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G 26.2 nach Krampfanfällen

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  • G 26.2 nach Krampfanfällen

    Guten Tag,

    ich wusste nicht genau in welches Forum mein Anliegen am besten passt, ich hoffe ich bin hier halbwegs richtig.

    Ich hatte im August diesen Jahres postoperative Krampfanfälle. Für diese konnten glücklicherweise keine organischen Ursachen gefunden werde so dass sie als psychogene Krampfanfälle (Neurologe) bzw. eventuelle Stressreaktion des Körpers (Anästhesist) eingestuft wurden (ist das eigentlich beides das gleiche? Ich denke mal ja, oder?).

    Jetzt muss ich demnächst zur Nachuntersuchung für die G 26.2 (arbeitsmedizinische Unterscuhung für mittelschwere Atemschutzgeräte), weiß jemand ob diese einmaligen Krampfanfälle zu einer Untauglichkeit führen könnten?
    Mir wurde zumindest gesagt, einmal ist ja bekanntlich keinmal und ich müsse mir eigentlich keine Sorgen über eine Wiederholung machen. Nun weiß ich aber, dass beim Blutspenden teilweise bereits ein einmaliger Krampfanfall schon zur lebenslangen Sperre führt.
    Ich brauche die G 26 zwar "nur" für mein Hobby trotzdem hoffe ich natürlich sehr auf ein bestehen.

    Für Antworten bedanke ich mich schon jetzt bei Ihnen.


  • Re: G 26.2 nach Krampfanfällen


    " Ich hatte im August diesen Jahres postoperative Krampfanfälle.."

    Sie schreiben im Plural, wie viele Anfälle waren es und über welchen Zeitraum?

    Kommentar


    • Re: G 26.2 nach Krampfanfällen


      Von den Erzählungen ausgehend müssten es 5 gewesen sein, wobei die ersten 4 innerhlab von ca. 5 Stundne nach Narkoseausleitung waren und der letzte dann erst nach ca. 24 Stunden.

      Kommentar


      • Re: G 26.2 nach Krampfanfällen


        "ca. 5 Stundne nach Narkoseausleitung waren und der letzte dann erst nach ca. 24 Stunden."

        Man bezeichnet so etwas als "Gelegenheitsanfälle", wobei das nur auf den Auslösemechanismus abzielt.

        Bevor ich etwas umfassender darauf eingehe, noch eine Frage: Wissen Sie etwas über den Anfallstyp?
        Waren es tonisch-klonische - sogenannte generalisierte Krampfanfälle?

        Kommentar



        • Re: G 26.2 nach Krampfanfällen


          Vielen Dank schonmal für Ihre Antworten.

          Was die Art der Anfälle betrifft wird es leider etwas kompliziert und undurchsichtig. Ich versuche aber eine möglichst genaue Schilderung zu geben.

          Anfänglich wurden die Anfälle als tonisch-klonisch beschrieben wobei die Kriterien im Nachgang eher schwammig waren und dann eher in tonische Anfälle revidiert wurden, bzw. man sich im Nachhinein gar nicht mehr sicher war (laut Nachgespräch ca. 1,5 Monate nach OP). Ich war zum Zeitpunkt des ersten Anfalls noch nicht wieder ansprechbar und war dies auch zwischen den Anfällen nicht (wobei das zum Großteil auch auf die Medikamente zurückzuführen sein dürfte), außerdem wurde ich nach dem 4ten schutzintubiert.
          Der letzte Anfall, inzwischen in einem Haus mit Neuro, war wohl nicht generalisiert (ich habe darauf regiert als mir ein Wattestab? in die Nase gesteckt wurde). Bis dahin war ich wieder bei Bewusstsein aber weiterhin in der Vigilanz gemindert.
          Es wurde daraufhin V.a. psychogene Krampfanfälle gestellt.Laborwerte waren unauffällig, EEG war weitestgehend unauffällig.
          Bild der Anfälle:
          tonisch-klonisch
          geschlossene Augen
          Augen nach oben links verdreht
          Pupillen lichtreagibel
          Opisthotonus
          lateraler Zungenbiss
          keine Zyanose

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          • Re: G 26.2 nach Krampfanfällen


            Hallo Pädneu,

            Ihre Angaben waren hilfreich, schließen die problematischeren fokalen Anfälle aus.

            Generell kann jedes gesunde Gehirn epileptische Anfälle produzieren. Damit das aber nicht passiert, gibt es die sogenannte Krampfschwelle.
            Diese wird gesenkt durch gut bekannte Faktoren wie Fieber, Alkohol, Schlafentzug, Stress, bestimmte Medikamente und natürlich Narkosen und andere Einwirkungen auf das Gehirn.
            Besonders wenn Kombinationen der o.g. Faktoren summiert werden, steigt die Anfallsgefahr.

            Bei Ihnen könnte dies passiert sein.

            Bei der Bewertung des Ganzen spielen die Einmaligkeit (Gelegenheitsanfälle) und das EEG die Hauptrolle. Das war bei Ihnen ja in Ordnung.

            Die US-Kriterien bei der G 26.2 enthalten zwar ein EKG, aber kein EEG. Selbst die G 26.3 wird nur durch Ergometrie ergänzt.

            Trotzdem ist der persönliche Entscheidungsspielraum des Untersuchers recht groß. Es wäre klug, die Anfälle gar nicht zu erwähnen.

            Kommentar


            • Re: G 26.2 nach Krampfanfällen


              Guten Tag Herr Dr. Riecke,

              vielen Dank für Ihre schnellen und ausführlichen Antworten.

              Ich bin auch sehr froh und dankbar, dass organische Auslöser bei mir ausgeschlossen werden konnten, es erleichtert doch vieles.

              Der Ermessensspielraum des Untersuchers ist genau der Punkt, der mir etwas Sorgen bereitet. In dem Fragebogen zur Untersuchung wurde, soweit ich mich daran erinnern kann (Erstuntersuchung vor 3 Jahren) u.a. auch danach gefragt.
              Ein Verschweigen halte ich in dem Fall nicht für besonders sinnvoll, die Folgen sollte dies rauskommen mag ich mir gar nicht ausmalen. Wenn dann doch mal irgendwas passieren sollte, (und sei es ggf. nur ne Synkope unter Atemschutz) ziehen sich doch sämtliche Versicherungen zurück.

              Da hilft dann ggf. wahrscheinlich nur erklären und/ oder das Vorlegen von Befunden (die kann ich ja zu dem Termin sicherheitshalber mitnehmen) um den OK-Stempel zu bekommen.

              Gruß pädneu

              Kommentar



              • Re: G 26.2 nach Krampfanfällen


                "u.a. auch danach gefragt. "

                Wenn speziell nach Krampfanfällen gefragt wird, darf man sie natürlich nicht verschweigen.
                Oft halten sich die Fragen aber allgemein:"Gab es seit der letzten US etwas Besonderes?" Dann ist das Ihrer Definition überlassen.

                Ich drücke Ihnen die Daumen!

                Kommentar


                • Re: G 26.2 nach Krampfanfällen


                  Ich werde mich einfach überraschen lassen, muss eh erst nen Termin bei unserer neuen Betriebsärztin bekommen.

                  Vielen Dank für die Daumen.

                  Kommentar


                  • Re: G 26.2 nach Krampfanfällen


                    Guten Abend,

                    heute war die Nachuntersuchung für meine G26.2 und ich habe die Tauglichkeit bescheinigt bekommen. Einzige Auflage ist eine erneute Nachuntersuchung in einem Jahr (normal sind 3 Jahre). Wenn ich bis dahin anfallsfrei bin darf ich wieder auf 3 Jahre gehen.

                    Ich hatte alle Unterlagen dabei (EEG, CT, Arztbrief) und da die Anfälle erstmalig direkt nach der Narkose aufgetreten sind, ich nicht medikamtös eingestellt wurde und auch kein Fahrverbot bekommen habe sieht sie erstmal keine weiteren Probleme. Sollte nochmal was sein bis zur nächsten Untersuchung sollte ich freiwillig auf das Tragen der Ausrüstung verzichten.

                    Ich bin jetzt echt erleichtert und glücklich.

                    Vielen Dank nochmal für die vielen, schnellen und hilfreichen Infos.

                    Kommentar



                    • Re: G 26.2 nach Krampfanfällen


                      "Ich bin jetzt echt erleichtert und glücklich. "

                      Weiter alles Gute und Dank für die Rückmeldung!

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