbeitung einer Sache/Gedanken um und das ist auch gut so.
      Wenn ich jetzt schreibe, dass sich seit gut 26 Jahren andere Dinge mit der Arbeit umlenke, dann ist das nicht gelogen. Mein Leben ist ein einziger Kampf aber aus diesem Kampf habe ich soviel gelernt, dass kann man sich nicht vorstellen. Wenn es auch nicht leicht war/ist, so möchte ich die letzten 26 Jahre nicht missen. Mit allen Höhen und Tiefen.
      Drum kämpfe auch du - es lohnt sich. Es gibt so vieles was wir nach einem geschafften Weg in einem anderen Licht sehen.
      Wenn wir über Dinge sprechen, über die wir eigentlich nicht sprechen wollen, werden wir schnell sehen, dass die eigenen Ansichten oft nicht die objektivsten sind. Ist ja auch klar, denn wir leben in unserer Welt .... Aber die Gedanken anderer über unsere Welt zu erfahren, kann uns einen neuen noch nicht durchforsteten Gedanken öffnen. Verstehst du was ich meine?

      Ich habe auch eine langjährige Therapie gemacht und geschadet hat sie nicht. Sie hat mir über meine schwerste Zeit geholfen und das ist doch schon was.
      Kämpfe für DICH und dein Ziel! Eine Therapie kann dir bei diesem Kampf einige Steine zur Seite räumen.

      Und noch etwas - nicht alle Arbeitgeber haben Vorurteile. Mein Chef weiß über mein Leben Bescheid und ich bin nach vielen Jahren noch immer eines der besten Pferde im Stall. Er schätzt MEINE ARBEIT, ganz egal wie ich selbst als Mensch mit meinen Problemen hardere. Wenn wir mit unserem Willen und der Arbeit den Arbeitgeber überzeugen können, dann ist denke ich alles andere nur noch nebensächlich.
      Oftmals vergessen wir auch, dass auch ein AG uns braucht und nicht nur umgekehrt (:d)

      Hans, lebe für dich und kämpfe für dich; alles andere kommt dann automatisch. Hast du deinen Kampf gewonnen, werden dir die anderen Kämpfe wie ein "Kämpfchen" vorkommen.

      Ich kann dich nur dazu ermutigen eine Therapie zu machen.
      Ich glaube auch nicht, dass es "Angst" ist, sondern eher "Zweifel" ob eine Therapie die richtige Entscheidung ist. Meist haben wir Angst vor uns selbst aber nicht vor dem was wir tun oder nicht ()

      Mit deinem Beitrag hier, hast du einen Schritt in die richtige Richtung getan; zumindest bist du so bereit über dein Problem virtuell zu sprechen. Mensch, das ist doch schon ein Erfolg.
      Ich bin sicher du schaffst es den Kampf aufzunehmen und in 4,5 Jahren will ich dich hier wieder schreiben sehen ...... auch gerne früher, damit ich ein Teil deines Siegeskampfes miterleben darf.
      Diese 4,5 Jahre werde ich selbst auch noch schaffen ....

      Rutsch gut rüber und denke an DEINE Ziele, nicht an die Ziele anderer Menschen.

      Kätzchen

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      • Re: Angst vor Therapie - berufliche Folgen


        [quote Katzenauge]Damit lenken wir quasi die Verarbeitung einer Sache/Gedanken um und das ist auch gut so.[/quote]

        Ich ergänze ....
        Es ist gut eine Sache umlenken zu können aber damit meine ich nicht, dass es grundsätzlich gut ist.
        Für den Moment, für die Momente .... kann es gut sein aber es sollte kein Dauerzustand sein.
        Es ist WICHTIG dennoch über das was uns bewegt zu sprechen, ganz egal welchen Weg der Umlenkung wir phasenweise wählen.

        Kommentar



        • Re: Angst vor Therapie - berufliche Folgen


          Danke an alle, die Beiträge haben mir wirklich Mut gemacht. Ich werde am Montag gleich mal bei den Psychologen aus meiner Stadr vorbei schauen um einen Termin zu machen, ich habe mir schon welche aus der Internetseite der kassenärztlichen Vereinigung rausgesucht.

          Es war ... naiv von mir , weil wenn ich drüber nachdenke wenn ich mich nicht behandeln lasse und keine Probleme kriege wegen der Therapie, dann bekomme ich eben welche weil ich immer dicker und irgendwann zu Fett werde und einfach nicht arbeiten kann oder weil ich irgendwann psychisch nicht mehr kann.

          Ich danke allen, und ja ich werde mich wenn ich begonnen habe melden

          Kommentar


          • Re: Angst vor Therapie - berufliche Folgen


            " Ich werde am Montag gleich mal bei den Psychologen aus meiner Stadr vorbei schauen um einen Termin zu machen..."

            Das klappt sicher so nicht, denn die Wartezeiten bei Psychotherapie betragen meist viele Wochen, manchmal Monate.

            Aber, vielleicht gibt es doch eine Lücke.
            Ich wünsche es Ihnen.

            Kommentar


            • Re: Angst vor Therapie - berufliche Folgen


              Vielen Dank für Ihre Antwort Herr. Dr. Riecke, So habe ich das auch nicht gemeint, es war aber sehr schlecht von mir geschrieben, das gebe ich zu. Ich meinte ich gehe am Montag zu den Psychologen und werde mich auf die Wartelisten setzen lassen - was ja schonmal der erste Schritt zu einem Termin ist, und wer weiß vielleicht ist ja irgendas frei.

              Eine Frage hätte ich noch, und zwar von der Depression mal abgesehen, beim abnehmen kann mir der Psychologe ja nur helfen was das Syndrom betrifft ansonsten werde ich ja bestimmt ins Fitnessstudio gehen müssen. Da habe ich aber das Problem das ich schon seit der 4. Klasse vom Schulsport befreit bin und zwar litt ich unter einem Anfallsleiden, das jetzt aber in den Griff gekriegt ist aber ich habe seitdem eine Sportbefreiung - mein Neurologe hällt dies für nötig und der Amtsarzt auch, ist also auch vom Amtsarzt abgesegnet, nun ist nur die Frage ob ich da Probleme bekommen könnte wenn ich ins Fitnessstudio gehen würde, meine Hausärztin meinte man könnte über die Krankenkasse Zuschüsse bekommen und sie würde mir da was schreiben das das geht aber ich habe Angst das ich da Ärger in der Schule bekomme - oder ist das unabhängig voneinander weil das ja wichtig ist für diese Behandlung.

              Vielen Dank und nachträglich ein frohes neues.

              Kommentar



              • Re: Angst vor Therapie - berufliche Folgen


                Hallo Hans,

                nun hast du ein Ziel vor Augen und auch erkannt, dass man Opfer bringen muss, wenn man einen Kampf beginnen und auch besiegen will. Eigene Opfer, meine ich. Wir müssen manchmal abwägen welches Übel das kleinere sein wird und dazu müssen wir weit, weit vorausschauen. Das geht nicht immer und da wir ja in unserer eigenen Welt leben, kann es auch sein das wir einiges übersehen.
                Ich bin von dem "neuen" Hans begeistert und hoffe sehr, dass er es schafft bis zu den ersten Terminen sein Ziel vor Augen nicht zu verlieren.

                "Ärger mit der Schule"???
                Hans, es ist DEIN Leben und du musst das durchziehen, was für dein Wohl das Beste ist.
                Wenn das Fitnessstudio für deinen Weg wichtig ist, dann zieh es durch!!! Ganz egal warum, weshalb und mit wem du dann Ärger bekommen würdest.
                Wobei ich ehrlich sagen muss, dass ich nicht nachvollziehen kann, warum man deshalb Ärger mit der Schule bekommen sollte.

                Wie es scheint, ist deine HÄ jemand, der dich gut unterstützt. Ich bin sicher, dass du gemeinsam mit ihr einen dir angemessenen Weg finden wirst.

                Ich drücke dir die Daumen, dass du dein Ziel vor Augen niemals verlieren wirst. Und lass die Angst vor anderen Dingen bei Seite!
                Klar macht man sich Gedanken um andere Dinge aber ich für mein Empfinden, lese zu oft das Wort „Angst“. Man kann vor etwas Respekt haben und klar, soll und muss man sich Gedanken um andere Dinge machen, aber wenn uns das Wort Angst ständig begleitet, verlieren wir schneller unser Ziel vor Augen, als es uns lieb ist.

                Wenn wir einen Weg begonnen haben, werden wir sicher einige Steine zur Seite räumen müssen. Manche Steine davon werden leicht zu tragen sein und andere schwerer. Von den Steinen aber, die schwerer sind, werden wir auch das meiste lernen. Drum lasse dich nicht beirren, wenn ein Stein mal länger an einer Stelle bleibt.
                Nicht immer ist der einfachste und schnellste Weg auch der, der uns am Ende zum Ziel führen wird. Na ja, zum Ziel vielleicht schon aber meist dann eben auch zu Rückfällen.
                Die holprigen und schwereren Wege, sind meist die, die uns zum Ziel führen und auch beim Ziel belassen. Rückschläge werden auf jedem Weg kommen aber auch das sollte man nicht negativ sehen, sondern versuchen auch diese Erfahrung mit zu dem nächsten Stein zu tragen.

                Kätzchen

                P.S. Ein frohes, gesundes und erfolgreiches neues Jahr für alle Leser.

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                • Re: Angst vor Therapie - berufliche Folgen


                  Hallo Hans,

                  es gibt wenige Epilepsie-Formen, bei denen Sport ungünstig ist. Meist werden nur gefährliche Situationen (Reck, Barren usw.) gemieden. Außerdem sind die Anfälle offenbar lange nicht mehr aufgetreten. Bewegung ist prinzipiell eher günstig.

                  Das Fitness-Studio als Baustein einer Gewichtsreduktions-Behandlung kollidiert so nicht mit der Sportbefreiung. Insbesondere nicht, wenn eine hausärztliche Befürwortung vorliegt.

                  Also: alles Gute, viel Erfolg und einen raschen Termin bei der Psychotherapie!

                  Beste Grüße

                  Dr. Riecke

                  Kommentar


                  • Re: Angst vor Therapie - berufliche Folgen


                    Guten Abend!

                    Es ist viel fataler eine Depression (auch in Kombination mit einem anderen Beschwerdebild) unbehandelt zu lassen.

                    Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass die unbehandelten Beschwerden immer schlimmer werden...und umso schwieriger ist bzw dauert die Behandlung sowie die Regenerationsphase.

                    Für mich war es die beste Entscheidung eine amb.Therapie durchzuführen...mit jedem Besuch kam ich - gefühlt - gestärkter aus den Sitzungen. Man darf jedoch keine Wunder erwarten - die Heilung der Seele braucht seine Zeit!!!

                    Aufgrund meiner AU-Zeiten musste ich irgendwann auch meiner Chefin reinen Wein einschenken...war nicht so dolle, aber schaffte mir auf der Arbeit etwas Freiraum.

                    Theoretisch muss man ja auch niemanden davon erzählen...ist ja eine Privatsache. Die Therapien laufen ja schließlich nach der Arbeit...

                    Einen wichtigen Tipp hätte ich noch:

                    Man darf nie vergessen, dass es sich bei Depressionen mittlerweile um eine weit verbreitete Krankheit handelt. Zwar wird immer noch nicht offen darüber geredet, aber es betrifft mehr Personen (auch im eigenen Umfeld) als man denkt...denn wer kann heute noch von einer perfekten Ausgangssituation sprechen. Familiäre Probleme, Stress und Überlastung auf der Arbeit gehören doch heutzutage zum Alltag. Es muss einem nicht peinlich sein. Schließlich ist es der richtige Weg es zu erkennen, dass man sich nicht mehr selber helfen kann und man anderweitig Hilfe benötigt. (Wie viele Menschen laufen draußen herum, haben einen an der Klatsche und meinen es sei alles ok - alles hoffnungslose Fälle )

                    MfG, Sandra

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