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  • Bitte um Hilfe

    Hallo liebe Experten,

    ich weiß nicht ob es der richtige Platz ist für „mein“ Problem. Es geht um meine Frau, sie hat meiner Meinung nach ein riesen Problem, welches ich aber nicht 100%ig diagnostizieren kann.

    Es ging extrem los nach der Geburt unserer Tochter, wir haben einen 4 Jahre alten Sohn und eine 1,5 Jahre alte Tochter. Ich bin Berufstätig und bin von morgens bis Abend s auf der Arbeit. Sie ist morgens bis mittags auf der Arbeit, seit letzten Dezember. Sie ist sehr schnell gereizt und dann auch sehr schnell böse, wenn die kleine oder der kleine mal weinen oder schreien oder nicht das machen was sie sollen (sich anziehen, ordentlich essen, etc.) wird sie sehr schnell laut. Gestern war es für mich extrem deutlich, ich hatte einen Arzttermin, wir trafen uns beim Arzt und sie sagte, sie sei Fertig von dem ständigen Geweine der kleinen sowie von dem nicht hören des großen. Ich habe mich dann zuhause um die kleinen gekümmert, gebadet usw., dann kam sie zu mir und sagte das hat ihren Stresspegel enorm gesenkt. Wir haben auch kaum Zeit für uns, weil keiner unsere Verwandten oder besseren Freunde in der Nähe wohnen und die Kinder mal nehmen könnten, das wir Zeit für uns hätten. Wir haben kaum bis gar kein Sex, ich habe gestern Abend im Bett mit ihr gesprochen, ganz normal, habe sie auch gefragt warum das denn so sein, sie Antwortete, sie kotzt es selber an, sagt aber auch sie kann sich nicht motivieren, weil sie daran denkt das sie sich nach dem Sex wieder duschen müsse usw. Dann habe ich sie ganz normal gefragt warum sie denn nichts daran ändern wolle, wenn es sie denn ankotzt, da wurde sie gleich pissig, weil sie mir sagte ich würde ihr etwas unterstellen. Egal wann oder wie, wenn ich ihr helfen möchte und sie auf ihre Fehler hinweise, reagiert sie extrem ungehalten, fühlt sich immer persönlich angegriffen, sie sagt das wäre eine Charaktereigenschaft von ihr, aber das glaube ich nicht, so eine Charaktereigenschaft gibt es nicht. Ich war ein halbes Jahr in Therapie, wegen Panik und Angststörungen, die ich überwunden habe, da ich an mir gearbeitet habe und habe auch viel gelernt ruhig zu bleiben, was mir teilweise aber auch schwer fällt. Nun hatten wir schon öfter Streit, wegen Nichtigkeiten, die aber immer zu großen Themen ausarten, ich weiß das ich kein Engel bin, aber wie soll ich denn ordentlich mit jemanden diskutieren der mich nicht richtig ran lässt an sich, nicht seine Probleme einsieht. Ich bin mittlerweile extrem fertig. Wir haben uns entschlossen in der nächsten Zeit, insofern ich Arbeit habe in eine große Stadt zu ziehen, wo meine und ihre Eltern nur noch 2 h entfernt weg wohnen und nicht wie jetzt 7, das war auch größtenteils ihre Idee. Ich gebe sehr viel auf dafür, mache es aber gern, für die Familie. Ich weiß das ich nicht viel Zeit habe, gehe 2 mal ca. die Woche abends in Fitnessstudio und am Wochenende bin ich durch meinen Hobby, auch mal ab Mittag bis abends weg, aber das bringt uns Geld, was uns auch an allen Ecken fehlt. Ich weiß nicht was ich noch schreiben kann, hab sicherlich den einen oder anderen Punkt vergessen, aber wenn noch Fragen sind, bitte stellt sie. Achso, vor den Kindern hatten wir auch nachts, morgens oder so Sex, er war auch facettenreicher. Ich will damit nicht sagen das der Sex schlecht ist, er ist wenn wir ihn haben sehr Leidenschaftlich, meist am Wochenende, wenn die Kinder schlafen und ich den ganzen Tag da bin, ihr gefällt es dann auch, das ist auch das was ich nicht verstehe, wenn einem etwas gefällt, dann will man das doch öfter. Ich liebe meine Frau, sie ist mein ein und alles, sie will sich trennen, weil sie die Konfrontationen nicht mehr ab kann, aber ich werde kämpfen, bis es nicht mehr geht und wenn ich daran kaputt geh… Achso, einen Morgen, war es wieder so schlimm mit den Kindern, da hat sie gemeint, wo sie unterwegs zum Kindergarten war, hat sie kurz daran gedacht an den Baum zu fahren, was mich enorm schockiert hat. Es war nur das eine Mal, von dem ich zumindest weiß.

    Ich weis, der Text ist sehr durcheinander, aber ich habe ihn aus dem Herzen und Bauch geschrieben, ohne noch einmal darüber zu lesen.


  • Re: Bitte um Hilfe


    Hi Angsthase,

    für mich hört sich das wie eine klassische Überforderung und mangelnden Ausgleichsmöglichkeiten an.

    Deine Frau arbeitet auch und dann hat sie die Kinder, du kannst ihr nicht helfen weil du auch lange arbeitest. Es ist schon manchmal schwer "nur" einem stressigen Job gerecht zu werden, aber wenn Feierabend ist, ist Feierabend. Als Mutter hast du keinen Feierabend, es geht immer weiter und jederzeit kann ein Kind schreien und verlangt wieder deine Aufmerksamkeit.
    Deine Frau braucht auch mal Zeit für sich, eine Zeit in der sie sicher sein kann das niemand sie stört.
    Es gibt nicht wenige Mütter die in ein Kissen beißen müssen, oder gegen Wände hauen um Druck abzulassen, auch davon das einige mal den Gedanken hatten gegen eine Wand zu fahren habe ich schon gehört und in den Fällen lag es an der Überforderung.

    Nimmst du die Kinder auch mal während deine Partnerin sich mal den Frisör oder einen kleinen Einkaufsbummel leisten kann?
    Fahrt ihr auch mal weg? Familienausflug etc.?
    Könnt ihr euch vielleicht stundenweise einen Babysitter leisten, so das auch mal ein ganzer Abend nur für euch beide drinnen ist?

    >>>wenn einem etwas gefällt, dann will man das doch öfter.<<<

    Ne, wenn man ausgelaugt ist dann träumt man vielleicht davon das man es gerne wieder wie vorher hätte aber sich auch noch regelmäßig dem Sexleben zu widmen ist auch nur wieder etwas das Zeit und auch eine gewisse Entspannung voraussetzt. Wenn man psychisch nicht in die richtige Stimmung kommen kann, das heißt auch abschalten kann und nur unter Druck steht dann will man vor allem seine Ruhe haben wenn sich mal etwas Zeit für einen auftut.

    >>>aber wie soll ich denn ordentlich mit jemanden diskutieren der mich nicht richtig ran lässt an sich, nicht seine Probleme
    einsieht.<<<

    Wer sagt denn das sie ihre Probleme nicht kennt, vielleicht sieht sie sie nur als unabänderlich und will nicht als Partnerin erscheinen die über ihre Überforderung jammert, anstatt dankbar für Mann und zwei gesunde Kinder zu sein. "Sie hat vielleicht auch noch ein schlechtes Gewissen weil sie ihrer Aufgabe nicht gewachsen scheint, wo es doch eigentlich ihr höchstes Glück sein müsste und gar nicht so schwer ist, als wenn sie wie du den ganzen Tag arbeiten müsste."
    Das wäre eine Denkweise die einen noch zusätzlich belastet und die auch vollkommen falsch ist, bei vielen ist es noch nicht angekommen das Kinder nicht nur Glück bedeuten sondern auch eine extreme Belastung für die Nerven sein können und Zeitaufwendiger als jeder Job.
    Versuch sie zu entlasten wo du kannst, das du die Kinder gebadet hast schien sie ja schon sehr zu erleichtern, tu das öfter und hilf ihr auch in anderen Bereichen.
    Gib ihr das Gefühl das du ihren Stress verstehen kannst, das es nichts schlimmes ist wenn es ihr zu viel wird, das es vielen so geht und du ihr dabei helfen willst und kannst den Alltag besser in den Griff zu bekommen.
    Sag ihr das sie sich Auszeiten nehmen soll, das du das auch so willst, zeig ihr das sie sich nicht schlecht fühlen muss weil es zu viel wird oder wenn sie sich mal eine Pause gönnt, sondern das sie es trotzdem wunderbar hinbekommt und jeder Mensch an seine Grenzen kommt wenn er nur noch funktionieren muss ohne mal selber seine Ruhe zu haben.
    Sie muss verstehen das sie nicht versagt, sondern das es allen Frauen so geht wenn sie ihre kleinen Oasen im Alltag aus Zeitmangel verlieren und nur noch rauspowern aber keine Energie mehr zurück fließt.


    Es ist gut das du dir Gedanken um eure Situation machst, mir kommen sie aber etwas einseitig vor, eben aus deiner Sicht betrachtet. Vielleicht kannst du ja mal versuchen dich in die Haut deiner Frau zu versetzen?

    Wie gestaltet ihr denn die Abende wenn du von der Arbeit kommst und das Wochenende, hilfst du ihr dann mit den Kindern? Oder ist das generell ihre Aufgabe, weil du tagsüber im Job eingespannter bist als sie? Hast du am Wochenende Feierabend da du länger unter der Woche arbeitest und überlässt ihr die Kinder?

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    • Re: Bitte um Hilfe


      Danke für die Antwort und die Fragen, da sind Sachen dabei die ich noch nicht erwähnt habe.

      Ich sage ihr oft das ich stolz auf sie bin und dankbar. Ich sage ihr auch das sie weg gehen soll, feiern, Schwimmbad, Joggen, egal. Auch abends, ich sage dann oft, jetzt ruhe dich doch mal aus oder mache etwas anderes ausser den Haushalt. Ich unterstütze sie so gut ich kann, Kinder zu bett bringen, Haushalt etc.. Eine Babysitterin will sie nicht, habe ich schon oft vorgeschlagen, sie vertraut niemanden die Kinder an, den sie nicht schon länger kennt,wie zb. Kindergärtnerin oder Verwandtschaft. Sie lacht auch selten und nimmt Humor nicht mehr als diesen wahr. Was ich auch schade finde, sie weiß das ich ihren Po mag, vorallem wenn sie Pantys trägt und sie sagte gestern sie macht das schon mal mit absicht, das sie sie trägt und ich es sehe, aber das sie mich damit erregt und ich dann aber nicht mit ihr schlafen kann belastet mich, aber warum macht sie das dann erst, wenn sie weis mich erregt es. Selbstbefriedigung lehnt sie ab bei mir, also muss ich es heimlich machen und ihr nicht sagen das ich es tue oder getan habe. Genauso ist nicht in der Lage ihre Fehler zu entschuldigen, wenn sie mich beleidigt oder ähnlich, sie gesteht sich keine Schwächen ein, ich bin der Meinung sie hat ein ein Problem mit ihrem Selbstbewusstsein, da sie unzufrieden ist über ihre Tränensäcke, Brüste usw... aber ich sage ihr immer wieder das ich sie sexy finde... Ist schon ne sauschwere Situation.

      Habe ihr auch angeboten progressive Muskelentspannung oder ähnliches... will sie nicht

      Sie sagt auch sie ist oft wie in Trance, beim Auto fahren und so... sie hatte auch meiner Meinung nach schon eine Panikattacke (atemnot, übelkeit, trockne Mund, schwindel, alles auf einmal)

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      • Re: Bitte um Hilfe


        Hallo,
        ich habe jetzt nur einen Teil gelesen, aber ich möchte doch etwas dazu schreiben.
        Du kannst alles tun, um deine Frau zu entlasten, aber mache ihr bitte keine Vorschläge. Sie muss schon selbst ihren Weg finden. Rat-"Schläge", wenn sie nicht ausdrücklich gewünscht sind, also wenn sie dich fragt, solltest du nicht geben. Und selbst dann können sie problematisch sein. Auch wenn sie entlastet ist und Zeit für sich hat, wird es ihr (erstmal) schwer fallen, diese Zeit auch zu geniessen.
        Am besten ist eine liebevolle und verständnisvolle Haltung. Du kannst sie immer in den Arm nehmen, wenn sie das möchte. Sex kann schnell wieder für sie in Streß und Anforderungs-(Überforderungs-) Gefühle ausarten.
        Gib ihr dagegen das Gefühl, dass du für sie und die Kinder jederzeit da bist und nimm ihr am besten regelmässig die Kinder und den Haushalt ab. Das wird ihr helfen.
        Viele Grüße Kristian

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        • Re: Bitte um Hilfe


          Ich denke in erster Linie solltet ihr euer Kommunikationsproblem lösen. Sie will nicht hören was du dazu zu sagen hast, du willst unbedingt das sie deinen Rat annimmt und dir zuhört. Du fühlst dich im Recht, sie sich wahrscheinlich auch.

          Vielleicht könnt ihr einen Termin für ein Gespräch ausmachen, schon im Vorfeld abklären das es Sachlich sein soll und der eine den anderen auch ausreden lässt und ernst nimmt.
          Ihr könnt eine Liste machen, jeder schreibt für sich auf wo er die Probleme sieht. Lösungsvorschläge könntet ihr beide euch überlegen und schauen ob ihr auf einen Nenner kommt, es sollten aber keine Vorschriften sein, es sollte auch keiner eingeschnappt sein wenn der Rat vom anderen nicht angenommen wird. Falls es Streit gibt solltet ihr das Gespräch sofort beenden und euch nicht stattdessen auch noch heiß reden oder gegenseitige Vorwürfe machen. Wenn ihr nicht zusammen reden könnt dann kennt ihr vielleicht jemand der ein wenig moderieren kann, oder geht zu einem Mediator.

          Deine Frau scheint den Ehrgeiz zu haben eine perfekte Frau und Mutter sein zu wollen, ich finde es gibt keine Perfektion wenn Kinder im Spiel sind, wer dann danach strebt erreicht genau das Gegenteil.

          Hat sie vielleicht schon früher einen Hang zum Perfektionismus gehabt?

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