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Massive Probleme mit dem Aufstehen

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  • Massive Probleme mit dem Aufstehen

    Hallo,

    ich habe seit einigen Jahren ein massives Problem mit dem morgendlichen Aufstehen entwickelt, das die letzten Jahren sehr heftig wurde.

    D.h. , das ich mir Abends vornehme um z.b. 9 Uhr aufzustehen, mir den Wecker stelle, aber am Morgen in 95% keine Selbstkontrolle besitze, um dann wirklich aufzustehen.

    Ich weiß, klingt nach einem trival-depressiven Problem, a la „wenn man nur wirklich will“.
    Aber ich habe mittlerweile schon „alles“ versucht, um dem beizukommen und so langsam weiß ich nicht mehr weiter.

    Ich muss daher etwas ausholen, Verzeihung.


    Das krasse ist, ich weiß abends vorher (!), ob das morgens mit dem aufstehen klappt und wie krass ich wieder liege bleibe. D.h. auf der einen Seite ist meine bewusster Wille, der aufstehen will, auf der anderen hat scheinbar mein unbewusster Teil (inneres Kind oder wie auch immer) schon im Vorfeld automatisch ein knallharte Entscheidung gefällt.

    Morgens wach ich dann immer auf und drück dann auf Weckwiederholung und halte mich wach, bis ich (versehentlich) dann wieder einschlafe (und wieder wach werde, einschlafe, etc). Irgendwann ist es teilweise schon 1-2 Uhr nach mittags und ich quäl mich hoch, weil es Zeit wird, wenn ich noch irgendwas regeln will.

    Im Grunde hab ich gar keinen Bock aufzustehen, auch Nachmittags nicht. (Egal ob in der Woche oder am Wochenende).
    Da gibt’s nicht viel, was der Tag mir an guten Gefühlen bietet, der Traum ist mir da sympathischer.
    (Habe viele Jahre Verhaltenstherapie schon hinter mir und weiß was mit mir los ist. Nehme auch Medikamente, Seroquel. Kann mittlerweile mit meinem Inneren umgehen, obwohl es mir eigentlich nie gut geht.)
    Allerdings WENN ich dann aufgestanden bin, relativiert sich diese fatale Sicht.


    Wenn ich morgens wach werde, sind es folgende Faktoren, die mir Probleme machen:

    1. Willenlosigkeit

    Mir ist sehr oft einfach alles sehr egal Tagsüber kann man das handeln. Aber morgens, wenn der Verstand noch nicht wach ist, puh. Dann ist der nächste Gedanke „nur noch eine halbe Stunde“ oder schlimmsten Falls „scheiß drauf“.

    2. Beklemmende Gefühle in der Brust

    Fühl mich wie angekettet an das Bett. Naja, Depression halt. Würde das normalerweise mit Achtsamkeit vorbeiziehen lassen, aber morgens im Bett im Halbschlaf, ist das schwierig.

    3. Müdigkeit

    Geh oft etwas später ins Bett (5-7h Schlaf). Könnte natürlich eher gehen, aber ich denk mir dann immer dann hab ich ja gar nichts mehr von meinem tollem Leben.

    (4. W.g. Die Sache, das mir der Tag nicht viel bietet)


    Ich hab mich durch die Jahre auch mittlerweile dran gewöhnt nicht mehr aufzustehen, wenn der Wecker klingelt.
    Das „funktioniert auch leider“ halbwegs gut, bin 28 jähriger Student und wohne noch zuhause.
    Das wirklich unaufschiebbar wichtige krieg ich immer noch geregelt, alles andere private schlechter.
    Angst ist immer noch der „beste“ Motivator, wenn ich einen wichtigen Termin habe z.B. - aber keine gute Lösung.


    Soweit meine lange Rede.
    Wie gesagt, so langsam bin ich am Ende mit meinem Latein.
    Danke für schonmal im vorraus.


  • Re: Massive Probleme mit dem Aufstehen

    Hier eine kurze Liste, was ich schon alles probiert habe:

    - Den Wecker vom Bett wegstellen
    - die Uhr eher / später stellen
    - mir im Schlaf gut zu reden / suggestiv zu reden
    - Visualisierung im Halbschlaf (vorstellen wie ich morgens direkt aufstehe)
    - schriftliche Vereinbarung mit mir selbst, morgens aufzustehen
    - mich von meiner Mutter wecken lassen

    Kommentar


    • Re: Massive Probleme mit dem Aufstehen


      - Den Wecker vom Bett wegstellen
      - die Uhr eher / später stellen
      - mir im Schlaf gut zu reden / suggestiv zu reden
      - Visualisierung im Halbschlaf (vorstellen wie ich morgens direkt aufstehe)
      Hi,
      solche Maßnahmen helfen nur wenn du sie über eine längere Zeit versuchst, du könntest noch Entspannungstechniken und Sport dazu nehmen.

      Vielleicht bist du Medikamentös auch nicht optimal eingestellt, Seroquel kann auch schon mal sehr müde und träge machen. Ich jedenfalls habe die Erfahrung gemacht das Seroquel mich teilweise wirklich richtig platt gemacht hat.
      Wie ist denn die Wirkung und Dosierung bei dir?
      Wenn es ansonsten hilft wäre evtl. zu überlegen ob noch ein anderes Medikament dazu genommen werden kann, ob vielleicht ein AD sinnvoll wäre, oder etwas an der Dosierung verändert werden sollte.
      Hast du das alles schon mit deinem Arzt besprochen?

      Kommentar


      • Re: Massive Probleme mit dem Aufstehen

        Geh oft etwas später ins Bett (5-7h Schlaf). Könnte natürlich eher gehen, aber ich denk mir dann immer dann hab ich ja gar nichts mehr von meinem tollem Leben.
        Mir fällt dazu folgendes ein:

        1. Fünf Stunden Nachtschlaf sind für die meisten Menschen erheblich zu wenig! Auch 7 h ist nicht für jeden bzw. in jeder Situation genug.

        2. Vermutlich sind Sie eher ein "Nachtmensch", eine "Eule". Ich selbst gehöre wohl ganz eindeutig zu dieser Gattung und gehe nicht selten zu einer Zeit in's Bett, wo so manche(r) schon wieder aufstehen muß; jedenfalls sehr deutlich nach Mitternacht. Das geht aber nur, wenn man es sich (meistens) leisten kann, den Vormittag mehr oder weniger zu verschlafen. Die zu tuenden Dinge müssen dann eben nachmittags und abends/nachts erledigt werden.
        Wenn bzw. so lange man sich einen solchen Rhythmus "leisten" kann, spricht aus meiner Sicht nicht viel dagegen. Jedenfalls ist es nicht "unmoralisch" und auch nicht automatisch ein Zeichen von "Faulheit". Ich würde mich auch nicht als "Langschläfer" bezeichnen, sondern als "Spätschläfer".

        Zugegebenermaßen ist es nicht immer ganz einfach, solche (scheinbar) von der Norm abweichenden Eigenschaften bei sich zu akzeptieren.

        Natürlich versuche ich, Termine am Vormittag zu vermeiden. Wenn aber ein solcher Termin ansteht, ist mir das rechtzeitige Aufstehen auch möglich, denn das Versäumen wichtiger Termine hat nun mal Konsequenzen, die "mindestens" unangenehm sind (es ist peinlich, man muß sich entschuldigen usw.), bis hin zum Verlust des Arbeitsplatzes.
        Vermutlich ist das ja bei den meisten Leuten so. Es soll mir doch bitte keiner erzählen, daß jeder, der morgens um 7 oder halb acht am Arbeitsplatz erscheint, regelmäßig 7 bis 8 Stunden erholsamsten Schlafs hinter sich habe und dementsprechend "top ausgeruht" sei.... Aber es muß halt sein, "Dienst ist Dienst", und deshalb klappt es auch meistens mit dem pünktlichen Erscheinen!

        Ich sehe gerade, Sie haben das ja eigentlich schon selbst geschrieben (letzter Abschnitt).

        Kann nur raten: lassen Sie das mit dem Wecker um 9 Uhr...... Außer natürlich bei wichtigen Terminen.

        Grüße,
        thomas

        Kommentar



        • Re: Massive Probleme mit dem Aufstehen

          PS. Die regelmäßigen Leser dieser Foren bitte ich um Nachsicht, daß in meinem vorigen Beitrag das Wort "Vitamin D" nirgends vorkommt.

          Bevor also noch jemand denkt, mit mir stimme was nicht:

          Auch unserem "Bagpiper" sei hiermit empfohlen, den (etwaigen) Vitamin-D-Mangel alsbald zu beheben und für einen gesundheitsförderlichen Vitamin-D-Spiegel von wenigstens 32 ng/ml zu sorgen.

          Kommentar


          • Re: Massive Probleme mit dem Aufstehen

            >>>du könntest noch Entspannungstechniken und Sport dazu nehmen.

            Ich mache Achtsamkeitsmeditation und mehrmals die Woche Kickboxen.


            >>>Wie ist denn die Wirkung und Dosierung bei dir?

            Seroquel macht mich seit langem nicht mehr müde (und schon gar nicht morgens). Daran liegts vermutlich nicht.
            Ich nehme Seroquel 200 und merke kaum etwas davon. Keine Nebenwirkung, aber auch kaum pos. Wirkung. Muss die Medis eventuell mal ändern.


            >>>Hast du das alles schon mit deinem Arzt besprochen?

            Der Psychiater meinte das wäre ein Psychotherapeutisches Problem und der Therapeut ist schon lange mit seinem Latein am Ende, bzw. ich kann sein Inventar (und zu dem Aufstehproblem fällt ihm nichts ein, außer Tabletten.)


            >>>1. Fünf Stunden Nachtschlaf sind für die meisten Menschen erheblich zu wenig!

            Mag sein. Ich bin auch Langschläfer. Aber es ist im Grunde egal wie lang ich penne, ich hab keinen Nerv aufzustehen. (Optimal sind übrigens für mich 7 Stunden, hab ich das Gefühl.)


            >>>[...]Kann nur raten: lassen Sie das mit dem Wecker um 9 Uhr...... Außer natürlich bei wichtigen Terminen.

            Interessanter Tipp, aber die Konsequenz wäre das, das ich dann auch bis in den späten Abend hinein an meinem Unikram arbeiten müsste. Das wäre der Horror. Der Feierabend (ab 18 Uhr ca.) ist meine einzige Rettungsinsel.
            Wenn ich denn mal zeitig wach bin, arbeite ich eigentlich auch gerne morgens (obwohl ich ne Nachteule bin).
            Außerdem muss ich irgendwann mal arbeiten und will ein geregeltes Leben führen.


            >>>Auch unserem "Bagpiper" sei hiermit empfohlen, den (etwaigen) Vitamin-D-Mangel alsbald zu beheben und für einen gesundheitsförderlichen Vitamin-D-Spiegel von wenigstens 32 ng/ml zu sorgen.

            Hm? Weil Vitamin D für alles gut ist?

            Kommentar


            • Re: Massive Probleme mit dem Aufstehen

              >>>Auch unserem "Bagpiper" sei hiermit empfohlen, den (etwaigen) Vitamin-D-Mangel alsbald zu beheben und für einen gesundheitsförderlichen Vitamin-D-Spiegel von wenigstens 32 ng/ml zu sorgen.

              Hm? Weil Vitamin D für alles gut ist?
              Für vieles. Zum Einstieg mal dieser Text: www.dr-gahlen.de/vitamin-d.htm

              Ich darf ansonsten auf meine bisherigen Beiträge dazu verweisen, etwa kürzlich hier im Forum unter "Vitamin D Mangel".

              Kommentar



              • Re: Massive Probleme mit dem Aufstehen

                Hi,

                Da gibt’s nicht viel, was der Tag mir an guten Gefühlen bietet, der Traum ist mir da sympathischer.
                Hast Du Dir schonmal die Mühe gemacht, ein Positiv-Tagebuch zu führen?

                Aufgrund Deiner Schilderungen kann ich Dir dazu nur raten, denn es hilft Dir, eine objektivere Sicht für die (schönen) Dinge des Lebens wiederherzustellen. Ich habe das Gefühl, daß Du Dich mittlerweile ziemlich tief in einer "grauen" Denke verfangen hast, und da ist es ohne entsprechende Hilfsmittel (sehr) schwer, allein und nur über bloße Willenskraft wieder rauszukommen. Das stelle ich selbst in den letzten zwei Monaten seit meiner depressiven Episode immer wieder fest. Das Positiv-Tagebuch, das ich seit vier Wochen fast täglich (leider gibt's Tage, an denen es zeitlich einfach nicht hinhaut) führe, unterstützt mich da enorm in zweierlei Hinsicht:

                1. Beim Schreiben:

                Du fokussierst währenddessen Deine Gedanken darauf Dir zu überlegen, was an dem Tag schön und lebenswert gewesen ist. Und da nehme ich auch ganz banale Dinge mit rein wie den blauen Himmel und Sonnenschein, das Kuscheln mit meinem Sohn, das aufmunternde Lächeln meiner Frau, die Mousse-au-chocolat zum Nachtisch, etc. Es muß nicht immer der große Wurf sein - Kleinvieh macht auch Mist Mittlerweile ist es schon soweit gediehen bei mir, daß mir schon beim Schreiben auch reihenweise andere schöne Dinge aus den Tagen zuvor wieder durch den Kopf gehen, und das fühlt sich unwahrscheinlich gut an.

                2. Beim Lesen:

                Mit der Zeit füllt sich Dein Positiv-Tagebuch, und wenn Du dann, wenn Du grad mal wieder tiefer drinhängst, die alten Einträge liest, bleibt ein Lächeln und die Freude darüber, was doch alles schön und gut gewesen ist, eigentlich selten aus.

                Klar ist das am Anfang, je nach dem, wie tief Du drinsteckst, etwas mehr Arbeit, und es kostet Dich vielleicht auch etwas Überwindung, schöne Dinge wirklich als schön anzuerkennen. Aber das gibt sich mit der Zeit. Ein solches Positiv-Tagebuch ist gängiges Hilfsmittel in der Psychotherapie und kann sich wirklich zu einer wertvollen Stütze entwickeln, um aus dem grauen Sumpf rauszukommen.

                Stichworte reichen hier übrigens. Klar kannst Du auch Prosa ausformulieren, ist aber nicht zwingend notwendig. Eben einfach pragmatisch so machen, wie es die Zeit zuläßt und Deine Vorliebe ist.



                Den von Thomas am Rande erwähnten Tipp mit dem Vitamin D kann ich übrigens auch nur nochmal weitergeben und bestätigen: Ich nehme seit meiner Depri ebenfalls Vitamin D - anfangs 6-8.000 IE, jetzt 4.000 IE täglich -, und ich fühle mich durchaus etwas besser, komme etwas leichter aus den Federn. Meine Frau - nicht depressiv - nimmt Vitamin D 6.000 IE täglich ebenfalls seit rund vier Wochen, und sie spürt es noch wesentlich deutlicher, daß sie sich besser und fühlt und morgens leichter aus dem Bett kommt.

                Vitamin D mag kein Allheilmittel sein, und es gibt sicher genauso viele Studien, die die Wirksamkeit von Vitamin D in dieser oder jener Hinsicht anzweifeln mögen.

                Aber es schadet auch nichts, sich gerade in der "dunklen" Jahreszeit 4-8.000 IE täglich zu genehmigen und seinen Vitamin-D-Speicher aufzufüllen. Im besten Fall spürst Du eine Verbesserung, im "schlimmsten" Fall passiert eben einfach nix. Probier's doch mal aus - kostet 8 EUR für 100 1.000er Tabletten, und wenn's eben nach ein paar Wochen nix gebracht hat, setzt Du es eben wieder ab

                Kommentar


                • alex_77
                  alex_77 kommentierte
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                  PS, Nachtrag: Hast Du eigentlich schon einmal darüber nachgedacht, wann Deine Probleme anfingen und ob es zu diesem Zeitpunkt irgendeinen besonderen Anlaß oder ein Ereignis dafür gegeben hat?
                  Vielleicht lohnt sich hierzu auch der Wechsel des Psychotherapeuten, wenn Du und der alte/jetzige da mit eurem Latein am Ende seid. Ist ja nun auch ne zwischenmenschliche Geschichte, bei der die Chemie stimmen sollte.

              • Re: Massive Probleme mit dem Aufstehen

                Es ist ja bekannt das für Menschen mit psychischen Problemen ein geregelter Tagesablauf sehr wichtig sein kann, dazu gehört gerade die Schlafenszeit. Selbst Kerngesunde bekommen Probleme wenn sie sehr unregelmäßig schlafen gehen und keinen richtigen Tag und Nachtrhythmus haben.
                Man muss ja nicht um 21 Uhr in die Heia, aber man sollte doch möglichst eine relativ stabile Zeit haben in der man zu Bett geht und genauso eine feste Zeit zum Aufstehen. Der Schlaf in der zweiten Nachthälfte, so ca. ab 24 Uhr, ist für die meisten Menschen besonders wichtig, weil unsere innere Uhr eine eigenständige Wach und Schlafenszeit hat und in der hat man auch den gesündesten und erholsamsten Schlaf. Ignoriert man das, kann es passieren das man tatsächlich nie richtig ausgeschlafen ist, selbst wenn man den ganzen Tag verschlafen würde, weil der Schlaf in der Nacht fehlt, kann man das nicht ganz wett machen.
                Schichtarbeiter können ein Lied davon singen, sie merken sehr genau das es ihnen besser geht wenn sie die Tagschicht haben.
                Wenn du mal über einen längeren Zeitraum mehr Regelmäßigkeit in deinen Schlafrhythmus bringst und ansonsten auch für eine gute Schlafhygiene sorgst, wird sich das Problem vielleicht erledigen, aber man muss sich da schon bemühen es durchzuhalten ansonsten hat es keinen Sinn.
                Es ist nun mal leider so das man manche Probleme, unter denen man leidet, nur bessern kann indem man auch etwas in seinem Leben ändert, will man das nicht versuchen muss man mit den Unannehmlichkeiten leben.

                Kommentar


                • Re: Massive Probleme mit dem Aufstehen

                  Ps,
                  zu viel schlafen kann auch genauso fertig machen wie zu wenig.

                  Das Aufstehproblem habe ich früher so gelöst das ich mir einen sehr lauten Wecker besorgt habe und diesen weit außerhalb meiner Reichweite aufstellte. So musste ich aus dem Bett um ihn morgens auszustellen und ob du dich dann wieder hinlegst oder wach bleibst ist dann eine bewusste Entscheidung, die zumindest die Chancen des Aufstehens erhöht.

                  Kommentar



                • Re: Massive Probleme mit dem Aufstehen

                  "..daß in meinem vorigen Beitrag das Wort "Vitamin D" nirgends vorkommt."

                  Ich hatte mich nicht nur gewundert, sondern mir schon fast Sorgen gemacht.

                  Kommentar


                  • Gast-Profilbild
                    Gast kommentierte
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                    *grins*
                    Vielleicht ist das ja eine neue Krankheit: das "passagere Vitamin-Amnesie-Syndrom"...

                  • alex_77
                    alex_77 kommentierte
                    Kommentar bearbeiten
                    Naja - ich bin ja mittlerweile auch so n halber Missionar geworden - vielleicht hat Thomas da auch nur auf seinen neuesten Jünger gewartet *g*

                • Re: Massive Probleme mit dem Aufstehen

                  Zu Psychotherapie (und meinem Werdegang):

                  Ich habe quasi Probleme seit der Grundschule ca.
                  (das hier zu sezieren würde echt zu weit führen.)
                  Ich mach seit 10 Jahren Psychotherapie mit verschiedenen Therapeuten.
                  Die letzte Therapie ist in meinen Augen die erste und einzige die wirklich was gebracht hat (Schema-Therapie mit ACT bzw Achtsamkeits Elementen)
                  Jedenfalls ist die Therapie mit ihrer Mindestanzahl auch „durch“ und ich habe w.g. Das Gefühl das ich damit auch fertig bin.

                  Solangsam reichts dicke.
                  (Der Groll richtet sich nicht gegen euch, sondern gegen endlose Therapien).



                  >>>Das Aufstehproblem habe ich früher so gelöst das ich mir einen sehr lauten Wecker besorgt habe und diesen weit außerhalb meiner Reichweite aufstellte.

                  Hab ich ja schon ausprobiert.
                  Meiner rattet dann immer ne Minute, geht dann 10 min aus und meldet sich dann wieder.
                  Und ich ignorier das Teil.
                  Vielleicht sollte ich mir einen kaufen der ne halbe Stunde laut durchrattert?



                  Gibts vielleicht sonst noch wirksame Techniken (die ich noch nicht ausprobiert habe?)


                  Herr Dr Riecke, was meinen Sie denn als Experte zu meiner Problematik?

                  Kommentar


                  • Re: Massive Probleme mit dem Aufstehen

                    "Herr Dr Riecke, was meinen Sie denn als Experte zu meiner Problematik?"

                    Was soll nach 10 Jahren Psychotherapie von mir in einer Forum-Situation noch für eine Weisheit kommen?
                    Sie werden sicher auch mit meinem Humor kollidieren...
                    Ich würde Ihnen z.B. empfehlen, statt sich beim Psychotherapeuten lieber bei der Bundeswehr anzumelden.

                    Kommentar


                    • Re: Massive Probleme mit dem Aufstehen

                      Moin bagpiper,

                      nur ganz kurz, weil ich gleich los muß:

                      1. Du sollst ja hier grundsätzlich keinen Seelenstriptease machen. Erzähl, was Du erzählen möchtest, und laß das übrige weg. Aber: Dir bei Deinem Aufstehproblem zu helfen, geht wahrscheinlich nur ein Symptom Deiner Depri an. Die eigentliche Ursache für die Aufstehprobleme, nämlich die Depression, bleibt dabei aber unbehandelt. Und wenn Du schon so lange damit zu kämpfen hast und nicht dagegen ankommst, dann ist die Symptombekämpfung wahrscheinlich auch wirklich nicht allzu erfolgversprechend, meinst Du nicht auch?

                      Also: Tu was gegen die Ursache! Erzähl's uns, damit wir Dir auch da vielleicht ein paar Tipps geben können - oder erzähl's uns nicht. Deine Entscheidung.

                      Wenn Du sagst "seit der Grundschule": Hast Du evtl. ne genetische Veranlagung dafür? Ist das schonmal gecheckt worden?


                      2. Auf meinen Vorschlag mit dem Positiv-Tagebuch bist Du in Deiner Antwort nicht eingegangen. Wäre nett und hilfreich, wenn Du auch dazu was sagen könntest.
                      Immerhin kann ich Dich insofern gut verstehen: Wenn der Tag aus Deiner nichts positives zu bieten hat, wieso solltest Du dann aufstehen wollen? Die Antwort liegt hier auf der Hand, und dann ist's nicht leicht, da mit ein paar pragmatischen Aufsteh-Tipps etwas auszurichten.
                      Deswegen auch hier: Mach etwas gegen die tiefer liegende Ursache! Schaffe Dir eine positivere Denke für den jeweiligen Tag. Sobald Du da wieder ein sinnvolles und schönes Ziel vor Augen hast, klappt es wahrscheinlich auch mit dem Aufstehen von ganz allein wieder besser. Nicht von heute auf morgen, versteht sich - aber mit der Zeit.


                      Fühl Dich bitte nicht auf die Füße getreten. Aber wenn Du hier Hilfe und Ratschläge erwartest wo professionelle Psychotherapeuten bisher "versagt" haben, dann mußt Du meiner Meinung nach schon etwas aus Dir rausgehen. Wir kratzen hier sonst nur an der Oberfläche - und wie soll das helfen, wenn Tiefenpsychologie bisher nicht geholfen hat?



                      Kopf hoch - Du kriegst das hin! Das wird wieder

                      Und überleg Dir das mit dem Positiv-Tagebuch wirklich mal.

                      Kommentar


                      • Re: Massive Probleme mit dem Aufstehen

                        Vielleicht sollte ich mir einen kaufen der ne halbe Stunde laut durchrattert?
                        Meiner tönt eine Stunde lang, aber solange habe ich ihm noch nicht zugehört da ich aufstehen "muss" wenn dieser Wecker brummt.

                        Es ist so das man morgens normalerweise immer aufsteht wenn man muss, wenn man sich auch sagt das man muss und keine andere Option zulässt.
                        Ich glaube das du immer den Gedanken im Hinterkopf hast das es nicht soooooooo schlimm ist wenn es mal nicht klappt, das es nicht so wichtig ist.

                        Du kannst nur etwas ändern wenn du dein Denken und damit auch dein Handeln änderst, keine Hintertürchen mehr offen lässt.
                        Vielleicht ist es dir dann doch nicht ernst genug, wenn der Wecker klingelt und du doch noch etwas zu müde bist um deinen inneren Schweinehund kontra bieten zu können?
                        Du könntest noch versuchen wichtige Termine und Arbeiten auf den Morgen zu legen, dann ist der Druck und dementsprechend die Motivation sicher etwas höher, es sollte natürlich nichts sein was in seiner Bedeutung hinter dem Schlafen kommt.

                        Es gibt keinen Ratschlag der dir die Eigeninitiative abnimmt, die Qual die man am Anfang auf sich nehmen muss um etwas zu verändern und auch deine Motivation kann kein Tipp hervor zaubern, das kannst nur du selber.
                        Du kannst dich deinem Schicksal des Siebenschläfers ergeben, oder du kannst dich zwingen dagegen anzugehen, auch indem du sinnvolle Aktivitäten in die Morgenstunden verlegst, abnehmen kann dir die Anstrengungen, um das Aufstehziel zu erreichen, niemand auch keine Therapie.

                        Deine Schilderungen über die Therapien, hören sich fast so an wie deine Schilderungen über deinen Wecker.
                        Auch da ist es sehr wichtig das Erarbeitete zuhause weiter zu führen, die eigentliche Arbeit findet nicht in der Psychotherapie statt sondern zwischen den Terminen und nicht zuletzt im eigenen Kopf, wenn man da nicht wirklich an sich arbeitet kann man hundert Jahre Therapie machen ohne das sich irgendetwas verändert.
                        Es gibt weder Besserung noch Heilung nur weil man Gespräche mit einem Fachmann führt, das erreicht man nur durch sich selber und einer gewissen, kontinuierlichen Anstrengung, die man außerhalb der Termine und auch alleine bewerkstelligen muss.

                        >>>Jedenfalls ist die Therapie mit ihrer Mindestanzahl auch „durch“ und ich habe w.g. Das Gefühl das ich damit auch fertig bin.<<<

                        Verstehe ich nicht, wenn sie etwas gebracht hat warum hast du dann das Gefühl das du damit durch bist?
                        Das zeigt doch das ein Anfang gefunden wurde und dieser vertieft werden kann, was natürlich noch mehr Arbeit an dir selber bedeuten könnte.

                        Kommentar


                        • Re: Massive Probleme mit dem Aufstehen

                          >>>2. Auf meinen Vorschlag mit dem Positiv-Tagebuch bist Du in Deiner Antwort nicht eingegangen. Wäre nett und hilfreich, wenn Du auch dazu was sagen könntest.

                          Ich bin jemand der versucht, Achtsamkeit zu praktizieren. Dabei geht es darum, sich selber im jeweiligen Moment (!) „ungeschönt“ so wahrzunehmen und zu akzeptieren wie man gerade ist.

                          Meine Frage daher:
                          Verzeichnet man die Dinge, die man auch wirklich als positiv wahrgenommen hat oder auch solche die „normalerweise positiv sind.“ (Also, z.b. mir fällt auf das der Himmel blau ist und das eig. (!) Schön ist, aber es kommt nicht so als positives Gefühl an)
                          2. Macht du da eine feste Anzahl von Einträgen pro Tag?


                          - - - - -

                          Hab mir übrigens nen Wecker hingestellt der durchrattert, statt ausgeht. Irgendwie geht’s damit deutlich besser (im Moment).

                          - - - - -


                          >>>Was soll nach 10 Jahren Psychotherapie von mir in einer Forum-Situation noch für eine Weisheit kommen?

                          Keine neue Psychotherapie, eventuell Tipps zum Schlaf.

                          >>>Und wenn Du schon so lange damit zu kämpfen hast und nicht dagegen ankommst, dann ist die Symptombekämpfung wahrscheinlich auch wirklich nicht allzu erfolgversprechend, meinst Du nicht auch?

                          Möglich.

                          >>>Wenn Du sagst "seit der Grundschule": Hast Du evtl. ne genetische Veranlagung dafür? Ist das schonmal gecheckt worden?

                          Nie davon gehört, das man das prüfen lassen kann!? Und wenn ich das weiß, was bringt mir das?


                          >>>Ich glaube das du immer den Gedanken im Hinterkopf hast das es nicht soooooooo schlimm ist wenn es mal nicht klappt, das es nicht so wichtig ist.

                          Ja, natürlich (ironiefrei)

                          >>>auch indem du sinnvolle Aktivitäten in die Morgenstunden verlegst

                          schwierig, da man ja als Student alle Aktivitäten hin und her verschieben kann (außer Uni- und Arzttermine)

                          >>>>>>Jedenfalls ist die Therapie mit ihrer Mindestanzahl auch „durch“ und ich habe w.g. Das Gefühl das ich damit auch fertig bin.<<<
                          >>>Verstehe ich nicht, wenn sie etwas gebracht hat warum hast du dann das Gefühl das du damit durch bist?

                          Ich meinte damit, das ich mitlerweile weiß, was mit meiner Vergangenheit los ist und woher meine Symptome kommen. Desweiteren kann ich zuordnen woher gewisse Impulse kommen (z.b. von inneren Kritiker ).. etc.
                          Es würde mir nicht viel bringen, länger Therapie zu machen und mich eher abhängig machen.
                          Das meinte ich damit.

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                          • Re: Massive Probleme mit dem Aufstehen

                            Ich meinte damit, das ich mitlerweile weiß, was mit meiner Vergangenheit los ist und woher meine Symptome kommen. Desweiteren kann ich zuordnen woher gewisse Impulse kommen (z.b. von inneren Kritiker ).. etc.
                            Es würde mir nicht viel bringen, länger Therapie zu machen und mich eher abhängig machen.
                            Das meinte ich damit.
                            Also ich sehe den Sinn einer Therapie vollkommen anders.
                            Es ist natürlich wichtig zu wissen was los ist und woher die Symptome kommen, das findet man da heraus, aber das sind nur Bausteine auf die die eigentliche Therapie aufbaut. Es geht darum das wenn man das Problem erkannt hat, beginnt Strategien zu entwickeln einen guten Umgang mit den Symptomen zu finden und das macht dich nicht abhängig sondern sollte dich im Gegenteil befreien, von all dem was dich hemmt.
                            Was hast du denn davon wenn du genau weißt was los ist, aber nicht damit umgehen kannst, es nicht in den Griff bekommst?
                            Und genau da setzt die eigentliche Therapie an, die dich nicht abhängig macht, sondern Wege zur Selbsthilfe aufzeigt.

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                            • Re: Massive Probleme mit dem Aufstehen

                              >>>2. Auf meinen Vorschlag mit dem Positiv-Tagebuch bist Du in Deiner Antwort nicht eingegangen. Wäre nett und hilfreich, wenn Du auch dazu was sagen könntest.

                              Ich bin jemand der versucht, Achtsamkeit zu praktizieren. Dabei geht es darum, sich selber im jeweiligen Moment (!) „ungeschönt“ so wahrzunehmen und zu akzeptieren wie man gerade ist.

                              Meine Frage daher:
                              Verzeichnet man die Dinge, die man auch wirklich als positiv wahrgenommen hat oder auch solche die „normalerweise positiv sind.“ (Also, z.b. mir fällt auf das der Himmel blau ist und das eig. (!) Schön ist, aber es kommt nicht so als positives Gefühl an)
                              2. Macht du da eine feste Anzahl von Einträgen pro Tag?

                              Moin,

                              das eine - Achtsamkeit - schließt das andere ja nicht aus - Positiv-Tagebuch-führen.

                              Ich übe mich selbst in Achtsamkeit. Aber das ist ja auch immer ne momentane Sache und erfordert mal mehr, mal weniger Mühe. Das Positiv-Tagebuch kann Dich genau dabei zusätzlich unterstützen, weil es Dir eben auch hilft, die Erinnerung weniger zu verfälschen und Dir im Nachhinein Dinge schlecht zu reden, die Du gestern noch als gut empfunden hast.

                              Grundsätzlich soll man deshalb in sein Positiv-Tagebuch selbstverständlich nur Dinge eintragen, die man auch wirklich als schön empfunden hat. Sonst ergäbe es wenig Sinn.


                              In Kombination mit der Umstellung der Denk- und Verhaltensmuster jedoch soll man ja aber auch (wieder) lernen, die Schönheit und das Gute an Dingen, Sachen, Ereignissen wiederzuentdecken und auch zu reflektieren.

                              Deshalb trage ich auch einen blauen Himmel und Sonnenschein selbst dann ein, wenn ich mal einen nicht ganz so tollen Tag hatte und mir der blaue Himmel vielleicht eher egal gewesen ist bzw. ich ihn nur am Rande wahrgenommen habe. Einfach um mir achtsam im Erinnerung zu rufen, daß ich so etwas die Tage zuvor ja noch schön gefunden habe. Und warum sollte sich meine grundsätzliche Einstellung zum blauen Himmel ändern, nur weil ich eine Krankheit und einen etwas schlechteren Tag habe? Mir geht's dabei sogar eher so, daß ich den blauen Himmel dann im Nachhinein noch als schön empfinde und mir sage: "Das war doch eigentlich wirklich schön, worüber beschwere ich mich eigentlich?" Mag auch damit zusammenhängen, daß ich einer der Depressiven sind, der seine Beschwerden eher am Vormittag hat und ab Mittag bis Abend hin wieder "normaler" empfindet. Und ich schreibe mein Tagebuch abends


                              So etwas natürlich nur dosiert - im Schwerpunkt sollten die Einträge zu 90% wirklich aus echt empfundenen, schönen Dingen bestehen. Aber dann auch selbst diejenigen, die Dir nur ein Mini-Lächeln entlockt haben. Ein Mini-Lächeln ist besser als gar keins oder Trübsal


                              Was Deine Frage nach einer festen Anzahl an Einträgen angeht: Nein.

                              Aber je mehr, desto besser (ohne Druck und nicht beschönigt, selbstverständlich. Es ist ja kein Wettbewerb.). Es geht primär darum, die Freude und Schönheit des Lebens wiederzuentdecken. Und wenn ich mich an einem Tag eben über viele Dinge, auch Kleinigkeiten, gefreut habe, dann trage ich diese auch möglichst alle ein. Da fange ich schon bei so "Banalitäten" an
                              - wie dem blauen Himmel und Sonnenschein;
                              - dem fröhlichen Lachen der Arzthelferinnen beim Arzt letzte Woche;
                              - dem Angebot zum "Du", das ich von einem Kollegen erhalten habe;
                              - dem Knuddler meines kleinen Sohnes;
                              - dem LEGO-bauen abends mit ihm;
                              - seinem Regenbogen-Bild, das er gestern Morgen für meine Frau gemalt hat;
                              - der Nußecke zum zweiten Frühstück, auf die ich spontan Appetit hatte und die mir geschmeckt hat;
                              - dem Zwitschern der Amsel gestern früh auf dem Weg zum Auto;
                              - dem TV-Gucken mit meiner Frau, kuschelnd auf der Couch;
                              - usw.

                              aber selbstverständlich eben auch die größeren und offensichtlicheren Freuden.

                              Und wenn mir da an einem Tag nur 2-3 Einträge zusammenkommen, ist das in Ordnung. Kommen 10-15 zusammen, ist das auch in Ordnung. Und mittlerweile geht es bei mir auch meistens in die zweite Richtung, einfach, weil ich die schönen und guten Dinge in meinem Leben mehr und mehr wieder bewußter und achtsamer wahrnehme und genieße. Hier schließt sich der Kreis zur Achtsamkeit

                              Deswegen:
                              Für mich, so, wie ich Achtsamkeit für mich verstehe, ist Achtsamkeit auch kein Selbstzweck, sondern ein Hilfsmittel aus der Depression raus zur bewußten (Wieder)Entwicklung von mehr Lebensfreude. Klar kann man Achtsamkeit auch praktizieren und alles nur stoisch-fatalistisch akzeptieren. Aber das hört sich zumindest in meinen Ohren ziemlich traurig an. Und ich bin mir nach Deinen Schilderungen echt nicht sicher, ob Dir eine solche Einstellung weiterhelfen wird.
                              Es geht ja nicht darum, daß Du Dir alles und jedes, auch das wahrhaft schlechteste, schön redest. Hier ist es sicher schon mühsam genug, das ein oder andere einfach zu ertragen und zu akzeptieren.
                              Aber es gibt sehr wohl wahrhaft schöne Dinge – und die solltest Du nicht nur einfach stoisch-neutral akzeptieren, sondern wieder genießen lernen. In kleinen Schritten, Stück für Stück. Ein Stück Schokolade hier, ein Stadtbummel dort – achtsam genießen und Freude zulassen (natürlich auch nicht herbeizwingen, klar).

                              Letzten Endes besteht unser ganzes Leben – sehr vereinfach ausgedrückt – aus einer komplexen Abfolge von Gefühlen, Denk- und Verhaltensmustern, die auf mehr oder minder tieferen Einstellungen basieren. Und die gilt es, zu hinterfragen und zu ändern, wo und falls nötig. Aber wie gesagt: Ich weiß auch, daß das einfach gesagt ist… fällt auch mir nicht immer leicht, und vor allem ist es leichter, das hier einfach runterzuschreiben als es selbst umzusetzen Aber daß es auf Dauer funktioniert und man das lernen kann, davon bin ich mehr und mehr überzeugt.

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                              • Re: Massive Probleme mit dem Aufstehen

                                Also, mein Aufstehproblem hat sich nun auf sehr unspektakuläre Weise gelöst:

                                Hab die Sache mit dem Wecker, der durchrattert und nicht aufhört (und der weiter wegsteht), beibehalten und seit dem funktioniert es eigentlich gut.

                                Danke für die ganzen Tipps.

                                Das mit dem Positiv-Tagebuch werd ich „trotzdem“ mal ausprobieren. (Danke nochmal für deine Ausführungen dazu)

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                                • Re: Massive Probleme mit dem Aufstehen

                                  "Danke für die ganzen Tipps."

                                  Gratuliere zum Erfolg!
                                  Und schön, dass Sie nun nicht zu den Soldaten müssen.

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