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Hoffnung: Mir geht's seit über einer Woche sehr gut :)

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  • Hoffnung: Mir geht's seit über einer Woche sehr gut :)

    Guten Morgen zusammen,

    ich denke, für den Post heute eignet sich ein neuer Thread am besten: Mir geht es seit fast zwei Wochen richtig gut. So gut, wie seit gefühlten Urzeiten nicht mehr am Stück

    In meinem Stimmungsbarometer tauchen überwiegend nur noch 7er und 8er auf, ne Handvoll 9er sind's auch schon, und der Tiefstwert liegt niedrigstens bei 6! Wobei es sogar viele Tage gibt, wo der Tiefstwert ne 7 ist. Also zu 80-90% praktisch absolut beschwerdefrei. Im Gegenteil bin ich schon richtig happy darüber, mich nur mit so Wehwehchen wie ein bißchen Mini-Gastritis (Donnestag+Freitag) oder nem eingeklemmenten Nerv an Rücken (Freitag+Samstag) herum"plagen" zu dürfen Ok - und meine Allergie - aber lieber drei Packungen Taschentücher am Tag als drei 4er oder 5er in meinem Stimmunstagebuch *g*. In jedem Fall beeinträchtigt mich das alles im Augenblick echt wenig bis gar nicht.

    Fluoxetin nehme ich weiter im täglichen Wechsel 30-40-30-40 - also 35 mg im Schnitt. Noch drei bis vier Wochen, dann reduziere ich auf 30. Die will ich dann auf jeden Fall erstmal halten, bis Mitte August der nächste Psychiater-Termin ist.


    In den letzten anderthalb Wochen habe ich wieder recht begeistert an meinem PC rumgeschraubt (Netzteil und Grafikkarte gewechselt), gestern Windows neu aufgesetzt (hab mir wohl versehentlich irgendwie Treiber zerschossen - so what); bin etwas cachen gewesen; gestern Nachmittag waren wir bei Freunden zum Geburtstag-Feiern eingeladen, hab mit unserem Sohn dort aus den großen Lego-Steinimitaten einen gotisch anmutenden Turm mit Stützbögen gebaut, weil die Wiese minimal abschüssig war und jede "normale" Konstruktion immer irgendwann umkippte...

    ... und überhaupt...

    ... so darf das Leben sein. Einfach schön!


    Dieser Post hier für alle von uns, die noch oder wieder drinhängen - und damit auch prophylaktisch für mich als Gedächtnisstütze

    => Es wird alles wieder gut!


  • Re: Hoffnung: Mir geht's seit über einer Woche sehr gut :)

    Das freut mich wirklich sehr für dich! Weiterhin alles gute, lieber alex!

    vlg, crash

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    • Re: Hoffnung: Mir geht's seit über einer Woche sehr gut :)

      Hallo Alex,

      das Thema hat auch einen eigenen Thread verdient und auch ein bisschen einen Neustart Charakter.;-)

      Ich drück dir die Daumen das dir dieses Gefühl, des schönen Lebens, noch lange erhalten bleibt und viel Spaß beim Genießen!

      L.G.

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      • Re: Hoffnung: Mir geht's seit über einer Woche sehr gut :)

        "Ich drück dir die Daumen das dir dieses Gefühl, des schönen Lebens, noch lange erhalten bleibt und viel Spaß beim Genießen!"

        Da kann ich mich nur anschließen ..

        Weiter alles Gute für Sie!

        Kommentar



        • Re: Hoffnung: Mir geht's seit über einer Woche sehr gut :)

          Ich danke euch / Ihnen für die Antworten

          Jetzt, zwei Tage später, ist es wieder ein wenig gemischter, aber immer noch auf einem sehr hohen Niveau. Primär der Job ist nach wie vor teilweise echt ätzend, meine Motivation diesbezüglich knapp über Kellerniveau. Stellenangebote habe ich schon durchforstet, auch ein paar rausgepickt. Aber ich hab das Zwischenzeugnis meines aktuellen Arbeitgebers irgendwo verlegt und noch nicht eingescannt... Und das letzte Wochenende lief so gut und entspannend - da hab ich weder dran gedacht, es zu suchen, noch hatte ich ausgesprochen Lust dazu

          Werd mich da jetzt morgen wirklich mal dran machen! Habe morgen KiTa-bedingt einen Tag frei und bin dann mit meinem Sohn und einer Freundin von ihm Zuhause - da wird sich bestimmt mal die Gelegenheit ergeben, das Ding auszugraben.


          Alles ist gut !

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          • Re: Hoffnung: Mir geht's seit über einer Woche sehr gut :)

            "Habe morgen Kita-bedingt einen Tag frei und bin dann mit meinem Sohn und einer Freundin von ihm Zuhause "

            In diesem Fall hat ja der Kita-Streik auch ganz angenehme Seiten ...

            Kommentar


            • Re: Hoffnung: Mir geht's seit über einer Woche sehr gut :)

              Mal wieder Zeit, diesen Hoffnungs-Thread hier auszugraben :

              Die letzten zwei bis drei Wochen verliefen weitestgehend beschwerdefrei und waren sehr schön.
              Die Eheberatung scheint ein wichtiges Zeichen gewesen zu sein, weil es seit dem ersten Termin zwischen mir und meiner Frau eigentlich aufwärts geht, kein Knatsch, keine großen Mißverständnisse, keine gegenseitigen Schuldzuweisungen, kein Auf-die-Barrikaden-gehen.

              Ein zweites Kind ist seitdem auch erstmal kein aktuelles Thema mehr: Die Eheberaterin hat sich im ersten Termin anderthalb Stunden Zeit für uns genommen, und nach rund einer Stunde konstatierte sie - primär in Richtung meiner Frau - fragend, weshalb sie denn überhaupt so unbedingt ein zweites Kind haben wollte, wo uns doch schon das erste an den Rand unserer Belastungsgrenze gebracht hätte. Hatte da keinerlei Vorschub geleistet, keine Stichworte geliefert - die Frage stellte die Beraterin von sich aus, weil meine Frau während der vorangegangenen Stunde, in der wie die Situation und die Entwicklung der letzten Jahre geschildert haben, hin und wieder deutlich Emotionen zeigte, ein-, zweimal auch hörbar Verbitterung mitschwang und ein paar Tränen hochkamen.
              Hat meiner Frau zuerst überhaupt nicht gefallen, wieder damit konfrontiert zu werden, und ich habe der Eheberaterin dann auch kurz erläutert, daß das in den zwei Wochen vorher großes Krisenthema bei uns war. Aber sie hat da nicht lockergelassen und meine Frau eindringlich gebeten, die Sache auf jeden Fall in ihre Einzelgespräche mitzunehmen, um herauszufinden, warum ihr ein zweites Kind so wichtig ist.

              Seitdem hab ich davon nichts mehr gehört...
              Aber die Stimmung meiner Frau ist grundsätzlich gut, und im zweiten Termin letzte Woche meinte sie dann auch, sie wäre irgendwie entspannter und es fiele ihr alles etwas leichter als vorher noch, auch im Umgang mit mir. Geht mir ähnlich.
              Wobei wir uns beide schwertun festzustellen, was genau wir jetzt verändert haben...

              Ich tendiere dazu, das Thema mit dem zweiten Kind weiterhin erstmal ruhen zu lassen, weil ich davon ausgehe, daß meine Frau darüber mit mir sprechen wird, sobald sie dazu bereit ist.
              Andererseits bin ich mir da aber auch nicht so ganz sicher... Das Thema ist wiederum auch zu brisant, um einfach nur Gras drüber wachsen zu lassen, weil es früher oder später sicher wieder hochkommen wird.
              Hmmm....

              Auf jeden Fall hat in dem Bereich eine spürbare Entspannung Einzug gehalten, und wir haben an den vergangenen Wochenenden auch immer wieder sehr schöne Familienausflüge gemacht und das Zusammensein genossen


              Tja, ansonsten bin ich den letzten Wochen auch gut beschäftigt, überlege und mache viel rund um die Hardware meines PC's. Das macht mir einerseits Spaß, andererseits lenkt es mich aber auch gut ab. Da gibt's was Handfestes zu planen, zu organisieren und umzusetzen, und ich sehe am Ende auch ein handfestes Ergebnis, über das ich mich freuen kann Meine Cacherei macht auch Fortschritte, hab jetzt am Wochenende endlich die letzten zwei der fünf Aufgaben aus der Sommer-Challenge abgeschlossen und mir das zugehörige Abzeichen verdient Bin stolz wie Bolle, daß ich für den einen Cache mit dem höchsten Schwierigkeitsgrad (Wertung "5") mit gerade mal rund 4 Litern Wasser ausgekommen bin, obwohl ich 13 gebraucht hätte... ein bißchen Planung und Erfahrung sind eben nicht zu unterschätzen *lol*

              Umgekehrt stelle ich aber seit gestern Mittag und auch heute Früh wieder leicht hellgraue Gedankenwolken in Richtung "Sinn" und "Unsinn" fest, was mich immer mal wieder für Momente etwas bremst. Einfach so'n bissel Sand im Getriebe, nicht genug Schmiermittel, wie auch immer... Fühle mich auch immer wieder etwas müde und schläfrig, nicht schlimm, solange ich "sinnvoll" beschäftigt bin.
              Allerdings sind meine "Projekte" demnächst erledigt, zumindest ist da nicht mehr so super viel zu planen und zu machen - und im Zuge der Überlegungen "was jetzt?" schleichen sich dann prompt wieder ein paar blöde Gedanken mit ein...
              Versuche das alles wie üblich zu relativieren und auch ein bißchen unter Langeweile, und das ist in Ordnung, abzubuchen. Aber naja... eine latente Sorge bleibt...

              Mein Psychiater meinte vor anderthalb Wochen auch, ich sollte auf jeden Fall auf 40 mg Fluo bleiben. 30 seien aufgrund meiner Versuche offenbar zu wenig, und bis auf weiteres soll ich dann weiter 40 einnehmen.
              Denke da auch gar nicht groß drüber nach, ist halt so und ist in Ordnung.
              Im Gegenteil geht's mir in den letzten zwei Wochen schon so gut, daß bereits zweimal die Einnahme morgens vergessen und sie erst nachmittags mit ner halben nachgeholt habe Das ist mir nicht passiert, solange es mir ernsthaft schlechter ging.


              Genug für den Moment.

              Es geht weiter aufwärts!

              Jede Depression geht vorüber, auch meine!

              Und ganz im Sinne der Achtsamkeit:
              "Jetzt und hier in diesem Augenblick ist alles gut und in Ordnung."
              Den Satz hat meine Frau vor zwei Wochen aufgeschnappt und mir davon erzählt.
              Und es ist definitiv was Wahres dran:

              Jetzt und hier in diesem Augenblick, diesem Moment, ist wirklich alles gut und in Ordnung

              Kommentar



              • Re: Hoffnung: Mir geht's seit über einer Woche sehr gut :)

                "ist wirklich alles gut und in Ordnung"

                Und sehr in Ordnungist auch die Tatsache, dass Sie hier in dieser Weise berichten. Denn Ihre Beiträge haben dann stets einen "Mut-mach-Charakter" für die Anderen.


                Kommentar


                • Re: Hoffnung: Mir geht's seit über einer Woche sehr gut :)

                  Moin zusammen

                  Ich denke, es ist an der Zeit, diesen Hoffnungs-Thread mal wieder auszugraben:

                  Die letzten Stimmungsschwankungen mit Angstanflügen liegen nun seit fast zwei Wochen hinter mir, und mir ging es in der Zeit seitdem gut und richtig gut - alles tipp-topp. Mal abgesehen von den üblichen Ärgernissen des Alltags Unter anderem Sohnemann versucht gerade mal wieder, seine Grenzen auszutesten und übt sich u.a. etwas im Schwindeln... ist nicht immer lustig, aber wir hoffen, daß es nur eine Phase ist, die wir ihm mit ein paar erzieherischen Mitteln - Fernsehverbot, ne Stunde Stubenarrest, kein Ü-Ei etc. - wieder ausgetrieben bekommen. Abgesehen davon erklären wir ihm natürlich sehr viel, u.a., daß uns sein Verhalten enttäuscht und traurig macht. Mal sehen, ob und wann das alles wirkt...

                  Aufgrund des zweiten Kinderwunschs bin ich jetzt auch in Absprache mit meinem Psychiater seit dem 14.02. am Ausschleichen und nehme seitdem täglich nur 20 mg pro Tag. In zweieinhalb Wochen soll ich dann auf 10 reduzieren, wieder vier Wochen, dann ganz absetzen. Natürlich Bescheid geben, wenn's kontinuierlich und permanent schlechter würde; üblicher Kontrolltermin in drei Monaten.
                  Aber bis jetzt bin ich auch da sehr optimistisch gestimmt, vor allem eben auch, weil der Psychiater da vorletzten Montag echt - für ihn - ungewöhnlich viel Verständnis für die Situation mit dem Kinderwunsch hatte und da mit mir am gleichen Strang zieht. Das hat mir sofort den Druck und das potentiell schlechte Gewissen genommen, wenn ich stattdessen versuchen müßte, das gegen seine Empfehlung durchzuziehen.

                  Ich mache mir keine Illusionen, daß es nicht auch wieder schlechtere Stunden und Tage geben wird. Alles andere wäre zwar sehr schön, aber verwunderlich
                  Da allerdings der Frühling und längere Tage vor der Tür stehen, so daß ich auch wieder häufiger abends nach Büroschluß noch rausgehen kann, dürfte sich das hoffentlich in erträglichen und machbaren Grenzen halten.


                  In jedem Fall an euch alle hier im Forum, die ähnliche Probleme haben:
                  Nie die Hoffnung aufgeben!
                  Es wird definitiv und auf jeden Fall irgendwann wieder besser. Versprochen.
                  Bei einigen schon nach Wochen und Monaten, bei anderen - so wie bei mir - dauert es länger. Ja, eine Anfälligkeit wird immer bleiben. Vielleicht muß ich früher oder später auch wieder auf die SSRI zurück.

                  Aber dieses eine Leben, das wir alle haben, und das sehr sehr schön ist, wenn man das Schlimmste überstanden hat, ist es allemal immer wert

                  Kommentar


                  • Re: Hoffnung: Mir geht's seit über einer Woche sehr gut :)

                    "Aber dieses eine Leben, das wir alle haben, und das sehr sehr schön ist, wenn man das Schlimmste überstanden hat, ist es allemal immer wert"

                    Das ist ein schöner Satz, Alex.

                    Ich bin auch beruhigt, dass Sie in Ihrer Zukunftserwartung auch auf ein paar Schatten im sonnigen Leben gefasst sind...

                    Kommentar



                    • Re: Hoffnung: Mir geht's seit über einer Woche sehr gut :)

                      Hört sich sehr gut an.

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                      • Re: Hoffnung: Mir geht's seit über einer Woche sehr gut :)

                        Ich hoffe es sehr.
                        Seit gestern fühlt sich mein Tag job-bedingt wieder etwas sinnloser an, und ich sehe den Ausweg nicht bzw. bringe irgendwie die Zuversicht nicht auf, daß sich mit einem Jobwechsel etwas ändern wird.

                        Dabei ist es nicht so, daß alles am Tag unsinnig wäre - aber für's Haushalt-führen und diverse meiner Hobbies werde ich eben nicht bezahlt

                        Bin also immer noch auf der (stepstone-)Suche nach einer sinnerfüllteren Arbeit, die mir zumindest mal wieder für ein paar Jahre den Rücken freihält.
                        Davon abgesehen beruhigt es mich aber irgendwo ungemein, wenn auch aus dem Kollegenkreis zunehmend - ohne, daß ich das Thema selbst zur Sprache bringe!! - Klagen zu hören sind. Teils nur im persönlichen Vier-Augen-Gespräch. Am Montag bspw. aber auch von unserem Laborleiter, der sogar im Dreierkreis meinte, es würde alle paar Jahre Zeit, sich etwas anderes zu suchen. Oder ob man sich intern weiterentwickeln könnte...? - die Frage ging dann auch an meine Adresse.

                        Wie dem auch immer sei:
                        Mir geht es grundsätzlich weiterhin gut. Das Fluoxetin ist jetzt seit über zwei Wochen auf 20mg. Nach einem Gespräch mit meinem homöopathischen Psychiater gestern ist auch nicht auszuschließen, daß sich auch hier nach der Zeit langsam Effekte zeigen könnten.

                        Denke und hoffe nur, daß ich stark genug bin. das durchzustehen.

                        Und über den Berg bin ich wahrscheinlich erst, wenn ich jobtechnisch eine positive Veränderung erfahre.
                        Klar auch: Probieren geht über studieren...

                        Wenn ich in den Stellenausschreibungen nur nicht immer den Eindruck hätte, die Hälfte der Anforderungen nicht erfüllen zu können. Und bei nem fachlichen Wechsel mehr Richtung IT, wie er mir vorschwebt, sind das mitunter relativ harte Fakten, die nur schwer zur Verhandlung stehen dürften.

                        Aber wie auch immer:
                        Ich bemühe mich um Zuversicht. Eigentlich ist es ein "Luxusproblem" - keine Ahnung, wieso ich mir da so dermaßen immer wieder selbst ein Bein stelle.
                        Wahrscheinlich weil 8-10 Stunden Arbeitstag ja nun einen ordentlichen Anteil einnehmen...

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                        • Re: Hoffnung: Mir geht's seit über einer Woche sehr gut :)

                          Gestern Abend war Elternabend in der Kita, und da ist eine sehr schöne Metapher gebraucht worden:
                          Kleine Kinder brauchen engere Grenzen, große Kinder weitere Grenzen.
                          Die Metapher war nun: Was passiert, wenn man ein kleines Bild/Photo in einen zu großen Rahmen steckt?

                          ... => es fängt irgendwann an zu ver- und abzurutschen.

                          Wenn ich gerade so darüber nachdenke, dann paßt diese Metapher auch sehr gut auf meine Situation, denke ich:
                          Ich sehe in vielerlei job-technischer Hinsicht keine Grenzen mehr. Da ist - gerade in meiner neuen Abstellgleis-Position (s. anderer Thread) - kein fester Aufgabenrahmen mehr. Und ich stelle fest, daß mir die "große Weite" der Möglichkeiten an der Stelle zuu groß und zuu weit und zuu komplex ist. Ich fühle mich dadurch eher verunsichert, als daß ich diese Freiheit genießen könnte - wahrscheinlich, weil sie nur scheinbar da ist. Soll heißen: Sicher sind da sogar irgendwo Grenzen, klar. Aber sie sind sehr verschwommen und fast unsichtbar für mich, und ich spüre sie immer erst, wenn ich bereits drinhänge. Bildlich gesprochen.

                          Nur wie bekomme ich den Komplexitäts- und Freiheitsgrad wieder auf mein Wohlfühlmaß reduziert? Gerade in der Industrie werden ja nun größtmögliche Flexibilität, maximales Engagement und wer-weiß-was-sonst-noch ausdrücklich immer groß geschrieben.

                          Was wiederum nicht heißen soll, daß ich mich für unflexibel und nicht engagiert hielte - aber ich kann meine Form von Flexibilität, Engagement und Begeisterung offenbar am besten dann entfalten, wenn der Rahmen fest definiert und nicht zu weit gesteckt ist.

                          Wenn ich so zurückdenke an die letzten zehn bis zwanzig Jahre, ist das wahrscheinlich auch schon immer so in der Form gewesen.
                          Aber Grenzen verschieben sich ja nicht von heute auf morgen, und sie verschwinden auch nicht plötzlich außer Sicht. Sondern schleichend. Und ich habe mich ja auch immer bemüht, mich zu strecken.

                          Nur irgendwie und irgendwo bin ich jetzt plötzlich eher im luftleeren Raum gelandet... zumindest für mich. Andere mögen sich da sicher noch wohlfühlen.

                          Aber mal ganz konkret gesprochen:
                          Wie überzeuge ich einen Personaler und potentiell zukünftigen Chef davon, daß ich nach wie vor alles geben kann im Job, aber eben ne Nummer niedriger und mit ordentlich abgesteckten Zielen und Grenzen....?
                          Mal ganz zu schweigen davon, daß die Stellenausschreibungen auf stepstone & Co. wie schon erwähnt ja grundsätzlich Iron-(Wo)Men suchen *g*

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                          • Re: Hoffnung: Mir geht's seit über einer Woche sehr gut :)

                            Ich habe die Erfahrung gemacht, das wenn man einen Job wirklich will, dann wirkt man am überzeugendsten.
                            Ein Personaler merkt ob du dafür brennst, Begeisterung ausstrahlst und engagiert bist.

                            Einfach sein wie du bist und nicht alles schon vorausdenken, manchmal braucht es auch etwas Spontanität.

                            So wie sich deine Texte anhören fehlt dir ein fettes Erfolgserlebnis, eins von Außen, da dir deine persönlichen Erfolge nicht das geben was du für deinen Selbstwert brauchst.

                            Hast du dich denn schon beworben?

                            Bei Einladungen ist es wichtig, das auch eine Absage verdaut werden kann und du dir z.B. sagst das deine Bewerbung so gut war das du zum Gespräch gebeten wurdest, anstatt sich darüber zu grämen das man vielleicht doch nicht der Auserwählte ist.

                            Am weitesten kommst du wenn du das etwas lockerer sehen kannst, dich nicht darauf versteifst und deinen jetzigen Job für dein Selbstbewusstsein nutzt.
                            Du kannst dann sicherer auftreten, es ist nicht so schlimm wenn es nichts wird da du ja Arbeit hast und du musst auch nicht zusagen wenn etwas nicht stimmt.
                            Die wollen dich und dementsprechend kannst du auch dort Forderungen stellen wo es nicht passt und du dich deshalb gegen den Job entscheiden würdest, schauen ob sie darauf eingehen.

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