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Trennung, dann Erschöpfung und immer noch kein Ende in Sicht

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  • Trennung, dann Erschöpfung und immer noch kein Ende in Sicht

    Hallo, vielleicht gibt es hier Menschen die auch betroffen sind, bzw. gute und hilfreiche Tipps für mich haben.
    Anfang 2012 hat mein Mann die Trennung angekündigt und ist auch Anfang Juni aus der gemeinsamen Wohnung ausgezogen. Mitte August habe ich dann einen Erschöpfungszustand (laut Ärztin Neurasthenie) erlitten.
    Nun bin ich alleinerziehende Mutter von fünf Kindern und habe demzufolge auch eine entsprechende Dauerbelastung. Die hatte ich allerdings vor der Erschöpfung auch schon, da mein Mann nur an den Wochenenden da war. Die Trennung war dann offensichtlich das Zuviel des Ganzen.
    Nun sind ca. 1 1/2 Jahre rum, mein Zustand hat sich auch wieder stabilisiert, nur vom normalen bin ich wohl noch weit entfernt. Anfang Januar hatte ich auch nochmal einen größeren Rückschlag, aus dem ich mich nun allerdings wieder erholt habe.
    Momentan helfe ich meinem Körper mit Mitteln wie Ginseng, Passionsblume und Magnesium. Ich arbeite derzeit nur 2 bis 2 1/2 Stunden am Tag (die Arbeit ist neu und macht mir Spaß) und mache täglich Mittagsschlaf. Auch der Nachtschlaf ist ausreichend. Zeit für Freizeitaktivität bleibt allerdins nur wenig.
    Die Trennung habe ich mittlerweile ganz gut verkraftet, merke aber noch eine Resttraurigkeit. Die Scheidung wird jetzt im April durchgeführt.
    Nun meine Frage ob hier Jemand ähnliches durchgemacht hat und oder mir hilfreiche Ratschläge geben kann wie ich mein Zustand weiter stabilisieren kann.
    Meine momentanen Beschwerden sind Müdigkeit, Abgeschlagenheit, schnelle Erschöpfung, geringe Belastbarkeit, Schwindel, innere Unruhe mit Angstsymptomatik.

  • Re: Trennung, dann Erschöpfung und immer noch kein Ende in Sicht

    Hallo JuJo,

    für mich hört es sich so an als hättest du schon vor der Trennung vor allem funktioniert. Da hat sich einiges aufgestaut und auch jetzt fehlt dir das Wichtigste was du aber gerade brauchst, Zeit. Wenn du schon jahrelang solch einen Stress hattest, dann braucht es nun mal auch einen adäquat langen Zeitraum um den Tank wieder voll zu bekommen.

    Das Wichtigste ist etwas zu ändern, ohne Veränderungen kann sich nichts verbessern, zumindest nicht auf Dauer.
    Mit fünf Kindern ist das natürlich nicht einfach, vielleicht kannst du da dein Umfeld etwas aktivieren, den Vater, die Großeltern, so das du zumindest regelmäßige Zeiten hast die nur für dich sind und sonst niemand stört.
    Es wäre gut wenn du mal raus kommst, dich mit Freunden triffst, vielleicht einem Hobby nachgehst.
    In deiner Situation wäre auch ein Ausdauersport nicht verkehrt, wenn du das regelmäßig hin bekommst wird das sicher viel zur Besserung beitragen können. Du solltest halt langsam anfangen, mit Minuten und dich dann wöchentlich etwas steigern, dann verlierst du auch nicht so schnell die Lust, schon alleine weil der Muskelkater nicht so ins Gewicht fällt.
    Geh Walken, Joggen o.ä., wenn das partout nicht zu machen ist versuche möglichst oft längere Spaziergänge zu machen, wenn du nicht alle Kinder unter bekommst nimmst du die, die noch nicht alleine sein können, einfach mit und machst einen Ausflug draus, vielleicht mit Picknick.

    Vor allem ist es wichtig das du Spaß hast, wenn die Kinder nirgends hin können musst du sie irgendwie integrieren, sicher sind ja auch nicht alle so klein und da können evtl. sogar mal die Geschwister als Babysitter einspringen.

    Es scheint auch so das du einfach keine Zeit hast alles was dich angeht richtig aufzuarbeiten, dich neu zu orientieren, halt mal richtig zur Ruhe zu kommen.
    Was hältst du von einer Kur?
    Ich kann mir vorstellen das ein paar Wochen außerhalb des Alltags sehr viel bewirken können, vielleicht besteht auch die Möglichkeit eine Örtlichkeit zu wählen die auf deine Belange oder Vorstellungen, vom zur Ruhe kommen, spezialisiert ist.

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    • Re: Trennung, dann Erschöpfung und immer noch kein Ende in Sicht

      Danke für deine Antwort!
      Ja du hast in vielem Recht. Den Vater kann ich leider nicht involvieren, da er zu weit weg wohnt und nur alle paar Monate für ein paar Stunden aufschlägt. Großeltern wohnen zwar um die Ecke, haben aber auch sehr wenig Zeit, leider. Die springen schon ein, wenn ich mal einen Babysitter brauche und bekochen uns zum Wochenende.
      Hin und wieder (aber noch zu selten, da die Freundinnen auch nur wenig Zeit haben) treffe ich mich auch mit meinen Freundinnen. Meinen Fußballsport habe ich letztes Jahr wieder aufgenommen, nur musste ich Ende des Jahres schon wieder zurückrudern und ihn ruhen lassen, da es kräftemäßig nicht mehr ging. Will ich auf jeden Fall wieder machen, wenn ich fitter bin.
      Was auch gut tun ist die Wohnung umzugestalten und auszumisten.
      Was ich sonst noch verändern könnte, weiß ich noch nicht.
      Meine Kinder sind fast 12, fast 10, 8, fast 7 und fast 4 Jahre alt. Die müssen jetzt schon öfter auch mal alleine bleiben, bzw. die Großen auf die Kleinen aufpassen, sonst könnte ich nicht mal erst einkaufen fahren/gehen. Das ist schon eine Erleichterung inzwischen.
      Mit den Kindern mache ich schon einiges um rauszukommen und das wir alle dabei Spaß haben. Solche Sachen tun mir auch gut.
      Das mit der Aufarbeitung klappt aber. Das habe ich jetzt die ganze Zeit gemacht und nun auch bewusst. Dazu dient auch die Mittagszeit in der Woche, wo keine Kinder hier sind. Da habe ich auch eine Ansprechpartnerin bei der Caritas.
      Mein Bruder springt auch ein, wenn ich ihn brauche, nur geht er im Spät-und Nachtdienst arbeiten. Das ist immer ungünstig.
      Ich habe im letzten Herbst mit den Kindern eine Mu-Ki-Kur gemacht, die uns allen sehr gut getan hat. Nur wie immer zu kurz. Der Alltag sieht eben anders aus.
      Selber gönne ich mir noch Shiatsu. Da gehe ich gerne hin und das tut mir gut.

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      • dr.riecke
        dr.riecke kommentierte
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        Hallo JuJo ...,

        das klingt alles sehr gut. Auf Ihren ersten Beitrag hin, wollte ich Ihnen eine Mu-Ki-Kur empfehlen, aber auch das haben Sie auch schon hinter sich.
        Im Moment scheint mir hinsichtlich möglicher Aktivitäten fast die Leistungsgrenze erreicht.
        Tüchtig, was Sie alles schaffen. Da sind Müdigkeit und Abgeschlagenheit nicht verwunderlich.
        Ich glaube, dass Sie unbedingt zufrieden sein können - mit sich ("und der Welt" z.T. sogar auch).
        Beste Grüße
        Dr. Riecke

    • Re: Trennung, dann Erschöpfung und immer noch kein Ende in Sicht

      Oh vielen Dank, dass baut mich auf und hat auch gerade ein Lächeln auf meine Lippen gezaubert. Ich weiß ich muss Geduld haben, dass braucht seine Zeit. Und es geht schon täglich bergauf, wenn es auch immer wieder schlechtere Momente gibt.

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      • Re: Trennung, dann Erschöpfung und immer noch kein Ende in Sicht

        Mir hat Kratomtee (www.kratominfusion.de) immer recht geholfen, durch Phasen der Erschöpfung zu kommen. Sowohl bei Erschöpfung, die durch körperliche Belastung hervorgerufen wurde, wie auch bei psychischen Belastungen, hat mir dieser Tee recht gut geholfen dabei, wieder Boden unter den Füssen zu spüren.

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        • Re: Trennung, dann Erschöpfung und immer noch kein Ende in Sicht

          Vielen Dank für den Tipp! Ist ja ein stolzes Sümmchen für das Produkt, aber Gutes kostet ja meistens leider sehr viel. Wieviel nimmst du denn von dem Tee dann täglich?
          Ich bin jetzt gerade dabei den Heilpilz Cordyceps auszuprobieren.

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          • Re: Trennung, dann Erschöpfung und immer noch kein Ende in Sicht

            Alle Achtung...

            Hallo JuJoSoLuBe, wie geht es dir derzeit?

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            • Re: Trennung, dann Erschöpfung und immer noch kein Ende in Sicht

              Gleich ist der Scheidungstermin. Da werde ich ihm zwar nicht gegenübertreten müssen, da er bereits in München vorgesprochen hat, aber so ganz kalt lässt mich das Ganze trotzdem nicht.
              Ich stabilisiere mich langsam wieder, aber die Nerven sind noch ganz schön labil.

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              • Re: Trennung, dann Erschöpfung und immer noch kein Ende in Sicht

                Hallo JuJo!

                Ich freu mich, dass Antwort kommt. Dein Beitrag ist ja schon länger her und oft ist es so, dass man in verschiedenen Foren postet und dann vergisst, wo man überall nach Hilfe gerufen hat.
                Als ich gelesen habe, dass du fünf noch so kleine Kinder hast, ist mein Kopf heiß gelaufen. Wie machst du das? Wie schaffst du das? Viele Mütter sind schon mit zwei Kindern voll gefordert und stellenweise überfordert.
                Ich habe drei, aber schon erwachsene Kinder. Ich kann mich erinnern, dass mir alles leicht gefallen ist, solange es mir gut gegangen ist.
                Während meiner Krisenzeiten sind seltsamerweise die Kinder die Erwachsenen gewesen und als ob sie gewusst hätten, jetzt ist es ernst, haben sie gut umgehen können mit meiner damaligen Phase des Schwachseins. Irgendwie kommt mir vor, die Krisen, die wir haben, die haben Sinn und Nutzen, auch wenn man das auf Anhieb nicht so leicht bemerkt.
                Heute wünsche ich dir jedenfalls viel Gelassenheit, viel Kraft und Zuversicht.
                Auch wenn man es kaum glauben will, irgendwann später kommen Rückmeldungen, Sichtweisen, die aufzeigen, gut so, das war gut, dass es so gekommen ist und nicht anders- sonst wäre ich nicht so happy jetzt.
                Das wirst auch du sagen bald, ganz sicher.
                Man hört hoffentlich noch von dir. Mir kommt heut der Rauchfangkehrer, Besuche dieser Art sollen ja Glück bringen.
                Bis dann
                Lieben Gruß
                Elektraa

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                • Re: Trennung, dann Erschöpfung und immer noch kein Ende in Sicht

                  Ich danke dir! Das heute war nochmal bitter, aber irgendwie auch eine Erleichterung. Jetzt ist ein Schlussstrich unter das Alte, Gescheiterte gesetzt wurden. Ja, diese Krisenzeiten stärken ungemein, auch wenn wir vermeintlich schwach sind. Ich hoffe auch, dass das Ganze nun bald ein Ende hat und ich wieder glücklich werde.
                  Ja alleinerziehend war ich ja quasi schon eigentlich immer, da wir nur eine Wochenendehe geführt haben. Er wollte sich per Du hier keine Arbeit suchen (angeblich aussichtslos) und hat sich eher wie ein Besucher verhalten, wenn er da war. Nicht wirklich in die Familie gefunden.
                  Das Ganze funktioniert ganz gut, nur bin ich oft genervt, dass die Kinder nicht hören. Meistens abends wenn sie ins Bett sollen und ich mal Ruhe für mich haben will.
                  Darf ich fragen welche Krise du damals durchzustehen hattest?

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                  • Re: Trennung, dann Erschöpfung und immer noch kein Ende in Sicht

                    Also bist du ab heute frei??? Mit Brief und Siegel??? Gratuliere Ju! Der neue Lebensabschnitt ist begonnen, der alte endgültig verlassen!
                    Immer wenn der Letzte ist, dann ist der Erste nicht weit. Grins...

                    Du fragst mich wegen der Krise. Ich hatte ganz viele Krisen, und immer ist es anschließend besser geworden als vorher. Bei mir sind viele Extreme gewesen- extrem tief, extrem hoch, extrem viel, extrem wenig. Derzeit befinde ich mich weit weg von diesen Krisenzeiten, weil ich mittlerweile schneller hergeben kann als früher, auch, weil ich nicht mehr so stur bin und weil ich schon gar nicht mehr so leicht verzweifelt bin, wie früher.

                    Vielleicht will das Schicksal uns durch die verschiedensten Phasen führen, damit wir dazu lernen, oder irgendwann aufhören mit Rücksichtslosigkeit. Mich haben auf alle Fälle viele Begebenheiten "runder" gemacht, weicher, bestimmt demütiger und auch intensiver lebendig, dankbarer, mutiger etc. Wie wenn man sagen würde, wer schon öfter gestorben ist, der fürchtet den Tod nicht mehr. Manchmal hat es wirklich den Anschein gehabt, ich überlebe den nächsten Tag nicht. Habe ich aber und selbst die ärgesten Vorkommnisse haben mich nicht umbringen können. Das macht zuversichtlich und gelassen. Und es ist wirklich so, bei mir jedenfalls, ich fürcchte auch den letzten Tag nicht (mehr).
                    Zuversichtlich und gelassen macht mich aber auch die Wahrnehmung, die ich habe, nämlich, dass offensichtlich unsichtbare Hände mithelfen, meine Tage schöner zu machen. Lach mich nicht aus, aber mir scheint, die Fäden hat wirklich jemand anderer in der Hand, als ich selbst. Es ist mir, als stehe ich einer geistigen, höheren Macht unter, die offensichtlich besser Bescheid weiß, als ich je für möglich halten könnte.
                    Das ist meine persönliche Einstellung und dank dieser Haltung ist natürlich leicht leben für mich. Ich verlasse mich quasi drauf: "er" wirds schon richten, "er" wird mir schon zukommen lassen, was ich benötige und brauche. "Er" ist wirklich meines Fußes Leute, wie es irgendwo so beschrieben steht. Ich weiß, das klingt sehr seltsam, aber anders kann ich mir die vielen, vielen Zufälle, die sich dauernd ereignen nicht erklären.

                    Also wird es kein Zufall sein, dass du ausgerechnet hier gelandet bist bei uns, gerade zu einer Zeit, wo wichtig ist, dass du weißt, wir gehören alle zusammen und niemand ist alleine, auch nicht, wenn gerade keiner da ist, der Händchen hält.... :-)) Wie wenn wir Mamas alle unter einem Hut stecken würden.

                    Wenn sich deine Kinder taub stellen und dir keine Ruhe lassen am Abend, dann atme tief durch, höre in dich, zähle bis zehn und warte, was drauf folgt. DEIN innerer Berater weiß sicher, welche Tricks und Kniffe gut gehen, welche weniger.
                    Meine Kinder haben kaum gewagt, mich zu stören, weil ich fürchterlich unnachgiebig war und wirklich streng. Das habe ich von meiner Mutter abgeschaut. Ich kann nicht schwören, dass das gut ist, aber geholfen hat ihre Unerbittlichkeit - sie hat praktisch die Rangordnung über gehabt, und nicht wir Kinder. Wenn das Oberhaupt der Familie stark ist, das auch ohne Schreien, ohne Drohen, dann denke ich, fügen sich Kinder lieber, als wenn sie merken, die Mama ist es uns nicht, sie entgleist, statt beharrlich zu sein.
                    Draussen ist es so heiß, ich habe jetzt wirklich nötig gehabt, mich hier am PC abzukühlen.
                    Bis dann, mach es dir schön. Du hast es wirklich verdient.

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                    • Re: Trennung, dann Erschöpfung und immer noch kein Ende in Sicht

                      Korrigiere: er ist meines Fußes Leuchte... nicht Leute. Ich merke grad, ich bin schon wieder dabei, jemanden beizubringen, religiös zu sein, wie ich es bin mittlerweile. Mach dir nichts draus, wenn das immer wieder durchblitzt bei mir, aber manchmal ist mir danach zu sagen, sag, merkst du nicht? Wir Mütter sind Helfer, praktisch Mittelsmänner, hinter uns ist sicher noch wer, der mithilft, dass die liebe, uns anvertraute Meute hinkommt, wo sie hinkommen sollte...
                      Wenn du meine Kinder erleben würdest, oder die Enkel, es ist wirklich wahnsinnig schön, zu sehen, sie gehen jeder ihren Weg. Jeder hat andere Vorlieben, jeder einen völlig anderen Charakter, jedes ist für sich irgendwie ausgestattet mit dem, was es braucht für später.
                      Ich bin überzeugt, dass dein Mann Vater sein sollte, aber sicher nicht Miterzieher. Sonst wäre es nicht so gekommen, wie es gekommen ist. Liebe JuJoSoLuBe, vertrau.

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                      • Re: Trennung, dann Erschöpfung und immer noch kein Ende in Sicht

                        Ich danke dir für deine offenen Worte! Ich glaube an Gott und weiß das er tagtäglich für uns sorgt. Wir müssten uns gar keine Sorgen machen, aber das fällt doch manchmal noch schwer.
                        Diese neue Freiheit kann ich noch gar nicht genießen, weil mir der blöde Herr wieder Hoffnungen gemacht hat, um mich dann erneut abblitzen zu lassen. Ein endgültiges, klärendes Gespräch möchte ich dann aber mit ihm am Dienstag führen, wenn er hier ist, um seinen Sohn im Kindergarten zu besuchen. Ich brauche das um abschließen zu können. Diesen ganzen Unsicherheiten auf seiner Seite und meine unbeantworteten Schreiben und Fragen, möchte ich schon beantwortet haben.

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                        • Re: Trennung, dann Erschöpfung und immer noch kein Ende in Sicht

                          Ich setze mal hier im alten Thread an, weil ja ganz offensichtlich immer noch alles miteinander zu tun hat. Momentan merke ich, dass ich körperlich meinen Alltag zwar ganz gut bewältige, aber noch mit Einschränkungen, habe aber das Problem, immer wenn ich höhere Anstrengungen (also beim Sport) habe, die ich sonst lange nicht mehr gewohnt war, bekomme ich so ein komisches Atemproblem. Nicht direkt Atemnot, aber ich habe dann das Gefühlt, dass sich Stress und Anstrengung auf die Atmung auswirken.
                          Gestern hatte ich wieder sehr viel sportliche Anstrengung und auch nicht die gewohnte Mittagsruhe gehabt, da war ich gestern schon total angespannt, ausgelaugt, müde und auch Angstgefühle kamen dadurch wieder vermehrt durch.
                          Heute habe ich zwar mittags geschlafen und habe keinen Sport gemacht, bin nun aber auch wieder total knülle, müde, friere verstärkt und dadurch bin ich auch wieder ängstlich angespannt.
                          Lerne jetzt auch einen neuen Mann kennen, mit dem ich allerding sehr viel Spaß habe. Kann es sein, dass sie da mein Inneres noch sperrt, ihn nun auch voll und ganz zuzulassen?

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                          • Re: Trennung, dann Erschöpfung und immer noch kein Ende in Sicht

                            Kann es sein, dass sie da mein Inneres noch sperrt, ihn nun auch voll und ganz zuzulassen?
                            Das kann schon sein, vielleicht ist deine gescheiterte Ehe noch nicht verarbeitet.

                            Hast du es schon mal mit Atemübungen versucht, um bei körperlicher Anstrengung nicht aus dem Takt zu kommen.
                            Vielleicht übertreibst du es auch und dein Körper sagt dir das du etwas langsamer machen sollst. Wenn die Atmung nicht mehr rund läuft, vielleicht einfach wieder einen Gang zurück schalten und den Sport der Atmung anpassen.
                            Es ist auch nicht gut sehr viel Sport zu machen, wenn man den Körper nicht langsam dran gewöhnt hat und das dann auch regelmäßig tut, aufwärmen ist wichtig, damit sich die Körperfunktionen langsam steigern können und nicht abrupt Hochleistung bringen müssen und womöglich genauso abrupt wieder gestoppt werden.

                            Ich habe das Problem aber auch, manchmal hilft es mir Musik zu hören, um nicht auf das Atmen konzentriert zu sein, genauso hilft es manchmal gerade wenn ich mich aufs Atmen und das was ich tue konzentriere.
                            Ich denke es hat auch etwas mit dem was einem durch den Kopf geht zu tun, je nach Gedankengang und Stimmung hilft dann das Eine oder Andere besser und genauso ist es mit der sportlichen Aktivität. Das ewig gleiche Programm passt irgendwann nicht mehr, ab und an muss man mal was anderes machen, ein wenig variieren. Wenn du mal was neues probierst geht es vielleicht auch besser, als wenn du immer den gleichen Trott machst, dann konzentrierst du dich mehr darauf und die Atmung wird weniger beachtet, kommt dadurch besser in ihren Rhythmus.

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                            • Re: Trennung, dann Erschöpfung und immer noch kein Ende in Sicht

                              Danke für deine Antwort! Also so nach 2 1/2 Jahren denke ich für mich, dass es nun doch mal endlich Zeit wird das Alte abschließen und hinter mir zu lassen. Da ist mein Kopf wahrscheinlich wieder schneller, als die Seele folgen kann und will und so werde ich immer noch ausgebremst, obwohl ich merke, dass ich keine Angstgefühle mehr habe, wenn ich mich mit einem neuen Mann treffe. Das war ja vorher immer noch der Fall.
                              Naja ich habe wieder mit meinem Fußballtraining angefangen und schon ein Punktspiel teilweise mitgespielt. Das hat mich zwar auch schon angestrengt, aber es ging noch gerade so.
                              Nun bin ich gestern 17 Km um unseren See geradelt (da gibt es so gut wie keine Steigungen und wenn dann nur geringe) und da war ich schon nach den ersten Tritten, die mich mehr Anstrengung gekostet haben schon ganz schön fertig und da zeigten sich auch die Atemprobleme.
                              Später am Tag bin ich dann noch ziemlich steile Treppen raufgestiegen, auch das hat mich ziemlich angestrengt, vor allem mit der Lunge. Im Prinzip keine starken Belastungen, aber doch eben mehr, als das sonstige im Alltag.
                              Und nun hänge ich schon wieder müde, abgeschlagen, teilweise wieder stärker angespannt rum und durch die körperliche Überanstrengung kommen dann auch wieder Angstgefühle hoch.
                              Wie ich denen mal Herr werden soll, weiß ich auch noch nicht so recht.
                              Dieses komische Atemgefühl habe ich auch manchmal wenn ich ausgelaugt und geschafft ins Bett gehe. Dann jedoch nur kurz, bis der Körper sich langsam entspannt hat.

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                              • Re: Trennung, dann Erschöpfung und immer noch kein Ende in Sicht

                                Die Atmung ist ja sehr eng mit dem Empfinden verbunden, klar, wenn man innerlich unruhig ist, oder etwas nicht rund läuft, dann schlägt sich das auch auf die Atmung nieder.

                                Hast du es denn schon mal mit Atemtechniken versucht?
                                Da gibt es sicher auch etwas das man mit ausreichend Übung auch im Alltag anwenden kann, auch AT ist etwas womit viele gut zurecht kommen.
                                Vielleicht bist du einfach jemand der nicht gut abschalten kann, alle Probleme des Tages überall mit hin schleppt, beim Sport fällt das dann natürlich besonders auf, dann braucht es Hilfsmittel um überhaupt entspannen zu können.

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                                • Re: Trennung, dann Erschöpfung und immer noch kein Ende in Sicht

                                  Nein, nur versucht ruhiger und gleichmäßiger zu atmen, aber in solch einer Stresssituation bringt das erstmal so nichts. Dieses blöde Gefühl ist auch gar nicht lange da, eben nur wenn ich mich überanstrenge, oder wohl durch Stress falsch geatmet habe. Gibt es hilfreiche Seiten wo ich wegen Atemübungen schauen kann?
                                  Was ist AT Atemtraining?
                                  Ja du hast Recht, ich kann nicht gut abschalten. Und nun habe ich den Sport auch nicht alleine gemacht, sondern mit dem neuen Mann. Da kam die Aufregung bestimmt auch noch dazu.

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                                  • Re: Trennung, dann Erschöpfung und immer noch kein Ende in Sicht

                                    AT bedeutet Autogenes Training und ist eine Entspannungstechnik, die am besten erst mal richtig erlernt werden sollte, vielleicht in einem Kurs:

                                    http://www.gesundheit.de/wellness/sa...genes-training

                                    Für Atemübungen findest du auch so einiges im Netz z.B. hier:

                                    http://www.gesundheit.de/wellness/sa...genes-training

                                    Es ist halt alles Übungssache, braucht etwas Geduld bevor es richtig beherrscht wird und wirkt.
                                    Du kannst es aber auch mit progressiver Muskelentspannung versuchen, das geht auch ganz gut mit einer CD, oder vielleicht findest du auch was bei Youtube, aber auch da braucht es etwas Übung und Geduld, der Vorteil ist das du das wirklich überall anwenden kannst.

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                                    • Re: Trennung, dann Erschöpfung und immer noch kein Ende in Sicht

                                      Autogenes Training kenne ich. Aber am Tag so zwischendurch ist keine Zeit dafür und ich komme auch mittags und abends im Bett gut und schnell zur Ruhe ohne AT. Ich brauche etwas das ich direkt in den Stresssituationen anwenden kann. Dann sollte ich wirklich mal speziell danach im Netz suchen.

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                                      • Re: Trennung, dann Erschöpfung und immer noch kein Ende in Sicht

                                        Nochmal eine Frage, insbesondere auch an Dr. Riecke.
                                        Nun bin ich ja schon wieder ein Stück weiter, kann meinen neuen Partner (mein jetziger Freund) voll und ganz an mich ranlassen, bin verliebt und habe ihn gerne in meiner Nähe, vermisse ihn, wenn er nicht da ist (ist leider nur alle zwei Wochen hier, weil er weiter weg wohnt und arbeitet).
                                        Hänge der alten Beziehung nicht mehr nach und denke auch an meinen Ex nicht mehr.
                                        Trotzdem hatte ich wieder verstärkt im Dezember wieder mit innerer Anspannung zu tun (in dieser Zeit war es immer am schlimmsten, auch weil der Vater meiner Kinder dann immer kommt). Meinem Ex bin ich ausgewichen, weil ich weiß, dass es mir nicht gut tun würde. Im Kopf bin ich über ihn weg, aber die Seele scheint ja wohl immer noch hinterherzuhinken.
                                        Nun zu meiner eigentlichen Frage, der mit meinem momentanen Zustand zu tun hat:
                                        Ich lebe wieder und habe Spaß am Leben und auch die neue Liebe trägt da ganz viel dazu bei und trotzdem bin ich nach wie vor körperlich geschwächt, vor allem am Vormittag, ermüde sehr schnell wieder und brauche viel Schlaf, ansonsten kommen Anspannungs-und Angstgefühle hoch, habe ständig eine innere Unruhe, als würde ich unter Strom stehen und ich merke ein Zittern, sehr auffällig an den ausgestreckten Händen, außerdem auch immer wieder und immer noch Schwindel.
                                        Im Moment gehe ich nicht arbeiten, fühle mich auch immer noch nicht wirklich fit genug dafür und schlafe deshalb vemehrt. Nur scheint das nichts zu bringen, was die vollständige Genesung anbelangt.
                                        Was kann ich denn noch tun, damit ich ganz gesund werde und vor allem wieder stabil?

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                                        • Re: Trennung, dann Erschöpfung und immer noch kein Ende in Sicht

                                          "Was kann ich denn noch tun, damit ich ganz gesund werde und vor allem wieder stabil? "

                                          Sind denn Kreislaufprobleme sicher ausgeschlossen?

                                          Grunduntersuchungen beim Hausarzt durchgeführt?

                                          Das wären die ersten Schritte.

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                                          • Re: Trennung, dann Erschöpfung und immer noch kein Ende in Sicht

                                            Ich habe generell einen niedrigen Blutdruck. Aber dagegen kann man ja so rein medizinisch nur wenig tun. Ich merke, dass gerade der Schwindel und die auch damit verbundenen Probleme von einem verspannten Nacken/Rückenbereich herrühren. Wenn ich beim Physiotherapeuten war, wo ich wegen HWS-Syndrom in Behandlung bin (Manuelle Therapie), merke ich eine deutliche Verbesserung meines gesamten Allgemeinbefindens. Bin dann den restlichen Tag ziemlich ausgeglichen, um nicht zu sagen spüre ich da mal wieder einen Normalzustand.
                                            Inwieweit jetzt die Nerven (insbesondere das vegetative Nervensystem) da noch mit eine Rolle spielt, weiß ich nicht, aber gerade diese innere Unruhe kommt ja sicherlich nicht vom Kreislaufproblem?

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                                            • Re: Trennung, dann Erschöpfung und immer noch kein Ende in Sicht

                                              "Aber dagegen kann man ja so rein medizinisch nur wenig tun."

                                              Das stimmt glücklicherweise überhaupt nicht!

                                              Es gibt zwar nur einige Medikamente gegen niedrigen Blutdruck (die aber NW haben und an die man sich auch gewöhnt). Doch physiotherapeutisch kann man eine Menge tun. Ich kopiere Ihnen mal hier ein Programm, das mit Sicherheit wirkt, wenn man es genau befolgt:
                                              Orthostase-Progamm

                                              Prinzip:

                                              Kompression der Bein- und Beckenvenen durch Muskelanspannung, damit das wegen der Schwerkraft in den Venen verharrende Blut in den Kreislauf zurück befördert wird und die präkollapsähnlichen Mangelsymptome
                                              beseitigt oder vermieden werden.


                                              Übungen:

                                              Alle Muskeln unterhalb der Gürtellinie sind prinzipiell mittels isometrischer Kontraktion für das o.g. Prinzip tauglich. Aber je peripherer die Kontraktion, desto wirksamer.
                                              Beginnen Sie morgens im Bett vor dem Aufstehen mit dem Anheben der Bettdecke mit den gestreckten Beinen für etwa 10 Sekunden, Beine kurz ablegen, dann Übung zweimal wiederholen.

                                              Dann die gestreckten Beine ohne Bettdecke kreisend in Form einer liegenden Acht etwa 10 Sekunden bewegen. Auch diese Übung zweimal wiederholen.

                                              Anschließend die im 90° Winkel gebeugten Beine halten und nur mit den Füßen kreisen (Uhrzeigersinn und umgekehrt), auch das dreimal jeweils 10 Sekunden.

                                              Dann mit den weiter gebeugten Beine radfahren – ohne Pause etwa 30 Sekunden.

                                              Und nun langsam aufrichten, auf den Bettrand setzen und nochmal die gestreckten Beine krätschen (etwa 10 Sekunden).

                                              Dauer:

                                              Das ganze Programm dauert wenige Minuten – eine Zeitspanne, die sich wirklich lohnt. Die einzige Voraussetzung ist der Übungsablauf vor dem Aufstehen, da sonst beim ersten Aufrichten in die Vertikale die durch die Bettwärme sehr weit gestellten Venen „volllaufen“ und das Blut nicht mehr vollständig in den Kreislauf zurück geholt werden kann (das Herz ist ja eine Druckpumpe, die das Blut in die Arterien pumpt, aber nicht aus den Venen zurück saugt), das müssen andere Organsysteme besorgen.

                                              Viel Erfolg beim Üben!

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                                              • Re: Trennung, dann Erschöpfung und immer noch kein Ende in Sicht

                                                Vielen Dank für ihre Mühe, ich werde das mal testen und berichten.

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