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Brauche euren Rat

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  • Brauche euren Rat

    Hallo Zusammen!!
    Ich glaube nicht, dass sich jemand hier noch an mich erinnern kann aber ich hoffe trotzdem auf hilfreiche antworten.
    Ich habe letztes Jahr hier schon Rat gesucht und war echt froh ein paar Hilfreiche Tips und Ratschläge bekommen zu haben.
    Mein Problem Panikattacken...Angstzustände....Angst zu sterben...
    Es geht mir deutlich besser als letztes Jahr, aber ich habe da so ein paar Probleme.
    Meine Panikattacken sind weniger geworden, viel weniger wenn ich so überlege.
    Mein ertses Problem, ist die ständige Angst vor einer Panikattacke.
    Ich weiß nicht wie ich das beschreiben soll...es so als ob ich Angst habe diese Angst loszulassen und zu Leben!!!????
    Überallhin nehme ich diese Angst mit...ich denke es ist so, dass ich mich so versuche darauf vorzubereiten, dass wenn ich eine PA kommt, ich nicht so davon unvorbereitet überrumpelt werde.
    Vielleicht versuche ich auch so die Kontrolle darüber zu haben...obwohl ich sehr genau weiß, dass ich es nicht kontrollieren kann.
    Das ist natürlich sehr anstrengend und vor allem fühle ich mich wie eingesperrt.

    So das zweite Problem ist irgendwie sehr Ähnlich oder hängt sehr mit dem ersten zusammen.
    Oft (nicht mehr jeden Tag von Morgens bis Abends wie noch vor einem Jahr,aber doch in letzter Zeit immer öfter) quällt mich der Gedanke, dass ich jeden Augenblick sterben könnte und ich nichts dagegen tun kann. Es macht mir Angst, dass ich es nicht beeinflußen kann.
    Auch, dass ich meine Kinder nicht davor schützen kann, dass sie auch Krank werden können und sterben.
    Dadurch kann ich einfach nicht frei leben.

    Nun zum dritten Problemchen:
    Alles was ich in den Therapien gelernt habe stelle ich in Frage.
    Also nicht das was ich gelernt habe, ich meine eher die Erkenntnisse über die Ursache/n meiner Panikattacken und dieser Angstgedanken. Als ich in Therapie war schien das alles so klar und ich habe alles irgendwie verstanden. Jetzt weiß ich auch nicht, ob ich das alles wieder verdränge oder ob ich das je geglaubt habe oder ob ich es nur glauben wollte und es mir eingebildet habe?????
    Ich bin echt ratlos!!! Verstehe nun gar nix mehr!!!
    Kurz zu den Ursachen nein nicht ganz, zu der Hauptursache:
    Für all das, was ich durchgemacht habe also die Panikattacken ist wohl meine Ehe "schuld"
    Ich war sehr unglücklich, was mir gar nicht bewußt war,doch schon, es war mir bewußt ich habe es nur nicht an mich rangelassen und hatte mich lieber in einen Putzwahn gestürzt.
    Es ist eine längere Geschichte....aber meine Frage....hat jemand von euch eine Ahnung ob das echt sein kann??? Ich habe mich bis heute nicht getrennt obwohl ich es irgendwie wollte aber jetzt weiß ich rein gar nichts mehr und zweifle daran, dass diese Symptome damit zusammenhängen, dass es mir immer noch nicht gut geht....andererseits denke ich....dass ich von meinem Weg abgewichen bin und nun wieder die Konsequenzen in Form von Unruhe,Angst,Schwindel, tragen muss.
    Fakt ist, dass ich, als ich mich letztes Jahr (so Ende Juni) entschieden habe auf Abstand zu meinem Mann zu gehen, und als mein Mann erfahren hat, dass ich nicht glücklich mit unserer Ehe bin...und ich ihm nichts mehr vormachen musste....ging es mir besser.Obwohl wir uns nicht getrennt haben. Ich habe ihn um Zeit gebeten, die er mir auch gegeben hat.Nur wenn ich ehrlich bin, weiß ich selber nicht so recht wofür ich Zeit haben wollte. Mein Mann hat sich jetzt voll zum positiven geändert. Irgendwie ist er jetzt so wie ich es mir immer ausgemalt habe,oder wie ich mir meinen Mann vorgestellt habe und trotzdem bin ich nicht in der Lage es zu genießen, es anzunehmen.
    Irgendwie denke ich, dass es zu Spät ist....ich habe zu lange warten müssen.... Um es mal zu erklären:Meine Ehe war ein nebeneinander herleben. Wir haben nie etwas zusammen unternommen,wir hatten uns nichts zu sagen....ich wollte mich 1 Jahr nach der Geburt unseres Sohnes trennen,denn mein Mann war nie für uns da...theoretisch war ich wie Alleinerziehend nur,dass ich noch meinen Mann versorgen "musste". Als ich damals meinem Mann sagte, dass ich die Trennung will,drohte er mir, dass er sich umbringen würde. Also blieb ich bei ihm.
    Ich hatte mich entschieden mit Ihm aber halt für mich zu leben. Nur so hatte ich mir mein Leben, meine Ehe nicht vorgestellt. Das hab ich aber immer erforlgreich verdrängt.
    Da waren noch so einige andere Dinge aber ich möchte ja nun jetzt kein Buch schreiben.
    Jetzt steh ich total auf dem Schlauch.Ich zweifle genau diese Theorie an, dass meine unglückliche Ehe diese Panikattacken ausgelöst hat.
    Wie gesagt, ich habe mich nicht getrennt.Ich weiß nicht ob ich das will....manchmal denke ich, dass ich das schon weiß....aber es nicht wahrhaben will und ich mich deshalb so im Kreis drehe....
    Boh es ist so schwer.
    Kann mir hier jemand irgendwie auf die Sprünge helfen????


  • Re: Brauche euren Rat


    [quote Leticia27]
    Ich glaube nicht, dass sich jemand hier noch an mich erinnern kann [/quote]

    Hallo Leticia,

    doch, ich erinnere mich noch, dunkel.;-)

    Was du da beschreibst ist die Angst vor der Angst.
    Ich vermute das die Therapie nicht nachhaltig genug gewirkt hat, das kommt vor das sich einiges wieder verflüchtigt.
    Du solltest Kontakt mit deinem Therapeuten aufnehmen und ihm die Situation schildern, wenn die Therapieverlängerungen nicht ausgeschöpft wurden ist es gut möglich das du einen Nachschlag bekommen kannst, ohne die zwei Jahre Pause abwarten zu müssen.

    Der Rest ist ja sehr verworren, du weißt einfach nicht wie du zu deinem Mann stehst. Das er mit Suizid gedroht hat und du deshalb bei ihm geblieben bist sind wahrlich keine guten Voraussetzungen, für eine zufriedene und vertrauensvolle Partnerschaft.
    Da bleibt einiges hängen, auch wenn er sich zum Traummann gewandelt hat, wird diese Sache sicher immer noch zwischen euch stehen und vielleicht braucht es auch da auch eine Aufarbeitung.

    Suizidandrohungen, Angst das der Partner sich etwas antut und es alleine von dir abhängt, dauerhafte Unzufriedenheit, Ausweglosigkeit und all das was diese Situation so mit sich gebracht hat kann natürlich Ängste auslösen und auch sonstige psychische Folgen haben. Es muss aber nicht die Ursache sein, manchmal ist es ein Auslöser und die Ursachen liegen tiefer.

    Ich finde du brauchst etwas Abstand um in Ruhe deine Gedanken und Gefühle ordnen zu können, die Nähe zu deinem Mann behindert das und am besten wäre eine räumliche Trennung.
    Wenn du die Möglichkeit hast ein paar Wochen woanders zu wohnen solltest du das tun, es wäre ja auch keine Trennung die deinen Mann wieder zu Androhungen animiert, sag ihm einfach das du etwas Zeit für dich brauchst um alles was gewesen ist für dich zu sortieren.

    Kommentar


    • Re: Brauche euren Rat


      Hallo Tired,

      ja du hast mir damals viel geholfen, schön, dass du dich noch erinnerst :-)

      Puh, ganz ehrlich, ich habe heute Morgen darüber nachgedacht, ob ich meinen Beitrag nicht löschen soll.
      Es hat sich irgendwie so falsch angefühlt. I
      Ich kam/komme mir irgendwie mies vor, so als ob ich kein Recht hätte so zu denken. Es hört sich vielleicht so an, als ob ich die ganze Schuld für meine Probleme, auf meinen Mann schieben möchte aber so ist es auch nicht.
      Ich dachte auch, dass niemand hier diese (meine) Gefühle nachvollziehen kann....
      Ich weiß auch nicht.

      Umso mehr freue ich mich, so schnell eine Antwort bekommen zu haben.
      Danke Tired

      Du hast mir echt aus der Seele geschrieben.
      Ich weiß, dass die beste Lösung eine räumliche Trennung wäre.
      Ich kann nur nicht.
      Ich habe 2 Kinder und möchte Sie dadurch nicht belasten.

      Ich habe auch angefangen, einen Therapeuten zu suchen.
      Meine Therapie ist einmal verlängert worden. Also glaube ich, ich dürfte nochmal eine Genehmigung bekommen??
      Zu meinem damaligen Therapeuten, möchte ich aber irgendwie nicht mehr, da er sich in meinen Augen zu sehr auf die Beziehungsgeschichte versteift hat.
      So sehe ich das aber nicht, eher so wie du das beschrieben hast Tired und ich glaube für mich ist es sehr wichtig an die Ursache vor allem an den Kern des Auslösers zu kommen, um das alles besser verstehen zu können. Oder spielt das gar nicht so eine große Rolle???
      Wie seht ihr das???

      Ich habe auch einen Muter-Kind-Kur Antrag gestellt und hoffe nun auf eine positive Entscheidung.
      Vielleicht hilft mir das.

      Kommentar


      • Re: Brauche euren Rat


        Hallo Leticia,

        ich glaube schon das du da noch ein bis zwei Verlängerungen bekommen müsstest. Ich kenne mich aber nicht so aus wie das bei einem Therapeutenwechsel ist, eigentlich müsste es gehen, kommt wohl auf die Begründung an die der Therapeut angibt. Ich denke das müsste funktionieren, du solltest vielleicht schauen das er nicht nur Verhaltenstherapie praktiziert, denn diese konzentriert sich vor allem auf das hier und jetzt, was vielleicht auch der Grund dafür war das dein Therapeut sich auf die "Ist" Situation konzentriert hat, wenn du mehr in die Tiefe möchtest dann braucht es andere Therapierichtung welche eine Zusatzqualifikation des Therapeuten voraussetzt.
        Ob da die restlichen Stunden ausreichen, oder sie besser für die akuten Probleme verwendet werden sollten wird er auch besser beurteilen können und dann gibt es ja noch Unterschiede in der Anzahl der Stunden die genehmigt werden, also wäre es auch möglich das du bei einem Richtungswechsel auch mehr Stunden zur Verfügung hast. Aber das sind Dinge die du erfragen solltest wenn du deinen ersten Termin hast oder sich vielleicht auch erst im Laufe der Sitzungen ergeben, leider kann es ja bekanntlich etwas länger dauern bis du einen Platz bekommst.

        >>>Oder spielt das gar nicht so eine große Rolle?<<<

        Ich denke die Ursache spielt eine Rolle sobald sie beginnt dich zu belasten.
        Wenn du nicht weißt und nur vermutest das da etwas ist und den Drang verspürst dem nach zu gehen, das nicht mehr richtig los wirst dann ist es auch wichtig da zumindest mal genauer hin zuschauen.
        Manchmal ist die Ursache aber auch nicht herauszufinden, oder wird ganz einfach nicht gesucht, aber durch die Arbeit an den Symptomen und Auslösern wird auch die Ursache mit bearbeitet, auch wenn man sie nicht explizit bearbeitet.
        Es ist dann sozusagen eine Nebenwirkung, das eine Therapie wie du sie gemacht hast auch auf die Ursache eine Wirkung hat, denn die Auslöser und Ursachen sind sich in der Art der Auswirkungen und daraus folgenden Verhaltensweisen oft sehr ähnlich. Selbst wenn tiefere Ursachen nie ein Thema waren, so können die Strategien der Therapie trotzdem viel bewirken.
        Wichtig an den Kern zu gehen ist es meiner Meinung nach wenn du merkst das es dort einen Kern gibt unter dem du leidest, oder wenn eine gegenwartsbezogene Therapie nicht ausreicht und es nahe liegt das dich etwas blockiert. Es ist aber nicht zwingend notwendig zu wissen was nun genau die Ursache ist, da dies ohnehin nicht jeder herausfinden kann. Also kann man auch ganz gut mit der Bearbeitung der Auswirkungen zurecht kommen, was so gut gelingen kann das die Ursache gar keine Rolle mehr spielt und quasi als Nebeneffekt unmerklich mit therapiert wurde.

        Wenn du das Gefühl hast das dich vor allem eine unbekannte Ursache quält und du ansonsten einfach nicht weiter kommst, dann solltest du deiner Intuition trauen, denn die weiß vielleicht viel mehr als du.;-)

        Das mit der Kur ist eine sehr gute Idee und würde dir sicher auch gut tun.
        Falls die beantragte Kur erst mal abgelehnt wird wäre eine psychosomatische Kur vielleicht eine Möglichkeit, da könnte dich vielleicht sogar dein ehemaliger Therapeut mit einer Empfehlung unterstützen.
        Oder hast du schon so eine beantragt? Mit Hilfe deines Arztes?

        Kommentar



        • Re: Brauche euren Rat


          " Also glaube ich, ich dürfte nochmal eine Genehmigung bekommen?? "

          Wie lange ist die Therapie her? Das spielt auch eine Rolle.

          Außerdem wird kassenseitig eine Kostenübernahme eher genehmigt, wenn ein Symptomenwechsel - also eine neuer Indikationspunkt vorliegt.

          Eine Mutter-Kind-Kur ist aber schon mal ein Findungsprozess, wo manches klarer wird.

          Kommentar


          • Re: Brauche euren Rat


            Guten Morgen,

            Die letzte Therapiestunde war Dezember 2012.
            Mein Therapeut meinte ich wäre soweit, da ich ein halbes Jahr Paniattackenfrei war. Ja bis zum 30.12.12. war das auch so.
            Und dann kam es doch. Am diesem Tag kam ich gar nicht mehr klar und bin zum Kassenärztlichen Notdienst gerast und das 2 mal an einem Tag :-( Das lag aber daran das mich der Arzt dort nicht mal Untersucht hat sondern mich wohl direkt durchschaut hat und mich nach Hause schickte. Das lies mir keine Ruhe, eher ich konnte mich nicht beruhigen und so artete es ein zweites mal aus.
            Dann am 04.01.13 dann noch mal das gleiche.
            Typische Symptome und der Gedanke, dass ich sterben könnte wenn ich nicht zum Arzt fahre war zu stark also bin ich panisch mein Leben retten wollend zum KÄ-Notdienst.
            Dort wurde mir Blut abgenommen und als man mir sagte, es sei alles in Ordnung war alles ok. Naja bis auf mein schlechtes Gewissen und Haasempfinden, dass ich es nicht alleine geschafft habe mich selber zu beruhigen.

            Im Jahr 2011 war ich 2mal auf einer Psychosomatischen Station im Krankenhaus.


            Herr Dr.Riecke: Die PA stehen momentan nicht so im Vordergrund.
            Seit Januar kann ich sie irgendwie umgehen.
            Jetzt ist es eher so, dass ich sehr starke Angst habe, dass sie wieder kommen. Das ist das Problem, man weiß ja nie wann, wo aber auch vor allem ob überhaupt so eine PA einen erwischt.
            Ich habe Angst diese Angst loszulassen und bin lieber immer ein Stück drauf voebereitet. So würde ich das jetzt beschreiben.
            Dazu kommen tägliche Angst davor, dass ich keine Kontrolle darüber habe wann ich sterbe. Es könnte theoretisch jeden Augenblick passieren. Und das macht mir extreme Angst.
            Ich weiß ja, dass das total dumm ist.

            Es ist schon so wie Tiered es beschreibt.
            Ich möchte oder habe das Gefühl, wissen zu MÜSSEN warum das so ist. Ich möchte die Ursache kennen, ich muss, um das alles zu verstehen.

            Diese Theorie, dass ich nicht glücklich bin in der Ehe, war am Anfang für mich sehr zusprechend.
            Aber jetzt zweifle ich daran. Ich weiß selber nicht.
            Wie ich schon geschrieben habe, hat sich mein Mann sehr geändert, obwohl auch nur so lange ich mitspiele.
            Vielleicht schreibe ich später mal was darüber....denn ich weiß ja nicht ob das überhaupt was damit zu tun haben kann.

            Ich weiß nur: Seit Juni 2012, als mein Mann erfahren hat,dass ich mich in der Ehe sehr Unwohl fühle, sind die PA weggeblieben.
            Ich wollte Abstand. Und am Anfang hab ich ihn mir auch gewährt.
            Nur dann ist das irgendwie immer mehr nach hinten gerutscht.
            Und vor Weihnachten war dann der Abstand fast wieder vergessen.
            Mein Mann will Nähe. Ich kann sie ihm nicht geben.
            Ich weiß nicht warum. Nur damit es klarer ist, ich rede nicht über Geschlechtsverkehr.
            Ich habe große Probleme damit wenn er mich nur in den Arm nehmen will. Oft wenn er es macht, balle ich die Hände zusammen,und warte einfach nur ab bis er genug gekuschelt hat.
            Und innerlich denke ich: "Boh wie oft hab ich dir gesagt, dass ich das nicht will, nicht brauche."
            Aber ich sage nichts um einem Konflikt aus dem Weg zu gehen.
            Denn wenn ich was sage, dann ist er depremiert.
            Er liegt dann nur auf der Couch...oder fängt an, mir Fragen zu stellen. Fragen die ich ihm nicht beantworten kann...oder nicht will.

            Ja und dann schiebe ich alles auf mich.
            Ich frage mich: " Was willst du überhaupt?"
            Dann denke ich, dass ich gar nicht fähig bin zu lieben.

            Ich denke, dass ich einfach so bin und es nicht an meinem Mann liegt.

            Es gibt auch Momente wo ich denke, dass ich diese Ehe beenden will, es aber nicht zugeben kann.

            Ich weiß einfach nichts mehr.

            Kommentar


            • Re: Brauche euren Rat


              Ich nochmal

              Ein kleiner Nachtrag.
              Ich habe irgendwie das Gefühl nicht richtig gedeutet zu haben worauf ich hinaus will.

              Ich weiß, dass es hier keine Eheberatung ist, ich möchte eigentlich nur irgendwie in Erfahrung bringen ob mich diese Probleme echt zu PA bringen können. Oder halt zu diesem Zustand in dem ich momentan bin.
              Vielleicht hat hier jemand ähnliche Erfahrungen gemacht.

              Ich frage mich halt, ob ich mich selber belüge.
              Vielleicht weiß ich ja tief in mir, dass ich diese Ehe nicht will, kann es aber nicht zugeben, belüge mich selber und werde dadurch dann innerlich unruhig.

              Fakt ist, dass ich mich selber, glaube ich, bei Ausreden erwische.

              Beispiel aus einer letzten Situation:

              Ich stehe in der Küche. Mein Mann kommt und nimmt mich in den Arm. Im ersten Moment dachte ich nur: Lass mich jetzt los ich will das nicht...aber ich schweige....werde ganz angespannt....
              Er merkt es und als mir das bewußt wird, fange ich an zu wuseln... und sowas zu sagen wie: Du weißt doch, dass wenn ich was am machen bin, ich es nicht mag, wenn man mich stört.

              (Ja ne ist klar,denke ich jetzt gerade wenn ich das so aufschreibe.)

              Ich hab da noch mehr solche Ausreden auf Lager.
              So und wenn es meinem Mann dann irgendwann zuviel wird, und er mich drauf anspricht und sagt, dass er glaubt, dass ich eigentlich weiß, dass wir keine Chance mehr haben,oder eher, dass ich uns keine Chance geben kann/will....dann kommt aus mir sowas raus wie: Nein, so würde ich das nicht sagen, mir geht es nicht gut, ich bin im Moment nicht in der Lage jemanden zu lieben, da ich mich selber mal nicht leiden kann.
              Guck doch mal, ich bin nicht mehr ich selbst, du weißt früher hab ich alles immer mit einem Fingerschnipsen hinbekommen (Haushalt usw.) und heute krieg ich es einfach nicht mehr so hin weil es mir schlecht geht diese Angst bla bla....
              Du darfst das alles nicht so persönlcih nehmen....

              Also irgendwie versuche ich die Wogen zu glätten!!! Oder???

              Aber wenn ich dann wirklich versuche eine Entscheidung zu treffen, kann ich es nicht.
              Ich nehme alles auf mich, denke,dass ich nicht lieben kann und sage ihm dann auch sowas wie....
              Ach ist auch egal jetzt.....

              Was glaubt ihr???? Besteht die Möglichkeit, dass ich mich dadurch, dass ich mich selber versuche zu täuschen so am Ende bin????

              Kommentar



              • Re: Brauche euren Rat


                Ihr seht es lässt mich nicht los.....

                Die Ausschlaggebende Frage:

                Sagen wir mal es ist so, unbewußt will ich die Trennung.

                Warum dann diese Angstgedanken, diese Angst zu sterben???

                Ist das eine Umleitung.
                Versuche ich mich dadurch abzulenken???
                Um nicht der Wahrheit ins Gesicht zu sehen???

                Versuche ich mich zu kontrollieren um die Aufmerksamkeit von meinem wahren Problem auszuweichen???

                Klingt das logisch???

                Kommentar


                • Re: Brauche euren Rat


                  Hallo Leticia,

                  nach Ihren weiteren Schilderungen wird die Situation allmählich klarer. Sie haben sicher Recht, dass die Angst und die PA nur symptomatisch sind für ein tiefer liegendes Problem. Diesen Mechanismus findet man ja auch bei psychosomatischen Störungen.

                  War das bei Vorbeziehungen auch schon so, dass Sie Nähe schlecht ertragen konnten?

                  Beste Grüße

                  Dr. Riecke

                  Kommentar


                  • Re: Brauche euren Rat


                    Hallo Herr Dr. Riecke,

                    Puh...ehm ja...
                    Also es ist meine erste Beziehung.
                    Ich habe meinen Mann kennengelernt, da war ich 15.
                    Mit noch nicht mal ganzen 19 Jahren hab ich ihn geheiratet.

                    Dazu muss ich sagen, es war am Anfang eine Fernbeziehung.
                    Was heißt am Anfang....eher bis zur Hochzeit.

                    Nach der Hochzeit hat sich komplett alles sehr geändert.
                    Ich habe viel Verständnis meinem Mann gegenüber gehabt.
                    Er konnte kein Deutsch....ist aber arbeiten gegangen...
                    Er hat seine Heimat für mich aufgegeben....
                    Seine ganze Familie zurückgelassen.

                    Das war das eine, aber dann war zwischen uns nichts mehr.
                    Ich war auf mich alleine gestellt.
                    Es waren viele kleine Dinge....
                    Als ich Schwanger wurde, passierte etwas seltsames mit meinem Mann. Er kam eines späten Abends zu mir und verabschiedete sich und sagte er müsse sich umbringen...ich und das Kind hätte was besseres verdient.... er sagte er würde sich umbringen denn er sei nichts wert...
                    Ich konnte es mir nicht er klären, denn es war nichts vorgefallen...
                    Das ging dann knapp zwei Jahre so und noch schlimmer...

                    Irgendwann konnte ich nicht mehr, habe mich meinem Hausarzt anvertraut, dann meinen Eltern und seiner Mutter, die dann auch direkt aus dem Ausland angereist kam.

                    Nach drei Jahren Ehe wollte ich mich trennen, als ich dies meinem Mann mitteilte drohte er mir er würde sich umbringen.
                    Er flehte ihm noch eine Chance zu geben. Aus Angst, er würde sich was antun, habe ich mich aufgegeben, irgendwie.

                    Ich hatte beschloßen bei ihm zu bleiben und mich damit abzufinden.

                    Es war keine Ehe wie ich sie mir vorgestellt hatte.
                    Wir haben nie was zusammen gemacht.
                    Er hatte sein Hobby z.B. womit er viel Zeit verbrachte egal wie wann...für mich und für unseren Sohn war keine Zeit oder keine Lust.Mein Sohn sehnte sich nach einem Vater aber von ihm kam nichts. Also versuchte ich alles perfekt zu machen. Mutter und Vater zu sein. Meine Gefühle habe ich komplett abgestellt, denn es tat mir nicht gut wenn mir bewußt wurde, dass ich unglücklich bin. Ich wollte einen Mann, der sich für mich interessiert, der mir und meinem Sohn zur Seite steht ich wollte Spass ich wollte Leben..aber er hat mich immer gebremst....klar hätte ich auch das Leben genießen können, aber ich konnte es nicht so ganz denn ich hatte immer den Gedanken im Kopf: du bist verheiratet...
                    Damals hat mir das kuscheln, in den Arm nehmen, einfach die Nähe gefehlt...aber um nicht daran kaputt zu gehen, dass ich es nicht habe, habe ich mich und meine Gefühle zum Schweigen gebracht und bin so jeden Tag innerlich immer ein Stück mehr gestorben.

                    Es hört sich vielleicht alles so banal für Sie an...denn es gibt durchaus schlimmeres....

                    Es waren aber noch viele andere Dinge.
                    Aber um es direkt klarzustellen, er hat mich nie geschlagen.

                    Ich weiß nicht ob ich überhaupt noch in der Lage bin Gefühle zu zeigen...also einem Mann gegenüber.

                    Wissen Sie in letzter Zeit hab ich mich echt oft gefragt, wie es wäre wenn ich jetzt einen anderen Mann kennenlernen würde.
                    Nicht das ich das plane oder es mir wünsche....eher so als Test.
                    Ob ich Gefühle entwickeln könnte...ob ich genauso verkrampfen würde wenn er mcih in den Arm nimmt oder ob ich genießen könnte...es hört sich vielleicht etwas kindisch an...aber ich bin so durch den Wind.

                    Ich weiß nur, dass ich es nicht mag wenn mein Mann mich z.B. küsst...es ist so wie beim in den Arm nehmen....

                    Und dann tut er mir voll Leid, denn ich glaube er liebt mich wirklich und ich bemühe mich auch wirklich.... ja ich versuche mich sogar zu zwingen denn es könnte jetzt echt so sein wie ich es mir früher gewünscht habe....aber ich kann nicht....

                    Und nur noch eine kurze Info....
                    Ich bin seit 13 Jahren verheiratet





                    Aber es

                    Kommentar



                    • Re: Brauche euren Rat


                      Wieder ich....

                      Was würden Sie vorschlagen Herr Doctor???

                      Verhaltenstherapie ist ja beendet.
                      Paartherapie????
                      Tiefenpsychologische Therapie für mich????


                      Ich muss etwas tun...so will ich nicht mehr weiter leben, was jetzt nicht heißen soll, dass ich mit dem Gedanken spielen würde, mir etwas anzutun...im Gegenteil ich versuche mich ja jeden Tag irgendwie vor dem Tod zu retten.

                      Was mir noch dazu einfällt und was vielleicht eine wichtige Info ist:
                      Die Panikattacken, haben ca. 3 Monate nach dem Tod meiner Tante, begonnen. Sie ist damals einfach so von uns gegangen.
                      Sie war nicht krank und es hat niemand damit gerechnet.

                      Was ich mir auch schon in meinem Kopf zusammengespinnt habe:
                      Meine Tante war sehr unglücklich in Ihrer Ehe, Sie wollte sich trennen aber sie hat es nicht getan und ist dann einfach im Alter von 41 Jahren tot umgefallen.
                      Vielleicht will ich nicht so "enden" (blöder Ausdruck) wie sie.

                      Ich weiß es nicht.
                      Ich weiß, dass ich gerne glücklicher wäre,vor allem würde ich mein Leben gerne Angstfrei leben.

                      Ich weiß ich muss mich entscheiden....ob ich die Ehe weiterführen möchte oder nicht....nur das schlimme ist, dass ich mich eigentlich schon für die Ehe entschieden habe, das dachte ich zumindest...und eine ganze Zeit lang schaffe ich es dann auch dazu zu stehen....aber dann kommen doch Zweifel und ich stelle die Entscheidung in Frage.
                      Dann denke ich...dass ich versuche meine Ehe für meine Probleme verantwortlich zu machen obwohl ich vielleicht das Problem bin.....

                      Fakt ist, manchmal denke ich zuviel (|8)) habe ich gerade mal wieder festgestellt....

                      Na, jetzt mal ernsthaft....haben Sie Herr Doctor oder jemand anders auch gerne einen Tip,einen Hinweis, ein Rettungsring????

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                      • Re: Brauche euren Rat


                        [quote Leticia27]
                        Als ich Schwanger wurde, passierte etwas seltsames mit meinem Mann. Er kam eines späten Abends zu mir und verabschiedete sich und sagte er müsse sich umbringen...ich und das Kind hätte was besseres verdient.... er sagte er würde sich umbringen denn er sei nichts wert...
                        [/quote]

                        Hallo Leticia,

                        war das vielleicht der Wendepunkt für dich? Vom unbekümmerten Teenagerleben, zur Frau die alles zusammenhalten muss und Verantwortung für Menschenleben hat?

                        Das ist natürlich rein spekulativ.
                        Ich kann mir vorstellen das du von einer Beziehung die aufgrund des Abstandes sehr gut war, ohne Übergang in die Enge einer Ehe voller Probleme geschlittert bist und einfach überfordert warst.
                        Es hört sich für mich auch so an als sei es dein Mann gewesen der ernsthafte Probleme hatte, wodurch er sehr krank wurde. Er hat nicht mit dir darüber geredet um das gemeinsam zu lösen, sondern dich mit einem Paukenschlag in seine düstere Welt hineingezogen, sogar einen Gutteil seiner psychischen Probleme hat er dir dadurch vermacht so das seine Ängste und Depressionen zu deinen wurden. Du hast dieses Mitbringsel angenommen um zu retten was zu retten ist, es hört sich an als hätten deine Probleme mit der Angst vor seinem Ende und deinem Versagen ihn zu retten (was die Familie und vielleicht auch dich zerstört hätte), begonnen.
                        Hat dein Mann sich retten können, hast du den Preis dafür bezahlt?
                        Er hat dir deine Sicherheit genommen, mit einem Schlag wurde der sicherste Ort den man hat, dein zuhause, zu einem unsicheren Gebiet auf dem jeden Moment eine Bombe einschlagen kann.

                        Was macht denn dein Mann im Moment, hat er Anschluss ans Leben gefunden, hat er sein Tief überwunden? Hat er immer noch die Versagernummer im Gepäck und die Rettungsleine die da heißt: Ich bringe mich um wenn es nicht so läuft wie ich es brauche und wehe man lässt mich armen Kerl alleine?

                        Damals hätte jedenfalls dein Mann dringend in Therapie gehört. Heute auch noch?
                        Wenn du überlegst die Ehe zu retten dann steht an erster Stelle für ein gelingen ob dein Mann gesund ist bzw. sich Hilfe suchen würde und ob du dich in Zukunft wenn es mal schwierig wird, auf seine Unterstützung verlassen kannst, oder ob er sich lieber umbringen würde?

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                        • Re: Brauche euren Rat


                          [quote Leticia27]
                          Paartherapie????
                          Tiefenpsychologische Therapie für mich????
                          [/quote]

                          Wie sieht das denn dein Mann? Bei der Überlegung Paartherapie wäre er ja ein wichtiger Bestandteil.
                          Dann ist halt auch die Frage wie es ihm geht, die Option Therapie für ihn wäre also auch noch da, falls er immer noch auf dem Fluchttrip Suizidandrohung ist.

                          Für dich wäre vielleicht eine Einzeltherapie bei jemanden der auch Paartherapeut ist eine Möglichkeit, so könnte dein Mann bei Bedarf miteinbezogen werden.
                          Die gemeinsame Aufarbeitung eurer Probleme, was auch sein Verhalten mit einschließt, das offen darüber reden was das alles ausgelöst hat und die gemeinsame Anstrengung es in Ordnung zu bringen kann euch einander näher bringen. Es kann auch Klarheit bringen, vielleicht sogar eine Trennung aber ihr hättet dann die nötige Hilfe um sie ohne solche Androhungen zu schaffen.

                          Ich habe das Gefühl das ihr in der Fernbeziehung super zueinander gepasst habt, aber dann ist es zu schnell gegangen, ihr hattet keine Zeit euch im Alltag kennenzulernen, und erproben. Die Zeit in der man sich aufeinander abstimmt, durch Kompromisse und aufeinander zugehen, das Einrichten in einer Beziehung zu zweit fehlt komplett. So sind alle Probleme mit einem Schlag aufgetaucht und ihr hattet keine Möglichkeit Grenzen und Freiheiten abzustecken, du warst sofort in der Rolle der Ehefrau und dann der Mutter, es fehlte einfach das Hineinwachsen in all die Probleme die so etwas mit sich bringt.
                          Ihm ging es vielleicht nicht besser, aber anstatt das anzugehen ist ihm nichts besseres eingefallen als zu drohen das er sich etwas antut, falls es keine Lösung gibt und für die Lösung warst wohl du zuständig, auch total überfordert.

                          Ich finde das gehört erst mal aufgearbeitet und offen besprochen, wenn die Beziehung noch eine Chance haben soll und bevor eine Entscheidung für oder gegen die Beziehung überhaupt objektiv getroffen werden kann. Ob es Sinn macht weiter zusammenzubleiben wirst du vielleicht erst im Laufe einer Aufarbeitung wissen, aber bis dahin solltest du irgendwie etwas Abstand gewinnen. Mit einem etwas neutraleren Blick ist die Gesamtsituation vielleicht nicht ganz so dramatisch und hoffnungslos, wie sie dir erscheint denn im Moment betrachtest du alles aus dem Zentrum des Hurrikans heraus, das gilt es zu verlassen um einen anderen Blickwinkel zu erhalten.

                          Die Therapie die du gemacht hast scheint ja doch etwas bewirkt zu haben, immerhin ging es dir währenddessen recht gut, vielleicht kannst du einstweilen bestimmte Aspekte und Strategien die dort besprochen wurden nochmal durchgehen. Vielleicht wäre es eine kleine Möglichkeit zur Selbsthilfe?

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                          • Re: Brauche euren Rat


                            "Was würden Sie vorschlagen Herr Doctor???

                            Verhaltenstherapie ist ja beendet.
                            Paartherapie????
                            Tiefenpsychologische Therapie für mich???? "

                            In die Psychotherapie-Richtlinien lässt sich Ihre Situation kaum einordnen, es bedürfte einer Kombination mit zusätzlichen Elementen anderer Methoden. Offiziell geht das nicht, manche machen es. Der bekannte Unterschied zwischen Theorie und Praxis.

                            Tireds Beitrag trifft sicher wesentliche Punkte. Z.B. die Therapiebedürftigkeit Ihres Mannes. Paartherapie, wenn er sich wirklich darauf einlässt.

                            Aber etwas möchte ich Ihnen dringend raten: Lassen Sie sich nicht mittels Suiziddrohungen manipulieren. Machen Sie Ihrem Mann klar, dass ein liebender Partner mit solch selbstbezogener Handlungsweise seinen Egoismus beweist, aber nicht seine Liebe zum Partner. Induziertes Mitgefühl ist Machtausübung.

                            Kommentar


                            • Re: Brauche euren Rat


                              Ich möchte erstmal nur Danke sagen für die Antworten....
                              Ich muss zugeben, ich bin ein bißchen erschlagen von denen Inhalt, möchte mir das mal alles nochmal durch den Kopf gehen lassen bevor ich drauf antworte....

                              Aber ich muss schon sagen: Tired, Hut ab ;-) Es tut richtig gut deine Beiträge zu lesen.

                              Dr.Riecke : Danke, dass waren sehr klare Worte....ich sehe es genauso und vielleicht kann ich deswegen so schwer mit meinem umgehen, weil ich ihm das nicht verzeihen kann???

                              Danke erstmal....melde mich morgen zurück....

                              Gute Nacht

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                              • Re: Brauche euren Rat


                                Hallo Tierd,

                                "Ich kann mir vorstellen das du von einer Beziehung die aufgrund des Abstandes sehr gut war, ohne Übergang in die Enge einer Ehe voller Probleme geschlittert bist und einfach überfordert warst."


                                Wenn ich ehrlich bin und ich glaube das sollte ich sein, hat diese Ehe schon, meinerseits, aus einem Pflichtbewusstsein, meinem Mann gegenüber, angefangen.
                                Ich habe von Anfang an die Verantwortung für sein Leben übernommen. Ich wollte nicht so früh heiraten. Bin da eher so reingeschlittert. Wir waren verlobt, ja, aber die Hochzeit sollte noch was warten. Doch dann passierte folgendes:
                                Mein Mann,damals ja noch Freund, hatte erst 3 Wochen Urlaub dann ein paar Wochen unbezahlten Urlaub genommen um zu mir zu kommen. Er hatte, aber ein falsches Datum im Kopf wann er wieder in der Arbeit erscheinen sollte,(um es abzukürzen)er erschien zu spät,wurde fristlos gekündigt und stand da ohne Job in einem Land mit wenig Zukunftsperspektiven.
                                Also, ich weiß gar nicht wie mir geschah,haben wir beschloßen, früher zu heiraten. Worauf ich hinaus will: Mir ging das zu schnell,aber ich habe mich für seine Arbeitslosigkeit verantworlich gefühlt...so fing es an...und von da an war ich auch für alles Verantwortlich, nicht nur für alles was so im Alltag geschieht, sondern auch für das Wohlbefinden meines Mannes.Nach zwei Jahren Ehe, dann auch für sein Leben.

                                Ich bin zu einem Übermensch mutiert,irgendwie,habe mit mir gekämpft, Tag für Tag um nicht an mich ranzulassen, dass ich unglücklich bin.
                                Mein Motto: Du brauchst keinen Mann, du schaffst das alles alleine. Denn von ihm kam nicht viel. Er, wie du es auch schon geschrieben hast, war der arme Kerl.

                                " Hat dein Mann sich retten können, hast du den Preis dafür bezahlt? "

                                Ja ich denke, diese Aussage trifft zu.

                                "Er hat dir deine Sicherheit genommen, mit einem Schlag wurde der sicherste Ort den man hat, dein zuhause, zu einem unsicheren Gebiet auf dem jeden Moment eine Bombe einschlagen kann."

                                Ich habe mich komplett, verbogen,um genau diesem aus dem Weg zu gehen.

                                "Was macht denn dein Mann im Moment, hat er Anschluss ans Leben gefunden, hat er sein Tief überwunden? Hat er immer noch die Versagernummer im Gepäck und die Rettungsleine die da heißt: Ich bringe mich um wenn es nicht so läuft wie ich es brauche und wehe man lässt mich armen Kerl alleine?"

                                Nun, ich glaube, er hat mittlerweile begriffen, was er damit angerichtet hat.
                                Wir haben ja darüber gesprochen. Die Suiziddrohungen hat er sein gelassen.
                                Dennoch manipuliert er mich immernoch, um zu kriegen was er will.
                                Es läuft allerdings etwas anders ab. Obwohl sehr ähnlich.
                                Im Moment, bin ich für seine Stimmungslage verantwortlich.
                                Wenn er mich z.B. küssen will, ich abweisend reagiere, passiert folgendes.
                                Er schmollt, liegt depremiert auf der Couch, es interessiert ihn rein gar nichts.
                                Beispiel, gerade ganz frisch von Samstag: Ich wollte morgens früh einkaufen fahren, er "sollte" mit den Kindern zu Hause bleiben Ihnen Frühstück machen ect. da er aber sein Küsschen nicht bekommen hat, lässt er es dann alles an sich vorbeiziehen.
                                Hätte ich mich "gefügt", wäre alles wunderbar, er macht und tut, aber nur so lange er durch mein Verhalten nicht abgewiesen wird.Und ich spiele da mit....dann kommt wieder dieses"du brauchst ihn nicht" in mir durch. Ich hätte einfach fahren sollen, aber ne, erst hab ich die Kinder "versorgt" während er auf der Couch vor sich hin schmollte.

                                Er macht mich dafür verantwortlich ob er glücklich ist oder nicht, ob er am Tag funktioniert oder nicht.
                                Genau betrachtet, ist er schlimmer wie ein Kind!!!
                                Ich habe mal zu ihm gesagt, dass ich, wenn überhaupt, mich auf einen Neubeginn eventuell einlassen kann, wenn er in der Lage ist auf seinen eigenen Beinen zu stehen.

                                Ich habe ihm gesagt, dass er entweder eine Therapie macht oder er kann gehen. Tja und was war...er hat einen Termin gemacht, musste lange darauf warten, und als es dann soweit war, hat er kein Frei bekommen, und konnte diesen nicht wahrnehmen.
                                Er hat mich über´s Ohr gehauen.

                                Während ich so schreibe, wird mir einiges klar.
                                Ich lasse mich von ihm manipullieren, versuche Konflikten aus dem Weg zu gehen und stelle mich wiedermal hinten an. Verbiege mich und futter die ganze Wut in mich hinein.
                                Wie ich in einem vorherigem Beitrag geschrieben habe, habe ich den Abstand zu meinem Mann, wieder verloren. Dies aber bedeutet, dass ich mir nicht treu geblieben bin.
                                Mir ist es echt gut damit gegangen, als ich mir selber ein bißchen Eigenegoismus gegönnt habe. Als ich einfach nicht danach geschaut habe, wie es ihm geht wenn ich alleine ohne ihn etwas mit den Kindern unternehme, denn auch dies lässt ihn in tiefste Depressionen fallen.

                                Soweit so gut: Wie gesagt, mir wird so einiges klar.
                                Aber, warum dann diese ständigen Sorgen darum, dass ich gleich tot umkippe. Diese Angstgefühle????? Was hat das denn damit zu tun. Also mir fällt es sehr schwer es nachzuvollziehen!!!

                                Warum fühle ich mich ständig vom Tod gejagt??

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                                • Re: Brauche euren Rat


                                  Für dich wäre vielleicht eine Einzeltherapie bei jemanden der auch Paartherapeut ist eine Möglichkeit, so könnte dein Mann bei Bedarf miteinbezogen werden.

                                  Ich glaube das wird mein nächster Schritt sein.
                                  Ich werde direkt morgen mal rumtelefonieren, und versuchen einen Platz zu ergattern.
                                  Ich denke nach einem Erstgespräch wird sich dann herausstellen, ob es Sinn macht. Danke für den Tip.


                                  Ich habe das Gefühl das ihr in der Fernbeziehung super zueinander gepasst habt, aber dann ist es zu schnell gegangen, ihr hattet keine Zeit euch im Alltag kennenzulernen, und erproben. Die Zeit in der man sich aufeinander abstimmt, durch Kompromisse und aufeinander zugehen, das Einrichten in einer Beziehung zu zweit fehlt komplett. So sind alle Probleme mit einem Schlag aufgetaucht und ihr hattet keine Möglichkeit Grenzen und Freiheiten abzustecken, du warst sofort in der Rolle der Ehefrau und dann der Mutter, es fehlte einfach das Hineinwachsen in all die Probleme die so etwas mit sich bringt.

                                  Ja, um ehrlich zu sein, haben wir uns kaum gekannt.
                                  Dieses hin und wieder sehen für ein paar Tage oder Wochen gab uns gar nicht die Chance dazu.


                                  Die Therapie die du gemacht hast scheint ja doch etwas bewirkt zu haben, immerhin ging es dir währenddessen recht gut, vielleicht kannst du einstweilen bestimmte Aspekte und Strategien die dort besprochen wurden nochmal durchgehen. Vielleicht wäre es eine kleine Möglichkeit zur Selbsthilfe?

                                  Demzufolge, weiß ich, was ich zu tun habe.
                                  Ich muss mehr Abstand gewinnen. Dies bedeutet, ich muss meinem Mann Grenzen setzen.
                                  Ich hatte das ja alles schon gemacht, und es ging mir gut damit, aber er ließ einfach nicht locker.
                                  Und da ich diese ständigen Diskussionen, Erklärungen satt war hab ich meinen Weg mehr und immer mehr aus den Augen verloren.

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                                  • Re: Brauche euren Rat


                                    [quote Leticia27]
                                    Aber, warum dann diese ständigen Sorgen darum, dass ich gleich tot umkippe. Diese Angstgefühle????? Was hat das denn damit zu tun. Also mir fällt es sehr schwer es nachzuvollziehen!!!

                                    Warum fühle ich mich ständig vom Tod gejagt??[/quote]

                                    Weil so eine Lebensweise nicht nur Auswirkungen auf vorhersehbare Probleme hat, sondern immer eins zum anderen kommt.

                                    Die Angst dem nicht mehr gerecht zu werden kann durchaus weitere Ängste und psychische Probleme hervorrufen. Viele denen es schlecht geht haben Angst tot umzukippen, viele die immer funktionieren müssen fühlen sich wie vom Tod gehetzt, dann auch noch immer die Sorge das alles den Bach runter geht wenn es nicht mehr geht, die Sorge um die Kinder da ja klar ist das der Partner wohl eher schmollend auf der Couch sitzt wenn du am Ende bist, als das er die Dinge in die Hand nehmen würde. Du hast niemanden auf den du dich verlassen kannst, niemanden dem du vertrauen kannst und auf den du bauen kannst, nur dein Mann hat so jemanden, das kann einen fertig machen und ist eine sehr einseitige, ungerechte Sache.
                                    Da gesellt sich eine Angst zur anderen und ein Sorge zur nächsten.

                                    Eigentlich wirst du auch vom Tod gejagt, er sitzt auf dem Sofa und spielt mit dir ein Spiel um dein Leben, der Einsatz bist du mit Haut und Haaren und er gewinnt ein ums andere mal. Sollte er mal verlieren droht er damit vor Kummer zugrunde zu gehen und so lässt du ihn sogar gewinnen und er streicht den Einsatz ein, was ihn glücklich macht. Liebe ist das nicht, Ehe ist das nicht, das ist der pure Egoismus auf deinem Rücken ausgetragen.


                                    >>>Dies aber bedeutet, dass ich mir nicht treu geblieben bin.
                                    Mir ist es echt gut damit gegangen, als ich mir selber ein bißchen Eigenegoismus gegönnt habe. Als ich einfach nicht danach geschaut habe, wie es ihm geht wenn ich alleine ohne ihn etwas mit den Kindern unternehme, denn auch dies lässt ihn in tiefste Depressionen fallen.<<<

                                    Ich kenne das gut, das man immer wieder nachgibt um seinen Frieden zu haben, um das schlechte Gewissen zu beruhigen und vor allem weil die Kraft fehlt sich immer und immer wieder zu behaupten und jedes mal den gleichen Kampf zu führen.
                                    Es ist richtig dir den Egoismus zu gönnen, das geht aber nur mit Konsequenz die oft anstrengender ist als das Nachgeben und mit einem gesunden Gleichmut, dem selbsterwählten Leiden deines Gatten gegenüber.

                                    Wenn du das nicht hin bekommst bleiben dir eigentlich nur zwei Möglichkeiten, so weiter machen und selber daran immer mehr zu verzweifeln, oder "wenn es sich nicht ändert", die Partnerschaft so zu behandeln und zu sehen wie sie ist: Es ist keine, also gibt es auch nichts was dich bei ihm halten sollte".

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                                    • Re: Brauche euren Rat


                                      "Aber, warum dann diese ständigen Sorgen darum, dass ich gleich tot umkippe. "

                                      Weil das die Lösung wäre.

                                      Das Unbewusste steuert uns zwar, aber es wertet nicht rational.
                                      Und die Richtung hat der unerwartete Tod Ihrer Verwandten vorgegeben.

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                                      • Re: Brauche euren Rat


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                                        puh, wow, das hat jetzt echt gesessen!!!

                                        Das waren sehr klare Worte....ich weiß jetzt gar nicht so recht wie ich mit denen umgehen soll.
                                        Akzeptieren kann ich sie auf jeden Fall, verstehen auch...ja voll und ganz....aber ich kann sie sehr schlecht annehmen. Oder mehr ich kann sie mir nicht eingestehen....du weißt wie ich es meine.....

                                        Versteh mich nicht falsch Tired, es hat was mit meinem schlechten Gewissen zu tun, das sich gerade in mir breit macht.

                                        Ich glaube echt, dass es für mich einfacher ist, die "Schuld " auf mich zu nehmen....wobei Schuld nicht wörtlich gemeint ist.
                                        Es ist eher so, dass ich wieder anfange bei mir zu suchen, obwohl ich irgendwie befürchte, dass es nichts zu finden gibt.

                                        Ich kenne dieses schlechte Gewissen nur zu gut.
                                        Jedesmal wenn ich mit meinem Therapeuten über meine "Ehe" gesprochen habe, tauchte es auf sobald ich den Raum verlassen habe, wenn nicht schon während des Gesprächs.

                                        Was ist das bloß????

                                        Ich verstehe das nicht!

                                        Heute habe ich mit meinem Mann geredet, auch über eine eventuelle Paartherapie.
                                        Er hat eingewilligt. Und auch er hat ein paar klare Worte gesprochen.
                                        Worte mit denen ich nicht gerechnet habe. Naja doch irgendwie schon.

                                        Er sagte, dass es nicht viel Sinn macht, denn er spürt, dass ich diese Ehe schon abgeschrieben habe und, dass ich es einfach nur nicht zugeben kann. Auch, dass er all meine Ausreden mitbekommt .

                                        Sobald wir das Gespräch beendet haben, wurde mir ganz komisch.
                                        Ich war traurig. Ich bereue es irgendwie, dass ich mit ihm gesprochen habe. Ich kann es selber nicht so richtig deuten.

                                        Habe irgendwie darüber nachgedacht, ob ich mich ertappt fühle, ob er Recht hat??

                                        Kommentar


                                        • Re: Brauche euren Rat


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                                          Es klingt sehr beängstigend aber auch logisch.

                                          Kommentar


                                          • Re: Brauche euren Rat


                                            [quote Leticia27]

                                            Ich kenne dieses schlechte Gewissen nur zu gut.
                                            Jedesmal wenn ich mit meinem Therapeuten über meine "Ehe" gesprochen habe, tauchte es auf sobald ich den Raum verlassen habe, wenn nicht schon während des Gesprächs.

                                            Was ist das bloß????
                                            [/quote]

                                            Vielleicht ein absurdes Verantwortungsgefühl? Du könntest mehr tun, aber lässt es aus Bequemlichkeit sein, könntest dich richtig rein hängen in eure Beziehung, aber tust eben doch nicht alles was du könntest sondern, ignorierst es manchmal einfach?

                                            Ich denke es ist das schlechte Gewissen etwas ausgelassen zu haben, was man noch hätte tun müssen. Das Ding ist nur das es gar nicht so ist. Möglicherweise musst du erst mal lernen das jeder Mensch erst einmal für sich selber eine Verantwortung trägt und diese auch alleine stemmen muss. Es ist kein Egoismus wenn man sich weigert jemanden diese Verantwortung abzunehmen, es ist eigentlich die einzige Möglichkeit zu einem ausgeglichenen Leben zu kommen und sich selber vor Schaden zu schützen. Wenn jemand seine Verantwortung als Partner einfach auf den anderen abwälzt und auch noch unangemessen reagiert wenn dieser sie nicht annimmt, dann bekommt man von ihm automatisch ein schlechtest Gewissen gemacht sobald die "Pflicht" vernachlässigt wird.
                                            Man wächst in dieses schlechte Gewissen hinein, da der Partner es mit seinem Verhalten hervorruft und auch definiert was dir ein schlechtes Gewissen machen sollte. Eigentlich sollte ja er eins haben, aber in dieser Hinsicht scheint bei ihm das Gewissen etwas fehlgeleitet zu sein und davon abgesehen ist er damit ja jahrelang sehr gut gefahren.
                                            Du musst wirklich lernen das es Dinge gibt auf die du ein Recht hast, z.B. eine möglichst ausgeglichene Partnerschaft und du hast ein Recht darauf einen erwachsenen Mann an deiner Seite zu haben.
                                            Er hat auch Pflichten und wenn du sie für ihn erfüllen sollst und das ablehnst braucht es kein schlechtes Gewissen, denn das muss man schon aus reiner Selbsterhaltung tun, Grenzen setzen. Das ruft aber auch wieder ein schlechtes Gewissen hervor, immer dieses Gefühl das er es doch gar nicht besser kann und leidet, woran du wiederum Schuld bist weil du nicht so funktionierst wie es verlangt wird, obwohl es doch noch Restkapazitäten gäbe. Eben der arme Kerl.
                                            Er ist aber nur der arme Kerl solange du ihn lässt, er kann für sich sorgen und auch für die Kinder, er hat sich nur sehr schön in seinem Gewohnheitsrecht eingerichtet und du siehst es mittlerweile auch als sein Recht und als dein Versagen wenn du nicht noch mehr tust, obwohl du es könntest.
                                            An erster Stelle stehst aber du selber, dir muss es gut gehen und das was daraus erwächst kannst du ihm zukommen lassen. Aber du kannst dich nicht auf Dauer selber ausbeuten, ohne den Akku wieder aufzutanken (wofür auch der Partner mitverantwortlich wäre), irgendwann hat sich so viel aufgestaut das alles irgendwie irrational wird.
                                            Es ist doch total irrational, das ihr euch lieben solltet und du kannst nicht mal dir selber was gutes tun, bekommst nur das was er dir zugesteht und wenn du dir mehr nimmst (was er selber die ganze Zeit schon tut) hast du ein schlechtes Gewissen und er schmollt was dieses nochmal verfestigt.
                                            Teil die Annehmlichkeiten und die Unannehmlichkeiten durch zwei, nimm dir deinen Teil und er soll sehen das er mit seinem klar kommt.
                                            Wenn er es ernst meint wird er es dir gönnen, wenn du mehr für dich tust, wenn nicht dann muss er es halt schlucken.
                                            Es sind fast immer beide Schuld an einer verfahrenen Situation und sei es weil der eine seine manipulativen Fähigkeiten nutzt und der andere sich manipulieren lässt. Durch das Manipulieren lassen nimmt man grob gesehen dem anderen die Möglichkeit sich weiterzuentwickeln, du tust ihm also noch nicht einmal etwas Gutes und deshalb brauchst du auch kein schlechtes Gewissen zu haben wenn du es sein lässt und ihm damit in seiner Entwicklung als selbstverantwortlicher Mensch weiterhilfst. Stolz kannst du auf dich sein wenn du es schaffst ihn schmollen zu lassen, solange bis er merkt das es keinen Sinn macht.

                                            >>>Habe irgendwie darüber nachgedacht, ob ich mich ertappt fühle, ob er Recht hat??<<<

                                            Und wenn er Recht hat?
                                            Du ziehst dir schon wieder den Schuh der Schuldigen an und vielleicht weiß er auch sehr genau das dieser Schuh bewirken wird das du es abstreitest und weiterhin deine Pflicht erfüllst.
                                            Hör auf dich ertappt zu fühlen und überlege ob er Recht hat, wenn ja dann geh den Weg und lass dich nicht von einem verwirrten Gewissen steuern.;-)
                                            Du fällst wahrscheinlich erst mal nicht tot um, aber irgendwann sterben wir alle und dann wäre es schön wenn jeder sein Leben gelebt hätte und nicht eines das man nicht wollte und das nur anderen zugute kam.

                                            Natürlich sollst du nichts überstürzen, vielleicht erst mal versuchen herauszufinden was du vom Leben erwartest und was gar nicht geht. Wenn du eine Vorstellung von einer Zukunft hast die du dir wünschst und dem was dort gar nichts zu suchen hast, kannst du sicher viel leichter beurteilen welche Entscheidungen zu treffen sind um das zu erreichen.
                                            Es ist ja auch noch alles möglich, Beziehung retten, Beziehung in eine WG umwandeln, Trennung..........Regeln braucht ihr aber unbedingt wenn ihr zusammen bleibt, beschließen und aufschreiben könnt ihr sie ja gemeinsam, dann klappt es vielleicht auch besser.

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                                            • Re: Brauche euren Rat


                                              Hallo,

                                              Tiered wenn du das jetzt liest, könnte ich mir vorstellen, dass ich den Anschein erwecke, als ob ich nichts davon verstanden hätte was du mir geschrieben hast.
                                              So ist es aber nicht, ich habe mir alles mehrmals durchgelesen und habe auch alles verstanden.....

                                              Das Problem ist:
                                              Mir geht es richtig mies.
                                              Ich kann es gar nicht richtig beschreiben.
                                              Fühle mich irgendwie schuldig. Auch wenn ich keine Ahnung habe weswegen, ich habe doch nichts gemacht, ausser das ich mal über meine Gefühle hier zu schreiben.
                                              Es ist so als ob ich nicht so wirklich zulassen will, dass mein Mann hier als der Miesepeter dasteht. Auch wenn ich weiß, dass es keiner so dargestellt hat, denn es gehören immer zwei zum Mißlingen einer Beziehung sowie zum Gelingen ja auch.
                                              Deshalb dreht sich in meinem Kopf alles nur um die eine Frage:

                                              Warum kannst du ihn nicht einfach lieben...oder eher neu lieben lernen. Er gibt sich doch wirklich Mühe, hat sich wirklich zum positiven geändert und, dass er durchhänger hat, ist ja wohl völlig nachvollziehbar. Natürlich ist es für ihn nicht einfach, wenn er sich so bemüht und von mir immer nur abgewiesen wird.
                                              Natürlich ist es von ihm dann nicht in Ordnung so zu reagieren , wie er es tut....
                                              (Ja genau das ist es nicht, geht gerade in meinem Kopf spazieren)

                                              Mich überkommen dann so Ideen wie:
                                              Vielleicht sollte ich mich mehr anstrengen.
                                              Vielleicht sollten wir zu zweit für ein Wochenende wegfahren.
                                              Nur wenn ich so darüber nachdenke, wie will ich mich dazu anstrengen, einen Menschen zu lieben.
                                              Und wenn ich mir vorstelle mit ihm wegzufahren....hhmm ja...gemischte Gefühle machen sich breit.
                                              Einerseits denke ich, es wäre vielleicht eine Möglichkeit, sich irgendwie kennenzulernen, näher zu kommen????
                                              Mal sehen vielleicht ist das echt gar nicht so eine schlechte Idee und einen Versuch wert. Das ist so das was mir im Kopf rumgeistert.


                                              Aber am meisten beschäftigt mich, das, dass ich wohl Probleme habe zu lieben.
                                              Oder aber, ich habe Probleme damit ihn zu lieben.
                                              Weil es vielleicht alles so totgefahren wurde.

                                              Habe heute etwas rumtelefoniert, wegen einem Therapieplatz erstmal für mich, aber es ist ja nicht so einfach, da an jemanden ranzukommen...überall nur Anrufbeantworter.

                                              Wie ich das so schreibe, und wenn ich so darüber nachdenke, dass ich mir einen Therapieplatz suche, stelle ich fest, dass ich mir den Schuh der Therapiebedürftigen ziemlich fest zugeschnürrt habe.

                                              Was ich bei einer Therapie erreichen will, schwebt mir da auch schon im Kopf herum und zwar:

                                              Ich glaube, ich möchte bei mir nach den Problemen suchen, weshalb ich nicht lieben kann. Ob da irgendwelche Blockaden exestieren, die ich nicht kenne.

                                              Klingt das logisch was ich da jetzt überhaupt von mir gebe???

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                                              • Re: Brauche euren Rat


                                                [quote Leticia27]
                                                Klingt das logisch was ich da jetzt überhaupt von mir gebe???[/quote]

                                                Och naja, es gibt unlogischeres.;-)

                                                >>>Ich glaube, ich möchte bei mir nach den Problemen suchen, weshalb ich nicht lieben kann. Ob da irgendwelche Blockaden exestieren, die ich nicht kenne.<<<

                                                Aus diesem Satz kann man herauslesen weshalb dein Mann bei dir so leichtes Spiel hatte, du suchst an den falschen Orten nach dem Problem und lässt ihn dabei sogar außen vor. In Sachen Probleme seid ihr aber eine Einheit, es liegt also nicht an dir sondern an der Situation die er zum großen Teil zu mit zu verantworten hat. Deshalb ist es vielleicht ein Anfang bei dir nach Problemen zu suchen, die Lösung ist es aber nicht, denn das größte Problem scheint ja sein Verhalten und deine Reaktionen darauf zu sein Das kannst du nicht für dich alleine lösen.

                                                >>>Aber am meisten beschäftigt mich, das, dass ich wohl Probleme habe zu lieben.
                                                Oder aber, ich habe Probleme damit ihn zu lieben.<<<

                                                Hast du denn vorher schon mal geliebt?
                                                Such dir einen netten Mann aus und sage dir: Der ist so toll und es absolut wert geliebt zu werden, also liebe ich ihn ab jetzt".
                                                Das wird nicht funktionieren, die Liebe geht andere Wege und ist nicht durch logische Lobeshymnen und Überredungskünste hervorzulocken.
                                                Dein Herz entscheidet und wenn es sagt das dieser Mann nichts für dich ist und du ihn nicht lieben kannst, dann ist das eben so.
                                                Das ist kein Problem, sondern etwas vollkommen normales, die Möglichkeit eine Liebe zu deinem Mann zu entwickeln wurde vielleicht endgültig verspielt, aber nicht weil du ein Problem hast oder falsch tickst, sondern weil er sich für dein Herz nicht als liebenswert erwiesen hat und auch das sollte man akzeptieren wenn es einem klar wird.

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                                                • Re: Brauche euren Rat


                                                  Danke Tired,

                                                  ich bin echt froh, dass du hier in diesem Chat aktiv bist und, dass du mir antwortest und somit mein Chaos im Kopf etwas bändigst.

                                                  Auch wenn es nicht so real ist, ich fühle mich damit nicht so alleine gelassen.
                                                  Denn ehrlich hab ich echt niemanden mit dem ich darüber reden kann oder auch will.

                                                  Mein Tag war heute nicht so doll, konnte mich irgendwie zu nichts aufraufen,
                                                  mein Mann geht mir aus dem Weg seit er aus der Arbeit gekommen ist,was meine Stimmung nicht gerade besser macht und mein schlechtes Gewissen nur noch mehr verstärkt.

                                                  Was hab ich da nur angerichtet frage ich mich.

                                                  Aber gut jetzt muss ich da durch, hab den Stein ja nun selber in Rollen gebracht.

                                                  Obwohl einen positiven Nebeneffekt hat es auch, ich muss mich nicht mehr verbiegen, mich in Ausreden wälzen, weil er mir ja jetzt nicht näher kommt.

                                                  Das ist jetzt erst mal das wichtigste für mich, Abstand gewinnen.

                                                  Ich hab da noch eine Farge:

                                                  Seit Januar hab ich Essanfälle. Ich weiß nicht ob man es nicht schon eine Essstörung nennen kann
                                                  Habe etwa 10kg zugenommen und fühle mich sehr unwohl in meiner Haut.
                                                  Ich kann dieses Essverhalten aber sehr schlecht kontrollieren, was mich dann wiederrum sehr runterzieht.
                                                  Gibt es dagegen irgendwelche Strategien.
                                                  Tips??
                                                  Die Erklärung dafür hab ich mir schon zusammengereimt...nur komm ich nicht dagegen an egal wie sehr ich versuche mich zusammen zu reißen.

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