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Stress, Bewegungsdrang, totale Erschöpfung - Was ist das?

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  • Stress, Bewegungsdrang, totale Erschöpfung - Was ist das?

    Hallo,
    ich bin Student und habe ein sehr hohes Pensum und dadurch bedingt auch recht viel Stress. Bisher konnte ich damit die meiste Zeit sehr gut umgehen.
    Seit ein paar Wochen habe ich jedoch starke Probleme mich zu konzentrieren. Wenn ich am Schreibtisch sitze geht es meistens die ersten 10 Minuten recht gut, dann fange ich an mit den Gedanken abzuschweifen und werde zappelig. Ich kann mich gar nicht dagegen wehren. Ich fange an auf meinem Stuhl rumzuhampeln, mit meinem Stift herumzuspielen oder mich zu strecken nur um Bewegung zu bekommen. Etwas Erleichterung verschafft es mir, wenn ich mit dem Bein wippe. Wenn ich dies sehr stark tue, kann ich mich erstmal wieder eine kurze Zeit konzentrieren. Damit nerve ich jedoch meine Sitznachbarn und zudem ist es auf Dauer recht anstrengend.
    Wenn ich es gar nicht mehr aushalte, gehe ich spazieren. Oft bin ich 1-2 Stunden unterwegs, werde aber nicht wirklich ruhiger und zappel sofort wieder rum, sobald ich am Schreibtisch sitze. Manchmal setze ich mich während des Spaziergangs auf eine Bank. Hier kann ich dann komischerweise problemlos lange Zeit sitzen ohne den Drang zu haben herumzuzappeln.
    Dazu kommt, dass ich mich sehr müde und abgeschlagen fühle. Es fällt mir jeden Morgen schwerer aus dem Bett zu kommen und Abends schlafe ich oft vor dem Fernseher ein, weil ich so müde bin. Auch über den Tag fühle ich mich nie ganz fit und habe häufig Kopfschmerzen.
    Die Kombination aus der Ruhelosigkeit/Zappeligkeit und der totalen Erschöpfung beunruhigt mich sehr.
    Was könnte das sein und vor allem, wie bekomme ich das wieder in den Griff? Das ich mich nicht konzentrieren kann stresst mich nämlich leider noch zusätzlich, da ich mein Pensum im jetzigen Zustand nicht bewältigen kann.


  • Re: Stress, Bewegungsdrang, totale Erschöpfung - Was ist das?

    Hi,
    das kann natürlich mehrere Gründe haben.
    Du solltest dich von deinem HA durchchecken lassen, einfach um zu schauen ob alle Werte in Ordnung sind.

    Ich würde auf den Stress, die Müdigkeit und die Überforderung tippen.
    Ich denke das du so Druck ablässt, der sich während dem Arbeiten aufstaut.
    Versuch dir einen Plan zu machen, jeden Tag Bewegung, mindestens dreimal die Woche Sport, Entspannungsübungen und auch mal ein Entspannungsbad.
    Schaffe feste Zeiten fürs Lernen, genauso wie fürs Essen, Schlafen, Entspannen...........
    Bringe Regelmäßigkeit in dein Leben und versuche nach Plan zu lernen, in der Schule hast du sicher Techniken vermittelt bekommen, wende sie auch im Studium an und sorge auf jeden Fall für genug Nachtruhe und dafür das du dich nicht zu verrückt machst.

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    • Re: Stress, Bewegungsdrang, totale Erschöpfung - Was ist das?



      Hallo Wertzustand, ich hab für dich gegoogelt und den Wirkstoff Methylphenidat rausgepickt. Der soll helfen, wenn man unter solchen Symptomen leidet, wie du derzeit. Finde alles weitere, was dich interessieren könnte unter : ADHS.... Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom...

      Wäre ich in deiner Lage, dann würde ich mal überlegen, wie wertvoll ist ein besonders anstrengendes Studium, wie wertvoll meine Gesundheit...wenn man zappelt und nicht still sitzen kann, dann ist man gedanklich auf der Flucht. Wenn man mit seinen Gedanken ständig abschweift, dann ist man nicht gerne da, also lieber wo anders. Bei mir ist oft hilfreich, wenn ich mich selber motiviere, mir also erzähle, was ich da mache, das ist etwas sehr Gutes. Zugleich hören meine inneren Widerstände dann auf und es wird stiller und ruhiger in mir.
      Wenn man nachliest, dann sollen die Medikamente gegen ADHS sehr gut helfen gegen Konzentrationsstörung und das Lernen viel leichter machen, auch gut, wenn man sie nur dann nimmt, wenn man sie braucht- also während der Woche, am Wochenende nicht- sie sollen auch nicht süchtig machen. So hab ich das gelesen, aber frag mich bitte nicht wo. Ich versuch mich zu erinnern, dann sag ichs dir.
      Versuch du dich zu erinnern, was du sonst noch wolltest, ausser eine Karriere anstreben. Du brauchst vielleicht etwas Ausgleich, Muße, Sport, Vergnügen, alles halt, wo Dopamin leicht fließen kann.
      Bei einem Mangel an Belohnstoffen flieht der Geist. Heftig küssen wäre vielleicht dran... :-))

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      • Re: Stress, Bewegungsdrang, totale Erschöpfung - Was ist das?

        Lustig, gerade das ist ein Medikament das zu jenen gehört die mir unheimlich sind.;-)

        Ich denke aber das es schon helfen kann, jedoch würde ich vorher versuchen die Situation durch Veränderungen zu bessern, in erster Linie kontrollierte Bewegung, vielleicht vor dem Lernen und ein Plan der kontinuierlich angepasst wird.

        Ich glaube auch nicht so recht an ADHS, das bekommt man ja normalerweise nicht über Nacht, es könnte vielleicht eine Stoffwechselstörung o.ä. sein, keine Ahnung was da alles infrage kommt, was der Arzt mal kontrollieren sollte.

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        • Re: Stress, Bewegungsdrang, totale Erschöpfung - Was ist das?

          Moin,

          naja, die Frage ist ja auch, wie sehr das wirklich erst "über Nacht" gekommen ist...?!?
          Wir "alten Hasen" wissen doch alle, daß es sich bei vielen auch sehr schleichend entwickeln kann und über Jahre hinweg aufbaut, ohne, daß es man es richtig mitbekommt und damit in Verbindung bringt.

          Ob es jetzt ADHS ist, weiß ich auch nicht. Und ich habe neulich noch eine Reportage im TV gesehen, da wurden die ADHS-Medikamente durchaus kritischer beleuchtet, vor allem in Punkto Abhängigkeit.
          => Also bloß nix ohne Arzt in der Richtung versuchen!

          Was aber als sanfter Einstieg helfen könnte, wäre ein Homöopath / Heilpraktiker. Die 150 EUR mußt Du wahrscheinlich selbst zahlen, keine Ahnung, aber sie könnten gut investiert sein und schlagen nicht gleich so zu wie schulmedizinische Präparate.

          Schließlich kann ich Elektraa nur zustimmen:
          Lerne, Dich selbst zu motivieren. Rede zu Dir selbst, im Stillen wie auch laut ausgesprochen, wenn mal niemand da ist. Nimm dem Streß und dem ganzen dadurch etwas von seiner lähmenden Wirkung. Bei mir funktioniert das mittlerweile auch ganz gut. Und klopfe Dir zwischendrin auch mal auf die Schulter, lächle Dich im Spiegel an. Kleinigkeiten, die mit der Zeit recht wirkungsvoll sein können.

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          • Re: Stress, Bewegungsdrang, totale Erschöpfung - Was ist das?

            naja, die Frage ist ja auch, wie sehr das wirklich erst "über Nacht" gekommen ist...?!?
            Da hast du recht.

            Ich kann mir aber schwer vorstellen, das sich ein Zappelphilipp einschleicht, man müsste da doch schon länger Probleme haben und es eigentlich auch wissen.
            Aber, wirklich wissen tu ich es natürlich auch nicht, vielleicht gibt es da ja auch Phasen, die einem dann insgesamt nicht mehr so präsent sind.

            Also Wertzustand, lass dich erst mal durchchecken und mach dich daran dein Leben etwas umzukrempeln.

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            • Re: Stress, Bewegungsdrang, totale Erschöpfung - Was ist das?

              Erstmal Danke an euch für die Tipps. Ich habe selbst auch schon mal an ADHS gedacht. Habe immer mal wieder Zeiten gehabt in denen es mit der Konzentration gar nicht geklappt hat, aber dieses Zappeligsein ist ganz neu. Da ich aber als Kind nie Auffälligkeiten hatte glaube ich ehrlich gesagt nicht so richtig an ADHS. Ich werde beim Arzt mal meine Blutwerte checken lassen. Vllt sind die Schilddrüsewerte ja nicht ganz in Ordnung. Ich hatte gestern ein Gespräch mit einem Bekannten, der ähnliche Symptome hatte. Bei dem liegt eine Schilddrüsenunterfunktion vor. Bis ich die Werte habe, habe ich mir jetzt erstmal feste Tagesziele gesetzt was das lernen angeht. Dadurch bin ich zwar nicht weniger Zappelig, aber ich kann mich etwas länger Beherrschen und schaffe es öfter mich zur Ruhe zu rufen.

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              • Re: Stress, Bewegungsdrang, totale Erschöpfung - Was ist das?

                Also jetzt nur mal wieder von mir gesprochen:
                Eine Tendenz zur leichten Zappeligkeit habe ich seit meine Jugend. Und ich wippe und zappele auch sehr "gern" mit den Beinen. Seit dem Ausbruch meiner Angst-Depressions-Störung habe (auch) ich einen deutlicheren Drang zu Bewegung entwickelt - es gibt viele Momente, wo ich schon mit den ersten Schritten spüre, wie gut mir das tut.
                An ADHS glaube ich bei mir nur eher weniger: Das Beine-Zappeln habe ich mir wahrscheinlich unbewußt von meinem Vater abgeguckt - der kann das super Und daß Bewegung ein probates "Hausmittel" gegen Streß ist, ist auch nicht weithin bekannt.

                Von daher Wertzustand, ja, ausschließen kann man es vielleicht ohne ärztliche Diagnose nicht.

                Aber vielleicht kannst Du Dich bis dahin ein bißchen selbst diagnostizieren:
                - Wieviel Streß hast Du denn genau?
                - Wann geht der Tag morgens für Dich "richtig" los - Vorlesungen, Tutorien, Bibliothek etc.
                - Machst Du zwischendrin mal ne Kaffeepause und quatschst mit Freunden? Oder "ziehst" Du die Tage durch?
                - Wieviel Zeit gönnst Du Dir für die Mittagspause?
                - Immer nur Mensa? Oder gönnst Du Dir da auch mal ne Alternative?
                - Und wie lange geht's dann nachmittags oder abends?

                Mein Studium ist mittlerweile 12 Jahre her. Aber ich glaube, der zeitliche Druck bei den heutigen Bachelor- und Masterstudiengängen hat seitdem nochmal zugenommen. Ich hab 13 Semester für mein BWL gebraucht und mir die Zeit frei eingeteilt, mich sogar noch an nem vollwertigen Zweitstudiengang versucht. Sowas ist heute, glaube ich, nicht mehr so einfach drin.

                Umso wichtiger ist es aber in meinen Augen, daß Du da mal ne kleine Analyse machst, wenn Du schon den Eindruck hast, daß da was nicht paßt. Geht ja nicht darum, das Studium abzubrechen - aber wenn Du besser definieren kannst, wo der Schuh genau drückt, findest Du vielleicht auch leichter ne Lösung dafür.


                Und in diesem Sinne abschließend:
                Das mit den festen Tageszielen ist ne gute Sache und wird Dir helfen. Sehr gut!
                Aber: Fokussiere Deinen Tagesplan nicht zu einseitig nur auf das Studium!!
                Fahre den Plan lieber um 10% zurück oder so und baue dafür auch feste "Bewegungszeiten" vor allem an der frischen Luft ein. Ich hielte so 15-20 Minuten Spaziergang alle 1-1,5 Stunden für wichtig und sinnvoll. Das hilft Dir, den Kopf zwischendrin klarzubekommen und verhindert, daß sich zuviel Bewegungsdrang anstaut. Und sollte die Uni mitten in die Stadt integriert sein, dann geh auch mal ein Eis essen oder in 1-2 Geschäfte, und achte nicht so sehr auf 5 Minuten mehr oder weniger. Ganz im Gegenteil: Wenn Du Dich tagsüber nicht so wahnsinnig antreibst, hältst Du nachmittags und abends auch etwas länger durch und kannst die "bewegte" Zeit dann leichter hinten dranhängen. Ist meiner eigenen Erfahrung nach besser, als sich zwanghaft durchzupeitschen
                (Und ja, Tired, Elektraa, so ging das mal bei mir zu... damals... als noch keine Chefs meinen Tag takteten... *g*)


                Bleib am Ball - aber übertreib's nicht!

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                • Re: Stress, Bewegungsdrang, totale Erschöpfung - Was ist das?

                  Es soll natürlich heißen:
                  Und daß Bewegung ein probates "Hausmittel" gegen Streß ist, ist auch weithin bekannt.

                  Das "nicht" gehört da natürlich nicht hin

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