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  • Das komplette Programm

    Hallo Zusammen, da ich mittlerweile mit meinem Latein am Ende bin hoffe ich hier nun auf ein paar weitere Ratschläge. Was tun wenn sich ein guter Beknnter vertrauensvoll an einen wendet, mit Worten die schon sehr nach Verzweiflung und Selbstmordgedanken klingen? Ich bin wohl die einzige Person der er sich überhaupt ein wenig anvertraut. Seine Geliebte hat ihn verlassen, dass macht ihm zu schaffen. Er merkt zum ersten mal wie das ist, wenn jemand anderes ein das Herz bricht. Bisher was er es immer. Zusätzlich hat man ihn nach vielen Jahren als erfolgreichen Abteilungsleiter und CTO eines Konzerns naja ich nenne es mal abgesägt. Ohne jeglicher Infos wurde ihm während einer Dienstreise sein Team und seine komplette Verantwortung aus Umstrukturierungsmaßnahmen genommen. Damit kommt er nun garnicht klar. Was ich irgendwie verstehen kann. Ich sehe jedoch mehr das positiv darin für ihn, was er natürlich gerade nicht sehen kann und will. Aktuell ist er krank geschrieben, hat vom Hausarzt Antisepressiva und Valim zum schlafen erhalten. Ob das der richtige Weg ist? Ich habe versucht ihn davon zu überzeugen zum Psychater zu gehen (da war er vor ein Jahr bereits kurz in Behandlung). Hm aber gut zu reden, aufbauen,... hat immer nur kurze Wirkung. Und ob er dann wirklich zum richtigen Dok geht oder nicht... Erzählen kann man viel und ein großes Schlitzohr war er schon immer. Er schafft es gerade nicht mal sich auf zu raffen und einen Schritt vor die Tür zu machen. Lustlos, antriebslos, jegliche Lebensfreude ist weg. Es tut mir im Herzen weh. Aber was soll ich tun? Mein Mann missachtet ihn und untersagt den Kontakt. Jetzt hängt Zuhause auch noch der Haussegen schief wenn raus kommt dass ich dem Anderen seinen "Seelenklemptner" spiel. Und ich verstehs. Nur jemanden hängen lassen, dems eh nicht gut geht? Er war früher auch immer für mich da. Was tun? Den einen hängen lassen? Meine Mann einweihen der dafür kein Verständnis haben wird? Verzwickte Lage und eigentlich will man nur helfen :-(


  • Re: Das komplette Programm

    Hi,
    deinem Mann könntest du sagen das du Angst um den Freund hast und es dir nicht verzeihen würdest wenn du ihn hängen lässt und das dann Folgen hätte.
    Vielleicht kann er einer solchen Argumentation besser folgen, nicht das es "nur" um den Bekannten geht, sondern vor allem um dich und nicht zuletzt um dein Gewissen.

    Deinen Bekannten wiederum kannst du nur unterstützen, versuchen aufzumuntern und vielleicht auch mal etwas schönes mit ihm unternehmen.
    Das du ihm zuhörst und versuchst einen Rat zu geben ist eigentlich schon eine ganze Menge, viel mehr geht auch nicht, denn umsetzen muss er das schon selber.
    Der Rat zum Psychiater zu gehen war sicher richtig, aber auch da kannst du nur hoffen das er es macht, zu sehr bedrängen sollte man auch nicht, da man nicht weiß ob es nicht zu viel Druck aufbauen würde. Schlechter fühlt man sich sowieso wenn jemand zu sehr darauf pocht das etwas gemacht wird, was man einfach (noch) nicht machen kann, also besser diesen Rat immer mal anbringen aber ihn merken lassen das es alleine seine Entscheidung ist und du diese auch akzeptierst.

    Wenn er konkrete Suizidgedanken hat und du der Meinung bist das etwas passiert, wenn nicht was passiert, oder es einfach eine zu schwere Verantwortung für dich ist, dann solltest du dich an seinen Hausarzt wenden, oder im Notfall an den psychiatrischen Dienst bzw. die Polizei falls sonst niemand erreichbar ist.
    Das ist für einen Laien nicht immer einfach zu beurteilen, aber solange keine konkreten Pläne und Vorhaben geäußert werden, passiert auch von offizieller Seite meist nicht sehr viel.

    Mach dir aber auch klar, das du da keine Verantwortung hast, das du nur tun kannst was du für richtig hältst und nutzen tut alles nichts wenn dein Bekannter nicht irgendwann selber die Initiative ergreift, ansonsten ist man machtlos.

    Das Schlechte an Liebeskummer ist das es zu Kurzschlussreaktionen kommen kann, was du aber auch nicht verhindern könntest, das Gute daran ist das es vorbei geht und die meisten Menschen diese Zeit unbeschadet überstehen.

    Du solltest vor allem auf dich und dein Leben achten, dich nicht aufreiben ohne das du tatsächlich einen Einfluss hast und natürlich solltest du dich auch nicht so da rein ziehen lassen, das dein Mann oder du darunter leidet.
    Biete ihm weiterhin eine Anlaufstelle, wenn es dir möglich ist, versuche seine Lebensgeister etwas herauszukitzeln und ansonsten versuch es so zu sehen wie es ist, er alleine muss da wieder raus kommen und das kann niemand für ihn übernehmen, auch du nicht.

    Wie lange ist die Trennung und das Desaster mit dem Job denn her?
    Es ist ja auch irgendwo normal das man sich dann zurückzieht und auch alles infrage stellt, die meisten fassen aber irgendwann wieder neuen Lebensmut.


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