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Tokophobie?!

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  • Tokophobie?!

    Hallo,

    Ich habe ein Problem, das meinen Partner und mich sehr in unserer Beziehung einschränkt. Ich weiß nicht, wie es sich entwickelt hat, möglicherweise durch Zwischenblutungen unter der falschen Pille und darauf folgende Internetrecherche, jedoch ist es für meinen Geschmack zu stark geworden.
    Jeden Monat habe ich panische Angst davor schwanger geworden zu sein. Ich nehme die Pille sehr gewissenhaft, vergesse sie nie und wenn nicht gerade etwas dazwischen kommt, nehme ich sie sogar um die selbe Uhrzeit. Bei Durchfall oder Erbrechen gehe ich auch vorschriftsmäßig vor, ich bin sogar noch genauer als letztes Jahr, als ich die Angst noch nicht hatte.
    Mein Partner ist auch sehr gewissenhaft mit der Verhütung, wenn ein Einnahmefehler oder ähnliches Auftritt. Dennoch bin ich absolut beunruhigt jeden Monat, bis ich meine Tage bekomme.

    Mittlerweile beeinträchtigt mich das so sehr, dass ich einen Weg finden muss das los zu werden. Oft drehen sich alle meine Gedanken darum, und mein Kopf fängt an, trotz negativer Tests, etc. einen Weg zu finden, mich glauben zu lassen, dass ich schwanger geworden wäre.

    Gibt es Möglichkeiten oder Übungen, die man machen kann, um sich zu beruhigen und eine Phobie weg zu bekommen? Oder ist mein einziger Ausweg eine Psychotherapie? (Die ich eigentlich erstmal umgehen wollen würde, da ich mir noch nicht so krank vorkomme… wobei man das selbst nie beurteilen kann.)

    Ich hoffe ich bekomme etwas Hilfe und ein paar Tips, wie ich die Angst unter Kontrolle bekomme…
    Liebe Grüße,
    Susi


  • Re: Tokophobie?!

    "Oder ist mein einziger Ausweg eine Psychotherapie?"

    Es wäre zumindest ein Erfolg versprechender Weg.

    Fragen:

    Besteht die Phobie schon immer, d.h. seit Sie ins Frauenleben eingetreten sind und sexuelle Kontakte haben?

    Gab es in Ihrer Familie, speziell bei Ihrer Mutter, ähnliche Probleme?

    Haben Sie mal eine längere Verzögerung im zeitlichen Ablauf Ihrer Zyklen gehabt?

    Warum sehen Sie eine ursächliche Rolle in der Art Ihrer Pille?

    Weiß Ihr Partner um den vollen Umfang Ihrer Ängste?

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    • Re: Tokophobie?!

      Hallo,

      Danke für die Antwort.
      Wie gesagt, ich habe diese Phobie erst seit ca. 5-6 Monaten. Davor kamen mir schon Gedanken, ob etwas schief gelaufen sein könnte, oder dass eine Schwangerschaft jetzt sehr sehr ungünstig wäre, aber das waren nie ernsthafte Sorgen, da ich stets gewissenhaft verhütet habe.
      Auch in meiner Familie gibt es diese Ängste nicht. Mit dem Thema SS wurde immer sehr entspannt umgegangen. Ich habe allerdings öfter von meiner Mutter und meiner Oma ihre Geschichten von schweren und schlimmen Geburten gehört, aber das hat mich nie weiter schockiert. Und das ist glaube ich auch nicht das, wovor ich Angst habe. Es wäre auch nie schlimm gewesen, wenn ich ungewollt schwanger geworden wäre, die Unterstützung von ihnen hätte ich gehabt.

      Ich hatte mal als ich auf den Nuvaring umgestiegen bin fast keine Blutung, aber das ist wohl normal und das wurde mir auch von allen Seiten bestätigt. Als ich noch nicht hormonell verhütet habe war mein Zyklus auch meistens recht stabil. Ich hatte nur über fast ein Jahr hinweg die Zwischenblutungen unter einer Pille, ich musste viele ausprobieren und weiß immernoch nicht, ob ich die richtige gefunden habe jetzt. Bin jedes Mal sehr optimistisch und hoffnungsvoll. Ich habe auch manchmal das Gefühl, dass wenn mir die Pillen nicht ständig Ärger machen, dass meine Angst sich wieder legt. Die Sache ist ja die, dass ich mich durch die "Probleme", die die Hormone in meinem Körper gemacht haben, nie sicher gefühlt habe mit der Pille, da ich nie Beschwerdefrei war. Jetzt bin ich im zweiten Monat bei einer, mit der ich mich relativ gut fühle und sogar die Ängste sind weniger geworden. Oder sie haben sich nur verlagert, da ich 5 Wochen in Südostasien war und dort eher mit Tollwut oder anderen Infektionskrankheiten in Berührung kam.

      Mein Partner weiß um meine Ängste, wir haben auch schon oft darüber gesprochen. Er wünscht sich, dass ich mir irgendwie Hilfe hole, da es uns belastet.

      Ich bin optimistisch, dass ich das schnell in den Griff bekomme, da ich eigentlich kein ängstlicher Mensch bin und weil ich diese Phobie erst seit kurzem habe…

      Liebe Grüße
      Susi

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      • Re: Tokophobie?!

        Hi,
        wenn eine Schwangerschaft im Grunde kein schlimmes Thema für dich ist, wäre der Punkt vielleicht ein Ansatz um die Angst zu entkräften.

        Du verhütest gewissenhaft, auch dein Partner, wenn es doch passieren sollte dann ist es etwas das nicht zu vermeiden war und trotz allem zu händeln, es würde weitergehen.
        So kannst du vielleicht die Panik bei dem Gedanken etwas abmildern.

        Warum willst du eine Therapie vermeiden?

        Ok, wenn du eine machen wolltest würde es sicher einige Monate dauern bis du einen Platz hast, aber vorsorglich wäre es vielleicht sinnvoll dich auf Wartelisten setzen zu lassen. Wenn du es alleine in den Griff bekommst kannst du die Termine ja wieder absagen, wenn nicht hast du sie in der Hinterhand und da bis dahin ohnehin viel Zeit ins Land geht, wäre es mehr als sinnvoll einen solchen Termin wahrzunehmen, falls du dann immer noch Probleme hast.

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        • Re: Tokophobie?!

          Hallo,

          Wenn man die Situation rational betrachtet, ist eine Schwangerschaft in meiner Situation kein Weltuntergang. Wenn ich es jedoch aus meinem Standpunkt und meiner emotionalen Lage betrachte, fühlt es sich schon an, wie ein Weltuntergang. Oder zumindest wie etwas, das irgendwie mein Leben enden lässt… Wobei es nur verändert.
          Ich muss mir wohl tatsächlich ein paar Fragen dazu stellen, allerdings weiß ich nicht, welche die richtigen sind.

          Vielleicht möchte ich aus Scham eine Therapie vermeiden. Gut, es müsste niemand erfahren. Mein nächster Gedanke ist, ich möchte niemandens Hilfe und Zeit in Anspruch nehmen, wenn es nicht notwendig ist. Dann denke ich wieder, dass ich so mein Problem los werde…

          Es ist verzwickt.

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          • Re: Tokophobie?!

            Man kann üben anders zu denken, wenn du dir die logischen Gedanken immer wieder ins Gedächtnis rufst und auch versuchst die unlogischen dadurch zu ersetzen, sobald sie auftauchen und auch eine Art Zwiesprache kann weiter helfen.
            Es dauert halt, bis es greift.

            Ich kann dich durchaus verstehen, du würdest dich aber zu nichts verpflichten und auch nichts verlieren wenn du schon mal Termine machst, die du wieder absagen kannst.
            Falls deine Probleme bis dahin noch nicht weg sind, kannst du ja ein paar Probestunden bei Therapeuten in Anspruch nehmen, wenn dir keiner zusagt dann kannst du es immer noch lassen, wenn du dich doch damit anfreunden kannst hast du schon einen Platz, auf den du viel zu lange warten würdest wenn es in einiger Zeit doch dringender würde und du erst dann Termine machst.

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            • Re: Tokophobie?!

              Ich habe mir überlegt ob es was bringt, wenn ich meine irrationalen Gedanken aufschreibe, wenn sie wieder in meinem Kopf sind. Dann kann ich es mir vor Augen führen und vielleicht subjektiv darüber nachdenken…

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              • Re: Tokophobie?!

                Aber du hast recht, vielleicht sollte ich mal nach Therapeuten recherchieren und evtl finde ich einen, der mich nimmt. Dauert es wirklich so lange bis man einen platz bekommt?

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                • Re: Tokophobie?!

                  Es kommt auch darauf an in welcher Region du wohnst, es variiert zwischen ein paar Wochen bis zu sogar einem Jahr.
                  Man kann aber bei unzumutbaren langen Wartezeiten etwas über die KK machen, die zahlen dann häufig bis zur regulären Therapie private Stunden, wofür man schnellere Termine bekommt. Da kannst du dir ja noch überlegen, ob du es schneller oder langsamer angehen möchtest.

                  Hier noch ein Link, der vielleicht beim Einstieg nach der Suche hilft, vielleicht erweckt das auch ein wenig Vertrauen bei dir, wenn ich mich richtig erinnere gibt es da, teilweise, kleine Steckbriefe zu den Therapeuten so das du schon mal ein bisschen was weißt. Die Krankenkassen haben auch Listen mit entsprechenden Psychotherapeuten, die man sich unkompliziert zuschicken lassen kann.

                  http://www.therapie.de/psychotherapie/

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                  • Re: Tokophobie?!

                    Vielen Dank für deine Mühen, ich werde versuchen mit jemandem in Kontakt zu treten.

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                    • Re: Tokophobie?!

                      Du darfst so einen Besuch beim Therapeuten nicht so eng sehen, da ist gar nichts dabei und die meisten Befürchtungen treffen auch nicht ein, da diese einfach aus dem was man so hört entstanden sind und das sind oft ganz platte Vorteile, sogar das was man teilweise in Medien mitbekommt.

                      Viel Erfolg und nicht unterkriegen lassen.

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